17/03/2026
St. Florianer Brucknertage 2026
Die Magie der Fassung 1877 – Die Verinnerlichung der Gegensätze
28. St. Florianer Brucknertage | 13. bis 22. August 2026 | Stift St. Florian
Pressegespräch: 17. März 2026, 11.00 Uhr
Sparkasse Oberösterreich, Promenade 15, 4020 Linz | 3. Stock, Palais-Saal .ooe
Seit 1997 kehren jedes Jahr im August rund 3.000 Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber aus aller Welt nach St. Florian zurück, dorthin, wo Anton Bruckner lebte, lehrte, komponierte und unter der Stiftsorgel begraben liegt. Das Festival, das laut dem Londoner Bruckner Journal als "Höhepunkt unter den weltweiten Bruckner-Veranstaltungen" gilt, verbindet internationale Spitzenklasse mit der unverwechselbaren Atmosphäre des Augustinerklosters.
2026 beginnt für die St. Florianer Brucknertage eine neue Ära: Peter Aigner, Bratschist, Musikschullehrer und langjähriges Mitglied des Altomonte Orchesters, übernimmt die künstlerische Leitung von Matthias Giesen, der das Festival zwei Jahrzehnte lang geprägt hat. Festival-Mitgründer Dr. Klaus Laczika bleibt dem Festival als Stellvertreter und Kurator erhalten. Peter Aigners Devise für sein erstes Programm: standhaft bleiben und das eigene Ding durchziehen.
Die Dritte in der Fassung von 1877: eine musikhistorische Rarität
Bruckners Dritte Symphonie hat eine bewegte Geschichte: Von der turbulenten Widmungsszene bei Richard Wagner in Bayreuth 1873 über die katastrophal aufgenommene Uraufführung 1877 in Wien bis zur späteren Überarbeitung durch Bruckners Schüler. Was heute im Konzertsaal zu hören ist, entspricht oft nicht dem, was Bruckner ursprünglich niedergeschrieben hatte. Die St. Florianer Brucknertage spielen 2026 die Uraufführungsversion: die Fassung, in der Bruckner die symphonische Architektur der Trinität vervollkommnet hat. Am Dirigentenpult steht Katharina Wincor, es spielt das Altomonte Orchesters St. Florian, das bereits sämtliche Bruckner-Sinfonien in der Stiftsbasilika eingespielt und für CD-Aufnahmen internationale Auszeichnungen erhalten hat.
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