03/06/2026
Mehr als drei Jahre nach Kriegsbeginn ist die humanitäre Krise im Sudan nach wie vor katastrophal. Über 30 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, während weite Teile des Gesundheitssystems zusammengebrochen sind und viele medizinische Fachkräfte getötet wurden oder zur Flucht gezwungen wurden.
Vom 1. bis 4. Juni 2026 wird ein achtköpfiges Notfallteam von MALTESER International, unterstützt von einem Experten für Infektionsprävention des Robert-Koch-Instituts, nach Port Sudan entsandt. Gemeinsam werden sie Krankenschwestern, Ärzte sowie Wasser- und Sanitärspezialisten in lebensrettenden Maßnahmen schulen.
„Die Lage in den Gesundheitseinrichtungen ist alarmierend. Aufgrund des Mangels an qualifiziertem Personal sind viele Krankenhausstationen auf unzureichend geschultes Personal angewiesen. Unser Fokus liegt darauf, sicherzustellen, dass die lebensrettende Versorgung unter diesen Bedingungen fortgesetzt werden kann“, sagt Edo Lihic, Einsatzleiter unserer Nothilfe im Sudan.
Die Mission wird in enger Abstimmung mit dem sudanesischen Gesundheitsministerium und der WHO durchgeführt. Wir haben bereits im Dezember letzten Jahres eine ähnliche Schulungsmission in Port Sudan durchgeführt. Die Mission wird von der Aktion Deutschland hilft finanziert.