Rainbow Farm

Rainbow Farm Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Rainbow Farm, Gemeinnützige Organisation, Niederrußbach.

Autismus-Fachkraft & Expertin
✧ Aufklärung, die echt ist
✧ Fachwissen & gelebte Erfahrung
✧ Schwerpunkt Schule
✧ Förderung für Kinder & Jugendliche - Tiere als Begleiter
✧ Workshops & Elternbegleitung
✧ Buch siehe Link

Liebes Schulsystem,vor 9 Jahren hast du diesem Kind etwas genommen. Etwas Wertvolles. Wunderbares. Das Wichtigste im Leb...
07/09/2026

Liebes Schulsystem,

vor 9 Jahren hast du diesem Kind etwas genommen. Etwas Wertvolles. Wunderbares. Das Wichtigste im Leben überhaupt. Etwas, ohne das einfach nichts möglich ist.

✨Freude. Vertrauen. Motivation. Spaß.

All diese Dinge hast du diesem Kind genommen.

Er wollte lernen. Er hatte Freude am Wissen und daran, herauszufinden, wie Dinge funktionieren. Wie man sie verbessern kann. Was es noch alles gibt. Er hatte Freude daran, in einer Gemeinschaft mit anderen diese Dinge herauszufinden. Gemeinsam zu lernen und zusammen eine Gemeinschaft zu sein. Zu singen. Zu springen. Zusammen mutig zu sein.

All das hast du diesem Kind innerhalb kurzer Zeit genommen.

Aus der Gemeinschaft wurde ein Kind, das gemobbt wurde. Das in den Pausen alleine dastand.

Aus dem Singen und Springen wurde stilles Sitzen.

Die Hände mussten ruhig sein und durften nicht am Tisch trommeln.

Aus dem Wissen, das er mit Freude weitergab, wurde ein Stillsein. Schweigen müssen. Nicht reden dürfen.

Andere waren von ihm genervt.

Aus dem Singen wurde ein leises Murmeln, bis es verstummte.

Seine Mütze, die ihm Mut und Kraft gab, wurde ihm weggenommen.

„Das geht doch nicht, wenn das Kind eine Mütze trägt. Das wollen dann ja auch alle anderen.“

Aus seinen Heinzelmännchen, die er schon bald als Sicherheit in diesem unsicheren Klassenzimmer brauchte, wurde ein Beschämen und eine Ermahnung, dass er doch schon groß sei und das nicht brauche.

Aus seiner Motivation am Lernen entstand bald Frust und Wut.

Was er zur Selbstregulation brauchte, wurde ihm genommen.

Unterstützung wurde ihm verweigert.

„Braucht er nicht. Er muss nur lernen, ruhiger zu sein.“

Aus diesem Sonnenschein wurde ein Kind, das Ängste und Depressionen entwickelte. Das immer mehr krank wurde. Das erschöpft wurde.

⭐️Von dir, Schulsystem.

Er wurde ein Kind, das jeden Tag nach der Schule zusammenbrach. In Tränen aufgelöst. Das sich selbst verletzte. Das die Welt nicht mehr verstand.

Jeden Tag sammle ich seither die Scherben ein, die du angerichtet hast.

Jeden Tag kämpfe ich selbst damit, diesem Kind noch Freude und Zuversicht zu vermitteln. Die Überforderung aufzufangen und für Regulation zu sorgen.

Doch irgendwann ging es nicht mehr.

Was anfangs noch möglich war, wurde immer weniger.

Es kam ein Burnout. Es kam eine Krankheit. Es kam ein weiteres Burnout und zusätzliche Diagnosen.

✨Doch in diesem Kind steckt immer noch der Drang nach Wissen.

✨In diesem Kind steckt wahnsinnig viel Intelligenz.

✨In diesem Kind steckt Gerechtigkeit. Umweltbewusstsein. Poesie. Musik. Taktgefühl. Geschicklichkeit. Unglaubliche Merkfähigkeit. Logisches Denken. Kritisches Hinterfragen.

Doch dafür fehlt die Kraft.

Die hast du ihm genommen.

Seine anfängliche Freude wurde sehr schnell getrübt und aus dem lachenden, motivierten
Sonnenschein wurde ein Kind mit Schulangst, Schulabsentismus und Burnouts.

Du hast diesem Kind das Wertvollste genommen, das es gibt:

Sein Potenzial.
Sein Leuchten.
Seine Neugier.
Und seinen Mut.

⭐️Unterstützung ist keine Extrawurst⭐️Ich hoffe, dass endlich verstanden wird, dass Unterstützung und Nachteilsausgleich...
06/09/2026

⭐️Unterstützung ist keine Extrawurst⭐️

Ich hoffe, dass endlich verstanden wird, dass Unterstützung und Nachteilsausgleich für autistische Kinder in der Schule keine Extrawurst sind.

Immer wieder wird behauptet, ein autistisches Kind bekomme eine Sonderbehandlung oder es sei unfair, wenn es ausgleichende Maßnahmen wie Hilfsmittel oder Unterstützung erhält.

