Stopp S34

Stopp S34 Österreich wird zubetoniert - und St. Pölten ist ganz vorne mit dabei!

Der geplante Bau der S34 würde unsere Natur zerstören, der Tierwelt den Lebensraum nehmen und vielen Landwirten ihre Lebensgrundlage entziehen.

27/04/2026

🌿Stimmen der Wildnis 🐦

Ein Höhepunkt des am vergangenen Wochenende in St. Pölten veranstaltete Festivals war die Gründung eines künstlerisch-performativen „Parlament der Wildnis“ unter dem Vorsitz der Verfassungsjuristin Irmgard Griss.

Erprobt wurde, wie die „Stimmen der Wildnis“ symbolisch in demokratische Prozesse eingebracht werden können. Das Parlament der Wildnis wurde von Schüler:innen-Vertretungen von Stadt, Land und Bund getragen – begleitet von Fach-Expert:innen.

Das Parlament war eine 5-stündige performative Veranstaltung mit dem Ziel, neue Formen der Repräsentation von Natur zu erproben und das Bewusstsein für Themen wie Naturrechte, Artensterben, Bodenversiegelung und Lärm zu stärken. Ähnlich wie in einem regulären Parlament wurden Themen eingebracht und darüber abgestimmt, ob sie sich letztendlich in „Beschlüssen“ wiederfinden.

Im beigefügten Video findet ihr die Anträge von Julia Hieger zum Schutz des Reitzersdorfer Waldes und von Elisabeth Prochaska zum Schutz des GÜPL in Völtendorf 😊🌳

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20/04/2026

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„Ein Ort am Wort“Das ORF-Diskussionsformat „Ein Ort am Wort“ lädt einmal im Monat dazu ein, regional brisante Themen off...
27/02/2026

„Ein Ort am Wort“

Das ORF-Diskussionsformat „Ein Ort am Wort“ lädt einmal im Monat dazu ein, regional brisante Themen offen zu debattieren.

Diesmal lautete das Motto beim Kirchenwirt in St. Georgen am Steinfelde: „S34 – ja oder nein?“

Zu Gast waren Romana Drexler (Sprecherin der BI Stopp S34), Thomas Salzer (Wirtschaftskammer NÖ), Christoph Dauda (NÖ Landesstraßenplanung), Meinungsforscher Christoph Haselmayer sowie ein Vertreter des ARBÖ.

Das Besondere an diesem Diskussionsformat ist, dass das Publikum live aktiv mitdiskutieren kann.

Es war ein überwältigender Abend.
Besonders erfreut hat uns das repräsentative Ergebnis des Meinungsforschers Christoph Haselmayer: 76 % der St. Pöltnerinnen und St. Pöltner sprechen sich gegen den Bau der S34 aus.

Ein starkes Zeichen an Bund, Land und Gemeinde – und hoffentlich nach diesem Abend auch an Thomas Salzer von der Wirtschaftskammer, der uns zunächst als „ein paar wenige“ bezeichnet hatte.

Im beigefügten YouTube-Video des Kurier könnt ihr euch selbst ein Bild vom vergangenen Abend machen.

Mehr auf unserer Webseite: https://kurier.atFolge uns auf Instagram: https://www.instagram.com/kurier/Folge uns auf TikTok: https://www.tiktok.com/.at...

🌾News vom Protest-Podest, 24.01.2026👫Generationenhof BioObst - Familie Gunacker aus Nadelbach"Jetzt hats mich doch noch ...
25/01/2026

🌾News vom Protest-Podest, 24.01.2026
👫Generationenhof BioObst - Familie Gunacker aus Nadelbach

"Jetzt hats mich doch noch erwischt", begrüßt Karl Gunacker freudvoll lächelnd seine Gäste am Protest Podest mit einem delikaten Aronia-Punsch.

Von Anfang an war Karl im Hintergrund ganz vorne mit dabei, das Protest-Podest auf- und umzubauen, Tische, Bänke und Holzplatten bereitzustellen und am Camp mit Bio-Äpfeln aus frischer Ernte und köstlichen Säften vom Gunacker-Hof fürs leibliche Wohl zu sorgen.

Heute, am letzten regulären Protesttag vor dem morgigen Grande Finale ist es also ausgerechnet Karl, der im Mittelpunkt und vor der Herausforderung steht, den bunten Reigen spannender Gespräche am Protest Podest zu schließen.

Unser Generationenhof ist ein jahrhundertealter Traditionsbetrieb, zunächst unter dem Familiennamen Kranawetter, dann Mayerhofer und seit 1838 Gunacker.

