06/05/2026
Beim gestrigen Clubabend des Rotary Clubs Golling-Tennengau stand ein Thema im Mittelpunkt, das weit über die Medizin hinausreicht: Was ist möglich – und was ist menschlich, sinnvoll und ethisch verantwortbar?
Frau Dr. Astrid Steinwendtner-Kolator, Fachärztin für Anästhesie und Leiterin der Stabsstelle Qualitätsmanagement der SALK, gab unter dem Titel „Medizin kann viel – aber soll sie immer alles tun?“ einen fundierten und zugleich sehr lebensnahen Einblick in moderne Intensivmedizin, Therapieentscheidungen, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.
Besonders deutlich wurde: Medizinisches Handeln bewegt sich immer im Spannungsfeld von Machbarkeit, Therapieziel, ärztlicher Indikation und dem Willen des Patienten. Gerade in der Intensivmedizin stellt sich daher nicht nur die Frage, was technisch möglich ist, sondern auch, was dem individuellen Therapieziel und dem Patientenwillen entspricht.
Der Vortrag zeigte eindrucksvoll, wie wichtig rechtzeitige Gespräche über Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und persönliche Wertvorstellungen sind – nicht erst im Ernstfall, sondern als Ausdruck von Selbstbestimmung und Verantwortung.
Ein herzliches Dankeschön an Frau Dr. Steinwendtner-Kolator für den spannenden, berührenden und zum Nachdenken anregenden Abend sowie an alle Teilnehmer für die offene Diskussion.
Fotos: IF