23/06/2026
‼️Achtung‼️
...::: Achtung: Mobile Klimageräte und Gasthermen können zur tödlichen Gefahr werden :::...
Mit steigenden Temperaturen greifen viele Menschen zu mobilen Klimageräten. Was viele jedoch nicht wissen: In Kombination mit Gasthermen kann deren Betrieb lebensgefährlich sein. Der NÖ Landesfeuerwehrverband appelliert daher eindringlich an die Bevölkerung, die Risiken zu kennen und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.
Die aktuelle Hitzewelle sorgt in vielen Wohnungen für hohe Temperaturen. Mobile Klimageräte erscheinen dabei als einfache und kostengünstige Lösung. Doch insbesondere in Wohnungen mit Gasthermen oder anderen gasbetriebenen Geräten kann deren Einsatz schwerwiegende Folgen haben. Experten warnen vor einer erhöhten Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftungen durch die Kombination von Hitze, Gasthermen und mobilen Klimaanlagen.
Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das bereits in geringen Konzentrationen lebensgefährlich werden kann. Mobile Klimageräte führen warme Luft über einen Abluftschlauch ins Freie ab. Dadurch entsteht in der Wohnung ein Unterdruck. Dieser kann dazu führen, dass Abgase aus der Gastherme nicht mehr ordnungsgemäß über den Kamin abgeführt werden, sondern in die Wohnräume zurückströmen.
Besonders kritisch wird die Situation an heißen Tagen. Dann kann es zu einem sogenannten „Luftstoppel“ kommen: Die warme Außenluft verhindert den natürlichen Abzug der Abgase über den Kamin. In Verbindung mit dem durch das Klimagerät erzeugten Unterdruck steigt die Gefahr einer Kohlenmonoxidansammlung erheblich.
„Kohlenmonoxid ist ein heimtückisches Atemgift. Betroffene bemerken die Gefahr oft zu spät. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Müdigkeit können erste Warnsignale sein. Werden diese Symptome ignoriert, kann es innerhalb kurzer Zeit zu Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall zum Tod kommen“, warnt NÖ Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner.
Immer wieder werden Feuerwehren zu Einsätzen alarmiert, bei denen erhöhte Kohlenmonoxidwerte festgestellt werden. Die Ursache liegt häufig in einer Kombination aus ungünstigen Luftdruckverhältnissen, mangelhafter Belüftung und dem gleichzeitigen Betrieb von Gasgeräten und mobilen Klimaanlagen.
Der NÖ Landesfeuerwehrverband empfiehlt folgende Sicherheitsmaßnahmen:
• Mobile Klimageräte niemals gleichzeitig mit einer Gastherme betreiben.
• Gasthermen regelmäßig von Fachbetrieben warten lassen.
• Bei Betrieb von Gasgeräten auf ausreichende Frischluftzufuhr achten.
• Kohlenmonoxid-Warnmelder in Wohnungen mit Gasgeräten installieren.
• Bei Schwindel, Übelkeit oder ungewöhnlicher Müdigkeit sofort Fenster öffnen, die Wohnung verlassen und den Notruf wählen.
• Vor der Anschaffung eines mobilen Klimagerätes fachlichen Rat von Installateuren oder Rauchfangkehrern einholen.
„Die Kombination aus Sommerhitze, Gastherme und mobilem Klimagerät wird vielfach unterschätzt. Mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen lassen sich jedoch tragische Unfälle verhindern. Sicherheit beginnt mit Information und Aufmerksamkeit“, betont Fahrafellner. Der NÖ Landesfeuerwehrverband appelliert daher an alle Haushalte mit Gasthermen, sich rechtzeitig über mögliche Gefahren zu informieren und geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen.
Foto: Alexander Nittner / NÖ LFKDO