In den 1980er Jahren waren wir unter den Ersten, die einen Meliorationsvertrag mit dem Land abgeschlossen hatten, um die Biodiversität auf unseren Flächen zu fördern. Mit dem EU-Beitritt ist das dann wegen der Harmonisierung mit EU-Recht ausgelaufen.

Etwas in dieser Art schwebt Karl auch für die Zukunft vor, als praktikabler Mittelweg zwischen zertifizierter Bio-Landwirtschaft und konventioneller Landwirtschaft.

2011 ging es jedenfalls auch auf unserem Hof los mit Bio: Damals haben wir mit unserer Bio-Apfelplantage angefangen und kurz darauf mit der Direktvermarktung.

Nach und nach haben wir veredelte Produkte ins Sortiment aufgenommen. Nicht ohne Startprobleme, wie die später dazugekommene Helga, Karls Ehefrau, anmerkt:

Weil wir auf das Etikett Bio-Apfel 100% Direktsaft aufgedruckt hatten, statt Bio-Apfelsaft, stand uns gleich einmal eine Strafzahlung ins Haus. Große Unternehmen haben Spezialisten im Haus, aber als kleiner Familienbetrieb ist es unheimlich schwierig, von Beginn weg alles richtig zu machen. Wir fühlten uns damals schon etwas schikaniert und überrumpelt.

Vor allem der damalige Ton war Karl zuwider: Nur wegen eines kleinen Formfehlers beim Aufdruck sich als angeschriebener Täter wie ein Betrüger rechtfertigen zu müssen, das ist schon ein starkes Stück. Am Ende hat dann die Behörde von einer Strafe abgesehen, die AGES aber Kontrollgebühren in Rechnung gestellt. Wir hatten jedenfalls unsere Lektion gelernt, sowas sollte uns nicht mehr wieder passieren.

Zum Apfelsaft dazugekommen sind dann Mischsäfte, Apfelchips und schließlich noch der Apfelessig, alles in Bio-Qualität.

2023 haben wir an unseren Sohn Andreas übergeben. Er hat den Betrieb mit Freude übernommen und führt ihn im Haupterwerb weiter. Darüber sind wir sehr glücklich, weil eine Betriebsfortführung heute beileibe keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Seit der Geburt unseres Enkels vor anderthalb Jahren leben vier Generationen am Hof.

In den vergangenen drei Jahren ist eine kleine Geflügelhaltung mit Eier-Direktverkauf dazugekommen.

Der Innovationsgeist und die Kooperationsbereitschaft der Jungen hat es Helga besonders angetan. Das stimmt sie optimistisch, dass Kooperation in St. Pölten zu noch mehr Resilienz führen kann:

In Zusammenarbeit mit dem Waldviertler Sonderkulturenverein wird Wissen betriebsübergreifend geteilt, ebenso die teuren Spezialmaschinen, die man sich als einzelner Familienbetrieb unmöglich leisten kann.

Die Jungen kooperieren heute viel enger, als das in unserer Generation noch üblich war. Jeder hilft jedem, und das nicht nur hof-, sondern sogar dorfübergreifend.

Solange die Ackerflächen erhalten bleiben, bin ich zuversichtlich, dass die Jungen Wege und Mittel finden werden, die alteingesessenen Betriebe erfolgreich in die Zukunft zu führen.

Heute am 25.01. ist vorübergehend der letzte Tag unseres Protest-Podest-Camps in Nadelbach.Ab 15.00 Uhr (bis voraussicht...
25/01/2026

Heute am 25.01. ist vorübergehend der letzte Tag unseres Protest-Podest-Camps in Nadelbach.
Ab 15.00 Uhr (bis voraussichtlich 18 Uhr) stehen wir dort für Besucher und Interessierte zur Verfügung!

Wir freuen uns auf euren Besuch!

🌾News vom Protest Podest, 23.1.2026🛣 Abgehobene Verkehrspolitik: Abg.z. NR Dr. Elisabeth GötzeDie Wirtschaftswissenschaf...
24/01/2026

🌾News vom Protest Podest, 23.1.2026
🛣 Abgehobene Verkehrspolitik: Abg.z. NR Dr. Elisabeth Götze
Die Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Elisabeth Götze ist heute Nationalratsabgeordnete, weil ihr in Eichgraben vor 20 Jahren ein Kinderpielplatz gefehlt hat. Heute ist Elisabeth unsere Gastgeberin am Protest Podest.

