28/05/2026
Im Südwesten von Antioquia verteidigt eine Bewegung aus Klein*bäuerinnen, Umweltaktivist*innen und Student*innen seit nun 17 Jahren ihr Land gegen ein Mega-Bergbauprojekt. Obwohl die Profitinteressen des transnationalen Bergbauunternehmens AngloGold Ashanti von regionalen und nationalen Eliten unterstützt werden, bleibt die Bewegung bisher erfolgreich. Im Rahmen des Besuchs von Fernando Jaramillo, einem Koordinator der Bewegung, werden wir die Geschichte dieses Konflikts sowie den politischen und wirtschaftlichen Kontext in Kolumbien beleuchten: die Expansion der Rohstoffindustrie in Kolumbien, die Verteidigung von Land, Wasser und traditionell kleinbäuerlichen Lebensweise sowie die Umkämpftheit der Rohstoffpolitik auf nationaler und internationaler Ebene. Dabei nehmen wir auch die Zukunft des Konflikts in den Blick: Obwohl sich die Lage unter der Regierung Petro zugunsten der Widerstandsbewegung verbessert hat, hängt die Zukunft dieses Konflikts sowie vieler anderer von den Präsidentschaftswahlen 2026 ab. Im Zuge dieser Veranstaltung wollen wir eine Debatte über die Auswirkungen des Rohstoffbooms und der damit verbundenen extraktivistischen Expansion im Globalen Süden anstoßen, sowie über die Formen des Widerstands und den potenziellen Handlungsspielräumen sowohl im Globalen Süden als auch im Globalen Norden.
Anmeldung: https://www.vhs.at/de/e/lai/b/2026/05/21/anti-extractivist-resistance-and-contested-transformation-insights-from-colombia -auf-deutsch