Verein Feministische Alleinerzieherinnen

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Verein Feministische Alleinerzieherinnen FEM.A ist ein gemeinnütziger, feministischer, unabhängiger und überparteilicher Verein.

Wir kämpfen für starke Mütter und glückliche Kinder, unabhängig vom Familienstand, Herkunft, Religion, Alter und sexueller Orientierung.

09/10/2026

"Gewalt beginnt nicht erst beim Femizid.

Sie beginnt früher.
Mit Kontrolle.
Mit Drohungen.
Mit finanzieller Gewalt.
Mit psychischer Gewalt.
Mit Einschüchterung.

Wer Frauen und Kinder schützen will, muss Gewalt früher erkennen — nicht erst, wenn es zu spät ist.



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In den letzten Tagen ging die Broschüre „ElternTIPPs -Alleinerziehend – Ratgeber für Ein-Eltern-Familien“, herausgegeben...
08/10/2026

In den letzten Tagen ging die Broschüre „ElternTIPPs -Alleinerziehend – Ratgeber für Ein-Eltern-Familien“, herausgegeben vom Bundeskanzleramt, in den sozialen Medien viral. Auch verschiedene Medien haben darüber berichtet. Warum der Ratgeber aufregt, lassen wir Dich selbst beurteilen. Hier kannst Du Zitate aus dem Ratgeber, der inzwischen vom Bundeskanzlerarmt offline geschaltet wurde, nachlesen, damit Du Dir selbst ein Bild machen kannst: https://www.facebook.com/feministischealleinerzieherinnen/posts/pfbid02Wzh8QLaz4pwyACnrSzMEzXDLHz7e9rpiTHGWNchEER6t5UzNwUjDgB6cLhveZ7sWl

Das Familienministerium hat reagiert und eine Überarbeitung des Ratgebers unter Einbeziehung der Creator*innen, die auf die Broschüre aufmerksam gemacht haben, angekündigt.

Für uns verdeutlicht der Ratgeber aber vor allem folgendes:

⚠️ Alleinerzieher*innen werden von manchen Politiker*innen und Behörden als Problemfall behandelt werden. Während Familienministerin Bauer etwa in der Broschüre „Papa sein“ erstmal zum Nachwuchs gratuliert und in der Broschüre sachlich finanzielle Unterstützungsleistungen und Rechtsansprüche erklärt werden, wird Alleinerzieher*innen ein Katalog an Verhaltensvorschriften präsentiert. Im Vorwort von Familienministerin sucht man die Glückwünsche vergeblich. Stattdessen wird im Inhalt der Broschüre versucht, Alleinerzieher*innen – großteils Mütter - zu reparieren und zu belehren. Auch von dieser Grundhaltung erzählen uns Alleinerzieher*innen, wenn sie sich an Behörden wenden – etwa, wenn sie Hilfe suchen.

⚠️ Gewalt wird totgeschwiegen oder abgetan: Obwohl nach Zahlen aus Deutschland etwa jede dritte Mutter angibt, sich aufgrund einer Gewalterfahrung zu trennen, kommt Gewalt im gesamten Ratgeber nicht vor. Dabei gibt es eine eigens vom Justizministerium herausgegebene Handreiche zum Umgang mit Gewalt im Zusammenhang mit Obsorge und Kontaktrecht: https://www.bmj.gv.at/ministerium/aktuelle-meldungen/Jedes-Kind-hat-das-Recht-auf-ein-gewaltfreies-Aufwachsen-.html
Im Ratgeber für Alleinerzieher*innen werden hingegen pauschale Tipps gegeben, ohne Gewalt mitzudenken. Auch das erleben Alleinerzieher*innen, die sich an uns werden: Gewalt, die sie erfahren haben, wird kleingeredet, geleugnet oder es wird den Müttern geraten, einfach nach vorne zu blicken.

⚠️ Zuschreibungen, Vorurteile, Unterstellungen, Be- und Verurteilungen: Offenbar war es vor dem medialen Sh*tstorm für das Bundeskanzleramt kein Problem, dass der Ratgeber voll von sexistischen Zuschreibungen, patriarchalen Vorurteilen, Unterstellungen, Be- und Verurteilungen war. Genau das erleben viele Alleinerzieher*innen, die sich hilfesuchend an uns wenden, auch im Umgang mit Behörden. Diese Grundhaltung Alleinerzieher*innen gegenüber wird offenbar geduldet.

