19/06/2025
29.096 Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf besuchten im Schuljahr 2022/23 eine österreichische Schule. Diese Zahlen gehen aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung zur bildungspolitischen Datenlage und Kennzahlen inklusiver Bildung durch Bildungsminister Christoph Wiederkehr hervor.
Die Anfrage hatten Sigrid Maurer und Ralph Schallmeiner von den GRÜNEN am 11. April 2025 eingebracht. Sie begründeten die Anfrage u.a. mit der Kritik der Rückschritte im Bereich der inklusiven Bildung in Österreich durch den UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Rahmen der Staatenprüfung 2023 sowie den vom Fachausschuss kritisierten Mangel an umfassenden Daten zur Bildungssituation von Kindern und Jugendlichen.
🏫 Quote der Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf 🏫
Im Schuljahr 2022/23 hatten 3,6 % der Schüler*innen einen sonderpädagogischen Förderbedarf, wobei der Anteil der Mädchen mit 2,7 % geringer war als jener der Buben mit 4,4 %.
5,5 % der Schüler*innen mit einer anderen Alltagssprache als Deutsch wiesen einen SPF auf – im Vergleich zu 3 % der Schüler*innen mit deutscher Alltagssprache.
Der SPF unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland sehr stark. Während in Salzburg 5,1 % der Schüler*innen im Schuljahr 2022/23 einen SPF hatten, war dies in Tirol bei lediglich 2,1 % der Fall.
👩🏫 Lehramtsstudierende mit Spezialisierung Inklusive Pädagogik 👩🏫
An Pädagogischen Hochschulen schlossen im Studienjahr 2022/23 insgesamt 1.398 Studierende ein Bachelorstudium für den Bereich Primarstufe ab. 17,2 % dieser Absolvent*innen hatten den Schwerpunkt Inklusion gewählt. Bei den 657 Master-Absolvent*innen lag der Anteil jener mit dem Schwerpunkt Inklusion bei 5,8 %.
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