08/05/2026
Gestern wurde in der ORF Ö1-Sendung „PUNKT EINS“ gemeinsam mit Andreas Obrecht und Prim. Dr. Georg Psota über , , Versorgungslücken, den aktuellen Aktionsplan (PAIS) sowie die Protestaktionen rund um den Internationalen ME/CFS-Tag gesprochen. Für die Österreichische Gesellschaft für ME/CFS war Claudia Schreiner zu Gast.
Gerade beim Lesen des Teasertexts zur Sendung wurde erneut deutlich, warum Aufklärung über ME/CFS weiterhin so dringend notwendig ist.
ME/CFS wird bis heute primär über „Fatigue“ erklärt. Das ist aufgrund des historischen Namensbestandteils nachvollziehbar, prägt die Wahrnehmung der Erkrankung aber bis heute massiv.
Das zentrale Krankheitsmerkmal von ME/CFS ist PEM (Post-Exertionelle Malaise). PEM ist kein zusätzliches Symptom, sondern der zentrale pathophysiologische Mechanismus der Erkrankung.
Er umfasst Belastungsintoleranz, eine Aktivitäts-Erholungs-Dysfunktion sowie eine Symptomverschlechterung nach körperlicher, kognitiver, orthostatischer, sensorischer oder emotionaler Belastung. Selbst geringe Reize können schwere und langanhaltende Zustandsverschlechterungen auslösen.
Man sollte endlich anfangen, darüber zu sprechen, was die Erkrankung ist und nicht ständig darüber, was sie nicht ist.
Die notwendigen Maßnahmen in Versorgung, Ausbildung, Forschung und sozialrechtlicher Absicherung sind seit Jahren bekannt. Umgesetzt werden sie bis heute nicht.
🎧 Die Sendung kann hier nachgehört werden:
https://oe1.orf.at/player/20260507/831697/1778151596643
📍 Protestaktion der Österreichischen Gesellschaft für ME/CFS:
09.05.2026, 14–16 Uhr
Platz der Menschenrechte, Wien
📍 Alle weiteren Aktionen zum Internationalen ME/CFS-Tag findet ihr auch unserer Homepage
https://mecfs.at/unversorgtseit1969/