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🍁 Mit Ende des Sommers werden nicht nur die Tage wieder kürzer und die Temperaturen wieder kälter, sondern es auch der h...
08/09/2026

🍁 Mit Ende des Sommers werden nicht nur die Tage wieder kürzer und die Temperaturen wieder kälter, sondern es auch der herbstliche Vogelzug steuert auf seinen Höhepunkt zu. Jahr für Jahr machen sich auch Millionen von Zugvögeln auf den Weg in ihre Überwinterungsquartiere. Auf ihrer Route in den Süden legen sie zum Teil mehrere tausend Kilometer zurück. Doch wie funktioniert der Vogelzug eigentlich? Und warum begeben sich die Vögel überhaupt auf diese lange und beschwerliche Reise?

🐛 Neben den wärmeren Temperaturen spielt das Nahrungsangebot eine wesentliche Rolle. Insektenfresser finden bei uns im Winter kaum noch Insekten. Aber auch auch Samen und andere Nahrungsquellen sind durch Schnee und Frost schwer erreichbar. In den wärmeren Überwinterungsgebieten finden die Zugvögel bessere Bedingungen für die Nahrungssuche vor.

⏰ Bei vielen Zugvogelarten ist das Zugverhalten genetisch fixiert und folgt oft einer inneren Uhr. Zeitpunkt und Richtung des Zuges werden beispielsweise dadurch vorgegeben – sogar Jungvögel finden so ihren Weg, ohne Anleitung durch Altvögel, bei Tag und bei Nacht. Bei manchen Arten erfolgt der Zug in sozialen Verbänden und ältere, erfahrene Vögel geben ihr Wissen über die Zugrouten an jüngere weiter.

🧭 Zur Orientierung nutzen Zugvögel den Magnetsinn, den Sternenhimmel, den Sonnenstand, die Landschaft sowie markante Orientierungspunkte wie Flussläufe und Gebirgszüge. Manche Arten wie Straßentauben, Mauersegler oder Star nutzen auch ihren Geruchssinn zur Orientierung.

👉 Jetzt wollen wir von dir erfahren: Welcher unserer Zugvögel fasziniert dich am meisten? 🙂

07/09/2026

Mit geschätzten 75–115 Brutpaaren ist der Nachtreiher eine der selteneren Reiherarten in Österreich. Wie der Name schon verrät, ist die Art überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und daher oft nicht leicht zu beobachten.

🐟 Im Video siehst du einen juvenilen Nachtreiher auf Futtersuche. Nachtreiher ernähren sich, wie die meisten anderen Reiher, von Amphibien, Fische, Insekten und deren Larven. Auch Kaulquappen, Würmer oder sogar Mäuse werden verspeist.

🐣 Jüngere Vögel (Jugendkleid und 1. Sommerkleid) unterscheiden sich durch ihr braunes, gesprenkeltes Gefieder und ihre zu Anfang gelben Augen deutlich von den Altvögeln. Die adulten Vögel haben eine markante schwarze Kappe und einen schwarzen Rücken, während die Flügel und der Schwanz grau sind. Das Gefieder an der Unterseite ist weiß bis hellgrau. Die Augen sind relativ groß und leuchtend rot

📍 In Österreich sind drei bedeutende Kolonien des Nachtreihers bekannt: Reichersberger Au am Unteren Inn (OÖ), Neusiedler See (B) sowie Rohrbacher Teich (B). Mit etwas Glück kann der unauffällige Reiher aber in geeigneten Au-Lebensräumen in ganz Österreich beobachtet werden. Die Aufnahme in diesem Video stammt aus Vorarlberg und wurde von Philipp Salzgeber angefertigt.

📸 Philipp ist passionierter Hobby-Ornithologe und fotografiert und filmt in seiner Freizeit unter anderem die heimische Vogelwelt. Die Aufnahmen stellt er uns unentgeltlich zur Verfügung und unterstützt damit unsere Medienarbeit. Folge gerne Philipps Account für weitere tolle Vogelaufnahmen!

🍁 Mit Beginn der kalten Jahreszeit ziehen jedes Jahr Millionen von Zugvögel in wärmere Regionen, um dort zu überwintern....
05/09/2026

🍁 Mit Beginn der kalten Jahreszeit ziehen jedes Jahr Millionen von Zugvögel in wärmere Regionen, um dort zu überwintern. Doch nicht alle unserer heimischen Vögel sind Zugvögel – und nicht alle Zugvögel haben das gleiche Ziel.

💡 In der Ornithologie unterscheiden wir zwischen folgenden Kategorien:

🔷 Standvogel
Vogelarten, die ganzjährig in einem Gebiet ausharren und nicht in andere Regionen ziehen. Beispiele: Feldsperling, Grünspecht oder Haubenmeise.

