GLE International

GLE International Psychotherapie: gemeinnütziger Dachverband nationaler EA-orientierter Vereinigungen. Tätig in Forschung und Lehre, Vernetzung der Vereinigungen.

Die "Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse International" ist ein gemeinnütziger, wissenschaftlicher Dachverband für die existenzanalytisch-logotherapeutischen nationalen Vereinigungen. Die GLE-International ist zuständig für Forschung (Projekte, internationale Kongresse, Bibliothek) und Lehre (Ausbildungsinhalte, Weiterbildungscurricula) sowie für die Kontakthaltung und Vernetzung der

Verbände untereinander. Das Ziel aller Vereinigungen, und somit auch der GLE-International, ist die Weiterentwicklung und Verbreitung des existenzanalytischen Menschenbildes und seiner praktischen Anwendung in Psychotherapie, Beratung, Pädagogik, Seelsorge, Sozialarbeit, Coaching und Management

06/06/2026

Was ist Hoffnung eigentlich?

Mag. Markus Angermayr hat beim GLE-Kongress in Lindau eine Frage gestellt, die aktueller kaum sein könnte:

Ist Hoffnung immer etwas Gutes?

Anhand der Erzählung von Pandoras Box zeigt er, dass in der griechischen Mythologie zuerst das Leid in die Welt kommt und erst danach die Hoffnung. Hoffnung entsteht also nicht im luftleeren Raum. Sie entsteht aus der Begegnung mit unserer Verletzlichkeit, unserer Endlichkeit und den Unsicherheiten des Lebens.

Doch Angermayr geht noch einen Schritt weiter: Er zeigt, dass auch der Begriff Hoffnung selbst nicht neutral ist. Die Erzählung von Pandora ist eine patriarchale Geschichte und erinnert daran, dass Begriffe immer auch durch Machtstrukturen geprägt und vereinnahmt werden können.

Was bedeutet das für unsere Gegenwart?

In Zeiten von Kriegen, Klimakrise, gesellschaftlicher Polarisierung und wirtschaftlicher Unsicherheit stellt sich die Frage neu:

Brauchen wir mehr Hoffnung? Oder brauchen wir zuerst einen klaren Blick auf die Realität?

Kann Hoffnung Orientierung geben? Oder hält sie uns manchmal davon ab, die Dinge zu sehen, wie sie sind?

Ein Vortrag, der Hoffnung nicht einfach feiert, sondern sie kritisch hinterfragt.

Mehr zur Existenzanalyse und zur GLE: https://www.existenzanalyse.org/

Abschiedsvorlesung von Dr. Emmanuel J. Bauer in SalzburgAm 2. Juni hielt Dr. Emmanuel J. Bauer an der Katholisch-Theolog...
04/06/2026

Abschiedsvorlesung von Dr. Emmanuel J. Bauer in Salzburg

Am 2. Juni hielt Dr. Emmanuel J. Bauer an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg seine Abschiedsvorlesung unter dem Titel:

„Selbst-Sein – Im Spannungsfeld zwischen Ich, Du und Wir“

Begrüßt wurde der Abend von Dietmar W. Winkler, Dekan der Fakultät, sowie von Rolf Darge, Leiter des Fachbereichs Philosophie.

Besucher:innen beschrieben die Veranstaltung als berührend, würdevoll und inspirierend.
Es war ein Abend des Dankes, der Begegnung und der Anerkennung für einen Wissenschaftler, der über Jahrzehnte hinweg das philosophische Denken und zahlreiche Menschen geprägt hat.

Dr. Emmanuel J. Bauer ist Philosoph und Theologe. Seine Arbeit widmet sich insbesondere den Fragen menschlicher Existenz, Personalität, Freiheit, Verantwortung und dialogischer Beziehung.
Als Universitätslehrer hat er Generationen von Studierenden begleitet und als Autor wichtige Beiträge zur philosophischen Anthropologie und Existenzphilosophie geleistet.

Auch für die Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse (GLE) war und ist Emmanuel J. Bauer ein wichtiger Wegbegleiter.
Sein Denken über das Menschsein, über Begegnung und über die Spannung zwischen Individuum und Gemeinschaft hat die existenzanalytische Diskussion über viele Jahre bereichert und inspiriert.

Seine Abschiedsvorlesung stand noch einmal ganz im Zeichen jener Fragen, die sein Werk durchziehen:
Wie wird ein Mensch zu sich selbst?
Wie entsteht Beziehung?
Und wie gelingt ein verantwortliches Leben zwischen Ich, Du und Wir?

Wir danken Emmanuel J. Bauer für sein Wirken, seine Gedanken und seine langjährige Verbundenheit. Manche Lehrtätigkeiten enden, doch die Wirkung eines Menschen bleibt.
Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft von seinen Gedanken angeregt, von seiner Haltung inspiriert und mit ihm im Dialog zu bleiben.

