23/10/2026
Warum werden Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt so oft übersehen? Dieser Frage geht das ORF-Wirtschaftsmagazin „Eco” nach. Lisa Sophie Haas erzählt darin von den Vorurteilen, mit denen sie wegen ihrer Epilepsie bei der Jobsuche konfrontiert ist. Für den Österreichischer Behindertenrat kommt auch unsere Geschäftsführerin Christina Schneyder zu Wort.
Für sie liegt einer der wesentlichsten Gründe im Mindset: „Personen werden an ihrer Behinderung festgemacht und wahrgenommen, die steht im Vordergrund.” Statt auf Defizite zu schauen, gehe es darum, Menschen weiter zu qualifizieren und sie mit ihren Kompetenzen wahrzunehmen.
Wie tief dieses Bild sitzt, zeigen die Zahlen. Nur jedes vierte Unternehmen, das zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen verpflichtet ist, erfüllt diese Pflicht vollständig. Und während sich der Arbeitsmarkt insgesamt erholt, steigt die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderungen weiter: im September um 17 Prozent. Wer arbeitslos ist, bleibt es im Schnitt 221 Tage, rund 100 Tage länger als Personen ohne gesundheitliche Einschränkung.
Dass es anders geht, zeigt der Beitrag am Beispiel von Nikola Bozic, der nach einer Umschulung als IT-Fachkraft neu durchstartet. Kompetenzen sichtbar machen, Qualifizierung ermöglichen und Betriebe gut begleiten: Genau dort setzt berufliche Inklusion an.
👉 Den Beitrag in ORF ON ansehen (9:37 Min.): https://on.orf.at/video/14344235/16174241/geringe-chancen-warum-es-menschen-mit-behinderung-am-arbeitsmarkt-so-schwer-haben
📊 Unsere aktuelle Auswertung der AMS-Zahlen: https://www.dabei-austria.at/17-erholung-erreicht-menschen-mit-behinderungen-nicht/