Es beginnt schon damit, dass man die Kinder in der Klasse darüber aufklären kann, was ausgleichende Maßnahmen sind und warum manche Schüler:innen diese brauchen. Aber auch bei Lehrkräften und Fachpersonal fehlt oft das nötige Wissen. Deshalb werden solche Maßnahmen so schnell als „Extrawurst“ oder unfair bezeichnet.

✨Aber was ist daran unfair?

Wenn ein autistisches Kind z.B. Kopfhörer, Kommunikationskarten, visuelle Pläne, einen Rückzugsbereich, eine Assistenz oder individuell angepasste Maßnahmen braucht, dann braucht es diese Dinge, um überhaupt die gleiche Aufgabe lösen und das gleiche Lernergebnis erreichen zu können.

Das Ziel ist nicht ein anderes.
Der Weg dorthin ist ein anderer.

Das Gehirn und Nervensystem arbeiten anders und manche Dinge können deshalb nicht auf die gleiche Weise geleistet werden wie bei einem nicht autistischen Kind. Genau dafür gibt es Unterstützung und Hilfsmittel.

✨Das ist keine Sonderbehandlung.
Das ist fair.

Wenn ein Kind jeden Tag gegen seine eigenen neurologischen Voraussetzungen arbeiten muss, ständig überfordert ist und keine Möglichkeit bekommt, sich zu regulieren und in seinem eigenen Tempo zu lernen, kann das langfristig massive Folgen haben.

Dauerhafte Überforderung kann dazu führen, dass Kinder nicht mehr in die Schule gehen können und krank werden.

Ein neurotypisches Kind hat keinen Nachteil davon, wenn autistische Kinder oder Schüler:innen mit ADHS die Unterstützung bekommen, die sie brauchen.

⭐️Im Gegenteil: Viele Anpassungen helfen auch anderen Kindern. Mehr Zeit. Mehr Ruhe. Visuelle Unterstützung. Andere Erklärungen. Klare Strukturen.

✨Wenn man aufhören würde, solche Maßnahmen als „Extrawurst“ oder ungerecht zu betrachten, sondern sie endlich als das sehen würde, was sie sind: faire Anpassungen und notwendige Unterstützung, dann könnten viel mehr autistische Kinder die Möglichkeit bekommen, erfolgreich zu lernen, einen Schulabschluss zu machen und ihre Fähigkeiten zu entwickeln.

✨Sie könnten Selbstbewusstsein aufbauen, positive Erfahrungen in der Schule machen und erleben, dass sie etwas können.

✨Sie müssten nicht ständig über ihre Grenzen gehen, um den Anforderungen eines Systems zu entsprechen.

Genau darum geht es.

Nicht darum, autistischen Kindern etwas zu schenken oder ihnen einen Vorteil zu verschaffen.

Sondern darum, die Voraussetzungen so anzupassen, dass sie überhaupt die gleichen Chancen bekommen.

✨Ich bin autistisch. Ich darf das.Nein, ich muss mich nicht ständig anpassen, damit es für andere angenehmer ist.▫️Ich m...
04/09/2026

✨Ich bin autistisch. Ich darf das.

Nein, ich muss mich nicht ständig anpassen, damit es für andere angenehmer ist.

▫️Ich muss nicht so tun, als wäre mir etwas nicht zu viel.
▫️Ich muss nicht meine Bedürfnisse verstecken.
Ich muss nicht funktionieren, wenn mein Nervensystem längst im Overload ist.
▫️Ich muss mich nicht dafür schämen, dass ich Rückzug brauche.
▫️Ich muss mich nicht rechtfertigen, wenn ich Hilfsmittel brauche.
▫️Und ich muss nicht so leben, wie es für neurotypische Menschen selbstverständlich ist.

Aber genau das wird von uns ständig erwartet.

⭐️Autistische Kinder lernen schon in der Schule, dass sie sich anzupassen müssen. Dass ihre Bedürfnisse nicht ernst genommen werden.

🔸Sie sollen still sitzen, obwohl ihr Körper vielleicht Bewegung braucht.
🔸Sie sollen Reize aushalten, obwohl ihr Nervensystem längst überfordert ist.
🔸Sie müssen Blickkontakt halten.
🔸Sie sollen Aufgaben auf die gleiche Art lösen, wie nicht-autistische Kinder, obwohl das ein Vielfaches mehr Anstrengung bedeutet und oft kaum möglich ist.
🔸Sie lernen, nicht aufzufallen.
Nicht „schwierig“ zu sein.

Und wenn sie Unterstützung brauchen?

Dann müssen ihre Eltern darum kämpfen.

Um Nachteilsausgleiche.
Um Assistenz.
Um Verständnis.
Um einen Schulplatz, an dem ihr Kind nicht ständig über seine Grenzen gehen muss.

❗️Und das Problem endet nicht mit der Schule.

Viele autistische Menschen und Menschen mit ADHS verbringen einen großen Teil ihres Lebens damit, über ihre eigenen Kapazitäten hinauszugehen.

Bis zum nächsten Burnout.

Und danach?

