Zum Urwald Zurück

Zum Urwald Zurück Wir wollen Altwaldbestände genauso wie Wirtschaftsforste wieder zu Urwäldern werden lassen!

Die Wurzeln dieses Baumes sind einfach atemberaubend 💚😍 dieser Gigant im Zentrum von Sorrento ist eine zweihäusige Kerme...
02/02/2025

Die Wurzeln dieses Baumes sind einfach atemberaubend 💚😍 dieser Gigant im Zentrum von Sorrento ist eine zweihäusige Kermesbeere (Phytolacca diocia) und kommt in der Gegend Italiens häufig vor.

Feuer, positiv für den Wald ? 🔥🧐Ja, es hört sich tatsächlich sehr fragwürdig an, doch Feuer können einen positiven Einfl...
20/12/2024

Feuer, positiv für den Wald ? 🔥🧐
Ja, es hört sich tatsächlich sehr fragwürdig an, doch Feuer können einen positiven Einfluss auf die Waldgesundheit haben. Hierbei geht es selbstverständlich nicht um willkürliche Brandrodungen, sondern geplante Feuer. Feuerökologie ist eine eigene Wissenschaftsrichtung, die sich mit den Auswirkungen von Feuer auf verschiedene Ökosysteme beschäftigt. Es gibt zahlreiche Biome die von Feuern profitieren können. Im Naturschutz wird ein kontrollierter Brand von Feuerökolog:innen gemeinsam mit Feuerwehrleuten geplant und durchgeführt. Hierbei wird auf die aktuellen Wetterverhältnisse, die potentielle Entwicklung des Feuers, die Windrichtung und ähnliches geschaut und akribisch geplant. Einerseits kann ein Wald davon profitieren, indem die Gefahr für natürlich ausgelöste Feuer die sich zu stark ausbreiten reduziert wird, da der Wald lichter wird und das Feuer sich nicht mehr so schnell ausbreiten kann. Andererseits gibt es sogenannte Phyropyhten, Pflanzen die an Feuereinwirkung angepasst sind oder sogar dadurch begünstigt werden. Beispielsweise sind viele Fichten-und Kieferarten bei der Samenverteilung auf Feuer angewiesen, da ihre Zapfen so fest durch das Harz verschlossen sind, dass nur die Hitze eines Feuers diese öffnen kann. Außerdem gibt es Tierarten die davon profitieren, wie zum Beispiel den Schwarzen Kiefernprachtkäfer (Melanophila acuminata). Dieser Käfer kann ohne Asche gar nicht erst überleben, denn die Weibchen legen ihre Eier in die warme Asche, die Larven ernähren sich anschließend vom frisch verbrannten Holz und sind geschützt vor Fressfeinden. Die paarungsbereiten Tiere werden durch den Pflanzenstoff Guajacol, welcher durch rauchende Bäume freigesetzt wird, angelockt. Die Wanzenart Aradus lugubris kann Waldbrände ebenfalls dank spezieller Rauchsensoren lokalisieren. Sie ernährt sich von Pilzarten die besonders häufig auf Brandflächen vorkommen.

Ein weiterer positiver Effekt von kontrollierten Waldbränden, ist die bessere CO² Speicherung. Der Forscher Pellegrini beschäftigt sich in seinem Labor genau mit dieser Thematik. In gemäßigten Zonen, Savannen und Grasland stabilisieren Feuer den Bodenkohlenstoff oder erhöhen die Menge sogar. Durch die Verbrennung werden zersetzungsresistente Holzkohle und Aggregate gebildet. Also Bodenklumpen die das kohlenstoffreiche Material in der Mitte schützen. Bei zu häufigen und starken Bränden wird jedoch die Pflanzenbiomasse komplett verbrannt und Kohlenstoff freigesetzt, außerdem sterben Bodenbakterien und Pilze ab, was zu einer Destabilisierung des Bodens führt. Somit können gezielt eingesetzte, kontrollierte Feuer sogar zum Klimaschutz beitragen. Wichtig ist auch das Gebiet in dem so ein Feuer stattfindet, im Regenwald beispielsweise ist es kontraproduktiv, da die Bäume dort eine dünnere Rinde haben und einem Feuer nicht standhalten können.

