Mut zum Wandel

Mut zum Wandel Imagekampagne für eine positivere Darstellung von Afrika - http://kenako.at | http://afrikaplattform.at In Österreich leben ca. 42.000 AfrikanerInnen.

"Wenn wir uns am Bild der Massenmedien orientieren, lernen wir heute alles darüber, wie Afrikaner sterben, aber nichts darüber, wie sie leben." (Henning Mankell)

Diese Aussage von Henning Mankell mag ein wenig übertrieben klingen. Doch das Bild, das von Afrika in den Medien gezeichnet wird, spiegelt meist nur einen Teil der Realität auf dem Kontinent wider. Aktuell gibt es in Afrika drei gröbere

bewaffnete Konflikte. Die mediale Berichterstattung über einen ganzen Kontinent, auf dem über eine Milliarde Menschen wohnen, beschränkt sich hauptsächlich auf diese Auseinandersetzungen. Wenig wird darüber berichtet, welchen positiven Wandel viele der afrikanischen Länder in den vergangenen Jahren vollzogen haben.
Äthiopien zum Beispiel ist in der Vorstellung vieler EuropäerInnen immer noch ein Land, in dem abgemagerte Kinder mit Fliegen in den Augen kurz vor dem Hungertod stehen. Doch dieses Bild entspricht schon lange nicht mehr der Realität. Die äthiopische Wirtschaft ist eine der am rasant wachsendsten Wirtschaften der Welt: In diesem Jahrtausend konnte die Produktivkraft der äthiopischen Volkswirtschaft verdoppelt werden und wächst derzeit mit 7,5 Prozent pro Jahr. Kein anderer Kontinent wird derart mit Krisen, Katastrophen und Konflikten in Verbindung gebracht, wie Afrika. Das Bild von AfrikanerInnen und Afrikanern, das sich in den Köpfen der österreichischen Mehrheitsbevölkerung festgesetzt hat, ist dementsprechend. Nicht zuletzt wegen ihrer Hautfarbe stehen Diskriminierung und rassistische Übergriffe gegenüber MigrantInnen aus afrikanischen Ländern auf der Tagesordnung. Zum Teil hat sich die abschätzige Haltung gegenüber AfrikanerInnen sogar institutionalisiert, wie die jährlichen Rassismus-Berichte der Organisation ZARA zeigen. Die negative Repräsentation von afrikanischen MigrantInnen wird durch den Umstand verstärkt, dass sie als Menschen am Rande der Gesellschaft lebend wahrgenommen werden und nicht in wichtigen, sichtbaren öffentlichen Stellen tätig sind. Die Tatsache, dass der Kontinent Afrika in der westlichen Welt als Kontinent der "3-K´s" (Konflikte, Krisen, Katastrophen) wahrgenommen wird, muss hinterfragt werden. Ein Kontinent mit mehr als 54 Ländern, in denen mehr als 80 Prozent der Bevölkerung friedlich miteinander leben, hat mehr zu bieten als diese 3-K´s.

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Argentinierstraße 28/1
Wien
1040

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