RAK-A Random Act of Kindness
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Die Initialzündung - von Claudia Kanz
Alles begann für mich an einem gemütlichen Sonntag beim üblichen Zeitung Lesen im Bett. An diesem 3. Februar 2019 stolperte ich morgens über den Artikel, der hier als Titelbild abgebildet ist (Quelle NY Times). Es ging in dem Artikel um die Immobilienmaklerin Candice Payne, die in der unglaublich kalten Vorwoche in Chicago - es hatte -28 Grad! - 30 Hotelzimmer für Obdachlose bezahlte, damit sie nicht frieren oder im Freien gar sterben müssen.
Ich las begeistert, wie sich weitere Menschen in diese Aktion einbrachten. Restaurants lieferten Essen, Kleidung wurde gespendet und viele Geldspenden kamen hinzu. Die 30 ärmsten Menschen der Stadt konnten letztendlich durch Paynes selbstlose Tat eine ganze Woche bleiben und der bitteren Kälte entgehen. Der Bürgermeister Chicagos war so begeistert, dass er versprach, dass die Stadt bei der nächsten Kälteperiode leerstehende Gebäude für die Obdachlosen öffnen würde. Die private Aktion zeigtet der Politik, was zu tun ist. Genial.
Man titulierte in den Medien Paynes Aktion als RANDOM ACT OF KINDNESS.
Da war ein Moment der absoluten Klarheit für mich. Das will ich machen! Das brauchen die Menschen. Auch in Österreich. Oder gerade da. Wenn Wirtschaft und Politik mehr gelten als die Menschen, die hier leben, braucht es wieder mehr Verbindung untereinander. Ich spürte die Sehnsucht nach mehr Verbindung schon länger, aber ich konnte nicht genau sagen, was es dafür brauchen würde. An diesem Sonntag fiel es mir, wie Schuppen von den Augen. Wir Menschen, wollen den anderen ‘sehen’, einander anlächeln, in die Augen schauen. Wir sind Herdentiere und haben Sehnsucht. Wir werden in dieser digitalen Welt zu Handlangern der Wirtschaft. Es ist wie von der Herde getrennt werden und alleine herumirren. Sinn des Menschseins ist doch das Miteinander und Füreinander da sein, oder?