16/04/2026
🚨Übungsbericht – Verkehrsunfall mit Personensuche in Münsteuer 🚨
Am 15. April 2026 führte die Freiwillige Feuerwehr Münsteuer gemeinsam mit mehreren umliegenden Feuerwehren eine groß angelegte Einsatzübung durch.
Neben der FF Münsteuer nahmen auch die Feuerwehr Reichersberg, Freiwillige Feuerwehr Traxlham, Freiwillige Feuerwehr Antiesenhofen sowie Freiwillige Feuerwehr Forchtenau (EFU/Drohne) und Freiwillige Feuerwehr Ried im Innkreis (Drohne) teil.
Übungsannahme war ein Verkehrsunfall in der Ortschaft Münsteuer.
Ein Anrainer wurde durch ungewöhnlich laute Motorengeräusche aufmerksam und stellte fest, dass ein PKW unkontrolliert über seine Felder fuhr. Während er die Polizei verständigte, wurde das Geräusch plötzlich von einem lauten Aufprall unterbrochen.
Beim Eintreffen an der Unfallstelle fand er einen frontal gegen eine Wand geprallten PKW vor. Im Fahrzeug befand sich ein eingeklemmter und verletzter Beifahrer.
Von der Lenkerin fehlte jedoch jede Spur. Laut Beobachtung des Anrainers flüchteten zwei weibliche Personen in Richtung eines angrenzenden Waldgebietes.
Beim Eintreffen der FF Münsteuer bestätigte sich die Lage:
Das Fahrzeug war massiv deformiert, der Beifahrer eingeklemmt und verletzt.
Im Zuge der Erkundung wurde festgestellt, dass sich die Lenkerin nicht mehr an der Unfallstelle befand. Mehrere aufgefundene Alkoholflaschen sowie Blutspuren im Bereich des Lenkrades ließen darauf schließen, dass die geflüchteten Personen verletzt, unter Schock und möglicherweise alkoholisiert waren.
Unmittelbar wurde mit der Betreuung des eingeklemmten Patienten begonnen sowie die Einsatzleitung aufgebaut und eine strukturierte Lagedarstellung durchgeführt. Die Feuerwehren Reichersberg und Antiesenhofen übernahmen die technische Menschenrettung und stellten den Brandschutz sicher.
Parallel dazu wurde durch die Einsatzleitung eine erste Streckensuche im vermuteten Gelände eingeleitet. Die bereits zuvor angeforderten Kräfte der FF Forchtenau (EFU und Drohne) sowie des Drohnenstützpunktes der Feuerwehr Ried im Innkreis unterstützten die Personensuche aus der Luft. Da die anfängliche Suche ohne Erfolg blieb, wurde nach einer Lagebesprechung auf eine strukturierte Flächensuche umgestellt.
Dabei kamen sowohl Suchketten am Boden als auch die Drohnen zur Anwendung.
Die Drohnen lieferten mehrfach Wärmebilder und übermittelten entsprechende GPS-Koordinaten an die Einsatzleitung, welche gezielt von den Suchtrupps überprüft wurden. Dabei zeigte sich, dass nicht jede Wärmequelle auf vermisste Personen zurückzuführen war.
Trotz dieser Herausforderungen konnte schließlich ein erster Suchtrupp eine vermisste Person ohne Drohnenunterstützung auffinden. Die zweite Person wurde anschließend gezielt anhand der durch die Drohne ermittelten Koordinaten lokalisiert und durch die Einsatzkräfte am Boden gerettet.
Im Anschluss an die erfolgreiche Übung fand eine ausführliche Nachbesprechung direkt bei der Einsatzleitung statt, bei der die Abläufe analysiert und wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Einsätze gewonnen wurden.
Den Abschluss bildete ein gemütliches Beisammensein im Feuerwehrhaus Münsteuer, bei dem sich alle beteiligten Einsatzkräfte bei einer Jause und Getränken stärken konnten.
Diese Übung zeigte eindrucksvoll die Bedeutung der Zusammenarbeit mehrerer Feuerwehren sowie den Mehrwert moderner Technik.