Die Europäische Föderalistische Bewegung (EFB) ist eine streng überparteiliche und überkonfessionelle proeuropäische Organisation. Bereits 1946 wurde sie von visionären EuropäerInnen in verschiedenen Ländern gegründet – in Österreich geschah dies 1951. Eine wichtige Rolle bei der Gründung der Europäischen Föderalisten spielte der italienische Politiker Altiero Spinelli. Er war Mitglied der Kommuni
stischen Partei Italiens und befand sich während der Herrschaft Mussolinis über ein Jahrzehnt in Haft bzw. stand unter Arrest, da er sich in der antifaschistischen Widerstandsbewegung engagierte. Während seiner Zeit der Verbannung auf der Insel Ventotene verfasste er gemeinsam mit seinem Freund Ernesto Rossi ein Manifest, in dem er im Interesse des Erhalts von Frieden und Freiheit zur Gründung eines europäischen Bundesstaats aufrief. Als föderalistische Organisation ist das „Manifest von Ventotene“ von großer Wichtigkeit, da wir es als unser Gründungsdokument betrachten. Die AktivistInnen der EFB waren so wie auch Spinelli seit jeher davon überzeugt, dass einzig ein geeintes Europa eine Wiederholung der Kriegsgräuel verhindern könne. Bis heute stellt die Europäische Union ein erfolgreiches und historisch einmaliges Friedensprojekt dar. Zur Friedenssicherung und zur Gewährleistung der äußeren und inneren Sicherheit in Europa sind wir davon überzeugt, dass der politische Wille zur Weiterentwicklung der europäischen Integration für die Zukunft gegeben sein muss. Seit dem Zeitpunkt der Gründung engagiert sich die EFB folglich für ein friedliches, föderales und demokratisches Europa. Auch einer Erweiterung stehen wir grundsätzlich positiv gegenüber – sofern sich die Länder zu den Werten und Grundsätzen der EU bekennen und politisch gewillt, bereit und in der Lage sind, alle Verpflichtungen zu erfüllen, die sich aus der Mitgliedschaft in der EU ergeben.