Parteipolitik war in meinem Elternhaus nie ein großes Thema und auch ich hatte – einmal abgesehen von einer Flyer-Verteilaktion auf der Uni, die damals unerwartet hohe Wellen geschlagen hat – auch keine besonderen Bestrebungen, mich politisch zu engagieren.

Anfang der 2000er Jahre sind wir von Wien nach Eichgraben gezogen. Mit den kleinen Kindern war es für uns in Wien ganz selbstverständlich, öffentliche Orte zu haben, wo die Kinder miteinander spielen und wir Eltern mit den anderen Begleitpersonen plaudern konnten.

Eichgraben war ein Ort, wo sich über viele Jahre hinweg das Selbstverständnis durchgesetzt hatte, dass ohnedies jedes Haus einen eigenen Garten hat und es also auch keinen öffentlichen Spielplatz braucht.

Für mich war bald klar, dass es sich beim fehlenden Kinderspielplatz nur um die Spitze des Eisbergs handelt, was die fehlende Förderung des sozialen Miteinanders und der Partizipation in unserer Marktgemeinde anlangt. Die Forderung eines Kinderspielplatzes als betroffene Bürgerin beim Bürgermeister hätte vielleicht geklappt, aber fürs aufeinander Zugehen der Menschen wäre das dann weiterhin nur ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen.

Mit der ermutigenden Einsicht, dass ich mit meinen Interessen und Wünschen nicht alleine dastehe, habe ich 2004 gemeinsam mit einigen Gleichgesinnten die Grünen Eichgraben gegründet, um uns für den Einzug in den Gemeinderat zu bewerben. Unsere Arbeit wurde schon bald belohnt. Von 2015 bis 2020 konnten wir als Koalitionspartner der ÖVP mit mir als Vizebürgermeisterin mitgestalten.

2022 bekam Eichgraben letztlich auch das staatliche Zertifikat familienfreundliche Gemeinde. Der 2004 begonnene Weg, das Miteinander von Kindern und Familien voranzubringen, fand damit eine erfreuliche Würdigung.

Ein wichtiger Teil des Erfolgs beim Miteinander in der Gemeinde ist der 2015 gegründete Verein ElektroMobil Eichgraben, der zu einem günstigen Mitgliedsbeitrag ein attraktives Mobiliätsangebot für alle Gemeindebürgerinnen und -bürger anbietet und gleichzeitig den sozialen Austausch unter allen Beteiligten fördert. Eichgraben war damit richtungsweisendes Vorbild für zahlreiche ähnliche Projekte in ganz Österreich.

Während meiner Zeit als Vizebürgermeisterin wurde ich gefragt, ob ich bereit wäre, auf Bundesebene zu kandidieren, ich stimmte zu. 2019 wurde ich als Listenerste auf Landesebene in den Nationalrat gewählt. Wirtschaft, Mobilität und Bürgerbeteiligung zählen heute zu meinen Hauptaufgaben im Nationalrat.

Und so bin ich im Hier und Jetzt bei Euch angekommen.

Ich finde es großartig, was Ihr da mit dem Protest Podest auf die Beine gestellt habt, und wie ihr es schafft, jeden Tag bei Wind und Wetter durchzuhalten. Es ist erstaunlich, wie hier die Menschen über Partei- und Standesgrenzen hinweg zu Verbündeten für die gute Sache geworden sind.

Immer, wenn Unrecht passiert, braucht es Leute, die aufstehen und sich für die gute Sache einsetzen.

Für das Frauenwahlrecht, das in Österreich seit 1918 besteht, hatten in Niederösterreich Frauenrechtsbewegungen bereits 1889 gekämpft. 1972 wurde in Österreich die Gratis-Schulbuchaktion beschlossen, auf Basis einer Gesetzgebung von 1967. Dank erfolgreichem Volksbegehren von 1997 mit über 1,2 Millionen Unterschriften hat sich Österreich bereits frühzeitig mit den Gefahren der Gentechnik befasst und ein weltweit richtungsweisendes Gentechnik-Gesetz verabschiedet.

Das alles sind Beispiele für Entwicklungen, die im Nachgang betrachtet unsere Gesellschaft wirklich weitergebracht haben.

Nach diesem Vorbild gilt es heute, auf politischer Ebene nur solche Vorhaben zu forcieren, die uns auf lange Sicht nützen. Dazu braucht es ganzheitliche Bewertungskriterien, die möglichen wirtschaftlichen Vorteilen und der Schaffung von Arbeitsplätzen auch alle Kosten wahrheitsgemäß gegenüberstellen.