⚠️ Auf wissenschaftliche Standards wird nicht geachtet: Der Ratgeber enthielt zahlreiche „Tipps“ und Aussagen, die der wissenschaftlichen Evidenz nicht standhalten. Auch wenn behauptet wird, dass die Publikation mit Fachpersonen erarbeitet wurde, so entsprach der Inhalt keinen wissenschaftlichen Standards. Psychologisches Halbwissen wurde als Tatsachen dargestellt. Genau das erleben Alleinerzieher*innen ebenfalls in ihrem Alltag, etwa im Rahmen von familienpsychologischer Gutachten, die sich nicht an die vorgeschriebenen Richtlinien halten. Halbwissen oder Falschinformationen prägen die Tipps oder Be- und Verurteilungen, die Alleinerzieher*innen erfahren.

⚠️ Strukturelle Diskriminierung wird verschwiegen, stattdessen werden Probleme den einzelnen Personen zugeschrieben. Das gleicht einer Täter-Opfer-Umkehr: So wird etwa nicht benannt, dass fehlende Regelungen im Unterhaltsrecht zu Armut führen, unter der Alleinerzieher*innen und ihre Kinder tatsächlich leiden, sondern Alleinerzieher*innen wird „Selbstmitleid“ unterstellt. Schuld für die eigene Situation wird also erst den Müttern zugeschrieben, die sich „selbst im Weg stehen“ (Zitat aus dem Ratgeber).

Was Alleinerzieher*innen wirklich brauchen? Wir haben das Wichtigste in unserem Forderungskatalog zusammengefasst: https://verein-fema.at/forderungskatalog/

Darunter etwa:

👉 Flächendeckende Schulungen über Gewalt gegen Frauen für alle Personen, die beruflich mit Alleinerzieher*innen zu tun haben, insbesondere gerichtliche Sachverständige und Richter*innen.
👉 Die Gleichstellung von Ein-Eltern-Familien – formal und auch gesellschaftlich
👉 Qualitätsstandards für Publikationen und im Umgang mit Alleinerzieher*innen müssen eingeführt werden, nur belastbare Aussagen sollten veröffentlicht werden dürfen. Opferschutz muss durchgehend mitgedacht werden.

Frauenrechte

ElternTIPPs -Alleinerziehend – Ratgeber: Die SchmankerlDu hast den Ratgeber für Alleinerzieher*innen des Bundeskanzleram...
08/10/2026

ElternTIPPs -Alleinerziehend – Ratgeber: Die Schmankerl

Du hast den Ratgeber für Alleinerzieher*innen des Bundeskanzleramts, der in den Medien und auf Social Media heiß diskutiert wird, verpasst? Wir haben einige Passagen daraus kopiert, damit Du weißt, was der Grund für die Aufregung ist. Lass uns in den Kommentaren wissen, wie die Texte bei Dir ankommen!
Übrigens: Wir haben zusammengefasst, was Alleinerzieher*innen wirklich brauchen. In unserem Forderungskatalog zeigen wir die wichtigsten Änderungen auf, die Alleinerzieher*innen und ihren Kindern ein würdiges Leben ermöglichen würden.
https://verein-fema.at/forderungskatalog/

Wie wir den Ratgeber des Bundeskanzleramts einordnen, kannst Du hier nachlesen: https://www.facebook.com/feministischealleinerzieherinnen/posts/pfbid0313hqRgdNv6djqiMsuYBvpJDCYMy3gsR6sab3a1dNhbASGLtXPhgnBesE3pP8LrGjl

Unser Online-Mitgliedertreffen am 15. Oktober findet unter dem Motto „Alleinerzieher*innen united“ statt. Im Mittelpunkt...
08/10/2026

Unser Online-Mitgliedertreffen am 15. Oktober findet unter dem Motto „Alleinerzieher*innen united“ statt. Im Mittelpunkt stehen Vernetzung, gegenseitige Unterstützung und Motivation. Das Treffen wird moderiert und bietet einen geschützten Raum für Austausch, gegenseitige Stärkung und das gute Gefühl: Du musst schwierige Situationen nicht alleine bewältigen.

Ein wesentliches Element ist dabei die kollegiale Beratung: Jede Teilnehmerin bringt ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Perspektiven ein und gibt diese an die Gruppe weiter. Du hast die Möglichkeit, Deine persönliche Situation einzubringen, Fragen zu stellen und Feedback, Tipps sowie neue Sichtweisen zu erhalten.

Wir freuen uns auf dich!