Funktionieren wir wieder.

Bis zum nächsten.

Wir unterdrücken unsere Bedürfnisse, weil wir gelernt haben, was passiert, wenn wir sie aussprechen.

„Du bist egoistisch.“

„Du übertreibst.“

„Du willst nur Aufmerksamkeit.“

„Andere schaffen das doch auch.“

„Du musst dich einfach mehr anstrengen.“

„Das kann doch nicht jedes Mal so ein Problem sein.“

Doch.

Es ist ein Problem.

Aber nicht weil wir zu empfindlich sind.

Sondern weil unser Gehirn, unser Nervensystem, unsere Wahrnehmung, unsere Empfindungen, unsere Kommunikation und unser gesamtes System anders funktionieren.

▫️Wir brauchen deshalb manchmal andere Bedingungen.

Mehr Rückzug.
Weniger Reize.
Strukturen und Pläne.
Hilfsmittel.
Stimming.
Unterstützung.
Pausen.
Andere Kommunikationswege.

Das ist keine Sonderbehandlung.

Das ist Anpassung an unterschiedliche Bedürfnisse.

Und eigentlich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein.

Denn was bringt es denn, wenn ein Kind zwar einige Stunden „funktioniert“, danach aber völlig zusammenbricht?

Was bringt es, wenn ein Erwachsener eine Zeitlang funktioniert und irgendwann nicht mehr kann?

Neurodivergente Menschen müssen nicht lernen, sich noch besser anzupassen. Auf Kosten ihrer Gesundheit.

Die Gesellschaft sollte lernen, alle Menschen mitzudenken.

⭐️Und deshalb sage ich:

Ich bin autistisch.
Ich darf das.
Ich darf Bedürfnisse haben.
Ich darf Grenzen haben.
Ich darf Unterstützung brauchen.
Ich darf „anders“ sein.

✨Und niemand sollte sich dafür entschuldigen oder schämen müssen.

„Aber gestern konntest du das doch!“⭐️Etwas, das von außen wie Verweigerung, Faulheit, schlechtes Benehmen oder mangelnd...
03/09/2026

„Aber gestern konntest du das doch!“

⭐️Etwas, das von außen wie Verweigerung, Faulheit, schlechtes Benehmen oder mangelnde Selbstständigkeit aussieht.

Das wird oft bei autistischen Kindern immer wieder missverstanden.

✨Ein Kind löst an einem Tag eine Aufgabe selbstständig und sitzt am nächsten Tag davor und schafft sie nicht.

✨Es zieht sich morgens alleine an und braucht am nächsten Tag bei jedem einzelnen Schritt Unterstützung.

✨Es beteiligt sich im Unterricht, beantwortet Fragen und arbeitet mit. Und am nächsten Tag bekommt es kaum ein Wort heraus oder kann dem Unterricht nicht folgen.

Dann kommt sehr schnell:

„Aber du kannst das doch.“

„Gestern ging es auch.“

„Ich weiß, dass du das kannst.“

Und genau das kann besonders in der Schule zu einem großen Problem werden.

Denn Fähigkeiten sind bei vielen autistischen Kindern nicht immer gleich verfügbar.

🍂Wie gut ein Kind auf etwas zugreifen kann, hängt unter anderem davon ab, wie viele Reize es gerade verarbeiten muss, wie erschöpft es ist, wie hoch die Anforderungen sind, wie viel soziale Kommunikation bereits notwendig war, ob etwas Unvorhergesehenes passiert ist und wie viel das Nervensystem an diesem Tag schon bewältigen musste.

Auch exekutive Funktionen spielen dabei eine große Rolle.

Etwas zu können und in diesem Moment darauf zugreifen zu können, sind zwei verschiedene Dinge.

⚪️Das wird in der Schule häufig nicht gesehen.

Hat ein Kind einmal gezeigt, dass es etwas kann, wird diese Leistung schnell zum Maßstab.

Ab diesem Moment wird erwartet, dass es immer geht.

Wenn es dann plötzlich Unterstützung braucht, langsamer ist, eine Aufgabe nicht beginnen kann, nicht antwortet oder etwas scheinbar Einfaches nicht schafft, wird ihm nicht geglaubt.

Es wird überschätzt.

Unterstützung wird reduziert, weil es doch bereits bewiesen hat, dass es das kann.

Oder sein Verhalten wird als Verweigerung, Faulheit oder Aufmerksamkeit suchen interpretiert.

Für das Kind bedeutet das noch mehr Druck.

Denn es sitzt vielleicht selbst vor dieser Aufgabe und weiß ganz genau:

Gestern konnte ich das. Warum geht es heute nicht?

Und jetzt erwarten auch noch alle rundherum, dass es funktionieren muss.

⭐️Häufig spielt auch Masking eine Rolle. Gerade in der Schule versuchen autistische Kinder oft, sich stark anzupassen und gehen dabei über ihre eigenen Kapazitäten hinaus, um Anforderungen zu erfüllen und nicht aufzufallen. Sie unterdrücken eigene Bedürfnisse, Überforderung und Schwierigkeiten.

