Sektion Acht

Sektion Acht Sozialdemokratische Basisorganisation Dem Widerstand innerhalb der Sozialdemokratie folgte die Resignation vor der Macht des Faktischen.

Rund um die Regierungsbildung im Jänner 2007 gab es eine kurzlebige Protestwelle innerhalb der Sozialdemokratie, die jedoch nach wenigen Wochen verebbt ist. Eine Gruppe junger Menschen (Jahrgänge ca. 1975 – 1985) hat sich in diesen turbulenten Wochen entschlossen, innerhalb der Sozialdemokratie eine Bewegung aufzubauen, die nachhaltig auf den Diskurs und die Politik der SPÖ Einfluss nehmen möchte.

Inspiriert durch die Protestsektion Linz wurde eine statutarische Verankerung in der SPÖ gesucht und gefunden: Die Sektion 8 der SPÖ Alsergund. Die Wahl fiel auf eine traditionelle SPÖ-Struktur, weil die Bewegung um eine Interaktion mit dem sozialdemokratischen Apparat bemüht ist und mehr sein möchte als ein Label. Etliche Mitglieder dieser Gruppe waren viele Jahren in sozialdemokratischen Organisationen politisch aktiv, unter ihnen finden sich beispielsweise eine Reihe von ehemaligen VerantwortungsträgerInnen des Verbands sozialistischer Student_innen (VSStÖ) und der Aktion kritischer SchülerInnen (AKS). Es handelt sich sowohl um Menschen die in den Jännertagen 2007 aus der SPÖ ausgetreten sind, als auch um solche, die sich damals entschieden haben, umso entschlossener für eine kulturelle, politische und personelle Erneuerung in der Sozialdemokratie zu kämpfen. Unsere politische Herangehensweise ist keineswegs doktrinär, trotzdem bekennen wir uns zu einer klaren politischen Stoßrichtung die darauf abzielt, die intellektuelle Hegemonie des Neoliberalismus an sämtlichen Fronten zu brechen, und realisierbare Gegenmodelle zu erarbeiten. Das Wohl der Gesellschaft mittels Wettbewerb ist für uns ebenso tot wie die Verteilungsfrage lebendig. Unsere moderne Organisationskultur und unsere gleichzeitige Verankerung im traditionellen Parteiapparat sehen wir nicht als Widerspruch, sondern als Notwendigkeit für einen unorthodoxen Politikzugang. Die Sozialdemokratie ist ein alt gewordener Tanker dessen Innenleben schon vitalere Zeiten gesehen hat, gleichzeitig sind politisch spannende Initiativen in NGOs oft völlig abgekoppelt von der Masse der lohnabhängigen Menschen. Wir glauben dass eine Symbiose dieser beiden Philosophien die einzige Chance auf eine Wiederbelebung der sozialdemokratischen Partei sowie der sozialdemokratischen Idee ist.

Aussitzen ist keine Option!Wer Gemeindebauten verscherbeln will und dann so tut, als wäre nichts gewesen, disqualifizier...
21/08/2026

Aussitzen ist keine Option!

Wer Gemeindebauten verscherbeln will und dann so tut, als wäre nichts gewesen, disqualifiziert sich für jedes Amt in der SPÖ.

Wir brauchen mehr, nicht weniger leistbaren Wohnraum. Gemeinde, bau!

Das war unser Sommerfest 2026! 🌹
11/07/2026

Das war unser Sommerfest 2026! 🌹

Im Bruno Kreisky Forum fand eine Gedenkveranstaltung für unser verstorbenes Mitglied Thomas Nowotny statt. Er war Sektet...
29/06/2026

Im Bruno Kreisky Forum fand eine Gedenkveranstaltung für unser verstorbenes Mitglied Thomas Nowotny statt. Er war Sektetär bei Bruno Kreisky, Spitzendiplomat, Dozent und zuletzt langjähriger Aktivist der Sektion Acht.

