Historische Runde Traismauer

Historische Runde Traismauer Ist ein Verein, der Heimatgeschichte erforscht u. aufzeichnet; Fachvorträge anbietet; Exkursionen u. Führungen organisiert;Fotos, Erinnerungen, alte Bräuche u.

Ausdrücke für nachfolgende Generationen erhalten u. Kulturdenkmäler bewahren will

Mit einer Urkunde datiert 1. September 1779 verpflichtet sich die Gemeinde Traismauer zum Dank, dass der Ort 113 Jahre v...
27/08/2026

Mit einer Urkunde datiert 1. September 1779 verpflichtet sich die Gemeinde Traismauer zum Dank, dass der Ort 113 Jahre von Feuerschäden verschont blieb, die errichtete Staute des hl. Florian auf ewige Zeiten in tadellosem Zustand zu erhalten. Die kunstvoll geschmiedete Laterne, die früher direkt an der Statue montiert war, wurde nach einer Restaurierung bedauerlicherweise am gegenüberliegenden Privathaus angebracht.
Originaltext der Urkunde, Transkript Elisabeth Eder (kein Maschinentranskript!)
Ein N. MarcktRichter und Rath, dann eine ganze Ehrsame Burgerschaft des Lobl(ich)en Marckht Träsmauer, in N.Osterr(eic)h in V.(iertel) O.(ber) W.(iener) W.(ald) Bekennen hiemit, in Kraft gegenwärttigen Revers, für uns, unser Erben, und Nachkommen, ainer vor allen, und alle vor ainem, mithin in Solidum, daß ist ohnzerschneidentlich, daß wir, wegen biß in die 113 Jahre, in alhiesigen Markt nicht erlittenen Feuer Schaden, sofort gott dem Allerhöchsten, und der Übergebenedeyten Jungfrau und Mutter gottes Maria, zur Schuldigsten Dancksagung, zu Ehren des Hl. Floriani aber, eine Stainerne Statue in unseren Marckt Träßmauer, auf dem sogenannten Hafner-blaz, nicht allein neu machen, und setzen Lassen, sondern auch, diese Statue, zu ewigen Zeiten, bey allzeit gut, und unthadlhaften Stand zu erhalten, wir uns in besten Form Rechtens Verobligiren. und dessen zu Wahren Urkundt, unser Nachgestelt MarcktRäthl(iche) Ferttigung.
Actum Rathhaus Träsmauer den 1. Septembris A(nno) (1)779
N. MarcktRichter und Rath dann
Eine ganz Ehrsame Burgerschaft des Marckt Träßmauer
Litho Topothek Traismauer, Bes. Fam. Pröglhöf

20. Aug. 1904 berichtet die Österreichische Land-Zeitung: “Gemeinlebarn im Tullnerfelde. (Dürre) Das Elend ist so groß, ...
13/08/2026

20. Aug. 1904 berichtet die Österreichische Land-Zeitung: “Gemeinlebarn im Tullnerfelde. (Dürre) Das Elend ist so groß, dass man schon ganz abgestumpft wird. Muss denn alles
zugrunde gehen? Und sollen die armen Leute heuer im Winter Schuhnägel essen? Das Schönste wäre noch, wenn wir heuer auch noch Steuer zahlen sollten. Wofür denn? Fürs Hungerleiden etwa? Unsere Felder sollen sich die Herren Steuerbemesser jetzt anschauen. Die Lust würde ihnen gewiss vergehen, aus den armen Bauern etwas herauszupressen. Dass Gott erbarm! Elend haben wir mit der Überschwemmung auch in den letzten Jahren gehabt. Aber das, was heuer über uns kommt, ist fast nicht zu ertragen. Es ist ein Jammer und ein Elend – wie der tiefblaue italienische Himmel von Tag zu Tag herablacht. Eine Million für einen ausgiebigen Regen!“

Das Foto aus der Österr. Nationalbibliothek, datiert 1909, zeigt rechts den heutigen "Gasthof zum Jägerwirt" der Fam. Windhör, damals „Gasthaus zur Eisenbahn“.

