Scientists4Future Austria

Scientists4Future Austria Scientists4Future ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen aller Disziplinen (Thema: Klima)

Wer gerne mehr über "Scientists4Future Austria" erfahren möchte, hier gibt es einen Podcast mit den wichtigsten Infos: https://alpengluehen.scientists4future.org/2022/02/12/wer-sind-die-scientists-for-future/

In den vergangenen Wochen wurde in unterschiedlichen öffentlichen Debatten wiederholt behauptet, der Weltklimarat IPCC h...
16/06/2026

In den vergangenen Wochen wurde in unterschiedlichen öffentlichen Debatten wiederholt behauptet, der Weltklimarat IPCC habe sein besonders emissionsintensives Szenario RCP8.5 zurückgenommen. Daraus wurde teilweise abgeleitet, dass Klimaschutzmaßnahmen grundsätzlich neu bewertet oder abgeschwächt werden müssten. Anlass dieser Diskussion ist ein Anfang April im Fachjournal Geoscientific Model Development erschienener Beitrag zur Weiterentwicklung erdwissenschaftlicher Modelle. In der öffentlichen Rezeption wurde dieser Beitrag jedoch teils stark verkürzt dargestellt und mit Aussagen über den IPCC verknüpft, die so nicht zutreffen. Wichtig ist daher eine sachliche Einordnung: RCP8.5 ist keine Vorhersage, sondern ein Szenario. Es beschreibt eine mögliche Entwicklung unter bestimmten Annahmen zu Emissionen, Energieverbrauch, Landnutzung und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Solche Szenarien helfen der Klimaforschung, verschiedene mögliche Zukunftspfade vergleichbar zu machen.

Gerade bei komplexen Themen wie Klimaszenarien ist es sinnvoll, zwischen wissenschaftlicher Einordnung, politischer Bewertung und zugespitzter öffentlicher Debatte zu unterscheiden.

Mehr dazu auf unserem Celsius-Blog.

Artikel: https://www.scientists4future.at/2026/06/12/ist-die-klima-apokalypse-abgesagt-der-hype-um-rcp8-5-und-was-dahintersteckt/

Das Konzept mag aus der Sicht der heutigen Praxis in Graz visionär erscheinen, ist aber im Grunde nur eine Ausweitung de...
10/06/2026

Das Konzept mag aus der Sicht der heutigen Praxis in Graz visionär erscheinen, ist aber im Grunde nur eine Ausweitung des seit Jahrzehnten bewährten Erschließungssystems der Innenstadt, das heute als selbstverständlich wahrgenommen wird. Es gibt in der etwa gleich großen Stadt Gent in Flandern ein Vorbild. Mit dem „Circulatieplan“, eingeführt im Jahr 2017, hat man den Auto-Durchzugsverkehr von einem Tag auf den anderen eliminiert, und damit seither gute Erfahrungen gemacht. Die vor allem in Social Media anfangs verbreitete Ansicht, die Stadt Gent wäre nun nicht mehr erreichbar, hat sich nicht bewahrheitet. Der damals für das Konzept verantwortliche Planer, der kürzlich bei der Präsentation der Grazer Mitte in Graz referierte, mahnte jedoch, diese kommunikative Dynamik ernst zu nehmen. Aus seinem Erfahrungsbericht geht auch hervor, dass die Umsetzung des Plans dadurch erleichtert wurde, dass in Gent die Agenden der Straßenverwaltung und jene der Verkehrsplanung in einer Institution gebündelt sind, während der ÖV von der Region betrieben wird.

Lesen Sie mehr darüber auf unserem Celsius-Blog:
https://www.scientists4future.at/2026/06/08/grazer-mitte-ein-visionaeres-und-doch-naheliegendes-mobilitaetskonzept-fuer-die-steirische-hauptstadt/

Bei der Santa-Marta-Konferenz über die Abkehr von fossilen Brennstoffen(„Transitioning away from Fossil Fuels“) hat die ...
06/05/2026

Bei der Santa-Marta-Konferenz über die Abkehr von fossilen Brennstoffen(„Transitioning away from Fossil Fuels“) hat die Arbeitsgruppe Wissenschaftlicher Dialog ein zwölf Punkte umfassendes „Aktions-Repertoire“ zusammengestellt, das auch für Österreich, das auf der Konferenz vertreten war, relevant wäre.

