Diakonie Flüchtlingsdienst

Diakonie Flüchtlingsdienst Wir setzen uns seit über 30 Jahren für die Rechte und die Würde geflüchteter Menschen ein.

Der Diakonie Flüchtlingsdienst ist seit mehr als 30 Jahren für Schutzsuchende und Flüchtlinge im Einsatz. Wir verstehen una als Menschenrechtsorganisation, bei der die Anwaltschaft für die Rechte von Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte im Zentrum der Arbeit steht. Eine respektvolle, wertschätzende Haltung gegenüber unseren KlientInnen, eine emanzipatorische und ganzheitliche Arbeitsweise

, Professionalität und hoher Qualitätsanspruch zeichnen unsere Arbeit aus. Unser Ziel ist es, nachhaltig die Rahmenbedingungen für unsere KlientInnen zu verbessern. Wir fordern die Gleichbehandlung unserer KlientInnen auf allen Ebenen der Gesellschaft ein und wollen in der Öffentlichkeit als kritische Stimme für die Anliegen von Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte wahrgenommen werden.

19/06/2026

"Ich arbeite seit drei Jahren in der Pflege. Ich bin sehr froh, dass ich in Österreich Schutz und Sicherheit bekommen habe. Ich war fünfzehn oder sechzehn Jahre alt, als mein Vater eines Tages nachhause gekommen ist und gesagt hat: Wir müssen Afghanistan sofort verlassen. Das war 2016. Wenn ich Afghanistan damals nicht verlassen hätte, wäre ich jetzt vielleicht tot. Schutz bedeutet für mich ein neues Leben hier in Österreich."

Viele Menschen, die in Österreich Flüchtlingsschutz bekommen haben, wären heute wohl nicht mehr am Leben, wenn es das Asylrecht nicht gäbe. Nie wieder sollten Menschen, die vor Verfolgung fliehen mussten, vor verschlossenen Grenzen stehen und zurück in Folter und Tod geschickt werden. Das ist das Versprechen, das sich die Gründerstaaten der Genfer Flüchtlingskonvention vor 75 Jahren gegeben haben. Dieses Versprechen ist heute aktueller denn je.

18/06/2026

"Ich komme aus dem Sudan. Ich war in einem Krankenhaus als Radio-Technologin tätig.

Ärzte und Krankenhauspersonal werden im Sudan seit vielen Jahren von der Polizei verfolgt. Sie sind wirklich eine Zielscheibe von Polizeigewalt. Es ist sehr gefährlich, einen weißen Mantel zu tragen! Immer wieder habe ich meinen Labormantel im Müll entsorgt, damit ich der Polizei entgehe. Das ist so traurig.

Als die politischen Unruhen begonnen haben, wurden immer wieder Freunde und Kolleg:innen von der Polizei getötet. Als ein enger Freund getötet wurde, wusste ich, dass ich etwas dagegen machen muss. Ich habe dem Gericht wichtige Informationen über die Mörder gegeben. Die Wahrheit zu sagen, war mein „großer Fehler“.

Ich wusste, ich muss weggehen. Ich war gezwungen meine Familie, meine Kinder und mein Leben zurück-zu-lassen und in einem anderen Land Schutz zu suchen.

Ich bin sehr dankbar, dass das Menschenrecht auf Flüchtlingsschutz existiert. Sonst könnte ich mit meiner Familie nicht in Sicherheit leben."

Viele Menschen, die in Österreich Flüchtlingsschutz bekommen haben, wären heute wohl nicht mehr am Leben, wenn es das Asylrecht nicht gäbe. Nie wieder sollten Menschen, die vor Verfolgung fliehen mussten, vor verschlossenen Grenzen stehen und zurück in Folter und Tod geschickt werden. Das ist das Versprechen, das sich die Gründerstaaten der Genfer Flüchtlingskonvention vor 75 Jahren gegeben haben. Dieses Versprechen ist heute aktueller denn je.