So kann ein Kind etwas an einem Tag schaffen, obwohl es dafür eigentlich schon weit über seine Grenzen gegangen ist.

An einem anderen Tag stehen diese Kapazitäten nicht mehr zur Verfügung, weil die ständige Anpassung bereits zu viel Kraft gekostet hat und das Nervensystem erschöpft ist.

🍁Gerade bei autistischen Kindern ist es deshalb so wichtig, nicht nur darauf zu schauen, was ein Kind grundsätzlich kann.

Sondern auch darauf, was ihm heute zur Verfügung steht.

▫️Wenn das Kind bestimmte Dinge an manchen Tagen gut kann, heißt das nicht, dass Unterstützung nicht mehr notwendig ist. Die Anstrengung die dahinter steckt, um Aufgaben zu schaffen, ist unsichtbar. Und sie ist nicht vergleichbar mit „ein bisschen anstrengen“.

Denn diese Anstrengung heißt meist, über die eigenen Kapazitäten weit hinaus zu gehen. Jeden Tag.

Angst und Bauchweh schon bevor die Schule wieder losgeht Bei vielen autistischen Kindern ist das Nervensystem bereits am...
02/09/2026

Angst und Bauchweh schon bevor die Schule wieder losgeht

Bei vielen autistischen Kindern ist das Nervensystem bereits am Ende der Ferien dysreguliert. Angst und Stress vor der Schule machen sich breit.

Vor allem bei den Kindern, die ganz genau wissen, was sie in der Schule erwartet.

⚪️Vielleicht merkt man es daran, dass sie schneller überfordert sind. Dass sensorische Reize plötzlich noch weniger ausgehalten werden. Dass sie schlechter schlafen, Bauchschmerzen bekommen oder krank werden.

⚪️Vielleicht weinen sie mehr, schreien mehr oder haben wieder häufiger Meltdowns.

Der Körper weiß längst, was bald wieder kommt.

✨Und ganz ehrlich: Ich glaube, vielen Eltern geht es gerade ganz genauso.

Mir zumindest geht es so.

Ich bin jetzt schon gestresst und habe ein flaues Gefühl im Bauch, weil ich einfach weiß, was wieder auf mich zukommt.

Denn mit dem Schulbeginn beginnt nicht einfach nur wieder Schule.

Es beginnt auch wieder das Organisieren, Erklären, Beantragen, Erinnern und Diskutieren.

📄Der Nachteilsausgleich muss jedes Schuljahr neu beantragt werden. Also wieder Gespräche mit der Schule führen. Wieder Bestätigungen bringen. Wieder erklären, was das Kind braucht. Wieder Anträge stellen. Und wahrscheinlich auch wieder diskutieren.

▫️Und dann beginnt wieder der ganz normale Schulalltag.

Das Aufstehen am Morgen.

Allein das kann für ein autistisches Kind schon eine massive Herausforderung sein.

Aufstehen. Anziehen. Frühstücken. Fertig werden. Und dann auch noch zu einer ganz bestimmten Uhrzeit das Haus verlassen müssen.

Diese Dinge am Morgen können bereits überfordernd sein, bevor das Kind überhaupt in der Schule angekommen ist.

🚗Bei uns ist es zum Beispiel so, dass ich meinen Sohn immer selbst in die Schule fahre und er erst im Auto frühstückt.

Zu Hause wäre das morgens gar nicht möglich.

Er braucht sehr lange, um überhaupt richtig auf die Beine zu kommen. Schon das Anziehen ist eine massive Überforderung und Herausforderung. Frühstücken wäre zuhause unmöglich. Dass er das im Auto während der Fahrt tun kann, nimmt viel Stress raus.

🔸Für viele autistische Kinder kann der Schulweg selbst schon eine große Herausforderung sein.

Gerade wenn sie öffentliche Verkehrsmittel benutzen, bedeutet das meist zusätzliche sensorische und soziale Anforderungen.

🏫Und dann beginnt erst der Schultag.

▫️Die Geräusche. Die Menschen. Die Gerüche. Das Licht. Die vielen sensorischen Reize.

▫️Aufgabenstellungen verstehen. Dinge beginnen. Zwischen Aufgaben wechseln. Materialien organisieren. Entscheidungen treffen. Anforderungen erfüllen.

▫️Dazu kommen Schwierigkeiten mit exekutiven Funktionen und all die sozialen und kommunikativen Anforderungen eines Schultages.

Es passiert unglaublich viel.

Und manchmal dauert es gar nicht lange, bis ein Kind wieder völlig überfordert ist.

Bis es nach der Schule zu Hause zusammenbricht.

Bis wieder mehr Meltdowns kommen.

Bis Ängste stärker werden.

Bis der Schlaf schlechter wird.

Bis der Körper reagiert und krank wird.

⭐️Und genau deshalb habe ich dieses Jahr besonders Bauchschmerzen vor dem Schulbeginn.

Mein Sohn hatte gerade erst ein autistisches Burnout.