Kosten sind dabei nicht nur monetär zu sehen und auch nicht-monetarisierbare Werte sind keineswegs nur immaterieller Natur. Wie setzt man zum Beispiel hier bei der S34 den Wert eines Grundstücks an, von dem die Bauern Jahr für Jahr nur das entnehmen, was der Boden im Kreislauf der Natur hergeben kann? Ist es der erzielbare Verkaufserlös des Produktes? Besteht der Wert nicht vielmehr darin, dass die nachfolgenden Generationen in hunderten, vielleicht tausenden Jahren immer noch von den Erträgen dieses gesunden Bodens leben können?

Wenn man sich die jüngste Studie zur Abschätzung der Wertschöpfungswirkung von Straßenbauprojekten im Auftrag der Asfinag anschaut, dann sieht man, dass der Wert intakter Böden, der Wert von resilienten Familienbetrieben und der Verlust all dessen nicht einmal in Betracht gezogen wurde.

Pikanterweise werden in dieser Studie ungeachtet immenser Flächenverluste (an die 150ha während der Bauphase) in Übersicht 18 sogar noch positive (!) Effekte für die Land- und Forstwirtschaft ins Treffen geführt.

Bildzitat aus der von der Asfinag beauftragten Studie (Seite 32).
Die Kosten, die durch den Verlust der regionalen Ernährungssicherheit, den Verlust der eigenen Grundwasserversorgung, von Gesundheit und Lebensqualität zu veranschlagen wären, wurden ebenfalls nicht einkalkuliert. Das sind aber entscheidende Werte, die maßgeblich dafür sind, ob uns diese Projekte auf lange Sicht nützen und ob wir auch in Zukunft überlebensfähig sind.

Im NR-Wahlkampf hat die SPÖ viel von Klimaschutz gesprochen, und damit bei den Wählerinnen und Wählern den Eindruck erweckt, die Umwelt-, Klima und Verkehrspolitik sei auch bei ihr in besten Händen. In Regierungsverantwortung scheint nun die Antwort auf alle Mobilitätsfragen das Auto und der Straßenbau zu sein.

Gerade von einem sozialdemokratischen Verkehrsminister sollte man sich eigentlich erwarten dürfen, dass er versteht, dass sozial gerechte Mobilität für alle und ein autozentriertes Mobilitätssystem einander ausschließen.

Das elitäre und abgehobene Mobilitäts-Verständnis von Minister Hanke hat bereits heute dazu geführt, dass innerhalb weniger Monate Regierungsverantwortung alle Klimaziele bereits 2030 ziemlich fix in den Sand gesetzt sind. Seine Entscheidungen diskriminieren nicht nur jene, die sich kein Auto leisten können oder keines wollen, sondern auch all jene, die fürs Autofahren zu jung, zu alt oder gesundheitlich beeinträchtigt sind.

Es bleibt wirklich zu wünschen, dass Ihr hier in St. Pölten eine Schubumkehr bewirkt und Minister Hanke sowie die Politik auf Stadt-, Landes- und Bundesebene zum Einlenken bewegt.

In Eurem Interesse, in unserem Interesse, im Interesse der gesamten Gesellschaft.
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🌾News vom Protest Podest,22.1.2026💧 Wassermangel: Uli KnötzlSeit 25 Jahren leben Dr. Wolfgang und Uli Knötzl in Nadelbac...
24/01/2026

🌾News vom Protest Podest,22.1.2026
💧 Wassermangel: Uli Knötzl

Seit 25 Jahren leben Dr. Wolfgang und Uli Knötzl in Nadelbach, hier ist auch ihre Tochter aufgewachsen. Heute ist Uli Gastgeberin am Protest Podest.

Am Leiterwagen karrte Uli passend zu ihrem heutigen Thema einen randvoll mit Glühmost gefüllten, gut gedämmten Mini-Wasserspeicher. Dazu gab es Apfelstrudel frisch aus dem Backrohr.

Mein Vater, der selbst als Bergbauernbub mit 7 Geschwistern unter bescheidenen Bedingungen aufgewachsen war, hat mich gelehrt, sparsam und respektvoll mit natürlichen Ressourcen umzugehen.