17/06/2026

Samaneh gelang es vor etwa zehn Jahren, gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter den Iran zu verlassen. Samis Mann war Filmemacher und stand mit seinen Überzeugungen im Widerspruch zur Ideologie des repressiven Regimes.

Deshalb hatte das Paar schon lange darüber nachgedacht, wie sie gemeinsam mit ihrer kleinen Familie den Iran verlassen könnten. Die sehr westlich orientierte Samaneh hatte das Glück, einen Studienplatz in Wien zu erhalten. So konnte die junge Familie schließlich aus dem Iran ausreisen.

Durch einen christlichen Iraner aus ihrem Studienumfeld lernten sie in Wien die Gemeinschaft der evangelischen Kirche kennen und fanden auf diesem Weg zum christlichen Glauben.

"Damals beschlossen wir, dem Iran endgültig den Rücken zu kehren und als Christen zu leben. Zu den Problemen, die wir bereits im Iran hatten, kam nun hinzu, dass konvertierten Christen im Iran die Todesstrafe droht. Deshalb ist es undenkbar, dort als Christen zu leben. Aus diesem Grund stellten wir einen Asylantrag und erhielten nach etwa drei Jahren den Flüchtlingsschutz. Wir sind sehr dankbar, heute sicher und frei in Österreich leben zu können."

Viele Menschen, die in Österreich Flüchtlingsschutz bekommen haben, wären heute wohl nicht mehr am Leben, wenn es das Asylrecht nicht gäbe. Nie wieder sollten Menschen, die vor Verfolgung fliehen mussten, vor verschlossenen Grenzen stehen und zurück in Folter und Tod geschickt werden. Das ist das Versprechen, das sich die Gründerstaaten der Genfer Flüchtlingskonvention vor 75 Jahren gegeben haben. Dieses Versprechen ist heute aktueller denn je.

Welchen Rückhalt gibt es in der Gesellschaft für eine bedingungslose Durchsetzung von Menschenrechten? Welchen Preis wir...
16/06/2026

Welchen Rückhalt gibt es in der Gesellschaft für eine bedingungslose Durchsetzung von Menschenrechten? Welchen Preis wird die österreichische und europäische Gesellschaft zahlen, wenn wir auf diese verzichten?

Beim Diskurs am Feierabend im ASH Forum​​ steht der Austausch im Zentrum. Nach einem Experteninput von Christoph Riedl wird im Weltcafeformat über Asyl und Migration in Österreich im
Kontext von globalen Krisen und Arbeitskräftemangel diskutiert.

👉 Anmeldung erwünscht. Infos unter: www.ash-forum.at

Die Lernhilfe Österreich bietet allen Kindern zwischen 1. Klasse Volksschule bis zum 18. Lebensjahr Unterstützung beim L...
15/06/2026

Die Lernhilfe Österreich bietet allen Kindern zwischen 1. Klasse Volksschule bis zum 18. Lebensjahr Unterstützung beim Lernen an. Auch im Sommer gibt es Betreuung und gezielte Hilfe beim Lernen. Meldet Euch an, es gibt noch freie Plätze! An vier Standorten in Österreich: Wien Mooslackengasse, Wien Zinnergasse, St. Pölten, Telfs.
📖📚️🖋️🙂

www.diakonie.at/unsere-angebote-und-einrichtungen/lernhilfe-oesterreich

🌈 Heute findet die Regenbogenparade in Wien statt!🫂 Für uns ist klar: Menschen sind vielfältig – und das ist gut so! 💞 W...
13/06/2026

🌈 Heute findet die Regenbogenparade in Wien statt!

🫂 Für uns ist klar: Menschen sind vielfältig – und das ist gut so!

💞 Wir sind für alle Menschen da. Egal, wen du liebst. Egal, woher du kommst. Egal, wie du aussiehst, wie alt du bist und welche Genderidentität du lebst.