🍁Von einem Burnout erholt man sich nicht einfach innerhalb weniger Wochen vollständig. Vor allem dann nicht, wenn sich das Umfeld, das wesentlich zur Überforderung beigetragen hat, nicht verändert.

Und auch ich bin nach wie vor erschöpft.

Es ist sehr schade, dass unser Schulsystem neurodivergente Kinder nicht mitdenkt und sowohl die Kinder, als auch die Eltern schon vor Schulbeginn Bauchschmerzen und Angst haben. Schule wieder beginnt?

Alles, nur nicht telefonieren! 📞Telefonieren kann für viele autistische Menschen sehr herausfordernd, überfordernd und s...
01/09/2026

Alles, nur nicht telefonieren! 📞

Telefonieren kann für viele autistische Menschen sehr herausfordernd, überfordernd und somit großer Stress sein.

Kommunikation ist generell eine große Herausforderung für viele autistische Menschen. Das Ganze aber am Telefon, wo vieles, das wir dazu brauchen gänzlich wegfällt, stellt nochmal eine andere Schwierigkeit dar.

▫️Ein Telefonat ist unvorhersehbar. Man weiß nicht genau, was die andere Person sagen oder fragen wird, wohin sich das Gespräch entwickelt und wie lange es dauern wird.

▫️Gleichzeitig muss das Gesagte verarbeitet und innerhalb kürzester Zeit eine passende Antwort gefunden werden.

▫️Manche autistische Menschen verstehen Gesprochenes außerdem schlechter, wenn sie es ausschließlich hören. Beim Telefonieren fehlen zusätzliche Informationen, die sonst helfen können, das Gesagte einzuordnen.

▫️Missverständnisse können dadurch leichter entstehen.

Und während das Gehirn vielleicht noch damit beschäftigt ist, einen Satz zu verarbeiten, spricht die andere Person bereits weiter oder erwartet eine Antwort.

Viele autistische Menschen spielen deshalb mögliche Konversationen vorher immer wieder im Kopf durch. Sie überlegen, was die andere Person sagen könnte und welche Antwort darauf passen würde.

Ein bevorstehendes Telefonat kann dadurch bereits Stunden vorher Stress und Anspannung auslösen.

⭐️Unangekündigte Anrufe können besonders schwierig sein. Es fehlt jede Möglichkeit, sich darauf einzustellen oder vorzubereiten.

Deshalb kann es sehr helfen, vorher zu wissen:

📞 Wer ruft an?
🕐 Wann wird angerufen?
💬 Worum geht es?
⏱️ Wie lange wird das Gespräch ungefähr dauern?

▫️Ich kenne das von mir selbst. Ich telefoniere seit Jahren so gut wie gar nicht mehr, außer mit meiner Mama.

Wenn ein Telefonat vereinbart ist, bin ich oft schon Stunden vorher nervös und gehe mögliche Gespräche zigmal im Kopf durch. Bei einem unangekündigten Anruf kann ich meistens gar nicht abheben.

▫️Eine Ausnahme sind meine telefonischen Elternbegleitungen. Diese Gespräche sind geplant und ich bereite mich darauf vor.

Autismus ist mein Fach- und Spezialgebiet. Ich bewege mich in meinem Wissensbereich, gebe Fachwissen weiter und kann vieles von dem, was Eltern erzählen, verstehen, einordnen und auch fühlen.

Trotzdem laufe ich währenddessen auf und ab, kann kaum sitzen und beschäftige meine Hände.

🔸Dass ein autistischer Mensch in einem bestimmten Bereich problemlos sprechen oder telefonieren kann, bedeutet nicht, dass Telefonieren allgemein funktioniert.

Über Wissen und ein Spezialinteresse zu sprechen, kann sehr leicht und flüssig funktionieren, während bei einem unvorhersehbaren Gespräch die Worte nicht so einfach kommen.

Denn Worte können im Gehirn vorhanden sein und trotzdem nicht so leicht aus dem Mund kommen. Besonders nicht spontan.

Für viele autistische Menschen können deshalb schriftliche Nachrichten oder Sprachnachrichten wesentlich einfacher sein.

Sprachnachrichten kann man mehrmals anhören. Man kann stoppen, zurückgehen und einen Satz noch einmal hören. Man hat Zeit, das Gesagte zu verarbeiten und muss nicht innerhalb weniger Sekunden eine Antwort formulieren.

Telefonieren ist eben viel mehr als nur sprechen.

1 Brett für unsere Scheune – hilfst du uns dabei?✨Autismus Kompetenzzentrum in NÖDer gemeinnützige Verein Rainbow Farm e...
31/08/2026

1 Brett für unsere Scheune – hilfst du uns dabei?

✨Autismus Kompetenzzentrum in NÖ

Der gemeinnützige Verein Rainbow Farm errichtet derzeit ein kleines aber feines Kompetenzzentrum für autistische Kinder in Niederösterreich.

Naturverbunden, ein bisschen P**i Langstrumpf Feeling und auf die Bedürfnisse autistischer Kinder abgestimmt.

