Seit neun Jahren gibt es auf den Fußballplätzen in Salzburg keine Geschlechtertrennung mehr. 2004 war das Gründungsjahr des ASKÖ Heimspiel, Salzburgs erstem Mixed-Fußballverein. Schon die Kleinen lernen tricksen und gaberln, später spielen sie in Damen-Ligen und üben in Frauenfußball-Vereinen den Umgang mit dem runden Leder. So manches Mädchen, das nicht selbst dem Ball nachjagt, verfolgt am Spiel
feldrand, im Stadion oder vor dem Fernseher voller Eifer das Spielgeschehen. Obwohl der Fußballsport sowohl Männer als auch Frauen begeistert, herrscht im Regelfall strikte Geschlechtertrennung – am Spielfeld Männer und Frauen durcheinandermischen? Warum aber nicht die Liebe zum Fußballsport zu einer Geschlechter-verbindenden Sache machen? Warum nicht gemeinsam dem runden Leder hinterher jagen und zusammen etwas für die Fitness tun? Diese Frage stellte sich vor rund sechs Jahren eine Gruppe von jungen Salzburgerinnen und Salzburger. Auf Initiative der damaligen Obfrau Eva Behr gründeten sie kurzerhand einen eigenen Hobby-Fußballverein. So wurde der ASKÖ Heimspiel als erster Salzburger Hobby-Mixed-Verein ins Leben gerufen – mit dem Ziel, eine sportliche Brücke zwischen Mann und Frau zu bauen. Frauenquote
Um die Idee vom gemeinsamen Fußballvergnügen salonfähig zu machen, wird beim ASKÖ Heimspiel nicht nur gemeinsam trainiert. Zu den Aktivitäten des Vereins zählt auch die Teilnahme an Hobby-Turnieren, für die der Begriff „Frauenquote“ kein Fremdwort (mehr) ist. Da es in Salzburg an solchen Wettkämpfen mangelt, hat sich der ASKÖ Heimspiel zur Aufgabe gemacht, selbst Fußballturniere zu organisieren. Wer teilnehmen will, muss mindestens eine Frau im Team haben und pro Spielerin gibt es ein Tor Vorsprung. Durch diese Regelung kommen auch Frauen zum Zug und die Männer müssen sich damit abfinden, dass so manches Tor Vorsprung wertvoller ist, als ein Mann mehr am Spielfeld. So werden auf Breitensportebene für Frauen und Männer Möglichkeiten geschaffen, gemeinsam als Team anzutreten und sich auf sportlicher Ebene zu messen.