Die Forscher:innen haben es begrüßt, hier ein internationales Forum zu haben, in dem sie ambitionierte Empfehlungen aussprechen konnten. Bei den UN-Klimagipfeln nämlich, so Gilberto Jannuzzi, Experte für Energiewende an der Staatlichen Universität Campinas in São Paulo, Brasilien, „findet aufgrund der Entscheidung der Regierungen darüber, was veröffentlicht wird, eine starke Filterung der wissenschaftlichen Empfehlungen statt. Letztendlich haben wir zwar ein kleineres Publikum erreicht, aber ein Publikum, das unsere Empfehlungen als relevant erachtet.“ (Nature, 30. 04. 2026)

Das sechzehnseitige Dokument Santa Marta Action Repertoire (SMART) Summary wurde am 27. April veröffentlicht. In der Einleitung heißt es unter anderem, dass die Abkehr von fossilen Brennstoffen den Wandel hin zu einem sauberen, sicheren, gesunden und sozial gerechten Energiesystem bedeutet, das anhaltenden Wohlstand fördert. Die aktuelle globale Energiekrise sei eine Chance, den Übergang zu beschleunigen.

Alle Infos dazu auf unserem Celsius-Blog.

Artikel: https://www.scientists4future.at/2026/05/06/santa-marta-12-empfehlungen-an-die-staaten-fuer-den-ausstieg-aus-fossilen/

[Foto: BCL, Cali, Kolumbien, nachbearbeitet]

Die Länder, die an einem ersten Gipfeltreffen teilgenommen haben, haben Pläne zur Entwicklung nationaler Fahrpläne weg v...
03/05/2026

Die Länder, die an einem ersten Gipfeltreffen teilgenommen haben, haben Pläne zur Entwicklung nationaler Fahrpläne weg von fossilen Brennstoffen sowie neue Instrumente zur Bekämpfung schädlicher Subventionen und des kohlenstoffintensiven Handels mitgenommen.

Auf der ersten Konferenz zum Thema „Ausstieg aus fossilen Brennstoffen“, die vom 24. bis 29. April in Santa Marta, Kolumbien, stattfand, debattierten 57 Länder – die ein Drittel der Weltwirtschaft repräsentieren – über praktische Wege, um sich von Kohle, Öl und Gas zu lösen.

Vor dem Hintergrund von Krieg , einer globalen Ölkrise und sich verschlimmernden Extremwetterereignissen saßen Minister und Gesandte aus aller Welt in kleinen Besprechungsräumen nebeneinander, um offene und ehrliche Gespräche über die Hindernisse zu führen, die ihnen beim Übergang von fossilen Brennstoffen zu sauberer Energie im Wege stehen.

Dieses neue Format – entwickelt von den Co-Gastgebern Kolumbien und den Niederlanden – wurde von den an den Gesprächen teilnehmenden Ländern als „erfrischend“, „äußerst erfolgreich“ und „bahnbrechend“ bezeichnet.

Im Rahmen der Veranstaltung fand auch eine „wissenschaftliche Vorkonferenz“ statt, an der 400 internationale Akademiker:innen teilnahmen. Dabei wurde unter anderem ein neues Wissenschaftsgremium ins Leben gerufen, das Nationen, die ihren Übergang weg von fossilen Brennstoffen beschleunigen wollen, flexible und maßgeschneiderte Analysen bieten soll.

Zum Abschluss des Gipfels wurden Tuvalu und Irland als gemeinsame Gastgeber des zweiten Gipfels zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bekanntgegeben, der 2027 in dem pazifischen Inselstaat stattfinden wird.

Mehr dazu auf unserem Celsius-Blog.

