07/10/2026
Im Juli und August war das Transportaufkommen auf der Donau laut Statistik Austria um mehr als die Hälfte geringer als im Sommer 2025. Der Grund ist das anhaltende Niedrigwasser. Dadurch können Schiffe teilweise nur mit deutlich reduziertem Tiefgang und damit geringerer Ladung fahren. Transporte verzögern sich, werden auf mehrere Schiffe aufgeteilt oder vorübergehend auf Bahn und Lkw verlagert. 🚆 🚚 🚢
Das betrifft natürlich auch den Schiffsumschlag am Hafen Wien.
Der typisch wienerische Zugang wäre wohl gewesen, darüber zu granteln. „Wir haben uns aber anders entschieden und die niedrigwasserbedingte Entlastung der Wasserstraße gezielt genutzt, um wichtige Infrastrukturinvestitionen vorzunehmen“, so Fritz Lehr, kaufmännischer Geschäftsführer des Hafen Wien.
Aktuell werden am Hafen Wien umfassende Sanierungsmaßnahmen an der Uferstraße sowie an den kaiseitigen Anlagen umgesetzt. Aufgrund des reduzierten Betriebsaufkommens können diese Arbeiten effizienter, rascher und weitgehend ohne betriebliche Beeinträchtigungen durchgeführt werden.
Und auch den Kolleg*innen der Business Unit Massen- und Schwergut, die für den Warenumschlag zuständig sind, wird nicht langweilig – Stichwort Trimodalität: Der Hafen Wien kann Warenströme zwischen Wasser, Schiene und Straße verknüpfen und zusätzliche Puffer- und Lagerkapazitäten anbieten. „Damit übernimmt der Hafen Wien gerade in herausfordernden Zeiten zunehmend die Rolle eines resilienten Logistik-Hubs, der temporäre Störungen in der Wasserstraße durch Lagerung, Umschlag und alternative Transportkonzepte abfedern kann“, betont Lehr.