01/04/2026
200 Jahre Nepomuk-Kapelle in Reisenberg
Ein kleines Bauwerk mit großer Geschichte
Im Jahr 2026 jährt sich ein besonderes Stück Reisenberger Geschichte zum 200. Mal. Die sogenannte Nepomuk- oder Schuch-Kapelle wurde im Jahr 1826 von Josef und Katharina Schuch errichtet. Sie bauten die Kapelle über einer bereits bestehenden Statue des heiligen Johannes Nepomuk aus dem Jahr 1726. Damit entstand an diesem Ort ein kleines religiöses Bauwerk, das bis heute Teil des Ortsbildes und der lokalen Geschichte ist.
Solche Feld- und Wegkapellen waren früher weit mehr als nur religiöse Zeichen. Sie waren Orientierungspunkte in der Landschaft, Orte für kurze Gebete und Ausdruck der Frömmigkeit der Menschen im Dorf. Viele dieser Bauwerke wurden von Familien gestiftet, die damit ihren Glauben, Dank oder Schutzwunsch sichtbar machten. Auch die Nepomuk-Kapelle geht auf eine solche private Initiative zurück.
Im Laufe der Zeit blieb auch dieses kleine Denkmal nicht von Veränderungen verschont. In den Jahren 1997 und 1998 wurde die Kapelle von Waltraud (Enkelin der Fam. Schuch) und Leopold Schlösinger neu errichtet, gleichzeitig wurde die Figur des heiligen Nepomuk restauriert. Am 17. Mai 1998 fand die feierliche Einweihung durch Pfarrer Mag. Josef Lippert statt. Seit 2007 steht die Kapelle unter Denkmalschutz und ist ein gepflegter Teil unserer Kulturlandschaft.
Gerade solche Bauwerke zeigen, wie viel Geschichte auch in kleinen Dingen steckt. Sie erzählen von früheren Generationen, von Glauben, Engagement und von Menschen, die Verantwortung für ihr Dorf übernommen haben. Genau dieses Bewusstsein für Geschichte und Identität ist auch ein zentraler Gedanke der Dorferneuerung.
Für die Dorferneuerung Reisenberg ist das Jubiläum der Nepomuk-Kapelle daher mehr als nur ein Datum. Es erinnert daran, wie wichtig es ist, historische Orte zu erhalten und sichtbar zu machen. Sie geben unserem Ort Charakter und verbinden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Die Nepomuk-Kapelle steht seit zwei Jahrhunderten still am Wegesrand. Wer heute daran vorbeigeht, sieht vielleicht nur ein kleines Bauwerk. Tatsächlich aber erzählt sie eine fast 300-jährige Geschichte, die bis zur Errichtung der Statue im Jahr 1726 zurückreicht und bis heute weiterlebt.
Ein Jubiläum, das zeigt: Auch kleine Denkmäler können große Geschichten erzählen.