Details unter https://verein-fema.at/event/online-mitgliedertreffen-alleinerzieherinnen-united-33/

Ein Artikel im Falter zeigt auf, welche brutalen Konsequenzen das Fehlen eines eigenen Unterhaltsgesetzes und die Überla...
07/10/2026

Ein Artikel im Falter zeigt auf, welche brutalen Konsequenzen das Fehlen eines eigenen Unterhaltsgesetzes und die Überlastung der Rechtspfleger*innen für Alleinerzieher*innen und ihre Kinder hat: Kinder müssen Monate, oft sogar Jahre auf eine Entscheidung warten, während die Alleinerzieher*innen – großteils Mütter – die Kosten für ihre Kinder allein finanzieren müssen. Das ist ökonomische Nachtrennungsgewalt: Mütter erleben durch die Vorenthaltung von Unterhaltszahlung nach der Trennung finanzielle Gewalt. Etwa die Hälfte der Alleinerzieher*innen und ihre Kinder leben in Armut oder Ausgrenzung.

Durch die lange Verfahrensdauer steigen die Unterhaltsrückstände nicht selten in den fünfstelligen Bereich. Selbst ein Richter sieht das System als zu kompliziert an, denn jeder Fall ist eine Einzelentscheidung und muss individuell ausgestritten werden. Immer kompliziertere Konstellationen, etwa das betreuungsrechtliche Unterhaltsmodell, verlängern die Verfahren und sorgen dafür, dass Kinder immer länger auf ihr Geld warten müssen.

Aber auch die fehlende Zahlungsmoral und fehlende Mitwirkung der Unterhaltspflichtigen bei den Verfahren sorgen laut Stimmen aus der Zivilgesellschaft für die Verzögerung oder gar den Ausfall der Zahlungen. So werden etwa Einkommen und Vermögen nicht offengelegt oder verschleiert. 2024 gab es knapp 500 Verurteilungen wegen Verletzung der Unterhaltspflicht. Während diese hierzulande großteils mit bedingten Freiheitsstrafen geahndet wird, ist Argentinien diesen Sommer neue Wege gegangen: Rund 13.000 säumige Väter durften keine Spiele der Fußballweltmeisterschaft besuchen. In den USA und Kanada können nicht zahlende Väter etwa ihren Führerschein verlieren. Häufig handle es sich bei den Säumigen nicht um Sozialfälle, sondern um Väter, die sich teure Anwält*innen leisten können und so immer wieder neue Anträge stellen können, um die Zahlungen hinauszuzögern. Nicht selten, bis die Alleinerzieher*innen, die den Kindesunterhalt geltend machen müssen, erschöpft aufgeben. Etwa die Hälfte der Kinder von Alleinerzieher*innen bekommt keinen Unterhalt vom Vater.

Den ganzen Artikel kannst Du hier lesen (Paywall): https://www.falter.at/zeitung/20261006/warum-tausende-frauen-auf-unterhaltszahlungen-warten-muessen

Wir fordern deshalb:

👉 Ein eigenständiges Unterhaltsgesetz mit existenzsichernden Mindestsätzen und einem vorläufigen Unterhalt in Höhe der Mindestsätze
👉 Das Ende der Höchstsätze, für die es keine wissenschaftliche Evidenz gibt: Kinder sollen am Wohlstand ihrer Eltern teilhaben
👉 Wirksamere und härtere Strafen für die Verletzung der Unterhaltspflicht, damit die Zahlungsmoral verbessert wird.

Wissen gibt Orientierung – gerade dann, wenn vieles unübersichtlich erscheint.Wenn Obsorge und Kontaktrecht zum Konflikt...
07/10/2026

Wissen gibt Orientierung – gerade dann, wenn vieles unübersichtlich erscheint.

Wenn Obsorge und Kontaktrecht zum Konflikt werden, ist es wichtig, die eigenen Rechte und Möglichkeiten zu kennen. Was entscheidet das Gericht? Welche Bedeutung hat der Wille des Kindes? Was kann getan werden, wenn Kontakte eingeschränkt werden oder die Kinder und Jugendhilfe eingreift?

Am 14. Oktober erklärt Mag.a Gudrun Moser-Reisinger verständlich und praxisnah, welche Rechte Eltern haben, welche Rolle Gericht, Kinder und Jugendhilfe sowie Familiengerichtshilfe spielen und wie eine gute Vorbereitung auf Gespräche und Verfahren aussehen kann.