Zentral für Thomas war es, Menschen stets auf Augenhöhe zu begegnen und ihren Perspektiven gegenüber aufgeschlossen zu sein. Diesen Grundsatz legte er auch auf die Politik um. In seinem Buch „Das Projekt Sozialdemokratie“ beschrieb er, wie Parteien in ihrer Funktion als Brücke zwischen Politik und Gesellschaft versagen. Zunehmend würden Insider-Gruppen den Ton angeben, Parteien aus Angst vor Unerwartetem isolieren und damit verschließen.

Auch die SPÖ war damit gemeint. Thomas Forderung: Die Sozialdemokratie müsse sich öffnen - hin zu Mitgliedern und Bürger:innen sowie für Diskurs, Konkurrenz und die Lösung konkreter Probleme. Diese Überzeugung teilen wir. In ewiger Freundschaft.

Unsere nächsten beiden Termine! Mit Martin Orner klopfen wir Forderungen für unsere wohnpolitische Kampagne ab, beim let...
05/06/2026

Unsere nächsten beiden Termine! Mit Martin Orner klopfen wir Forderungen für unsere wohnpolitische Kampagne ab, beim letzten Plenum vor der Sommerpause besprechen wir dann, welche Themen wir darüber hinaus in der zweiten Jahreshälfte in unserer Arbeit in den Mittelpunkt stellen wollen. Komm vorbei, beide Termine sind offen! 🌹

🗓️Die Woche mit der Sektion Acht:🗓️Am Dienstag trifft sich um 17:00 Uhr unsere Frauengruppe in der Berggasse und plant k...
18/05/2026

🗓️Die Woche mit der Sektion Acht:🗓️

Am Dienstag trifft sich um 17:00 Uhr unsere Frauengruppe in der Berggasse und plant künftige Aktivitäten. Nachdem wir diese Woche sehr angeregt über politische Maßnahmen zur Schließung des Gender Pension Gaps diskutiert haben, ist das ein sehr guter Zeitpunkt, vorbeizuschauen.

Um 19:30 Uhr sehen wir uns dann im Votiv Kino den Film "Wahlkampf" an. Im Anschluss findet eine Diskussion über die aktuelle Lage der Sozialdemokratie mit Barbara Toth, Robert Misik, Harald Friedl und Mati Randow statt.

Und: Am Donnerstag steht unser nächstes Plenum an, Lena Wanner von der "Initiative Demokratische Außenpolitik" kommt für Input und Diskussion zum Thema feministische Außenpolitik zu uns. Start: 18:30 Uhr in der Berggasse. 🌹

13/05/2026

Ein letzter (musikalischer) Rückblick auf den 1. Mai 🎶

21/04/2026

Am Samstag findet der Landesparteitag der SPÖ Wien statt - das höchste Gremium der Wiener Sozialdemokratie mit rund 1.000 Delegierten. Wir stellen dort den Antrag A08.02. „Für eine zeitgemäße Preispolitik im öffentlichen Verkehr und freuen uns auf eine konstruktive Diskussion. Der Antragstext im Wortlaut:

Im September 2025 gab die SPÖ in der Wiener Stadtregierung bekannt, bei der Preisgestaltung im öffentlichen Verkehr ab 2026 erhebliche Änderungen vornehmen zu wollen. Die meiste Aufmerksamkeit erregte dabei die Abschaffung des 365-Euro-Tickets als solches. Jahrelang wurde es als preislich stabiles, soziales Vorzeigeprojekt einer modernen Metropole beworben. Nun sollte es plötzlich um EUR 102 teurer und der Preis künftig jedes Jahr weiter erhöht werden – eine völlige Abkehr vom bisherigen Prinzip. Auch die Verteuerung der ermäßigten Jahreskarte (+ 43% für Studierende) und der Jahreskarte mit monatlicher Abbuchung (bis zu EUR 506,40) sorgte für Kritik, trifft sie doch gerade jene Menschen, die ohnehin unter der Inflation leiden und sich eigentlich auf die Sozialdemokratie verlassen können sollten.

