19/04/2026
Ein eindrucksvolles Porträt über ein Mitglied unseres tschechischen Kommandos wurde kürzlich in einer Zeitung veröffentlicht.
Eine Gesellschaft ist nur so stark, wie sie sich um ihre Schwächsten kümmert. So lässt sich der Ferdinandus Orden1561 beschreiben, der im Dezember in Hradec Králové sein zehnjähriges Bestehen in Tschechien feierte. Der von Kaiser Ferdinand I. von Habsburg gegründete Orden ist eine international anerkannte humanitäre Organisation mit Sitz in Österreich. Für dieses Porträt traf ich den Kommandeur des Kommandos Hradec Králové, Petr Kábrt.
Das Ordensmotto lautet: „Fiat iustitia aut pereat mundus“ – „Gerechtigkeit soll geschehen, selbst wenn die Welt untergeht“.
Die Mission des Ferdinandus Ordens besteht darin, Familien von Angehörigen der Sicherheitskräfte, Feuerwehr und Rettungsdienste zu unterstützen, die im Dienst Verluste, schwere Verletzungen oder Krankheiten erlitten haben. Zudem engagiert sich der Orden in der Hilfe für Gewaltopfer sowie in Prävention und Aufklärung.
Seinen Ursprung hat das Engagement in einem österreichischen Projekt zur Unterstützung von Opfern häuslicher Gewalt. Daraus entwickelte sich auch die Initiative in Tschechien: Ivan Dubec, damals Präventionsbeamter der Stadtpolizei Hradec Králové, wurde angesprochen und trat dem Orden bei. 2015 wurde die Komturei in Hradec Králové feierlich gegründet.
„Ivan und ich kennen einander seit über 20 Jahren“, berichtet Kábrt. „Er wusste, dass ich praktizierender Christ bin, und bat mich, ihn zu begleiten. Später wurde auch mir die Mitgliedschaft angeboten.“
Den Ritterschlag erhielt Kábrt 2018 in Österreich., nachdem ich wie folgt gebeten habe: „Ich begehre die Gnade dem Ritterstand des FO hinzugefügt zu werden und ich will trachten nach christlicher Überlieferung und den ritterlichen Tugenden, gemäß Auftrages von Kaiser Ferdinand I. vom 9. Sept. 1561, zu leben“ Hernach berührte der Großmeister mit dem Ordensschwert dreimal meine Schultern und sprach: „Er soll in mir den Freund stets finden, dies soll den Bruder mit dem Bruder verbinden“.
Für mich bedeutet das, meinen Weg weiterzugehen und Menschen anzusprechen, die unsere Werte teilen.“
Auch Frauen sind im Orden engagiert: „Sie wirken als Ehren-Damen mit, einige wurden bereits ausgezeichnet. Auch meine Tochter gehört dem Ferdinandus Orden an.“
Kábrts Lebensweg ist geprägt von Disziplin und Wandel. Nach Jahren bei Polizei und Spezialeinheiten, intensiver Kampfsportausbildung und einem bewegten Berufsleben kam es zu einer tiefen persönlichen Wende: „Ich begegnete Jesus und ließ mich taufen.“ Diese Erfahrung führte ihn zurück in den Dienst – später jedoch in eine neue Richtung.
Heute arbeitet er im Sozialbereich und betreut Menschen mit schweren psychischen und sozialen Problemen. „Es sind oft Menschen ohne Familie, die Unterstützung brauchen. Diese Aufgabe erfüllt mich.“
Seinen Ausgleich findet er im Sport und in der Kälte: Als erfolgreicher Kraftsportler und begeisterter „Eisbader“ sucht er bewusst die Herausforderung. „Das kalte Wasser reinigt – körperlich und innerlich. Es hilft mir, Belastungen loszulassen.“
Für Kábrt ist der Glaube zentral: „Ich nenne ihn meinen Gott, meinen Erlöser – meinen besten Freund.“