06/02/2026
„Falsch verstandene Tierliebe“ 🦆🧴
Warum das Entenfüttern uns den Badespaß verderben kann 🦠🏊♂️
Es sieht so idyllisch aus: Ein Spaziergang am See und eine Handvoll Brot für die Enten. Doch was gut gemeint ist, hat oft unangenehme Folgen – nicht nur für die Tiere, sondern direkt für uns Menschen. Stichwort: Zerkarien.
Warum ihr die Enten lieber nicht füttern solltet:
🦆 Das Problem der Übervermehrung: Durch künstliches Futter locken wir weit mehr Enten an einen Ort, als der Lebensraum natürlich vertragen würde. Wo viele Enten sind, ist auch viel Kot. Und genau hier beginnt der Kreislauf des Parasiten.
🦟 Zerkarien – Der juckende „Badedermatitis“-Erreger: Zerkarien sind winzige Saugwurm-Larven. Ihr natürlicher Zyklus wandert zwischen Wasserschnecken und Enten. Je mehr Enten durch Fütterung an Badestellen konzentriert werden, desto massiver vermehren sich diese Parasiten im Wasser. Für uns Menschen endet das Bad dann oft mit schmerzhaftem, tagelangem Juckreiz und Hautausschlag (Badedermatitis).
🥖 Brot ist kein Entenfutter: Abgesehen von den Parasiten: Brot im Wasser ist wie „Junkfood“ für den See. Es fault, entzieht dem Wasser Sauerstoff und lässt Algen wuchern. Die Enten selbst werden durch das Salz und die Kohlenhydrate im Brot krank (Mangelernährung, Organschäden).
⚖️ Rechtliche Lage in OÖ: Wusstet ihr, dass das Füttern von Wildenten durch „jagdfremde Personen“ laut dem Oö. Jagdgesetz verboten ist? Es gilt als schwerwiegende Verwaltungsübertretung. Nur Jäger dürfen in Notzeiten artgerecht füttern, um die Bestände gesund zu halten.
Unser Appell: Genießt die Natur, aber füttert bitte keine Wasservögel. Wer die Enten nicht füttert, schützt die Wasserqualität, die Gesundheit der Tiere und den eigenen Badespaß im nächsten Sommer! ☀️💦
Weidmannsheil & bleibt gesund!
Euer OÖ Landesjagdverband 🌿