Auch sein Faible für Kunst und Kultur hat er mir mit auf den Weg gegeben. Vor den gemeinsamen Konzertbesuchen sind wir bei unseren Spaziergängen in der Wiener Innenstadt des Öfteren Waluliso begegnet, der als Wertschätzung für unsere natürlichen Lebensgrundlagen sogar seinen Namen wählte: Wald, Luft, Licht und Sonne.🌳☀️

Die Wälder werden von der geplanten S34 zerschnitten, die Böden unter Asphalt und Beton begraben.🛣

Die vom Wind über das Stadtgebiet getragene Luft wird mit Feinstaub und Abgasen verpestet.

Der Verkehr am Damm lässt Nadelbach in seinen Schatten fallen, noch ehe die Sonne am natürlichen Horizont den Tag beschließt.

Alles, was Waluliso als göttlich ansah, soll also vor unserer Haustüre der bereits jetzt überbordenden Ausbreitung des Automobils geopfert werden.

Und dabei habe ich das Wasser noch gar nicht erwähnt.

Dass die Folgen von Eingriffen in den Grundwasserkörper nicht zu unterschätzen sind, mussten wir beim Bau der Güterzugumfahrung (GZU) leidvoll erfahren.

Wir hatten eine Grundwasser-Wärmepumpe, die jahrelang problemlos funktionierte. Bis eben eines Tages die Pumpe auf Störung ging und Wassermangel anzeigte.

Damals stellte sich heraus, dass sich die Planer und Sachverständigen der GZU allesamt geirrt hatten und nicht nur unser Brunnen, sondern unsere ganze Gegend Wassermangel hatte.

So werden bis heute unvorstellbar hohe Wassermengen aus dem Boden abgeleitet. Als unmittelbare Folge daraus sind in einem Einzugsgebiet von Nadelbach bis runter nach Völtendorf Brunnen dauerhaft trockengefallen.

Nachdem die Verschuldensfrage glasklar war, hat uns die ÖBB damals die Kosten für eine Tiefenbohrung samt neuer Brunnenpumpe zur Gänze ersetzt und wenigstens für uns schien mit der Wieder-Inbetriebnahme der Wärmepumpe die Angelegenheit zufriedenstellend gelöst.

Aber weit gefehlt. Im nächsten Winter ging die Wärmepumpe wieder auf Störung, nur diesmal nicht wegen Wassermangel. Es stellte sich heraus, dass das über die Tiefenbohrung erschlossene Wasser eine aggresive chemische Zusammensetzung hat, die jeden Wärmetauscher binnen kürzester Zeit korrodieren lässt. Weit und breit war keine praktikable Lösung in Sicht.

„Jeder kontaktierte Sachverständige hat uns mündlich bestätigt, dass der Schaden ursächlich mit der Grundwasserabsenkung durch die Güterzugumfahrung zusammenhängt.

Jeder dieser Gutachter hat uns aber andererseits auch mitgeteilt, uns dazu kein Gutachten gegen die ÖBB zu schreiben, weil sie fürchteten, sonst keine Aufträge mehr von ÖBB, Asfinag & Co. zu bekommen.“

Man kann sich also jetzt schon warm anziehen, wenn man nach schwer wiegenden Planungsfehlern beim Straßenbau ähnliche Ansprüche gegenüber der Asfinag geltend machen möchte, wie wir damals gegenüber den ÖBB.

Nach allem, was uns vom leider mittlerweile verstorbenen Sachverständigen Dr. Lueger erklärt wurde, würden aller Voraussicht nach auch bei der S34 Planungsfehler schlagend.

Das beginnt schon einmal damit, dass bei der geplanten Untertunnelung des Hobby-Flughafens in Völtendorf etwa 25% des gesamten Trinkwasserbedarfs der St. Pöltner Bevölkerung planmäßig abgepumpt wird, um mittels künstlicher Grundwasserabsenkung den Tunnel trocken zu halten.

Wenn man sich die von der ÖBB bereits 2014 dokumentierte Auswirkung einer Absenkung im Bereich Pummersdorf auf die Grundwasserverhältnisse in Völtendorf anschaut, und man weiters weiß, dass hier größenordnungsmäßig dieselben Wassermengen (ca. 20-70l/s) abgepumpt werden, dann muss jedem heute schon klar sein, dass auch bei der S34 mit einem großräumigen Abfallen der Grundwasserniveaus zu rechnen sein wird.

Laut Dr. Lueger sei aufgrund der bekannten Tektonik entlang der Trasse absehbar, dass durch das enorme Gewicht von Damm und Straße die Grundwasserströme teilweise komplett abgedrückt würden – auch in dieser Hinsicht dürfte also mit einem bösen Erwachen zu rechnen sein.