Die Entscheidung wurde von wenigen Funktionär:innen getroffen und als ökonomisch alternativlos dargestellt. Doch gerade die vielen Reaktionen machten für uns einmal mehr klar: Die Frage, wie die Preise im Verkehr gestaltet werden, ist keine ökonomische, sondern eine hochpolitische Frage und bedarf einer breiten, auch innerparteilichen Diskussion. Dieser Antrag soll eine solche ganzheitliche Diskussion nachträglich ermöglichen. Unsere Position darin ist die folgende:

- Die Zukunft des Wiener Stadtverkehrs liegt in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Radfahren und Zufußgehen. Das steht in Einklang mit dem in der Smart City Strategie selbst gesetzten Ziel, den Anteil des motorisierten Individualverkehrs bis 2035 auf 15% zu senken. Verkehrspolitische Maßnahmen müssen dazu führen, dass möglichst viele Menschen die Öffis oder klimafreundlichen Individualverkehr nutzen.
- Die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs ist grundsätzlich auf neue Beine zu stellen und sollte finanziell stabil, sozial- und klimagerecht sein. Ständige Preiserhöhungen für Öffi-Nutzer:innen sind dabei kein probates Mittel. Vielmehr sollen jene, welche die durch platzsparende Öffis, Rad- und Fußwege zur Verfügung stehenden freien Flächen auf den Straßen nutzen, einen größeren Beitrag leisten.
- In Anbetracht der Budgetknappheit auf der einen und der fortschreitenden Erderhitzung auf der anderen Seite muss es zu einer deutlichen Erhöhung der Parkgebühren kommen. Es ist nicht vertretbar, dass klimaschädliche Autos einen großen Teil des öffentlichen Raums einnehmen und das Parkpickerl weniger kostet als ein Netflix-Abo – Stichwort Kostenwahrheit.

Für eine zeitgemäße Preispolitik im öffentlichen Verkehr!

Daher fordern wir:

- Das Parkpickerl in Wien soll nur noch in Verbindung mit einer Öffi-Jahreskarte erworben werden können. Damit erhöht sich der Preis zwar, die Nutzer:innen erhalten aber auch ein deutlich größeres Angebot. Beim Parkpickerl-Kauf muss künftig der Besitz einer gültigen Jahreskarte (Wiener Linien/VOR/Klimaticket) nachgewiesen werden.
- Es soll ein Konzept erarbeitet werden, das den Parkpickerl-Preis unter anderem von der Größe des Autos abhängig macht. Das Grundprinzip: Je größer und je mehr, desto teurer.
- Der Grundpreis für das Parkpickerl soll auf mindestens EUR 20 monatlich erhöht und alle fünf Jahre automatisch an die Inflation angepasst werden. Das entspricht EUR 1 fürs Parken pro Werktag.
- Die Wiener Linien-Jahreskarte soll als sozial- und klimapolitisches Vorzeigeprojekt beibehalten werden und weiterhin EUR 365 im Jahr kosten. Die konsequente Beibehaltung dieses symbolischen Preises soll niederschwellig einen möglichst großen Teil der Bevölkerung für die regelmäßige Öffi-Nutzung gewinnen.
- Der Preis für die ermäßigte Wiener Linien Jahreskarte soll bei EUR 200 angesetzt und langfristig gehalten werden.
- Zur Attraktivierung der Öffis sollten günstige Einzelfahrscheine angedacht werden.
- Das Jobticket – also die Übernahme der Kosten für eine Öffi-Jahreskarte durch die:den Arbeitgeber:in – soll stärker beworben und gefördert werden.
- Ausnahmen für Gewerbebetriebe sind zur Sicherstellung der Ausübung der Gewerbe zwingend vorzusehen.

Adresse

Alserbachstraße 23/1A
Wien
1090

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