✨Dafür soll die Scheune zu einem besonderen Ort werden: einem geschützten, sensorisch freundlichen Raum, in dem autistische Kinder und Jugendliche individuell begleitet, unterstützt und gefördert werden können.

Damit dieses Projekt umgesetzt werden kann, ist der gemeinnützige Verein Rainbow Farm auf Spenden angewiesen.

Es hat sich hier schon einiges getan.

Als nächster großer Schritt steht die Holzverkleidung der Scheune an. Dafür werden Holzbretter, eine Unterkonstruktion, Fasenschalung, Holzschutz und weiteres Material benötigt.

🪵 Insgesamt braucht es ungefähr 150 Bretter.

🪵 1 Brett = 10 €
🪵 5 Bretter = 50 €
🪵 10 Bretter = 100 €

Mit deiner Spende finanzierst du symbolisch ein Holzbrett inklusive eines Anteils am benötigten Material.

✨ Natürlich kannst du auch einen anderen Betrag spenden.
Jeder Beitrag bringt das Ziel ein Stück näher.

Auch Firmen und Unternehmen können unterstützen, entweder finanziell oder beispielsweise durch die Spende von Holz, benötigtem Baumaterial oder mit den benötigten Arbeiten für die Holzverkleidung.

Größere Unterstützer und Sponsoren können auf Wunsch auf der Webseite, auf den Social Media Seiten oder auf einer Unterstützer-Tafel in der Scheune genannt werden.

So kann aus einer noch leeren Scheune Stück für Stück ein Ort entstehen, an dem autistische Kinder und Jugendliche die Unterstützung bekommen, die sie brauchen.

🍂Ich nehme euch bei der Sanierung mit und zeige euch natürlich auch, was aus euren Brettern wird.

Gemeinnütziger Verein Rainbow Farm
Förderung für Kinder und Jugendliche im Autismus Spektrum • Autismus-Aufklärung • Workshops

ZVR Zahl: 1252490652

Spendenkonto
Rainbow Farm
AT68 3200 2000 0193 4678
Raiffeisenbank
Wagram Schmidatal

Verwendungszweck 1 Brett für die Scheune

Firmen, Materialspenden & handwerkliche Unterstützung:
Bitte per PN oder WhatsApp +43 676 9518087

Danke 🫶

✨ Ich würde es euch so gerne schon verraten …Den Namen meines kleinen Kompetenzzentrums.Und eine ganz besondere Sache, d...
30/08/2026

✨ Ich würde es euch so gerne schon verraten …

Den Namen meines kleinen Kompetenzzentrums.
Und eine ganz besondere Sache, die hier zusätzlich entstehen soll. 💛

Aber ich kann noch nicht. Und glaubt mir, das fällt mir wirklich schwer. 😅

Denn wenn ich mich auf etwas freue, würde ich am liebsten sofort alles erzählen. Jede Idee, jeden Plan und am besten gleich noch das, was mir für die nächsten drei Jahre im Kopf herumschwirrt. 🙈

Aber ich habe gelernt, damit ein bisschen vorsichtiger zu sein.

Einerseits, weil ich gerade über Social Media leider schon öfter die Erfahrung gemacht habe, dass Ideen, Inhalte und auch Dinge aus meinem Buch übernommen und anschließend als eigene verkauft werden.

Andererseits, weil ich vor lauter Freude manchmal einfach viel zu viel und viel zu früh erzähle. Und dann verändert sich noch etwas, ein Plan funktioniert doch nicht so wie gedacht.

Deshalb bleiben der Name des kleinen Kompetenzzentrums und eine ganz besondere Neuigkeit noch für ein paar Wochen ein Geheimnis. 🤫✨

Was hier grundsätzlich entsteht, ist natürlich kein Geheimnis:

Mit Hilfe meines Vereins „Rainbow Farm – Förderung für Kinder und Jugendliche im Autismus Spektrum“ entsteht hier Schritt für Schritt ein kleines Kompetenzzentrum für autistische Kinder, Jugendliche und ihre Familien in einer natürlichen Umgebung im Farm Stil.

Hier gibt es therapeutische und pädagogische Unterstützung und Förderung, soziale Kompetenzgruppen, Elternbegleitung, Förderdiagnostik sowie Workshops und Fortbildungen.

Und trotzdem habe ich euch noch nicht alles erzählt. 🤫
Denn etwas ganz Neues kommt noch dazu.

Jetzt möchte ich noch etwa zwei bis drei Wochen abwarten und schauen, wie viel Unterstützung, Hilfe und Spenden für die Rainbow Farm zusammenkommen, damit wir das „Kompetenzzentrum“ fertigstellen können.

Und wenn alles gut läuft, wird danach endlich der Vorhang gelüftet. ✨

Dann verrate ich euch den Namen und was hier zusätzlich noch entstehen wird.

Bis dahin nehme ich euch natürlich weiterhin mit und zeige euch, wie es hier vorangeht.

✨ Bleibt gespannt und folgt mir für Neuigkeiten und natürlich für Aufklärung über Autismus, die echt ist.