Im UVP-Verfahren zur S34 war übrigens derselbe Amtssachverständige das Wasserthema zuständig wie im UVP-Verfahren zur GZU. Jeder soll sich seinen eigenen Reim daraus machen, was das bedeutet.

Wir mussten letztlich an die 50.000€ aus eigener Tasche berappen, um von Wärmepumpe auf Pellets-Heizung umzurüsten.

„Bevor wir noch einmal zusehen, wie uns das Wasser abgegraben wird, sollten wir lieber darauf achten, dass uns das Wasser nicht mehr abgegraben wird.“

Zum Foto vom Plan:
Differenzplan – Grundwasserdruckniveau (Bildzitat aus Präsentation Wasserverhältnisse im seichtliegenden Tunnel von M. Höllrigl, R. Hödl, 2014): Das Absenken des Grundwasserniveaus entlang der GZU hat weitreichende Auswirkungen auf den Grundwasserhaushalt.

Bei der GZU ist es auf Planungsfehler zurückzuführen, wogegen bei der S34 das vorsätzliche massenhafte Vergeuden des Grundwassers zur Untertunnelung des Hobbyflugplatzes in Völtendorf fix eingeplant ist.

Laut Projektunterlagen der Asfinag werden dadurch etwa 25% des Trinkwasser-Bedarfs der Stadtbevölkerung verschwendet… und wenn sich die Planer wieder verrechnet haben, dann noch viel mehr. 😢

🌾News vom Protest Podest💪Nicht unterkriegen lassen: Max ZirngastDer KPÖ-Spitzenkandidat Max Zirngast war in den letzten ...
23/01/2026

🌾News vom Protest Podest
💪Nicht unterkriegen lassen: Max Zirngast

Der KPÖ-Spitzenkandidat Max Zirngast war in den letzten Monaten mehrfach zu Gast am Protest-Podest - zuletzt vorgestern.

Die Gelegenheit haben wir genutzt, um uns ausführlich mit ihm über zivilgesellschaftliches Engagement in Österreich und Repressionen in anderen Ländern zu unterhalten. Max hat das zum Anlass genommen, uns mit seiner nachstehenden Botschaft den Rücken zu stärken:

„Ich unterstütze den Protest gegen die S34. Einerseits, weil wir nicht mehr Beton brauchen, keine unnötige Versiegelung mehr, sondern Grünflächen und Versickerungsflächen. Mehr Straßen bedeuten keine Entlastung, sondern zumindest mittelfristig mehr Verkehr. Hier brauchen wir Alternativen: Öffentlichen Verkehr, bessere Radverbindungen, kürzere Wege nahe am Wohnort.

Ich unterstütze den Protest gegen die S34, aber auch, weil es mutige Stimmen aus der Zivilgesellschaft braucht, die für eine Sache einstehen. Es ist beeindruckend, wie sich hier in Nadelbach und im Protest gegen die S34 insgesamt so viele Menschen finden, die ihre Kraft und Zeit investieren. Das erfordert Mut und Ausdauer. Vor allem dann, wenn man damit den Mächtigen und politischen Entscheidungsträgern so richtig auf die Nerven geht.

Es ist gut, dass es solche Menschen und zivilgesellschaftliche Initiativen gibt. Und es ist gut, dass es sie geben kann. Ich habe selbst lange in der Türkei gelebt und dort miterlebt, mit welchen Repressionen die Menschen seitens des Staates überzogen wurden. Sie haben sich für die gerechte Sache eingesetzt, für das, was ihnen wichtig war und dabei sogar ihr Leben, zumindest aber ihre Freiheit riskiert. Dennoch hat sich die gesellschaftliche Opposition in der Türkei nicht unterkriegen lassen. Das war etwas, was ich immer sehr bewundert habe.
So weit sind wir in Österreich noch lange nicht. Aber wir sind keine Insel der Seligen, abgeschottet von der Welt und auch hier bei uns greifen autoritäre Tendenzen um sich und die Mächtigen bevorzugen immer stärker autoritäre Methoden, um ihre Interessen durchzusetzen.
Deswegen begrüße ich den Einsatz der Initiative Stopp S34 und hoffe, dass diese Stimmen weiter kritisch und unnachgiebig für ihre Sache einstehen.“

🌾News vom Protest Podest, 20.1.2026 📩Einladung an Bürgermeister Matthias Stadler: Elisabeth KernUnsere heutige Gastgeber...
22/01/2026

🌾News vom Protest Podest, 20.1.2026
📩Einladung an Bürgermeister Matthias Stadler: Elisabeth Kern

Unsere heutige Gastgeberin, die gebürtige Wetzersdorferin Elisabeth Kern, lässt mit einer Einladung an den Bürgermeister aufhorchen.

