Filmarchiv Austria

Filmarchiv Austria Austrian national library of film 🎥
To Preserve and to Show!

04/06/2026

Der Besuch der Fronleichnamsfeier am 30. Mai 1918 war einer der letzten öffentlichen Auftritte von Kaiser Karl und Kaiserin Zita. Der Großteil der Aufnahmen dieses von der Sascha-Messter-Film produzierten Wochenschau-Berichts zeigt das Kaiserpaar, das unter einem Baldachin vor der Wiener Hofburg den Beginn der Fronleichnamsfeier erwartet bzw. am Gebet teilnimmt. Die Kamera rückt dabei den Würdenträgern des Hofstaates erstaunlich nahe.

📽️ Sascha-Messter Wochenbericht Serie 132a

Mehr historische Filmschätze findet ihr auf 👉 filmarchiv.at

Kaum eine andere Autorin hat die österreichische Nachkriegsliteratur so sehr geprägt wie Ingeborg Bachmann (1926–1973). ...
04/06/2026

Kaum eine andere Autorin hat die österreichische Nachkriegsliteratur so sehr geprägt wie Ingeborg Bachmann (1926–1973). Bis heute zeugen Werk und Persönlichkeit von großer Strahlkraft – überraschend gering sind allerdings die Spuren, die sie in der heimischen Filmlandschaft hinterlassen hat. Zu ihrem 100. Geburtstag folgen wir diesen dennoch – und vereinen darin nicht nur unterschiedliche Zugänge zu Leben und Schaffen, sondern versuchen auch nachzuvollziehen, wie sich das – im wahrsten Sinne des Wortes – »Nach«-Denken über Literatur im Film über die Jahrzehnte gewandelt hat.

Als besonderes Highlight präsentieren wir dabei mit INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER ICH EINMAL WAR der preis- gekrönten Filmemacherin Regina Schilling eine sinnliche wie intellektuelle Annäherung aus heutiger Perspektive als Preview.

Mehr Infos zur Retro und Spielzeiten der Filme findet ihr auf 👉 filmarchiv.at

🎞️ 𝗭𝘂𝗺 𝟭𝟬𝟬. 𝗚𝗲𝗯𝘂𝗿𝘁𝘀𝘁𝗮𝗴: 𝗜𝗻𝗴𝗲𝗯𝗼𝗿𝗴 𝗕𝗮𝗰𝗵𝗺𝗮𝗻𝗻 𝗼𝗻 𝘀𝗰𝗿𝗲𝗲𝗻
📅 5.-22. Juni 2026
📍 METRO Kinokulturhaus, Johannesgasse 4, 1010 Wien

03/06/2026

Diese frühesten erhaltenen Filmaufnahmen von der traditionellen Fronleichnamsprozession auf dem Hallstätter See zeigen den jahrhundertealten Brauch kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges. Weil der kleine Salinenort zu wenig Platz am Land hatte, wurde die Prozession 1623 erstmals auf den See verlegt. Seither rücken die mit Blumen geschmückten Boote, auch als »Fuhren« bezeichnet, alljährlich zu Fronleichnam aus, um das traditionelle christliche Fest in Form einer Seeprozession zu feiern.

Die spektakuläre Veranstaltung, die ursprünglich auch den freien Blick auf die historischen Arbeitsstätten der Hallstätter Bergleute zelebrierte, ist heute längst eine Touristenattraktion geworden.

🇬🇧 These earliest surviving film recordings of the traditional Corpus Christi procession on the Lake of Hallstatt show the centuries-old custom shortly after the end of the First World War. Because the small salt-mining town had too little space on land, the procession was moved onto the lake for the first time in 1623. Since then, the flower-decorated boats, known locally as “Fuhren,” have set out every year on Corpus Christi to celebrate the traditional Christian feast in the form of a lake procession.

Originally, this spectacular event also celebrated the unobstructed view of the historic workplaces of Hallstatt’s miners. Today, however, it has long since become a major tourist attraction.