✨Kontaktaufnahme bei autistischen KindernWarum sie schubsen, beißen, schreien oder lachen.„Mein Kind haut anderen das Sp...
28/08/2026

✨Kontaktaufnahme bei autistischen Kindern

Warum sie schubsen, beißen, schreien oder lachen.

„Mein Kind haut anderen das Spielzeug auf den Kopf.“

Das höre ich sehr oft von Eltern. Und genauso oft wird dieses Verhalten missverstanden als:
•Das Kind möchte andere absichtlich verletzen.
•Es ist aggressiv.
•Es findet es lustig, wenn ein anderes Kind weint.

Aber dahinter steckt meist etwas ganz anderes:

✨ Es kann eine Form der Kontaktaufnahme sein.

Viele autistische Kinder möchten Kontakt zu anderen aufnehmen, haben aber keine Strategie dafür.

⚪️Wie gehe ich auf ein anderes Kind zu?
⚪️Wie mache ich auf mich aufmerksam?
⚪️Wie beginne ich eine Interaktion?
⚪️Was sage oder tue ich?

Was für andere Kinder intuitiv funktioniert, muss für ein autistisches Kind nicht automatisch verständlich sein.

Vielleicht geht das Kind zu einem anderen Kind und schubst es.
Es zwickt oder beißt.
Es haut mit einem Spielzeug auf den Kopf.
Es schüttet sein Getränk über jemanden.
Es wirft etwas hin.
Es schreit plötzlich laut.

Oder es stellt sich zu einem Kind oder Erwachsenen und beginnt ohne Einleitung ausführlich über sein Lieblingsinteresse zu sprechen.

❕Auch das kann Kontaktaufnahme sein.

🪽Das Kind möchte eine Interaktion beginnen, weiß aber nicht, wie es das tun kann.

Natürlich können Schubsen, Beißen, Schreien oder andere Verhaltensweisen ganz unterschiedliche Ursachen haben. Mir geht es in diesem Beitrag ganz bewusst um Situationen, in denen sie der Kontaktaufnahme dienen.

✨ Und dann gibt es noch das Lachen.

Auch das wird bei autistischen Kindern sehr häufig falsch interpretiert.

Ein Kind haut beispielsweise einem anderen Kind ein Spielzeug auf den Kopf. Das andere Kind beginnt zu weinen und das autistische Kind lacht.

Sehr schnell heißt es dann:

„Es macht das absichtlich.“
„Es freut sich, wenn andere leiden.“
„Es findet es lustig, andere zu verletzen.“

❕Aber das Lachen bedeutet nicht Freude über den Schmerz eines anderen Menschen.

Auch hier kann es Teil einer Kontaktaufnahme sein.

Das Kind hat vielleicht beobachtet, dass bestimmte Handlungen Reaktionen auslösen. Wenn ein Kind weint, kommt beispielsweise ein Erwachsener, spricht mit ihm, nimmt es hoch oder tröstet es. Es entsteht Interaktion.

Auch autistische Kinder beobachten andere Menschen und schauen sich Verhaltensweisen ab. Die Verknüpfung, wie dieses Verhalten in einer anderen Situation passend eingesetzt werden kann, ist aber nicht immer automatisch vorhanden.

⚪️Andere Kinder schubsen, etwas auf sie werfen, schreien, lachen oder einfach über das eigene Lieblingsinteresse sprechen, kann deshalb eine Möglichkeit sein, auf sich aufmerksam zu machen, Kontakt aufzunehmen oder etwas mitzuteilen.

✨ Nicht bestrafen, sondern Strategien geben.

Und zwar so, dass das Kind sie auch verstehen und anwenden kann.

🟡Zum Beispiel kann gemeinsam geübt werden, wie es sich einem anderen Kind nähern kann, was es sagen oder tun kann oder wie es auf andere Weise auf sich aufmerksam machen kann. Dabei helfen oft Social Stories.

🟡Manche Kinder profitieren auch von Videos und konkreten Beispielen. Auch das verwenden von Bild- oder Wortkarten kann autistischen Kindern dabei helfen, mit anderen in Kontakt zu treten.

Auch wenn die neue Strategie verstanden wurde, klappt sie nicht unbedingt sofort.

❕Das Gehirn braucht Zeit, neue Strategien zu verarbeiten, abzuspeichern und schließlich auch in unterschiedlichen Situationen anwenden zu können.

Dabei kann auch die Unterstützung durch eine Fachperson hilfreich sein.

Autismus und AbleismusDie ständige Ungerechtigkeit, die neurodivergente Menschen ständig erfahren.Ich nehme hier Robert ...
25/08/2026

Autismus und Ableismus

Die ständige Ungerechtigkeit, die neurodivergente Menschen ständig erfahren.

Ich nehme hier Robert Marc Lehmann als aktuelles Beispiel. (Ich hoffe, er ist mir nicht böse!)

Mir könnte Robert Marc Lehmann und das, was da gerade alles abgeht, egal sein.

Aber es ist mir nicht egal.

✨Und das hat mehrere Gründe.

Er ist ebenfalls neurodivergent. Autist, mit ADHS. Darüber spricht er selbst offen in seinen Live-Videos.