🔷 Teilzieher
Vogelarten, bei denen im Winter nur ein Teil der Population in den Süden zieht, während andere Individuen im Brutgebiet bleiben. Beispiele: Bachstelze, Bluthänfling oder Star.

🔷 Kurzstreckenzieher
Vogelarten, die verhältnismäßig kurze Strecken in die Überwinterungsgebiete zurücklegen, z.B. im Mittelmeerraum bzw. Nordafrika. Sie ziehen tendenziell später und kommen auch als erste wieder in die Brutgebiete zurück. Beispiele: Girlitz, Kiebitz und Schwarzkehlchen.

🔷 Langstreckenzieher
Vogelarten, die verhältnismäßig lange Strecken in die Überwinterungsgebiete zurücklegen, z.B. südlich der Sahara oder wenige bestimmte Arten sogar im Nordwesten Indiens. Aufgrund der langen Reise verlassen sie die Brutgebiete wesentlich früher als Kurzstreckenzieher und kehren auch erst später wieder zu uns zurück. Beispiele: Wespenbussard, Rauchschwalbe und Wiedehopf.

👉 Die Übergänge zwischen den oben angeführten Kategorien sind oft fließend. So kann ein und dieselbe Vogelart bei uns ein Standvogel, in anderen Regionen aber durchaus ein Zugvogel sein. Ein gutes Beispiel ist die Saatkrähe: Sie gilt hierzulande als Standvogel. Jedes Jahr überwintern jedoch viele Saatkrähen aus Osteuropa in Österreich. Deshalb kann es sich bei einer Saatkrähe, die du während der kalten Jahreszeit in Österreich beobachtest, sowohl um einen heimischer Standvogel, als auch einen Zugvogel handeln.

❗️ Durch die Klimakrise ändert sich mitunter das Zugverhalten einzelner Vogelarten: aufgrund der zunehmend wärmeren Winter wagen es immer mehr Kurzstreckenzieher auch bei uns zu überwintern. Das ist vor allem im milderen Osten des Landes und urbanen Gegenden der Fall.

Im Laufe des Septembers verlassen viele Zugvögel Österreich und machen sich auf den Weg in nahrungsreichere Regionen im ...
03/09/2026

Im Laufe des Septembers verlassen viele Zugvögel Österreich und machen sich auf den Weg in nahrungsreichere Regionen im Süden, wo sie den Winter verbringen. 🍂

Schwalben sammeln sich bereits auf Stromleitungen, Limikolen aus nördlichen Brutgebieten legen in unseren Feuchtgebieten eine Rast ein. Und an beerenreichen Sträuchern lassen sich Gartenrotschwänze und Grasmücken beim Auftanken für ihre Weiterreise beobachten.

Welche Vogelart möchtest du heuer unbedingt noch einmal beobachten? 🐦

Gute Nachrichten: Der österreichische Bestand des weltweit bedrohten Kaiseradlers wächst weiter! 🇦🇹2026 konnten insgesam...
01/09/2026

Gute Nachrichten: Der österreichische Bestand des weltweit bedrohten Kaiseradlers wächst weiter! 🇦🇹

2026 konnten insgesamt 68 Reviere erfasst werden – rund 10 % mehr als im Vorjahr. In 56 dieser Reviere wurde auch tatsächlich gebrütet. Damit setzt sich die positive Bestandsentwicklung der vergangenen Jahre fort.

⚡️ Doch die Brutsaison verlief leider durchwachsen: Der Bruterfolg war 2026 so niedrig wie seit 15 Jahren nicht mehr. Überraschenderweise war nicht die große Sommerhitze dafür verantwortlich. Vielmehr führten kurze, heftige Schlechtwetterphasen Mitte Mai in einigen Regionen zu Verlusten frisch geschlüpfter Jungvögel. Wenige Tage mit viel Niederschlag und niedrigen Temperaturen können für die besonders empfindlichen Küken bereits lebensbedrohlich sein.

Dabei zeigten sich deutliche regionale Unterschiede: Während Brutpaare im westlichen Weinviertel und im Tullnerfeld besonders stark betroffen waren, verlief die Brutsaison im Nordburgenland und im südlichen Wiener Becken deutlich erfolgreicher. Dort konnten sogar mehrere Bruten mit drei erfolgreich ausgeflogenen Jungvögeln dokumentiert werden. 💪

Dass der Kaiseradler heute wieder in Österreich brütet, ist alles andere als selbstverständlich: Die Art war hierzulande lange ausgestorben und kehrte erst vor wenigen Jahrzehnten zurück. Österreich bildet heute das westlichste Verbreitungsgebiet des Kaiseradlers.