28/05/2026

„Eigentlich haben sie mit dem Leben abgeschlossen - sie sind aber noch da.“

Was bedeutet es, mit Menschen zu arbeiten, die keine Hoffnung mehr spüren?
Wenn Zukunft nicht mehr gestaltet werden will, sondern das Leben nur noch ausgehalten wird?

Erika Luginbühl sprach beim GLE-Kongress in Lindau mit berührender Offenheit über genau diese Erfahrungen aus der therapeutischen Praxis.

Sie beschreibt, wie wichtig es ist, auch dort nicht wegzugehen, wo Hoffnung schwindet.
Patientinnen und Patienten zugewandt zu bleiben.
Sich berühren zu lassen.
Und als Therapeutin oder Therapeut Halt zu geben - selbst dann, wenn Worte manchmal kaum mehr reichen.

Denn manchmal beginnt Hoffnung nicht mit Lösungen.
Sondern damit, dass jemand da bleibt.

Mehr zum Kongress & zur Existenzanalyse:
www.glekongressinternational.org
www.existenzanalyse.org

21/05/2026

„Solange ich atme, hoffe ich.“
Schon Cicero schrieb diesen Satz vor über 2000 Jahren.

Alfried Längle greift diesen Gedanken in seinem Vortrag beim Kongress in Lindau auf - und erinnert daran, dass vielleicht schon das Atmen selbst ein Akt der Hoffnung ist.

Ein Atemzug bedeutet:
Ich bin noch da.
Ich stehe noch in Beziehung zum Leben.
Etwas in mir geht weiter.

Alfried Längle sagt: Das Leben trägt eine oft unbewusste Hoffnung in sich.
Und erst wenn wir sie bewusst wahrnehmen, entsteht daraus der gestaltende Mensch – ein Mensch, der trotz Unsicherheit nicht aufhört, dem Leben zu antworten.

Vielleicht braucht unsere Zeit genau das:
Mehr bewusstes Atmen.
Mehr Verbindung zum Leben.
Mehr Hoffnung.

Mehr zum Kongress & zur Existenzanalyse:
www.glekongressinternational.org
www.existenzanalyse.org

16/05/2026

Dr. Alfried Längle spricht darüber, woran viele Menschen heute kranken:

Wir senden permanent Nachrichten, Kommentare, Likes und Reaktionen hinaus in die Welt.
Aber echte Begegnung wird seltener.

Soziale Medien können verbinden und gleichzeitig vereinsamen lassen.
Man äußert sich.
Aber versteht man sich noch wirklich?

Die Existenzanalyse setzt genau dort an:
Beim verstehenden Dialog, bei echter Begegnung und bei der Frage, wie Menschen trotz Polarisierung, Druck und Entfremdung in Beziehung bleiben können - zu anderen und zu sich selbst.

Mehr zur GLE und Existenzanalyse:
https://www.existenzanalyse.org/

Künstliche Intelligenz ist längst Teil unseres Alltags.Und zunehmend auch Teil psychotherapeutischer Realität.Jugendlich...
15/05/2026

Künstliche Intelligenz ist längst Teil unseres Alltags.
Und zunehmend auch Teil psychotherapeutischer Realität.

Jugendliche sprechen mit KI-Chatbots über psychische Belastungen, Klient:innen kommen mit KI-generierten Selbstdiagnosen in die Praxis und digitale Systeme beginnen therapeutische Prozesse mitzugestalten.

Doch was bedeutet das für Psychotherapie, Beratung und menschliche Begegnung?

Beim ersten Themenabend der GLE Kärnten widmen wir uns gemeinsam den Chancen, Risiken und offenen Fragen rund um KI in der Psychotherapie.

Den inhaltlichen Input gestalten:

• Lenz Husmann
Psychologe, Gründer und Geschäftsführer von freudio. Beschäftigt sich seit Jahren mit KI, klinischer Forschung und digitalen Anwendungen im Gesundheitsbereich.

• Gabriel Sperrer
CTO von freudio, Biomedical Engineer und spezialisiert auf KI und Datenschutz im psychotherapeutischen Kontext.

• Jon Ward
Absolvent der University of Cambridge und Gründer des „Human Intelligence Trust“. Er entwickelt Werkzeuge, die KI nutzen sollen, um menschliches Denken zu fördern statt zu ersetzen.

• Andrea Ward
Therapeutin mit jahrzehntelanger Erfahrung im Bereich Biodynamischer CranioSakral Therapie und Arbeit zu Nervensystemregulation, Trauma und „Cellular Memory“.