Heute, am 12. Juni 2026, tritt die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), auch Europäischer Asyl- und M...
12/06/2026

Heute, am 12. Juni 2026, tritt die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), auch Europäischer Asyl- und Migrationspakt genannt, in Kraft. markiert einen tiefgreifenden Wendepunkt in der europäischen und österreichischen Flüchtlings- und Migrationspolitik.

Julia Valenta, unsere Einrichtungsleiterin der Unabhängigen Beratung Wien, kritisiert die neuen Regelungen scharf.

„Mit GEAS zeichnet sich ein neues Niveau politischen Handelns ab, das mögliche Rechtsbrüche bewusst in Kauf nimmt. Unsere Rechtsberatung wird in den kommenden Jahren alles daran setzen, im Wege strategischer Prozessführung zentrale Rechtsfragen durch die österreichischen Höchstgerichte sowie durch den Europäischer Gerichtshof klären zu lassen.“

Lass' uns gemeinsam für ein faires, solidarisches und auf Menschenrechten basierendes Asylsystem kämpfen, in dem Menschen Schutz und ein Leben in Frieden finden.

👉👉Mehr Infos zu GEAS und unserer Kritik unter: www.diakonie.at/geas-reform

Mit dem Inkrafttreten der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems   am 12. Juni werden unter dem Deckmantel der ...
11/06/2026

Mit dem Inkrafttreten der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems am 12. Juni werden unter dem Deckmantel der sicherheitspolitischen Interessen neue Hafttatbestände sowie Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Geflüchteten eingeführt. GEAS verschiebt das Asylsystem von einem Schutz- und Aufnahmemodell hin zu Kontrolle, Haft und Zwang.

Neu eingeführt werden mit der GEAS-Reform sogenannte Screenings. Die Screenings dienen der Identitätsfeststellung, einer Sicherheitskontrolle sowie der Prüfung besonderer Schutzbedürftigkeit (Vulnerabilität). Für die Dauer des Screenings können Personen bis zu 7 Tage unter haftähnlichen Bedingungen festgehalten werden - ohne effektiven Rechtsschutz gegen unrechtmäßige Festnahmen.

Die Screening-Ergebnisse entscheiden über die Art des Verfahrens, dem die betroffene Person zugeteilt wird, und haben schwerwiegende Auswirkungen auf die Bewegungsfreiheit, die Art der Unterbringung oder ob die Person während des Verfahrens im Land verbleiben kann oder nicht. Ein Rechtsbehelf für etwaige (Fehl-) Entscheidungen ist aber nicht vorgesehen. Ein solches System widerspricht grundlegenden rechtsstaatlichen Prinzipien und gefährdet den Schutz vulnerabler Menschen.

Im Asylgrenzverfahren, also beispielweise an EU-Außengrenzen oder im Fall von Österreich in einem bewachten Container-Provisorium am Flughafen Schwechat, können Personen sogar bis zu 12 Wochen festgehalten werden. Bei negativem Ausgang des Verfahrens könnte die Person weitere 12 Wochen im Grenz-Rückführungsverfahren – und damit in Haft oder haftähnlichen Bedingungen – stecken. Insgesamt also mehr als ein halbes Jahr.

Es gibt jedoch noch weitere Maßnahmen, die für Betroffene Haft und andere Einschränkungen der Bewegungsfreiheit bedeuten.

• Für Asylwerber:innen ist beispielsweise der Aufenthalt während der Phase der Bundesbetreuung räumlich auf den politischen Bezirk der jeweiligen Betreuungseinrichtung beschränkt.

• Asylwerber:innen im laufenden Asylverfahren können bis zu einem Jahr in Beugehaft angehalten werden, um sie zur Mitwirkung im Verfahren zu zwingen.

• Im Rückkehrzentrum Bürglkopf in Fieberbrunn (Tirol), werden abgewiesene Asylwerber:innen mittels einer "Wohnsitzauflage", die de facto Isolation von der Außenwelt bedeutet, zur Ausreise aus Österreich "bewegt".