Ein herzliches Dankeschön an das große Netzwerk engagierter Greifvogelbeobachter:innen, das jedes Jahr mit viel Einsatz dazu beiträgt, die Bestandsentwicklung dieser beeindruckenden und bedrohten Art zu dokumentieren. ❤️

💡 Schon gewusst?Für manche Vogelarten und -gruppen gibt es eigene Bezeichnungen für Männchen, Weibchen und Jungvögel. Be...
31/08/2026

💡 Schon gewusst?

Für manche Vogelarten und -gruppen gibt es eigene Bezeichnungen für Männchen, Weibchen und Jungvögel. Bei Enten ist das gut bekannt: Viele kennen Erpel, Ente und Küken. Auch bei Hühnervögeln sind Hahn, Henne und Küken geläufige Begriffe.

Weniger bekannt sind die entsprechenden Bezeichnungen bei Gänsen: Das Männchen heißt Ganter, das Weibchen Gans und die Jungvögel werden Gössel genannt. 🪿

Besonders niedlich finden wir die Bezeichnung für junge Limikolen: Ein Jungvogel wird Pullus genannt, mehrere Jungvögel heißen Pulli. 🐣 Das sind die lateinischen Begriffe für Jungvogel/Jungvögel.

Die erwachsenen Limikolen haben dagegen keine eigenen, speziellen Bezeichnungen für Männchen und Weibchen.

Kennt ihr noch weitere besondere Bezeichnungen für Männchen, Weibchen und Jungvögel? 🐦

29/08/2026

🤩 Stoffsackerl, Notizblock und Trinkflasche! Diese exklusiven BirdLife-Geschenke kannst du im Rahmen unserer Mitglieder werben Mitglieder-Aktion abstauben. Alles was du dafür musst, ist eine oder gleich mehrere Personen von einer Mitgliedschaft bei BirdLife Österreich zu überzeugen. Damit unterstützt du unsere Vogelschutzarbeit maßgeblich und hilfst uns dabei den Vö**ln eine Stimme zu geben.

Diese Goodies warten auf dich:
🔷Für das 1. geworbene Mitglied: Fairtrade-zertifizierte Baumwolltasche
🔷Für das 2. geworbene Mitglied: A5-Notizbuch mit Vö**ln der Streuobstwiese (hergestellt aus Recyclingmaterial)
🔷 Für das 3. geworbene Mitglied: 500ml Kiebitz-Thermosflasche (hergestellt aus Recyclingmaterial)

🎁 Das frischgebackene Mitglied geht auch nicht leer aus und erhält ein attraktives Buchgeschenk zur Begrüßung. Zusätzlich werden unter allen Werber:innen ein Jahresabo der Vogelzeitschrift „Der Falke“ sowie drei Nistkästen unseres Kooperationspartners Vivara DACH verlost.

👉 Hier kannst du eine Mitgliedschaft abschließen bzw. neue Mitglieder anwerben: https://www.birdlife.at/mitglied-werden

ℹ️ Aktion gültig von März bis Oktober 2026 für geworbene Mitglieder der Kategorien Standard, Unterstützendes Mitglied, Förderndes Mitglied, Auslandsmitgliedschaft und Ermäßigt (Kategorie Ermäßigt für Schüler:innen, Studierende & Geringverdiener:innen möglich). Beim Beitritt des geworbenen Mitglieds über unsere Website steht im Aktionszeitraum ein eigenes Eingabefeld zur Verfügung, in dem der/die Werber:in unter Angabe der Mitgliedsnummer oder mit Name/Postleitzahl eingetragen werden kann. Damit können wir dich richtig als Werber:in zuordnen und dir dein Geschenk zusenden.

👀 Man sieht sie auf den Glasflächen von Lärmschutzwänden, Wartehäuschen und Privathäusern: die allseits bekannten Greifv...
27/08/2026

👀 Man sieht sie auf den Glasflächen von Lärmschutzwänden, Wartehäuschen und Privathäusern: die allseits bekannten Greifvogelsilhouetten.

😕 Obwohl vielerorts offensichtlich der Wille besteht Vogelanprall zu verhindern, sind die weit verbreiteten Aufkleber leider so gut wie wirkungslos. Das zeigen nicht nur wissenschaftliche Tests, sondern auch die Praxis.

❗️Erst kürzlich hat uns folgender Fall aus Niederösterreich erreicht: Am Rande eines Gewerbeparks im nördlichen Waldviertel ist ein Eisvogel an der Glasfläche einer Lärmschutzwand angeprallt und verstorben.

👉 Das traurige ist nicht nur das verlorene Leben, sondern auch die Tatsache, dass Unfälle wie dieser absolut vermeidbar wären. Denn spezielle Vogelschutzmarkierungen, wie die SEEN-Elements, machen Glasflächen für Vögel sichtbar. Damit kann die Gefahr des Vogelanpralls nachhaltig entschärft werden.