Artikel: https://www.scientists4future.at/2026/05/02/konferenz-von-santa-marta-neuer-schwung-fuer-ausstieg-aus-fossilen/

[Bild: BCL, Buenaventura, Kolumbien; nachbearbeitet]

Sechsundvierzig Länder, darunter wichtige Öl-, Kohle- und Gasproduzenten wie Kanada, Australien, Brasilien und Norwegen,...
27/04/2026

Sechsundvierzig Länder, darunter wichtige Öl-, Kohle- und Gasproduzenten wie Kanada, Australien, Brasilien und Norwegen, haben ihre Teilnahme an der ersten Konferenz im April zur Beschleunigung des globalen Übergangs von fossilen Brennstoffen bestätigt, teilte die kolumbianische Regierung mit.

Der Gipfel, der vom 24. bis 29. April in der kolumbianischen Hafenstadt Santa Marta stattfindet, hat zum Ziel, eine internationale Koalition von Nationen zu festigen, die sich verpflichtet haben, die weltweite Abhängigkeit von den klimaschädlichen Energieträgern Öl, Kohle und Erdgas zu beenden.

Die Konferenz stelle eine „beispiellose Chance“ für die Energiewende dar, da sie kohlenwasserstoffproduzierende Nationen mit Verbrauchern fossiler Brennstoffe und Ländern zusammenbringe, die an vorderster Front der Klimakrise stünden, sagte Kolumbiens amtierende Umweltministerin Irene Vélez Torres in einer Erklärung.

Mehr dazu auf unserem Celsius-Blog.

Artikel: https://www.scientists4future.at/2026/04/02/unter-den-46-nationen-die-sich-dem-gipfeltreffen-zum-ausstieg-aus-fossilen-brennstoffen-anschliessen-sind-auch-wichtige-oelproduzenten/

[Foto: BCL, Santa Marta, Kolumbien]

23/04/2026
Kundgebung & Petition: Gegen die drastische Preiserhöhung der Öffi-Tickets der Wiener LinienUnter dem Motto „Öffis für a...
15/04/2026

Kundgebung & Petition: Gegen die drastische Preiserhöhung der Öffi-Tickets der Wiener Linien

Unter dem Motto „Öffis für alle“ findet am 16. April 2026 eine Kundgebung statt, die sich gegen die Preiserhöhung richtet und für leistbare Mobilität in Wien einsetzt. Auch wir werden daran teilnehmen, um ein Zeichen für sozial gerechte und zugängliche öffentliche Verkehrsmittel zu setzen.

Datum: 16. April 2026, 17:00 Uhr
Ort: Vor dem Hauptgebäude der Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien

Petition: https://c.org/dfMDgNGwKK

Eine Teilnahme bietet die Möglichkeit, die eigene Position sichtbar zu machen und die Forderung nach fairer und nachhaltiger Mobilität zu unterstützen. Seid dabei!

Senkung der Öffi-Ticket-Preise

Hitzeextreme in Europa haben sich seit 1961–1990 verzehnfacht 🔥Dabei geht es nicht nur um höhere Temperaturen, sondern u...
08/04/2026

Hitzeextreme in Europa haben sich seit 1961–1990 verzehnfacht 🔥

Dabei geht es nicht nur um höhere Temperaturen, sondern um das Gesamtbild:
➡️ häufiger
➡️ länger
➡️ intensiver
➡️ großflächiger

Eine neue Studie rund um den Klimaforscher Gottfried Kirchengast von der Universität Graz zeigt nun erstmals, wie stark sich diese Extreme tatsächlich verändert haben. Mit einer neuen Methode können Extremereignisse wie Hitzewellen, Dürren oder Hochwasser ganzheitlich berechnet werden – inklusive ihrer Gesamtextremität.

👉 Die Folgen betreffen uns alle: Gesundheit, Landwirtschaft, Infrastruktur.
👉 Gleichzeitig liefert die neue Methode erstmals eine präzise Grundlage für Klimaanpassung – und sogar Klimaklagen.

Die Realität: Extreme Hitze ist keine Ausnahme mehr, sondern Teil unserer Gegenwart.

Mehr dazu auf unserem Celsius-Blog.
Artikel: https://www.scientists4future.at/2026/04/03/hitzeextreme-in-europa-verzehnfacht/

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