24/08/2026
Wie unsere Landespolitik mit den Auswirkungen der Klimaänderung umgehen. „Den Bauer trifft keine Schuld am Dürresommer!“ ist sich LR Haimbuchner sicher.
Doch wie sieht es mit politischen Verantwortung für das Nichterreichen der Klimaziele in Oberösterreich aus? In Molln Jaidhaus, direkt am Rand des Nationalparks Kalkalpen, wurden trotz laufender Verfahren Gasbohrungen genehmigt – ein klarer Vorrang für fossile Energien vor Klimaschutz und Artenvielfalt. In Ohlsdorf wurden 19 Hektar klimaschützender Wald für ein Industriegebiet gerodet, wobei wertvolle CO₂-Speicher und Ökosysteme unwiederbringlich zerstört wurden. Die geplante Steyrer Westspange steht für die Fixierung auf Straßenbau: Statt Bahn, Bus und Radinfrastruktur auszubauen, wird der klimaschädliche Individualverkehr weiter gefördert und die Verkehrswende blockiert. In Kronstorf wird das Google-Rechenzentrum ohne Bürger:innenbeteiligung errichtet– solche Großverbraucher benötigen enorme Wassermengen und Strom, der auch in Österreich noch immer teilweise aus fossilen Quellen stammt.
Diese Entscheidungen zeigen: Die Landesregierung setzt auf kurzsichtige, klimaschädliche Projekte statt auf eine nachhaltige Zukunft. Statt die Energiewende voranzutreiben, werden Naturschutz ignoriert, Wälder geopfert, der Straßenbau priorisiert und energieintensive Großprojekte ohne ökologische Auflagen genehmigt. So verfehlt Oberösterreich seine Klimaziele und riskiert langfristige Umwelt- und Wirtschaftsschäden. politics