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Der Drachenblutbaum (Dracaena cinnabari) schaut mit seiner ungewöhnlichen Form sehr beeindruckend aus. Die schirmförmige...
29/11/2024

Der Drachenblutbaum (Dracaena cinnabari) schaut mit seiner ungewöhnlichen Form sehr beeindruckend aus. Die schirmförmige Krone kann Feuchtigkeit besser auffangen, spendet Schatten und kann und somit die Verdunstung von wertvollem Wasser reduzieren. Dadurch wird auch das Wachstum der Baum Keimlinge gefördert, die unter dem Schutz der Krone besser gedeihen als in der prallen Sonne. Die Bäume kommen nämlich in sehr kargen und trockenen Landschaften vor. Der Drachenblutbaum ist eine endemische Art auf Sokotra, eine Inselgruppe vor der Küste Ostafrikas, das heißt die Art kommt ausschließlich dort vor. Das Blut im Namen verdankt er seinem Harz, das aufgrund seines hohen Phenolgehalts eine antimikrobielle Wirkung aufweist und rötlich gefärbt ist.

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Es ist erschreckend, wie trotz zunehmend sicht- und spürbaren Auswirkungen des Klimawandels, fortschreitendem Arten- und...
15/11/2024

Es ist erschreckend, wie trotz zunehmend sicht- und spürbaren Auswirkungen des Klimawandels, fortschreitendem Arten- und Biodiversitätsverlust, immer mehr Verordnungen gelockert werden. Die EU-Entwaldungsverordnung sollte ursprünglich den Import und Export von Produkten verhindern, für deren Herstellung Wälder gerodet werden. Die EU-Kommission kann Länder in drei Kategorien einordnen: mit geringem, normalem oder hohem Entwaldungsrisiko mit jeweils unterschiedlichen Kontrollpflichten für Behörden sowie Pflichten für Unternehmen. Allerdings kam es zu einer Abschwächung dieser Verordnung, da im Rahmen einer Abstimmung nicht nur für die Änderung der Anwendungsfrist, sondern auch für inhaltliche Änderungen gestimmt wurde. Der ursprüngliche Vorschlag der EU-Kommission sah nur eine Verschiebung der Frist vor. Über die inhaltliche Änderung müssen nun EU-Kommission, EU-Parlament und der Rat der Mitgliedstaaten verhandeln. Der von der EVP eingebrachte Änderungsantrag sieht nun eine neue Kategorie für Länder mit "keinem Risiko für Entwaldung" vor, welche im Umkehrschluss keiner Kontrolle unterzogen werden und somit von allen Regeln ausgenommen wären. Umweltschutzorganisationen sind zu Recht empört über diese Änderung, denn wie wir wissen sind auch unsere Wälder nicht geschützt vor übermäßiger wirtschaftlicher Nutzung.

Das EU-Parlament hat am Donnerstag in Brüssel in einer chaotischen Abstimmung für Änderungen der EU-Entwaldungsverordnung gestimmt. Geplant war ursprünglich nur, den Zeitpunkt, ab dem die Regeln der bereits beschlossenen Verordnung greifen, um zwölf Monate zu verschieben. Die Europäische Volks...

La Gomera 🏝Die Insel entstand durch Vulkanaktivitäten und beeindruckt heute mit ihrem steilen Geländerelief sowie den Vu...
11/10/2024

La Gomera 🏝

Die Insel entstand durch Vulkanaktivitäten und beeindruckt heute mit ihrem steilen Geländerelief sowie den Vulkankegeln, die aus dem Relief emporragen.

Der Nationalpark Garajonay liegt im Zentrum von la Gomera und erstreckt sich mit einer Gesamtfläche von 4000 ha über 6 Gemeinden. Aufgrund des einzigartigen Ökosystems wurde es 1986 zum UNESCO Weltkulturerbe und 1988 zum Europäischen Vogelschutzgebiet erklärt.

Die Wälder in dem Park sind Relikte der häufigen subtropischen Lorbeerwälder aus dem Tertiär, die es damals auch in Europa gab. Durch die Eiszeiten ist die typische Vegetation dieser Wälder in Europa verschwunden, doch auf La Gomera sowie den übrigen kanarischen Inseln blieb sie erhalten. Das ist auf die dortigen klimatischen Verhältnisse zurückzuführen, denn durch den Passatwind treten häufig Nebel auf, wodurch viel Feuchtigkeit verdunstet und an die Vegetation abgegeben wird.