Moderation & Diskussion:
Alma Brkic-Elezovic und Johannes J. Bucher

Anmeldung bis 08.06.2026 unter:
[email protected]

Unkostenbeitrag: 20 €
Begrenzte Plätze

Christoph Kolbe ist am 18.05.2026 zu Gast bei Jürgen Wiebicke im WDR5 Philosophischen Radio.Im Mittelpunkt steht die Fra...
12/05/2026

Christoph Kolbe ist am 18.05.2026 zu Gast bei Jürgen Wiebicke im WDR5 Philosophischen Radio.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen in Zeiten von Unsicherheit, Angst und Krisen Zuversicht bewahren können.
Ein Gespräch über existentielle Herausforderungen, persönliche Haltung und die Möglichkeit, trotz Bedrohung handlungsfähig zu bleiben.

Die Sendung wird live ausgestrahlt und bleibt anschließend als Podcast verfügbar.

Podcast & Infos:
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-das-philosophische-radio/index.html

Und es gibt sie doch noch – die Hoffnung.Vom 1. bis 3. Mai fand der GLE-Kongress statt.Eine Tagung über Hoffnung – in ei...
10/05/2026

Und es gibt sie doch noch – die Hoffnung.
Vom 1. bis 3. Mai fand der GLE-Kongress statt.
Eine Tagung über Hoffnung – in einer Zeit voller Krisen, Kriege und Unsicherheit.

„Es gibt doch (noch) Hoffnung?!“
Eine Frage, die viele Menschen beschäftigt. Besonders jene, die mit Menschen arbeiten, begleiten, zuhören.
Therapeut:innen, Philosoph:innen, Pädagog:innen und Forschende kamen zusammen.
Mit Vorträgen. Mit Workshops. Mit Gesprächen über Angst, Verletzlichkeit, Verantwortung, Beziehung und Zuversicht.

Bild 1: Die Inselhalle - der Ort.
Bild 2: Der Plenarsaal. Noch fast leer. Wenig später voller Menschen, Gedanken und Hoffnung.
Bild 3: Renate Bukovski - neue Vorsitzende der GLE.
Bild 4: Brigitte Heitger-Giger & Christian Probst - neuer Vorsitz der GLE.
Bild 5: Alfried Längle - eine der prägenden Stimmen der modernen Existenzanalyse.
Bild 6: Christoph Kolbe über Zuversicht in Zeiten von Angst und Krise.
Bild 7: Markus Angermayr über Hoffnung jenseits von bloßem Optimismus.
Bild 8: Hermes Andreas Kick über Grenzsituationen, Verantwortung und Kreativität.
Bild 9: Erika Luginbühl über Hoffnungslosigkeit und die Frage: „… und was nun?“
Bild 10: Melanie Büttner über Trauma, Nähe und die Hoffnung auf lebendige Beziehungen.
Bild 11: Ingo Zirks über Verantwortung, Sexualtherapie und menschliche Abgründe.
Bild 12: Blick in den voll gewordenen Saal. Gespräche, Begegnungen, Aufmerksamkeit.
Bild 13: Giovanni Maio über die Verletzlichkeit des Menschen als Ressource.
Bild 14: Allan Guggenbühl über Geschichten als Wege aus Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit.
Bild 15: Alfried Längle über Hoffnung als Haltung, dem Leben verbunden zu bleiben.
Bild 16: Andreas Krafft über Zukunft, Angst und sinnerfülltes Leben.
Bild 17: Podium mit Ingo Zirks, Alfried Längle, Allan Guggenbühl und Andreas Krafft.
Bild 18: Lindau. Hafen, Wasser, Leuchtturm. Vielleicht eines der ältesten Bilder für Hoffnung.

In diesen Tagen wurde spürbar:
Ja - sie ist noch da, die Hoffnung.
Nicht als naive Gewissheit.
Sondern als Haltung.
Als Begegnung.
Als Entscheidung, dem Leben trotz allem verbunden zu bleiben.

(Fotos von Holger Bauer)

Am vergangenen Wochenende fand unser Kongress in Lindau statt.Die „Hoffnungswerkstatt“ war dabei eine besondere Gelegenh...
06/05/2026

Am vergangenen Wochenende fand unser Kongress in Lindau statt.
Die „Hoffnungswerkstatt“ war dabei eine besondere Gelegenheit, sich interaktiv mit Hoffnung, Schmerz, Dankbarkeit und Zuversicht auseinanderzusetzen.

Zwischen Vorträgen, Diskussionen und Theorie entstand plötzlich etwas sehr Persönliches.
Menschen schrieben auf, wofür sie dankbar sind.
Was schmerzt.
Worauf sie hoffen.
Und woran sie trotz allem festhalten.

Vielleicht beginnt eine bessere Welt auch genau dort:
Wo Menschen einander ehrlich begegnen.

www.glekongressinternational.org

Adresse

Ed. Sueß-Gasse 10 A Wien
Wien
1150

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von GLE International erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an GLE International senden:

Teilen