02/06/2026
Was bedeutet es, wenn die Würde des Menschen in Frage gestellt wird?
Die Ausstellung „NS‑Euthanasie‑Morde in Salzburg“ widmet sich einem lange verdrängten Kapitel der Geschichte: der systematischen Entrechtung, Zwangssterilisation und Ermordung kranker und beeinträchtigter Menschen während der NS‑Zeit. Über 500 Menschen aus Stadt und Land Salzburg wurden Opfer dieser Verbrechen.
Entstanden ist ein inklusives Kooperationsprojekt, das bewusst unterschiedliche Perspektiven einbindet: Studierende der Pädagogischen Hochschule Salzburg, Schülerinnen der HLWM Annahof Salzburg und Menschen mit Beeinträchtigung haben gemeinsam Inhalte erarbeitet und zugänglich gemacht. So wird Erinnerung nicht nur bewahrt, sondern aktiv gestaltet – und für viele Menschen erfahrbar.
Bei der Ausstellungseröffnung kamen Sr. Katharina Laner, Visitatorin der Provinz Graz‑Mitteleuropa der Barmherzigen Schwestern, sowie unsere Geschäftsführerin Bettina Schörgenhofer mit beteiligten Studierenden und Schülerinnen ins Gespräch – ein wertvoller Austausch über Verantwortung, Erinnerung und die Frage, wie wir heute daraus lernen können.
Eine Brücke zu unserer eigenen Geschichte bildet Sr. Anna Bertha Königsegg, die ebenfalls Teil der Ausstellung ist. Ihr Handeln steht für Mut und Menschlichkeit in einer Zeit, in der genau diese Werte oft fehlten – und erinnert zugleich an die Schicksale vieler Menschen, die auch von Schernberg aus den nationalsozialistischen Verbrechen ausgeliefert waren.
📍 Ausstellung „NS‑Euthanasie‑Morde in Salzburg“
📅 1. – 30. Juni 2026
🕒 Mo–Fr, 8:00–18:00 Uhr
📌 Theologische Fakultät der Universität Salzburg, Universitätsplatz 1
🎟️ Eintritt frei