85 % der Nationalparkfläche sind mit kanarischem Urwald bedeckt und können uns somit einen Eindruck vermitteln, wie Europas Wälder früher aussahen. 20 verschiedene Baumarten kommen in diesem kanarischen Regenwald vor und bilden unterschiedliche Waldtypen. Besonders beeindruckend, ist der oft als märchenhaft bezeichnete Lorrbeerwald (Laurisilva).

Die häufigtsen Arten sind Myrte, Stechpalme, Azorenlorbeer, Bitteresche und Baumheide. Die Baumheide erreicht hier unglaubliche Wuchshöhen von bis zu 20 Meter. Neben der Flora kann der Nationalpark auch mit seiner besonderen und reichen Fauna beeindrucken.

Die Kanarentaube und Lorbeertaube sind Endemiten, die sich speziell an den Regenwald angepasst haben. Arten die auch auf dem europäischen Festland vorkommen, weisen hier Unterscheidungsmerkmale auf. Ingesamt gibt es 1000 Arten in Garajonay, wovon 150 ausschließlich im Nationalpark vorkommen 🐦🌴

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Angesichts der jüngsten Hochwasserereignisse, ist erneut zu betonen, was für eine wichtige Rolle der Wald für den Hochwa...
01/10/2024

Angesichts der jüngsten Hochwasserereignisse, ist erneut zu betonen, was für eine wichtige Rolle der Wald für den Hochwasserschutz spielt. Insbesondere der Waldboden, kann enorme Mengen an Wasser speichern und wirkt regelrecht wie ein Schwamm. Uns allen ist bewusst, dass die zunehmende Versiegelung das Problem verschärft, da das Wasser auf solchen Flächen nicht versickern kann. Doch auch die intensive Bewirtschaftung der Wälder und Monokulturen sind ein Problem, so sehr sich einige Forstwirt:innen dagegen wehren wollen. Nur ein gesunder Wald und somit Waldboden, kann diese Speicherfunktion übernehmen. Deshalb ist ein klimafitter Wald mit Baumarten, die widerstandsfähiger gegenüber den Hitzeperioden, Sturm- und Hochwasserereignissen sind, von großer Bedeutung. Aus diesem Grund muss in Zukunft auf eine nachhaltige Forstwirtschaft gesetzt werden, mit einer naturnahen Waldbewirtschaftung, Einzelbaumentnahmen, heimischen Baumarten und einem erhöhten Totholzanteil. In einem Mischwald wurzeln verschiedene Baumarten unterschiedlich tief, das führt zu einem heterogenen Wurzelsystem. Die verschiedenen Wurzeltiefen erhöhen das Wasserspeichervolumen im Waldboden, da ein größerer Bereich des Bodens erschlossen werden kann. Dieses Labyrinth aus Hohlräumen und Poren ist aber nicht nur den Wurzeln, sondern auch den zahlreichen Mikroorganismen sowie Detritusfressern, wie beispielsweise Regenwürmern, zu verdanken. Zusätzlich zu diesem natürlichen Schwamm, fangen auch Blätter und Nadeln des Kronendachs Wasser auf und dieser Niederschlag verdunstet schließlich, ohne den Waldboden zu erreichen. 1 ha Waldboden kann bis zu 3 Millionen Liter Feuchtigkeit speichern ‼️Doch der Waldboden wird leider oft verdichtet, indem tonnenschwere Harvester und andere Maschinen zum Einsatz kommen. Dadurch wird der Schwamm sozusagen zusammengespresst und kann seine Speicherfunktion nicht mehr erfüllen. Das Schlimme ist, dass diese Spuren Jahrzehnte anhalten!! Deshalb ist es sooo wichtig unsere Natur zu schützen und endlich achtsam mit ihr umzugehen.🌳🌲🌿

Fleischfressende Pflanzen in unserer heimischen Natur?🦖🌱Ja, auch bei uns gibt es karnivore Pflanzen mit unterschiedliche...
27/08/2024

Fleischfressende Pflanzen in unserer heimischen Natur?🦖🌱

Ja, auch bei uns gibt es karnivore Pflanzen mit unterschiedlichen Fangmethoden. Die Wasserfalle (Aldrovanda vesiculosa) war selten mit Restbeständen im Bodensee zu finden, aber heute ist sie bereits ausgestorben in Österreich. Sie ist auch die einzige rezente Art der Gattung Aldrovanda und hat eine Klappfalle, die einer kleinen Venusfliegenfalle ähnelt.

