03/04/2026
Während zu Ostern traditionell bunt gefärbte Eier gesucht werden, liegen auf Österreichs Feldern ganz andere Eier, perfekt getarnt und vom Aussterben bedroht. Und zwar vom Kiebitz, unserem „Vogel des Jahres 2026“ 💚
Von Ende März bis in den Juni hinein sucht das Weibchen geeignete Stellen in Wiesen oder zunehmend auch auf Äckern. Typischerweise werden vier Eier gelegt. Diese sind oliv- bis sandfarben mit dunklen Flecken und hervorragend getarnt – ein entscheidender Schutz vor Fressfeinden. Anders als die auffälligen Ostereier sind sie für das ungeübte Auge nahezu unsichtbar. Genau das wird ihnen zum Verhängnis, denn die Brutzeit fällt mit der intensiven Frühjahrsarbeit in der Landwirtschaft zusammen.
Herausforderungen für den Bruterfolg:
Während der gesamten Brut- und Aufzuchtzeit – also genau in jener Zeit, in der die landwirtschaftliche Frühjahrsarbeit auf Hochtouren läuft – sind Kiebitze zahlreichen Gefahren ausgesetzt:
• Moderne Mechanisierung der Landwirtschaft: Frühjahrs-Bodenbearbeitung, Säen und Düngung zerstören häufig Gelege, noch bevor die Eier schlüpfen.
• Nahrungsmangel: Insektizide und Trockenheit gefährden das Nahrungsangebot im Brutgebiet.
• Prädation: Füchse, Marder, Katzen und andere Fressfeinde stellen in ausgeräumten Landschaften ein zusätzliches Risiko dar.
💪 Gezielter Lebensraumschutz für den Kiebitz – diese Maßnahmen helfen:
• Anlegen und Erhalten von Sutten, Brachen und Feuchtwiesen in der Ackerlandschaft
• „Kiebitz-Inseln“ einrichten: Unbewirtschaftete Flächen in Feldern schaffen bewährte Rückzugsorte
• Späte Aussaat von Mais oder Soja (bis 10. Mai) sichert den Schlupferfolg der Erstgelege
• Neststandorte markieren bzw. „ausstecken“ und bei der Bearbeitung schonen – so steigt der Bruterfolg lokal nachweislich
Im Rahmen des Projekts Gemeinsam für den Kiebitz, das wird gemeinsam mit dem Verein thema:natur ins Leben gerufen haben, versuchen wir gemeinsam mit Schlüsselpersonen – Landwirt:innen – in Kontakt zu treten, Maßnahmen für den Schutz zu erwirken und langfristige Lösungen zu schaffen 🐣