15/06/2026
Sozialpädagogischer Fachtag 2026: „Ungeteilte Inklusion – Selbstbestimmung ohne Wenn und Aber“
Am Freitag, dem 12. Juni 2026, fand an der Universität Klagenfurt der sozialpädagogische Fachtag unter dem Titel „Ungeteilte Inklusion – Selbstbestimmung ohne Wenn und Aber“ statt. Die Veranstaltung brachte Fachkräfte aus den Bereichen Sozialpädagogik, Bildung, Behindertenhilfe, Jugendarbeit sowie Studierende und Interessierte zusammen, um aktuelle Perspektiven und Herausforderungen im Kontext von Inklusion und Selbstbestimmung zu diskutieren.
Im Mittelpunkt des Fachtages stand die Frage, wie eine Gesellschaft gestaltet werden kann, in der Teilhabe und Selbstbestimmung für alle Menschen uneingeschränkt möglich sind. In zahlreichen Fachvorträgen, Diskussionsrunden und Praxisbeispielen wurden innovative Ansätze vorgestellt, die die Bedeutung einer inklusiven Haltung und die aktive Beteiligung von Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten hervorhoben.
Ein besonderer Programmpunkt war die Präsentation eines Projektes durch einen ehemaligen Jugendlichen des Jugendzentrums. Der junge Erwachsene stellte ein Projekt vor, das er seit dessen Entstehung maßgeblich mitgestaltet und begleitet hatte. Seine Präsentation bot den Teilnehmenden einen authentischen Einblick in die praktische Umsetzung von Partizipation und Selbstbestimmung.
Besonders beeindruckend war die persönliche Perspektive, die er in die Veranstaltung einbrachte. Anhand seiner eigenen Erfahrungen zeigte er auf, wie wichtig es ist, jungen Menschen Räume zur Mitgestaltung zu eröffnen und ihre Ideen ernst zu nehmen. Das vorgestellte Projekt verdeutlichte eindrucksvoll, dass nachhaltige Entwicklungen dann entstehen können, wenn Jugendliche nicht nur Zielgruppe, sondern aktive Mitgestalterinnen und Mitgestalter von Angeboten und Prozessen sind.
Die Präsentation stieß bei den anwesenden Fachkräften und Studierenden auf großes Interesse und wurde als gelungenes Beispiel für gelebte Inklusion und Beteiligung wahrgenommen. Sie machte deutlich, wie wertvoll die Einbindung junger Menschen in Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse ist und welchen Beitrag dies zur persönlichen Entwicklung, zur Stärkung von Selbstwirksamkeit sowie zur Förderung gesellschaftlicher Teilhabe leisten kann.
Der sozialpädagogische Fachtag an der Universität Klagenfurt bot insgesamt eine wichtige Plattform für fachlichen Austausch, Vernetzung und Reflexion. Die Beiträge des Tages zeigten eindrucksvoll, dass Inklusion mehr bedeutet als die bloße Teilhabe an bestehenden Strukturen. Vielmehr geht es darum, Menschen die Möglichkeit zu geben, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten und gesellschaftliche Prozesse aktiv mitzugestalten – ohne Einschränkungen, Vorbehalte oder Bedingungen.
Die Präsentation des ehemaligen Jugendlichen stellte dabei ein besonders gelungenes Praxisbeispiel dar und verdeutlichte, wie die Prinzipien von Selbstbestimmung, Partizipation und ungeteilter Inklusion erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können.