Dann gibt es noch den Kleinen Wasserschlauch (Utricularia minor), eine wurzellose, untergetauchte Wasserpflanze mit einer Saugfalle. Die Laubblätter haben 2-10 Fangblasen mit einem Unterdruck. Um kleine Insekten wie Wasserflöhe anzulocken, wird am Deckel der Fangblasen Zuckerschleim abgesondert. Bei der kleinsten Berührung öffnet sich die Klappe und das einströmende Wasser zieht die Beute mit sich. Innerhalb kürzester Zeit wird die Beute dann verdaut und jede einzelne Blase kann bis zu hundert mal diesen Vorgang wiederholen. Der Vorgang ist extrem schnell und dauert gerade einmal 2 Millisekunden. Diese faszinierende Pflanze ist in nährstoffarmen Gewässern, Mooren und Torfschichten zu finden. Insgesamt gibt es in Österreich 7 fleischfressende Pflanzen mit solch einer Saugfalle, alle sind Wasserpflanzen.

Außerdem gibt es noch 3 Pflanzen aus der Gattung Sonnentau (Drosera), den rundblättrigen Sonnentau (Drosera rotundifolia), den Langblättrigen Sonnentau (Drosera anglica) und den Mittleren Sonnentau (Drosera intermedia). Zu der Gattung Drosera gehören ca. 200 Arten weltweit, somit ist sie eine der artenreichsten Gattungen unter den fleischfressenden Pflanzen. Beim Heidenreichsteiner Moor kann man den Rundblättrigen Sonnentau bewundern, welcher streng geschützt ist. Alle Pflanzen der Gattung Sonnentau haben lang gestielte Drüsenhaare (siehe Bild) an den Blättern, an deren Spitze klebrige Tropfen sitzen. An diesem Fangschleim bleiben Insekten kleben und werden von tentakelartigen Fortsätzen festgehalten. Eine Flüssigkeit die von den Drüsen abgesondert wird hilft bei der Verdauung und die Nährstoffe werden über das Blatt aufgenommen. Die Blätter können verschiedene Formen haben, von rund bis pfeilförmig, und sind mit den für die Gattung typischen Drüsenhaaren ausgestattet. Je nach Art haben die Blüten unterschiedliche Farben und treten zu verschiedenen Zeitpunkten auf. Sie werden auch Revolverblüten genannt, da jeden Tag eine verblüht und eine neue erscheint.

Schließlich gibt es noch zwei weitere Pflanzen mit Klebfallen, nämlich das Alpen-Fettkraut und das Gemeine Fettkraut. Indem fleischfressende Pflanzen ihren Nährstoffbedarf über Insekten decken, können sie auch an nährstoffarmen Standorten vorkommen.

Wie ihr sehen könnt, hat auch unsere Flora so einiges zu bieten 🤩Deshalb ist es so wichtig die Natur zu schützen 💚

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Hallo liebe Waldfreunde 🌳🌲Unsere Spendenaktion ist leider ins Stocken geraten. Deshalb bitten wir euch nochmal fleißig d...
26/07/2024

Hallo liebe Waldfreunde 🌳🌲
Unsere Spendenaktion ist leider ins Stocken geraten. Deshalb bitten wir euch nochmal fleißig den Link zu teilen, Freunden und Familie davon zu erzählen oder uns sebst mit einem kleinen Beitrag zu unterstützen. Wir sagen schon mal DANKE 💚

Wir möchten mit der sich noch in der Gründungsphase befindenden Stiftung Zum Urwald zurück, ein 4… Martin Balluch needs your support for Bäume für die Zukunft

Adresse

Meidlinger HauptStr. 63
Vienna
1120

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