📽️ Prozession in Hallstatt

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02/06/2026

Diese historischen Filmaufnahmen zeigen den Umbau des Südtiroler Platzes, der ab 1957 im Zuge des Baus der neuen Wiener Schnellbahn erfolgte. Mit dem Großprojekt sollte die Nord-Süd-Verbindung durch Wien modernisiert, der wachsende Verkehr entlastet und die Infrastruktur der Nachkriegszeit fit für die Zukunft gemacht werden.

Heute ist der Platz als Verkehrsknotenpunkt (Hauptbahnhof) kaum wegzudenken – die Aufnahmen dokumentieren eindrucksvoll die Entstehung eines wichtigen Kapitels der Wiener Verkehrsgeschichte.

📽️ Schnellbahn frei! Eröffnung der Wiener Schnellbahn

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Unsere 𝗛𝗶𝘀𝘁𝗼𝗿𝘆 𝗼𝗳 𝗛𝗼𝗿𝗿𝗼𝗿-Reihe geht weiter! Im Juni unter dem Schwerpunkt »𝗗𝗮𝘀 𝗕𝗲𝗱𝗿𝗼𝗵𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲«Konkret, körperlich, oft auch...
02/06/2026

Unsere 𝗛𝗶𝘀𝘁𝗼𝗿𝘆 𝗼𝗳 𝗛𝗼𝗿𝗿𝗼𝗿-Reihe geht weiter! Im Juni unter dem Schwerpunkt »𝗗𝗮𝘀 𝗕𝗲𝗱𝗿𝗼𝗵𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲«

Konkret, körperlich, oft auch brutal – und zugleich schwerer zu fassen, als es den Anschein hat. Das Bedrohliche hat viele Gesichter. Seine Gefahr geht längst nicht mehr nur von blutdürstigen Monstern, unheimlichen Kreaturen oder äußeren Mächten aus. Sie entsteht aus Situationen, Dynamiken und Systemen – und nicht zuletzt aus uns selbst.

Blickt man auf die Filme, die dieses Kapitel unserer Reise durch das Horrorkino ausmachen, so fällt auf, wie häufig die Bedrohung hier als Störung von Ordnung erscheint, wenn etwa Gruppen aus dem Gleichgewicht geraten, soziale Gefüge kippen und vertraute Rollen sich auflösen. Ob in der klaustrophobischen Enge einer Höhle, in der Isolation einer Forschungsstation oder im scheinbar sicheren Zuhause – der Horror entfaltet sich immer dort, wo Gewissheiten brüchig werden und das Vertrauen erodiert. Die vermeintliche Bedrohung ist oft nur Auslöser, nicht aber der Kern. Viel entscheidender ist, was es in Bewegung setzt – Angst, Misstrauen, Aggression – und unaufhaltsam weiter eskaliert.

Der Schrecken liegt dann längst nicht mehr nur im Außen, sondern dringt ins Innere von Körper und Geist sowie gesellschaftlichen Strukturen vor. Es beginnt, vertraute Züge zu tragen und wird immer weniger klar benennbar. Das Bedroh- liche ist nicht das Fremde, es ist das, was uns erschreckend nahe kommt. Gerade darin liegt seine verstörende Kraft.

Mehr Infos zur Retro und Spielzeiten der Filme findet ihr auf 👉 filmarchiv.at

🎞️ 𝗛𝗶𝘀𝘁𝗼𝗿𝘆 𝗼𝗳 𝗛𝗼𝗿𝗿𝗼𝗿 »𝗗𝗮𝘀 𝗕𝗲𝗱𝗿𝗼𝗵𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲«
📅 4.-26. Juni 2026
📍 METRO Kinokulturhaus, Johannesgasse 4, 1010
Wien Weniger anzeigen