💚 Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner SEEN Group setzen wir uns dafür ein, dass Vogelanprall auf Glasflächen der Vergangenheit angehört!

25/08/2026

🦓 Die Zebras unter den Jungvögeln: Die juvenilen Haubentaucher!

Das deutlichste Erkennungsmerkmal des Haubentaucher-Nachwuchses ist die schwarz-weiße Gefiederzeichnung, die vermutlich auch der Tarnung gegenüber Fressfeinden dient. Zusätzlich besitzen die Jungvögel einen nackten rosafarbenen Fleck auf dem Scheitel. Bei einer nahe verwandten Lappentaucherart wurde experimentell gezeigt, dass sich dieser Fleck bei Hunger oder Stress intensiv rot färbt und den Eltern signalisiert, welches Küken gerade besondere Aufmerksamkeit benötigt. Für den Haubentaucher wird eine vergleichbare Funktion angenommen.

♀♂ Junge Weibchen und Männchen sind äußerlich nicht zu unterscheiden. Auch adulte Haubentaucher unterscheiden sich im Gefieder nur wenig zwischen den Geschlechtern. Männchen sind jedoch durchschnittlich größer und besitzen im Prachtkleid längere Federhauben und längere Schmuckfedern an den Kopfseiten als Weibchen. Die Merkmale überlappen allerdings, sodass eine sichere Geschlechtsbestimmung im Feld meist nicht möglich ist.

🐣 Obwohl Haubentaucher-Küken bereits kurz nach dem Schlupf schwimmen und tauchen können, lassen sie sich in den ersten Lebenswochen häufig in den Flügeltaschen oder auf dem Rücken der Altvögel über das Wasser transportieren. Das schützt sie unter anderem vor Wärmeverlust und Fressfeinden. Bis ungefähr zur dritten Lebenswoche ist dieses Rückentragen typisch. Erst deutlich später werden die Jungen bei der Nahrungssuche zunehmend selbstständig: Ab etwa acht Wochen können sie ihre Nahrung weitgehend selbst erbeuten, während die Eltern sie noch bis etwa zur zehnten oder elften Woche weiterfüttern können.

📹 Die tolle Videoaufnahme stammt übrigens von unserem BirdLife-Mitglied Christian Hirschmann. Christian ist in Vorarlberg zuhause und fotografiert bzw. filmt in seiner Freizeit die Avifauna rund um den Bodensee. Auf seinem Instagram-Kanal findest du weitere tolle Aufnahmen der heimischen Vogelwelt: https://www.instagram.com/_birdsbirdsbirdsbirdsbirds_

👀 Aktuell sind viele Limikolen in Österreich zu beobachten – aber was sind Limikolen überhaupt?Limikolen – kurz „Limis“ ...
24/08/2026

👀 Aktuell sind viele Limikolen in Österreich zu beobachten – aber was sind Limikolen überhaupt?

Limikolen – kurz „Limis“ – oder auch Watvögel sind eine Gruppe von Vö**ln aus der Ordnung der Regenpfeiferartigen. Zu den bekannten Vertretern in Österreich zählen etwa Bekassine, Großer Brachvogel, Rotschenkel und unser „Vogel des Jahres“, der Kiebitz.

Der Name „Limikole“ leitet sich vom lateinischen „limus“ für Schlamm oder Matsch ab und verrät bereits einiges über ihre bevorzugten Lebensräume: Feuchtgebiete!

💧 Typisch für viele Limikolen sind lange Beine und Schnäbel, mit denen sie im seichten Wasser waten und im Schlamm nach Nahrung stochern können.
In Österreich findet man Limikolen unter anderem an Flüssen, Teichen, Seen und Sodalacken, sowie in Mooren und vielen weiteren kleinen und großen Feuchtgebieten.

Während vergleichsweise wenige Limikolenarten in Österreich (noch) brüten, stellen viele heimische Feuchtgebiete für diese Vögel wichtige Rastplätze am Zug dar. Gerade jetzt machen hier zahlreiche Arten Halt, die aus nördlicheren Brutgebieten stammen – darunter z. B. Kiebitzregenpfeifer, Zwergstrandläufer oder Alpenstrandläufer.

Bis in den späten Oktober hinein lassen sich diese und weitere Limikolen in Österreich beobachten. Besonders gute Chancen bieten naturnahe Gewässer – aber auch ein Blick auf den Dorfteich oder das nächstgelegene Flussufer kann sich lohnen. Denn manchmal machen die kleinen Reisenden auch direkt vor unserer Haustür Rast. 🐦

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