GEAS markiert einen tiefgreifenden Wendepunkt in der europäischen und österreichischen Flüchtlings- und Migrationspolitik. Der Schutz von Flüchtlingen hat sich zu einem Schutz vor Flüchtlingen verschoben.

Kämpfen wir gemeinsam für ein faires, solidarisches und auf Menschenrechten basierendes Asylsystem, in dem Menschen Schutz und ein Leben in Frieden finden!

👉👉Mehr Infos zu GEAS und unserer Kritik: www.diakonie.at/geas-reform

Mit dem Inkrafttreten der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems   am 12. Juni wird die sogenannte   massiv aus...
10/06/2026

Mit dem Inkrafttreten der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems am 12. Juni wird die sogenannte massiv ausgeweitet. Externalisierung beschreibt die Auslagerung oder Verschiebung der Verantwortung für Schutzsuchende in andere Länder.

Zukünftig können EU-Asylverfahren in "sichere" Drittstaaten, wie z.B. Ruanda oder Ghana ausgelagert werden. Diese Länder verfügen weder über funktionier-ende Asylsysteme noch ist der Schutz von Flüchtlings- und Menschenrechten ausreichend garantiert. Zudem muss keine Verbindung zwischen der geflüchteten Person und dem Drittstaat mehr bestehen. Auch die Anforderungen an den Schutz-standard wurden gesenkt: Statt Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention reicht nun ein sogenannter "wirksamer" Schutz aus.

Für EU-Staaten wird es aber auch einfacher werden, Personen mit negativ abgeschlossenem Asylverfahren, abzuschieben. In Drittstaaten sollen sogenannte "Rückkehrzentren" - aus unserer Sicht Abschiebe- und Internierungseinrichtungen - errichtet werden, in denen die abgeschobenen Personen ohne ausreichenden Rechtsschutz untergebracht werden.

Ebenso wird Verantwortung für Schutzsuchende auf EU-Außengrenzstaaten, Transitländer und nordafrikanische Staaten verschoben. Hier kommt es mit finanzieller Unterstützung der EU zu rechtswidrigen Pullbacks durch die libysche Küstenwache. Innerhalb der EU finden illegale Pushbacks u.a. in Griechenland, Kroatien, Bulgarien oder Ungarn statt. Dabei werden Schutzsuchende unter Missachtung von Flüchtlings- und Menschenrechten, ohne Prüfung ihrer Asylgründe, zurückgewiesen.

GEAS markiert einen tiefgreifenden Wendepunkt in der europäischen und österreichischen Flüchtlings- und Migrationspolitik. Der Schutz von Flüchtlingen hat sich zu einem Schutz vor Flüchtlingen verschoben.

Kämpfen wir gemeinsam für ein faires, solidarisches und auf Menschenrechten basierendes Asylsystem, in dem Menschen Schutz und ein Leben in Frieden finden!

👉👉Mehr Infos zu GEAS und unserer Kritik: www.diakonie.at/geas-reform

Am 12. Juni 2026 tritt die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in Kraft.   markiert einen tiefgreifen...
09/06/2026

Am 12. Juni 2026 tritt die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in Kraft. markiert einen tiefgreifenden Wendepunkt in der europäischen und österreichischen Flüchtlings- und Migrationspolitik. Der Schutz von Flüchtlingen hat sich zu einem Schutz vor Flüchtlingen verschoben.

Nach Cornelia Richter, Bischöfin der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, kritisiert auch der Evangelische Superintendent Olivier Dantine (Salzburg-Tirol) die damit verbundenen Maßnahmen.

„Der Umgang mit geflüchteten Menschen hat den Schwerpunkt auf Schutz und Menschenwürde geflüchteter Menschen zu legen. Der immer stärkere Fokus auf Sicherheitsfragen verkennt überdies, was geflüchtete Menschen in unsere Gesellschaft einbringen können und in vielen Fällen auch wollen.“

👉👉Mehr Infos zu GEAS und unserer Kritik: www.diakonie.at/geas-reform

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