Elisabeth hat uns frische Freilandeier und ein altes Tagebuch ihres Großvaters mitgebracht.
Die Freilandeier versinnbildlichen Elisabeths Zukunft, denn sie stammen vom Eierhof Haidn aus Pyhra, dem Betrieb ihres Verlobten und Vater des gemeinsamen Sohns Jakob, der vor gerade einmal einem halben Jahr zur Welt kam.
Im Tagebuch hat Elisabeths Großvater Josef Kern die Geschichte des Hauses zusammengefasst, in dem sie selbst aufwuchs. Daraus geht hervor, dass der Betrieb schon einmal 3ha an Grund und Boden abtreten musste, nämlich 1939 für die Errichtung des Garnisonsübungplatzes (GÜPL) in Völtendorf.

"Damals wurden den Bauern Flächen entzogen, um dem Krieg Platz zu machen. Heute werden Betriebe enteignet und bäuerliche Existenzen bedroht, weil die Politik inzwischen scheinbar mehr für Milliardeninvestitionen in den Autoverkehr übrig hat, als für die weitaus günstigere Bewahrung unserer Lebensgrundlagen.
Hinzu kommt, dass landwirtschaftliche Betriebe nicht nur auf die Flächen im Eigentum angewiesen sind, sondern genauso auf Pachtgründe in Hofnähe.

Auch der Betrieb meiner Eltern in Wetzersdorf wäre vom Bau der S34 direkt betroffen, wobei das genaue Ausmaß an Flächenverlusten wegen der Ausgleichsflächen noch unklar ist.
So wie sich das die letzten anderthalb Jahrzehnte zugespitzt hat, ist für viele Betriebe im Umfeld der projektierten Schnellstraße überhaupt nichts mehr lägerfristig planbar, schon gar nicht so, dass man als junger Mensch sein Leben darauf aufbauen kann.
Ich bin heute 27 Jahre alt und die mittlere von drei Schwestern. Seit meiner Jugend, wo die Stadt gegen die eigenen Landwirte antrat, um sich den GÜPL, also auch den Flächenanteil, der meinen Urgroßeltern im Krieg weggenommen wurde, für die „eigene Grundstückspolitik“ zu sichern, geistert immer wieder eine Frage in meinem Kopf herum, ohne sie jemals wirklich gestellt zu haben:
Bürgermeister Stadler, wie stellst Du Dir das mit der Grundstückspolitik wirklich vor?
Wenn Du über unsere Grundstücke entscheidest, dann kann ich keinen Plan für meine Zukunft schmieden.
Der Satz verfolgt mich deshalb so beharrlich, weil ich so viele gleichaltrige Freunde und Bekannte habe, die sich genau aus solchen Gründen trotz ihrer Leidenschaft für die Landwirtschaft gegen die Betriebsübernahme und gegen den bäuerlichen Beruf entschieden haben.
Hofübernahmen scheitern und traditionsreiche Betriebe geben endgültig auf, weil Begehrlichkeiten von Politik, Investoren und Lobbys wie ein Damoklesschwert über den Betrieben hängen, so wie bei uns im Fall der S34.

Ich möchte die Gelegenheit am Protest Podest nutzen, Herrn Bürgermeister Stadler einzuladen:
Ich lade Sie persönlich dazu ein, nach der Wahl mit mir und weiteren betroffenen Bäuerinnen und Bauern Zeit zu verbringen.

Ziel einer solchen Zusammenkunft wäre, ein gemeinsames Bewusstsein darüber zu entwickeln, welche Werte im ländlich geprägten Teil unserer Stadt der Dörfer wirklich auf dem Spiel stehen und welche Zukunftsperspektiven mit der verlässlichen Bewahrung St. Pöltens gesunder Erde einhergehen könnten."

Schlimm genug, dass die Familie Kern bereits im 2. Weltkrieg 5 Joch (knapp 3ha) Grund und Boden für den GÜPL abtreten musste. Dass die damals den Bauern entzogenen Flächen in Friedenszeiten von einer künftigen Stadtregierung dazu genutzt würden, einem gigantischen Straßenbau den Weg zu ebnen und damit den Bauern und der regionalen Lebensmittelproduktion den Garaus zu bereiten, hätte früher wohl niemand für möglich gehalten.