Ratsprotokoll 9. August 1688: „Weiters wird von Herrn Marktrichter vorgetragen, dass es äußerst nötig sei, beim Fleischt...
31/07/2026

Ratsprotokoll 9. August 1688: „Weiters wird von Herrn Marktrichter vorgetragen, dass es äußerst nötig sei, beim Fleischturm, damit dieser vielleicht nicht vom Wind ruiniert werde, Nachschau zu halten. Es habe sich zwar Meister Philipp dafür angetragen, dass er sich um das Bauwerk annehmen will, ob ihm das aber zuzutrauen ist, weiß er nicht. Nach Abstimmung ist veranlasst worden, sollte er es sich selber zutrauen, wird ihm das Bauwerk zur Reparatur überlassen“.
Links neben dem Torturm ist noch das Haus Nr. 55 zu erkennen. Es stand nicht an der Wienerstraße wie im "Alten Traismauer" behauptet wird, was auch gänzlich der logisch umlaufenden Hausnummerierung widerspricht. Mit Gemeinderatsbeschluss vom 11. Juli 1862 wurde dieses Haus von der Marktgemeinde Traismauer von Baron Geymüller erworben und 1870/71 demoliert, um die Einfahrt in den Markt zu verbreitern.
Unvorstellbar ist heute die Tatsache, dass am 26. Juni 1877 der damalige Gemeinderat von Traismauer unter dem Bürgermeister Franz Tomasi den einstimmigen Beschluss fasste, das Kremsertor samt Fleischturm demolieren zu lassen, um Geld für die Reparatur zu sparen und nicht „aus verkehrtstechnischen Gründen“, wie heute erzählt wird. Topothek Traisemauer, Bes. Verlassenschaft Gottfried Geyer

In der Nacht von 28. auf 29. Juli 1915 brannte die hiesige Bronzefarben, Christbaumschmuck- und Wunderkerzenfabrik Benda...
21/07/2026

In der Nacht von 28. auf 29. Juli 1915 brannte die hiesige Bronzefarben, Christbaumschmuck- und Wunderkerzenfabrik Benda Lutz bis auf die Grundmauern ab, nur das Kanzlei- und Wohngebäude konnte durch das Eingreifen von acht Feuerwehren aus der Umgebung gerettet werden. Eine Zeitung berichtete: „Den Zuschauern bot sich ein schauerliches Bild. Das Brandobjekt sowie der angrenzende Park waren bald im roten, bald im grünen Zauberlicht zu sehen und die großen Vorräte von Magnesium, die zur Erzeugung der so weit verbreiteten Wunderkerzen dienten, erzeugten turmhohe, blendendweiße Feuergarben. In kurzer Zeit waren sämtliche Vorräte der maschinellen Einrichtung des Stampfwerkes, wo das „Bendalin“, eine neue silberweiße schutz- und Anstreichfarbe erzeugt wurde, vernichtet“. Der große Brand dürfte durch Kurzschluss oder durch ein Heißlaufen der Motore entstanden sein. Nach dem Brandunglück stellte das Unternehmen die Erzeugung von Christbaumschmuck und Wunderkerzen ein. Der Betriebsleiter des Unternehmens, der Hamburger Josef Eggeling, machte sich selbständig und gründete 1918 in Traismauer die „Deutsch-Österreichische Christbaumschmuckfabrik J. Eggeling“, für die 1923 ein Fabriksgebäude an der Straße nach Gemeinlebarn errichtet wurde. (Heute ein Wohngebäude) Diese Christbaumschmuckfabrik stellte 1978 ihre Erzeugung ein. Diese Originalaufnahmen entstammen dem Archiv KR Harald Lutz. Weitere Informationen und Fotos gibt es dazu in der Topothek Traismauer.

Am 4. Juli 1901 wird vom „Traismaurer Badecurort“ berichtet: „Es geht uns die Nachricht zu, dass der Bau der neuen Bader...
30/06/2026

