31/12/2024
Am 19. Dezember fand in Wien das Internationale Frauenforum „Ukrainerinnen und die internationale Frauenbewegung: Fortschritt und Zusammenarbeit“ statt, das dem 140. Jahrestag der ukrainischen Frauenbewegung gewidmet war. Die Veranstaltung wurde vom Verein „Domivka“, dem Verein Matusya und dem Centre of Gender Culture - Центр гендерної культури in Charkiw organisiert, mit Unterstützung Botschaft der Ukraine in Österreich/Посольство України в Республіці Австрія, des Urgent Action Fund for Feminist Activism, des Ukrainischen Frauenfonds Український Жіночий Фонд / Ukrainian Women's Fund, der Stadt Wien und der Diplomatische Akademie Wien. Das Forum vereinte rund 150 Teilnehmer*innen, darunter Diplomatinnen, Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen, Meinungsführerinnen und Vertreterinnen von Frauenorganisationen aus verschiedenen Ländern.
Besonders erfreut waren wir, die Delegation von Frauen aus verschiedenen Organisationen und Städten der Ukraine willkommen zu heißen, sowie Vita Goldman, die Gründerin und Chefredakteurin der Frauenmedienplattform «Ukrainky». Українки
Das Forum wurde von den Co-Vorsitzenden des Vereins „Domivka“, Kryzhanovska Danchenko Liudmyla und Natalia Gricovkanics, eröffnet, die Emil Brix, Botschafter und Direktor der Diplomatischen Akademie Wien, sowie Vasyl Khymynets, Botschafter der Ukraine in Österreich, dazu einluden, ein Begrüßungswort zu halten.
Zu den Hauptthemen des Forums gehörten die Geschichte der ukrainischen Frauenbewegung, neue Strategien für Female Leadership, die Rolle von Frauen in der Diplomatie, Menschenrechte im Krieg, Integration und internationale Solidarität.
Im ersten Teil wurde besonderes Augenmerk auf die historische Verbindung der ukrainischen Frauenbewegung mit Österreich gelegt, die von Alla Shvets Алла Швець , Doktorin der Philologie und stellvertretende Direktorin für Forschung an der Iwan-Franko-Universität, vorgestellt wurde. Arina Yena, Aktivistin der ukrainischen Gemeinschaft in Wien, hielt einen Vortrag über „Ukrainische Frauen in Wien: Pionierinitiativen und die Stärke der Frauengemeinschaft“, und Sandra Edelmann, CEO von sEdelfrau Consulting, sprach über „Die Frauenführung im europäischen Kontext“.
Der zweite Teil widmete sich den Herausforderungen und Chancen für die neue Generation von Führungspersönlichkeiten. An der Podiumsdiskussion „Die Gestaltung der Zukunft: Neue Führung durch Empowerment von Frauen – Einblicke und moderne Ansätze“ nahmen Yana Barinova, Programmdirektorin für europäische Politik bei der ERSTE Stiftung, Olena Kondratenko, Vizepräsidentin für Produktentwicklung bei the female factor, und Maryna Saprykina, Gründerin von CSR Ukraine, teil und tauschten ihre Erfahrungen aus.
Maryna Saprykina, CEO des Ukrainian Women Entrepreneurs Hub, und Hanna Hontaruk Анна Гонтарук, lokale Koordinatorin des U&WE-Hub-Projekts in Zaporizhzhya, präsentierten ihr Projekt und hielten den Vortrag „Führung mit Sinn: Lektionen inspirierender Führung vom U&WE Hub“.
„Die Förderung der nächsten Generation weiblicher Führungskräfte: Die Rolle von NGOs – Bedürfnisse, Missionen und wichtige Erfolge“ war das Thema der nächsten Podiumsdiskussion, die von Valeriia Pustovit, Programmleiterin für Frauenförderung bei der Projector Foundation, moderiert wurde.
An der Diskussion nahmen Nadiya Artemyeva, Grant Managerin beim Український Жіночий Фонд / Ukrainian Women's Fund, Lera Kaiser, Obfrau des Verein Matusya in Wien, Svіtlana Volchkova (Світлана Волчкова), Direktorin des Lyubotyn Kunstlyzeums „Dyvosvit“ in Charkiw, Yara Chornohuz (Yara BlackStork), Militärdienstleisterin und Dichterin, teil.
Auf dem Forum stach die emotionale Rede der Menschenrechtsaktivistin und Nobelpreisträgerin Oleksandra Matviichuk hervor, die sich online zuschaltete, um ihre Gedanken zu Menschenrechtsverletzungen zu teilen und auf die Bedeutung des internationalen Rechts zum Schutz von Frauen, die Opfer der russischen Aggression wurden, hinzuweisen.
Der dritte Teil des Forums konzentrierte sich auf die Rolle von Frauen in der Diplomatie. Judith Kohlenberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU), am Österreichischen Institut für Internationale Politik (oiip) und am Jacques Delors Centre Berlin, hielt einen Vortrag mit dem Titel „Flucht und Feminismus: Internationale Solidarität im Kontext von Migration und Integration“.
An der Diskussion über Frauendiplomatie nahmen Caroline Vermeulen, Botschafterin Belgiens in Österreich, Annika Markovic, Botschafterin Schwedens in Österreich, Lina Rukštelienė, Botschafterin Litauens in Österreich, Viktoria-Lialina Boiko, Direktorin der Abteilung des Außenministeriums der Ukraine und Anna Nikolaienko, Mitbegründerin der Stiftung „Day After“, teil. Sie teilten ihre Erfahrungen und Meinungen zur internationalen Zusammenarbeit.
Uliana Zadvorniak, Erste Sekretärin der Botschaft der Ukraine in Österreich, und Iryna Prykhodko , Programmleiterin und Gründungsmitglied der Mountain Seed Foundation, fassten die wichtigsten Botschaften des Forums zusammen und richteten einen Appell an die Frauen der Welt.
Das Forum endete mit einer Zusammenfassung der beeindruckenden Moderatorin Slava Svitova Слава Світова und informellen Gesprächen. Die Teilnehmer*innen machten sich außerdem mit dem wunderbarem Schmuckprojekt „Posestry“ Yavorska vertraut und besichtigten die Veranstaltung „Incredible“ Gendermuseum Татьяна Исаева
Ein herzlicher Dank für die wunderbare Moderation der Veranstaltung an Slava Svitova Слава Світова sowie für die Moderation der Podiumsdiskussionen Sandra Edelmann, Valeriia Pustovit und Olena Yena (Олена Єна)
Wir danken allen Teilnehmer*innen und Gästen des Forums. Ihre Beiträge und Ihr Engagement haben unsere Veranstaltung wirklich besonders und inspirierend gemacht. Solche Momente motivieren uns, weiter voranzuschreiten und helfen uns, gemeinsam der Lösung wichtiger Fragen der Geschlechtergleichstellung und der Unterstützung von Frauen in verschiedenen Bereichen näherzukommen.
Vielen Dank an den Fotografen Inna Kravchenko und Iryna Karpenko für die schönen Fotos!