24/08/2026
Unterschied Pferdetherapie und Reittherapie:
Pferdetherapie (Pferdegestützte Therapie / Oberbegriff)Definition:umfasst alle pädagogischen Ansätze mit dem Partner Pferd.
Aktivitäten: findet bewusst am Boden statt – wie putzen, führen, füttern, beobachten oder Bodenarbeit wie Parcours oder gezieltes führen.
Fokus: Ganzheitliche, seelische und soziale Entwicklung sowie Beziehungsaufbau.
Zielgruppe: Menschen mit Traumata, Ängsten, Depressionen oder Verhaltensauffälligkeiten.
Die „Reittherapie“ (oft auch Therapeutisches oder Heilpädagogisches Reiten) ist ein spezieller Teilbereich davon, bei dem das aktive reiten und die Interaktion auf und mit dem Pferd im Vordergrund stehen.
Ein Teilbereich, bei dem das Reiten selbst und gymnastizierende Übungen auf dem Pferderücken das Kernstück bilden.Aktivitäten: Aktives Reiten, geführt werden, Wahrnehmungsübungen im Schritt, Trab oder Galopp... sowie die Kontaktaufnahme zum Tier.Fokus: Verbindung von Psyche und Motorik; Stärkung von Selbstbewusstsein, Körperspannung und sozialer Kompetenz.Zielgruppe: Kinder und Erwachsene mit Entwicklungsverzögerungen, ADHS, Lernschwierigkeiten oder körperlichen Behinderungen.(Hinweis zur Abgrenzung: Die rein medizinische Physiotherapie auf dem Pferd heißt Hippotherapie – hierbei lässt sich der Patient vom gehenden Pferd passiv im Schritt bewegen, um neurologische Haltungs- und Bewegungsmuster zu schulen.)
Menschen mit Beeinträchtigungen starten meist mit der Pferdetherapie und nicht mit der Reittherapie. Es ist effektiver, da die Klienten zuerst die Angst vor dem großen Tier verlieren und eine Beziehung aufbauen können. Bei der Reittherapie haben manchen Klienten Ängste runter zu fallen oder es scheitert bereits am auf und absteigen wegen körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen.
Deshalb machen wir zusätzlich gezieltes Satteltraining, aufsteigen auf einem Holzbock mit Sattel, richtiges rein steigen im Steigbügel und Gleichgewichtstraining am Hocker.
Unser Ziel ist es: mit ausgewählte Klienten die Reittherapie anzustreben und mit anderen, wo die Beeinträchtigung oder Ängste zu groß sind den Fokus auf die Pferdetherapie zu behalten.
Die Pferdetherapie stärkt das Selbstbewusstsein, regt die Klienten an eigenständig für das Tier mitzudenken, es zu versorgen oder sicher wohin zu bringen. Die Bindung zum Tier aufbauen und dadurch auch in die Ruhe zu kommen.
Ein Pferd fühlt was du fühlst und dadurch lernt man bei diesen Tieren seine Emotionen zu kontrollieren und bewusster einzusetzen.