Am 4. Juli 1901 wird vom „Traismaurer Badecurort“ berichtet: „Es geht uns die Nachricht zu, dass der Bau der neuen Baderestauration seiner Vollendung entgegenschreitet und dass die
Eröffnung derselben durch den bestbekannten Pächter, Herrn Restaurateur Anton Reckendorfer anfangs Juli erfolgen dürfte. Auch die Arbeiten, welche das Detachement (für besondere Aufgaben abkommandierte Truppenabteilung) des Eisenbahn- und
Telegraphenregimentes in der Traisen vornimmt, hat Oberndorf bzw. dessen Gäste eine große Annehmlichkeit zu danken: alle vorhandenen Hindernisse, wie Baumstöcke, Wurzel- und Astwerk, große Steine etc. aus dem Flusslaufe zu entfernen und dadurch wurden nun auch die schönsten Badeplätze von all den lästigen und mitunter für den Badenden recht gefährlichen Dingen befreit, was einer großen Wohltat für die fröhlichen Menschenkinder gleichkommt, die sich nun sorglos in den frischen Fluten der Traisen tummeln können. – Dem liebenswürdigen Kommandanten des Detachements sei hiedurch der beste Dank für seine menschenfreundliche Leistung von allen Traisennixen dargebracht. – Auch möchten wir unsere P.T. Leser aufmerksam machen, dass das Ludwigsbad in Oberndorf bereits eröffnet wurde und dass daselbst ein Eisenbad à la Franzensbad um 1 Krone erhältlich ist. Topothek Traismauer.
Den Text der Karte findet man in der Topothek Traismauer.

25. Juni 1853, Gemeinderatsprotokoll: „Reparatur der Straße durch den Markt. Es soll auf beiden Seiten der Straße vom Wi...
19/06/2026

25. Juni 1853, Gemeinderatsprotokoll: „Reparatur der Straße durch den Markt. Es soll auf beiden Seiten der Straße vom Wienertor bis zu den Ecken der Häuser Nr. 50 (heute Wienerstr.1, Blumenstube M. Lösch) und Nr. 16 (heute Hauptplatz 7, vorm. Philipp) ein Gehsteig mit 4 Fuß und ein Rinnsal mit 2 Fuß Breite angebracht werden, der Straßenkörper wird geschottert.
Von den Häusern Nr. 16 (Philipp-Haus) bis Nr. 12 (heute Venusbergerstr. 3, darin Friseursalon„Legende“) soll der Wasseranfall nach aufwärts in den Kanal bei Nr. 13 (heute Venusbergerstr. 1, Sascha Rier) einseitig geleitet werden, von Nr. 50 (siehe oben) bis zum Kremsertor ein Gehsteig und Rinnsal, ebenso vom Marktbrunnen (stand am Hauptplatz vor der heutigen Apotheke) bis zum Kremsertor. Die Einfahrt des Kremsertores soll gepflastert werden, Voranschlag einstimmig beschlossen, Pflastersteine kommen von Landersdorf. Johann Rumpl, Bürgermeister“.
# Foto Topothek Traismauer, Bes. Heinrich Teufl, zeigt die Straßenpflasterung von1924, in der Mitte Bgm. Richard Gutscher, es gibt noch kein Nibelungenfresko an der Westseite des Wienertores!

14. Juni 1901, aus dem Sitzungsprotokoll des Gemeindeausschusses: „Herr Gemeinderat Engelbert Pröglhöf stellt an den Her...
11/06/2026

14. Juni 1901, aus dem Sitzungsprotokoll des Gemeindeausschusses: „Herr Gemeinderat Engelbert Pröglhöf stellt an den Herrn Bürgermeister (Julius Kral) das Ersuchen, die Nachtwächter zum Anzünden der Laternen verhalten zu wollen, um den fortwährenden Beschwerden wegen Nichtbeleuchtung auszuweichen, da die Nachtwächter nach einer altgeübten Gewohnheit, zu einer Zeit wo der Mond scheinen soll, überhaupt nicht anzünden, wenn auch der Mond nicht scheint und es sehr finster ist. Herr Bürgermeister überträgt die Ordnung dieser Angelegenheit Herrn Gemeinderat und Marktkämmerer Josef Schutzbacher, welcher die weitere Veranlassung zu übernehmen auch erklärt“. der Ansichtskarte aus der Topothek Traismauer sind noch die erwähnten Laternen abgebildet. Bes. Reinhard Prestl

3. Juni 1883: In der Gemeindeausschusssitzung wird die Errichtung einer 4. Schulklasse beschlossen, weil die 3 bestehend...
31/05/2026