31/05/2026

In der Region um Güssing hat die Korbflechterei Tradition. Die Korbweiden werden im südöstlichen Burgenland angebaut und bilden die Grundlage für das Handwerk des Korbflechtens. Dieser für die austrofaschistische Wochenschau ÖSTERREICH IN BILD UND TON produzierte Beitrag zeigt die Arbeitsschritte vom Anbau über die Ernte, Lagerung und Weiterverarbeitung, die nötig sind, um die Ruten für die Korbflechterei vorzubereiten. Zahlreiche Arbeitskräfte sind an der Entstehung eines Weidenkorbes beteiligt. Das Ständestaat-Regime forcierte in den 1930er-Jahren den Anbau und die Produktion von Korbweiden zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

🎥 ON-Beitrag: Die Korbweide (Österreich in Bild und Ton 44a/1935)

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Mel Brooks feiert seinen 100. Geburtstag, und wir widmen ihm im Juni eine Retrospektive. Kaum ein Filmemacher hat die am...
30/05/2026

Mel Brooks feiert seinen 100. Geburtstag, und wir widmen ihm im Juni eine Retrospektive. Kaum ein Filmemacher hat die amerikanische Komödie – oder, genauer, die Parodie – so nachhaltig geprägt wie der 2.000-jährige Mann aus Brooklyn. Borscht Belt, Vaudeville, Burlesque – er hat diese Kunstformen in seiner ganz eigenen Kunstform destilliert: Brooks’sche Anarchie. Seine Filme sind die zum Schreien komischen Ergebnisse, wenn Respektlosigkeit auf Energie trifft. Sie sind zugleich Hommage und Abrissbirne, Liebeserklärung und Demontage.

Zum 100. Geburtstag widmet das Filmarchiv Austria diesem – im wahrsten Sinn – Jahrhundertkomiker ein kleines Tribute, das zeigt, dass seine Filme sowohl den Titel »Klassiker des Humors« verdient haben, und zugleich, wie relevant Brooks geblieben ist, indem sein Werk uns daran erinnert, dass ein gut platzierter Furz-Witz länger hält als jedes Denkmal.

Mehr Infos zur Retro und Spielzeiten der Filme findet ihr auf 👉
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🎞️ 𝗠𝗲𝗹 𝗕𝗿𝗼𝗼𝗸𝘀 – 𝗖𝗿𝗮𝘇𝘆 𝗖𝗶𝗻𝗲𝗺𝗮: 𝗧𝗿𝗶𝗯𝘂𝘁𝗲 𝘇𝘂𝗺 𝟭𝟬𝟬. 𝗚𝗲𝗯𝘂𝗿𝘁𝘀𝘁𝗮𝗴
📅 4.-24. Juni 2026
📍 METRO Kinokulturhaus, Johannesgasse 4, 1010 Wien

29/05/2026

Die von Otto Wagner geplante Wiener Stadtbahn wurde 1898 eröffnet und zunächst mit Dampfloks betrieben. Während des Ersten Weltkrieges musste die Stadtbahn aufgrund von Kohlenmangel immer wieder eingestellt werden; Ende 1918 kam der Personenverkehr fast gänzlich zum Stillstand. 1923 übernahm die Stadt Wien schließlich den Betrieb und integrierte die Stadtbahn in das Straßenbahnnetz. Nach der Modernisierung und Elektrifizierung wurde die neue Wiener Stadtbahn am 3. Juni 1925 eröffnet.

🎥 ON-Beitrag: Wiener elektrische Stadtbahn

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27/05/2026

In dieser für den ORF gedrehten Reportage berichtet Teddy Podgorski über die Wiener Studentenproteste im Mai 1968. Demonstrierende besetzten die Universität Wien, hielten Diskussionsveranstaltungen ab und hissten die rote Fahne. Die Kritik richtete sich vor allem gegen veraltete, teilweise noch aus der Monarchie stammende Studienpläne und die chronisch überfüllten Hörsäle. Podgorski mischte sich direkt unter die Demonstrierenden und führte dort im Gehen ein legendäres Interview.

📽️ Von Woche zu Woche: Studenten und Mittelschüler demonstrieren

Quelle: ORF

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