Auf ein politisches Einlenken darf weiterhin gehofft und hingearbeitet werden.

🌾News vom Protest-Podest, 19.01.2026🟢☮️Schützenhilfe von Greenpeace: Alexander Egit & Melanie EbnerWas für ein fulminant...
20/01/2026

🌾News vom Protest-Podest, 19.01.2026
🟢☮️Schützenhilfe von Greenpeace: Alexander Egit & Melanie Ebner

Was für ein fulminanter Start in die letzte Woche am Protest Podest!

Mag. Alexander Egit, Geschäftsführer von Greenpeace Zentral- und Osteuropa, bezieht heute Stellung, gemeinsam mit Bodenschutz- und Landwirtschaftsexpertin Melanie Ebner.

Seit 20. September 2025 ist das Protest Podest ein Ort des Austausches und der Ermutigung für Viele. Die hier aufgedeckten Missstände gelten sinngemäß für ganz Österreich. So kann es mit motorisiertem Straßenverkehr, Bodenfraß und Versiegelung nicht mehr weitergehen.

Für Melanie Ebner ist das Projekt S34 ein Paradebeispiel für die Flächenverschwendung in Österreich: "Das ist so eine Fläche, wo man sich echt auf den Kopf greift und sagt, muss das wirklich sein?"

Angesichts des sorglosen Umgangs mit unseren landwirtschaftlichen Flächen ist es nicht weiter verwunderlich, dass hierzulande immer noch rund 10ha pro Tag in Anspruch genommen werden.

Melanie Ebner: "Da ist die Politik gefragt, unter andern unser Landwirtschaftsminister Totschnig, um die wichtigen landwirtschaftlichen Böden zu schützen.

Wir dürfen eigentlich gar keinen Boden mehr verbauen, ansonsten bekommen wir ein Problem mit der Lebensmittelversorgung, der Wasserversorgung, in den Städten mit der Hitzeentwicklung und ebenso mit dem Überschwemmungsrisiko."

Alexander Egit: "Zentraler Punkt ist die Gesamtsituation mit 10ha Flächeninanspruchnahme pro Tag in Österreich. Ziel ist aber 2,5ha und zwar mit netto Null, d.h. alles was zusätzlich versiegelt wird muss an anderer Stelle wieder entsiegelt werden.

Das Projekt S34 ist ein Musterbeispiel dafür, dass genau das Gegenteil geleistet wird: Wir reden hier sicher von mehreren 100 ha Flächeninanspruchname durch zusätzliches Versiegeln, das durch die S34 ausgelöst wird. Das widerspricht ganz klar der gesamtösterreichischen Zielsetzung.

Auch die damit einhergehenden CO2-Emissionen widersprechen ganz klar den Zielen des Staates.

Wir haben vom Umweltbundesamt gehört, dass wir ohne weitere Maßnahmen bereits 2030 etwa 20Mio t zu viel emittieren werden, diese Verfehlungen sind ja nicht nur fürs Klima unerträglich. Sie sind auch fürs Budget inakzeptabel, weil wir dadurch natürlich gezwungen sind, mehrere Milliarden Strafzahlungen pro Jahr zu leisten."

Die besondere Stärke dieses Miteinanders von Greenpeace und Forum Klimahauptstadt mit dem Protest Prodest besteht im Sichtbarmachen:

Sichtbarmachen der individuellen Betroffenheit und Interessen zahlreicher Menschen und Familien hier in St. Pölten auf lokaler Ebene, und das Sichtbarmachen der Missstände im übergeordneten Kontext. Die Möglichkeiten und das Engagement von Greenpeace als eine weltweit führende Organisation im Umwelt-, Natur-, und Klimaschutz ist hier von entscheidender Bedeutung.

Alexander Egit:
"Wir unterstützen natürlich gerne auch im Kontakt mit der Politik.
Greenpeace hat in wenigen Tagen ein Gespräch mit Verkehrsminister Hanke, wo wir das Thema selbstverständlich mitnehmen werden und versuchen, eine dementsprechende Positionierung zu erreichen."
Das Forum Klimahauptstadt ändert nach planmäßigem Abschluss der täglichen Vor-Ort-Aktivitäten am Protest-Podest nach dem 25. Jänner 2026 die Form des friedlichen Widerstands und der Bewusstseinsbildung. Leiser werden wir deswegen aber nicht.

Adresse

Sankt Pölten
3100

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