3. Juni 1883: In der Gemeindeausschusssitzung wird die Errichtung einer 4. Schulklasse beschlossen, weil die 3 bestehenden Klassen überfüllt sind und dadurch die Gesundheit der Kinder gefährdet erscheint und der Lernerfolg nun gesteigert wird. Dafür werden die zwei Lehrerwohnungen im Erdgeschoß der Schule für Lehrzimmer adaptiert, die Adaptierungskosten von 200 Gulden übernimmt zur Hälfte (100 fl) Herr Wiesenburg (damals Eigentümer der Seidenbandfabrik in Rittersfeld). Den Lehrern werden 40 Gulden
jährlich mehr bezahlt, damit sie sich eine ordentliche Privatwohnung mieten können.
Das Foto zeigt die alte Schule in der Wienerstraße, ein Schulneubau –die heutige Volkschule- wurde 1895 Baumeister Schutzbacher übertragen, die Eröffnung der Schule erfolgte am 30. Aug. 1896 = vor 130 Jahren. Topothek Traismauer, Besitzer Archiv Raika Traismauer

180 JAHRE wird in diesem Jahr der mittlere Torturm unseres Wienertores alt! (Ab etwa 1900 romantisierend als „Römertor“ ...
16/05/2026

180 JAHRE wird in diesem Jahr der mittlere Torturm unseres Wienertores alt! (Ab etwa 1900 romantisierend als „Römertor“ bezeichnet)
Dem Ratsprotokoll vom 11. Mai 1846 kann man entnehmen: „Unter einem wurde der neue Bauplan von Josef Gattringer, Zimmermeister, von den abgebrannten Türmen unter dem Wienertor vorgelegt, um bestimmen zu können, ob nach diesem Plan gebaut werden könne, und derselbe allseitig anzunehmen ist. Über genauer Einsicht dieses vorgelegten Planes hat die Mehrzahl der anwesenden Herren Bürger die Äußerung gegeben, dass nicht drei Türme sondern nur einer hierin im Mittel gebaut werde soll“.
Ergänzend aus dem Amtsblatt zur „Wiener Zeitung“ vom 18. Mai 1846: Von der Herrschaft Traismauer und Nußdorf wird hiemit bekannt gemacht: Es werde der Bau eines Turmes über das Wiener Tor im Markte Traismauer bei einer Lizitation an den Mindestfordernden überlassen. Nach dem Überschlage betragen die Maurermaterialien 241 fl (Gulden) 25 kr; die Maurer- und Handlangarbeiten 352 fl; Spenglerarbeit samt Material 269 fl Ziegeldeckerarbeit samt Handlanger 36 fl 47 kr; Unternehmungslustige haben mit dem 10 pct. Vadium versehen am 2. Junius d.J.Vormittags am 10 Uhr auf hiesiger Amtskanzlei zu erscheinen, wo Bauplan, Vorausmaß- und Überschlag täglich in hiesiger Amtskanzlei einzusehen sind. Schriftliche Offerte werden angenommen, wenn sie mit dem Vadium versehen sind“.
Das Resultat einer neuen archäologischen Bauuntersuchung ergab, das erfuhr man im Vorjahr bei einem Vortrag im Festsaal des Schlosses Traismauer, dass der südliche (linke) Turm des Wienertores aus dem 12. oder 13. Jahrhundert stammt.
Die Abbildungen aus der Topothek Traismauer, wo noch weitere Informationen geboten werden, zeigen die ursprüngliche Baulichkeit unseres Wienertores.

Auch im Sommer 1904 gab es eine so große Trockenheit, dass der damalige Bischof der Diözese St. Pölten Johannes Baptist ...
09/05/2026

Auch im Sommer 1904 gab es eine so große Trockenheit, dass der damalige Bischof der Diözese St. Pölten Johannes Baptist Rößler ein Rundschreiben an alle Pfarren erließ, mit dem er ein Gebet um Regen anordnete. (Original im Diözesanarchiv St. Pölten)
Transkription:
Gebet um Regen
für die ganze Diözese St. Pölten wird hiermit angeordnet, daß bis zum Eintritte eines ausgiebigen Regens alle Priester bei jeder heiligen Messe, wenn es die Rubriken gestatten, die Kollekte „Ad petendam pluviam“ I: No. 16 inter orationes ad diversa :I einschalten.
Am Schlusse der täglichen Pfarrmesse und beim Nachmittagsgottesdienste, wo ein solcher stattfindet, ist auch das Gebet um Regen I: Gebete und Gesänge zum Gebrauche beim nachmittägigen Gottesdienste, Seite 42 :I laut vorzubeten.
St. Pölten den 24 Juli 1904
Johannes m. p.
Bischof

Adresse

Bahnhofstraße 16
Traismauer
3133

Telefon

+436766371276

Webseite

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Historische Runde Traismauer erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen