Die Kradreiter sind ein kurvenräuberischer, motorisierter, elitärer Clan, dessen Mitglieder Karantanien und Teile der Tiefebene Pannoniens bevölkern. Während des harten, bikelosen, karantanischen & pannonischen Winters ernährt sich der Stamm der Kradreiter von seinem mühsam, gesammelten Sagen und Märchen der vergangenen Jagdsaisonen. Jagdgerät ist das Krad oder der Reitwagen, ein eiserner, motoris
ierter, brüllender Feuerstuhl mit dem die Stammesangehörigen wagemutig auf Beutezug ausreiten. Einmal eingefahrene Beute wird glorifiziert und unauslöschlich in der Stammesbibel verewigt. Lebensraum des gemeinen Kradreiters ist jede Straße Mittel-; Süd-; West- und Nordeuropas. Spezielle Exemplare wurden auch schon in Afrika, Nord- und Südamerika, sowie in Australien und Asien gesichtet. Die Kradreiter sind äußerst freiheitsliebend, erheben keinen Anspruch auf ein Territorium und werden als sehr freundlich und extrem kontaktfreudig charakterisiert. Wichtigste Charaktereigenschaft ist ihr leidenschaftliches soziales Engagement für sozial oder gesundheitlich benachteiligte Kinder und Jugendliche. Laut wissenschaftlichen Annahmen glaubt man, dass ihre gebückte Körperhaltung im Laufe der Evolution durch die Reitwagen-Aerodynamik geformt wurde. Fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse darüber gibt es nicht, da Kradreiter in freier Wildbahn meist nur auf dem Reitwagen hockend und von hinten gesichtet wurden. Einmal gefangen, ihres Jagdgerätes beraubt und in „Bürgerkäfige“ gesteckt, verlieren die meisten Exemplare ihren unbändigen Kurvengeist und vegetieren lustlos, als gemeine Autofahrer vor sich hin. Wichtigstes Fest ist die alljährliche „Rollin’Toys-Biker helfen Kinder Tour“, bei der sich alle Kradreiter zusammenrotten und auf ihren brüllenden Feuerstühlen die Land,Wald- und Bergstraßen Karantaniens nach Unterstützung für benachteiligte Kinder und Jugendliche durchbiken. Kradreiter begrüßen sich mit dem obligatorischen Bikergruß und verabschieden sich untereinander mit ihrem Stammesruf: „Bleib' xund und imma im Såttl"
Ein Kradreiter kann sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts sein, ähnelt in Aussehen und Körperbau dem gemeinen Durchschnittsmenschen,
im Detail betrachtet weist der „Homo karantanicus motorradicus“ (kurz „Hokamot“) jedoch gravierende Unterschiede zum „homo sapiens“ auf. Bei Blutabnahmen wurde festgestellt dass die abgenommen Proben zwar in Farbe und Konsistenz dem menschlichen Blut verblüffend ähnlich sind, aber aus ganz anderen Stoffen aufgebaut werden. Kradreiter Blut soll angeblich aus einem Gemisch aus Benzin, Motoröl, Kettenschmiere und Gummiabrieb zusammengesetzt sein. Wichtige äußere Kennzeichen sind die großen Nasenlöcher [vom Nasenbohren mit dem lederbewährten Zeigefinger der linken Hand] und die vom dauernden Helmtragen zurückgebildeten, kleinen, präembryonalen Ohren . . . und das Logo am linken Oberärmel
Rutschfestes Gesäß, kälteunempfindliche Hand- und Kniezonen, sowie vibrationsdämpfende Bandscheiben komplettieren das Upgrade des „homo sapiens“
Geheimer Treffpunkt der „Eingeweihten“ ist das „Turmbräu“ in Maria Gail bei Villach (Kärnten, Austria, Mitteleuropa - Planet Erde)
Wie wird man Kradreiter ? Mensch wird eigentlich schon als KRADREITER geboren, die individuelle Entwicklung findet aber erst in der berüchtigten motorpubertären Zweirad-Phase statt. Die personelle Erweckung erfolgt mittels Fremdfindung durch bereits personalisierte Clanmitglieder und nach Teilnahme an mehreren Clanveranstaltungen (Biker helfen Kinder-MoTour, o.ä.) Grundsätzlich kann jede(r) zum Kradreiter erweckt werden, geographische Gegebenheiten oder nationalstaatliche Grenzen bilden kein Hindernis. Einzige Bedingung ist das Bekenntnis zur
Clansolidarität !