Jetzt kostenlos anmelden: https://verein-fema.at/event/obsorge-und-kontaktrecht-im-spannungsfeld/

„Wenn Du wegen dem Unterhalt zum Jugendamt gehst, nehm ich Dir die Kinder weg!“Diesen und ähnliche Sätze hören Alleinerz...
06/10/2026

„Wenn Du wegen dem Unterhalt zum Jugendamt gehst, nehm ich Dir die Kinder weg!“
Diesen und ähnliche Sätze hören Alleinerzieher*innen, die sich an uns wenden.

Was hast Du schon gehört, damit Du den Kindesunterhalt nicht einforderst? Schreib uns Deine Erfahrung in die Kommentare oder schick uns ein Mail an [email protected] mit dem Betreff „Kindesunterhalt“

Wir wollen aufzeigen, warum manche Alleinerzieher*innen den Kindesunterhalt nicht einfordern oder keine Erhöhung beantragen. Wir behandeln Deine Erfahrung anonym!

Nicht jede Provokation braucht eine Reaktion.Sich ständig erklären, rechtfertigen oder verteidigen zu müssen, kann enorm...
06/10/2026

Nicht jede Provokation braucht eine Reaktion.

Sich ständig erklären, rechtfertigen oder verteidigen zu müssen, kann enorm viel Kraft kosten. Doch wie gelingt es, aus solchen Mustern auszusteigen und wieder selbst zu entscheiden, wie man reagieren möchte?

Am 13. Oktober zeigt Claudia Hendling, wie Frauen belastende und toxische Beziehungsdynamiken besser verstehen und neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln können.

Mehr Klarheit. Weniger Reaktion. Mehr eigener Handlungsspielraum.

Melde dich gleich an: https://verein-fema.at/event/webinar-zwischen-reiz-und-reaktion-wie-alleinerzieherinnen-lernen-koennen-mit-toxischen-beziehungen-umzugehen/

Erben. Vererben. Vorsorgen. Was Alleinerzieherinnen wissen sollten.Vorsorgen heißt auch: wissen, was für die eigenen Kin...
05/10/2026

Erben. Vererben. Vorsorgen. Was Alleinerzieherinnen wissen sollten.

Vorsorgen heißt auch: wissen, was für die eigenen Kinder geregelt ist.

Was passiert mit dem Vermögen im Todesfall? Wer vertritt minderjährige Kinder im Verlassenschaftsverfahren? Und was lässt sich schon heute sinnvoll regeln?

In unserem kostenlosen Webinar erklärt Dr. Carina Romanek verständlich, was Alleinerzieherinnen rund um Erben, Vererben und Vorsorge wissen sollten. Dabei geht es um rechtliche Möglichkeiten, die Absicherung von Kindern und darum, unnötige Kosten zu vermeiden.

Gut geregelt ist besser als ungeklärt.

Jetzt anmelden und informieren: https://verein-fema.at/event/erben-vererben-und-vorsorgen-als-alleinerzieherin/

Am 10. Oktober holen wir die FEM.A-Community zusammen – für einen Abend mit wichtigen Gesprächen, neuen Begegnungen und ...
04/10/2026

Am 10. Oktober holen wir die FEM.A-Community zusammen – für einen Abend mit wichtigen Gesprächen, neuen Begegnungen und ganz viel Zeit zum Austauschen und Feiern.

Zum Auftakt diskutieren Sonja Aziz, Mariam Irene Tazi-Preve und Maria Rösslhumer über „Sorgerecht und väterliche Gewalt“, Obsorge, Gewaltschutz und die Frage, wie die Rechte von Frauen und Kindern im Familienrecht besser berücksichtigt werden können. Moderiert wird der Abend von Andrea Czak.

Und danach? Wird gefeiert! Mit Sekt, Brötchen, Musik von DJ Felli und hoffentlich vielen bekannten und neuen Gesichtern.

Samstag, 10. Oktober | ab 18 Uhr
ega, Windmühlgasse 26, 1060 Wien
Eintritt frei | Kinderbetreuung ab 3 Jahren

Komm vorbei, diskutiere mit uns und bleib zum Feiern. Wir freuen uns auf einen richtig schönen FEM.A-Abend mit Dir!

Sei dabei und melde Dich jetzt an: https://verein-fema.at/event/wir-feiern-unsere-community-mit-podiumsdiskussion-get-together/

Adresse

Postfach 3
Vienna
1143

Öffnungszeiten

Montag 15:00 - 18:00
Dienstag 15:00 - 18:00
Mittwoch 15:00 - 18:00
Donnerstag 15:00 - 18:00
Freitag 15:00 - 18:00

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