Das ega ist ein gemeinnütziger Verein, der 1993 durch die damalige LAbg. Mag.a Renate Brauner ins Leben gerufen wurde. Diese Gründung setzte ein klares Signal, denn zu dieser Zeit gab es in Österreich kein vergleichbares Kulturzentrum von und für Frauen. Heute ist das ega als fixe Institution nicht mehr wegzudenken. Mit seiner zentralen Lage – die Mariahilfer Straße und das Apollo Kino sind nebena
n – und mehr als 500 Quadratmetern Fläche ist das ega ein idealer Ort für Veranstaltungen und Weiterbildung aller Art. Zahlreiche Künstlerinnen und politisch interessierte Frauen aus ganz Wien nutzen das Zentrum und haben dazu beigetragen, einen vielseitigen Treffpunkt zu schaffen. Der Name des Frauenzentrums ist eine Anlehnung an den feministischen Roman „Die Töchter Egalias“. Egalia ist eine matriarchalische Gesellschaft in der Männer mit den Problemen von Frauen in unserer Zeit zu kämpfen haben. Die Situation im Buch ist utopisch und provoziert den Widerstand der Männer. Sie erkennen, dass sie sich solidarisieren und politisch wie privat aktiv werden müssen, um eine für alle bessere Welt zu verwirklichen. Dieser Gemeinschafts- und Solidaritätsgedanke bildet das Fundament des ega. Das Haus, erbaut in der Gründerzeit, diente zuerst als Produktions- und Wohnstätte einer Unternehmerfamilie, die Eisenwaren herstellte. Viele Jahre später, 1993, ist schließlich das ega in die Windmühlgasse 26 eingezogen. Viele Frauen nutzen seitdem das ega um ihre Anliegen, künstlerischen Darbietungen und Arbeiten öffentlich zu präsentieren. Im Jahr 2003 wurde das Frauenzentrum zu seinem zehnjährigen Jubiläum komplett umgestaltet. Das frische Design des Wiener Architektenbüros escape*SPHERE gewann unter vier MitbewerberInnen den Preis der Jury für den besten Vorschlag. Das Architektinnenteam machte das Rennen mit einem klaren, modernen und dennoch zeitlosen, interaktiven Modell.