Er setzt sich für diejenigen ein, die es nicht selbst können. Er rettet Meerestiere, schafft natürliche Lebensräume und tut seit zig Jahren unglaublich viel für unsere Erde. Er hat einen gemeinnützigen Verein, klärt auf und ist mit seinem ganzen Herzen bei der Sache.

✨Ich habe nicht diese Reichweite. Aber ich hoffe, sie eines Tages zu haben .

Nicht weil ich Influencerin mit Tausenden von Followern sein möchte. Sondern weil Reichweite bedeutet, mehr Menschen zu erreichen. Mehr Aufklärung. Mehr Wissen. Mehr Veränderung.

Ob es um Tierschutz, unsere Erde oder Akzeptanz und Inklusion neurodivergenter Menschen geht.

🌱Am Ende trägt alles dazu bei, etwas zum Positiven zu verändern.

Und deshalb ist mir auch nicht egal, welchen Hate er so oft erfährt. Weil das über alle Maßen ungerechtfertigt und ungerecht ist.

Genau das erleben viele neurodivergente Menschen ständig.

Auch ich kläre auf. Ich stelle Ungerechtigkeit infrage. Ich habe einen gemeinnützigen Verein und ein Herzensprojekt, für das ich mit ganzem Herzen kämpfe.

Und vieles von dem, was ich gerade sehe, kenne ich selbst. Aus eigener Erfahrung und von den autistischen Kindern, mit denen ich arbeite. Im Schulsystem. Im Alltag. Überall.

🍁Autistische Menschen sprechen Dinge oft so aus, wie sie sind. Geradeheraus. Ehrlich. Direkt. Authentisch. Autistisch.

Und genau das können viele Menschen nicht aushalten. Das stört sie. Wir stören sie.

❗️Kommunikation ist eines der Hauptkriterien einer Autismus-Diagnose. Und das betrifft nicht nur autistische Menschen, die wenig oder nicht verbal sprechen.

Manche von uns haben eine andere Betonung der Worte oder Silben, sprechen monoton oder sagen Dinge ohne Filter, sachlich und direkt. Worte kommen manchmal anders aus unserem Mund, als sie in unserem Gehirn sind. Oder sie kommen gar nicht. Manche benutzen Skripte, Zitate oder Musiktexte, um zu kommunizieren.

Viele von uns haben außerdem gelernt, sich ständig erklären zu müssen. Dadurch wirken wir auf andere manchmal belehrend oder so, als würden wir alles besser wissen.

Dabei laufen in unserem Gehirn oft unglaublich viele Informationen gleichzeitig ab. Vor allem, wenn zusätzlich ADHS dabei ist. All diese Informationen und das, was man eigentlich sagen möchte, in die richtigen Worte zu bringen, ist nicht immer einfach.

🍂Das tun wir nicht absichtlich. So arbeitet unser Gehirn.

Kann man das nicht einfach mal verstehen??

✨Fakt ist: Neurodivergente Menschen werden ständig missverstanden, angegriffen und nicht für voll genommen. Trotz mehrfacher Ausbildungen. Trotz jahrelanger Erfahrung. Trotz guter Absichten und obwohl sie aus tiefster Überzeugung für etwas kämpfen.

Viele haben einen sehr ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und Wahrheit. Wenn wir sehen, dass Tiere gequält werden, die Erde zerstört wird oder Menschen unfair behandelt werden, können viele von uns nicht einfach wegsehen oder „bequeme gesellschaftliche Kompromisse“ eingehen.

Und genau diese Direktheit und Konsequenz provoziert offenbar.

🍂Wir erleben oft schon seit der Kindheit Ungerechtigkeit und Missverständnisse. Ständiges Anpassen, um dazuzugehören. In der Schule oft ein Vielfaches mehr leisten zu müssen, um zum gleichen Ergebnis zu kommen. Funktionieren trotz Erschöpfung aufgrund fehlender Inklusion.

Dabei haben viele autistische Menschen eine enorme Mustererkennung und Detailgenauigkeit, reagieren in Notsituationen ruhig und sicher, haben eine unglaubliche Merkfähigkeit und sind Experten in ihren Interessensgebieten. Sie riskieren oft Kopf und Kragen für andere. Und zwar selbstlos.

Aber all das wird übersehen.

Stattdessen werden sie kritisiert, heruntergespielt und angegriffen. Noch mehr, wenn sie in der Öffentlichkeit stehen und für eine gute Sache kämpfen.

Robert Marc Lehmann. Greta Thunberg. Susan Boyle. Dr. Temple Grandin. Chris Packham….

✨Und ich frage mich ernsthaft: Warum ist das so?

Was ist mit unserer Gesellschaft los?

❓Warum geht es so selten um GEMEINSAM und ZUSAMMEN und eine bessere Zukunft und stattdessen so oft mit Ellbogentechnik gegeneinander?

Und warum trifft es immer wieder diejenigen, die ohnehin schon keinen richtigen Platz in dieser Gesellschaft bekommen?

Liegt das eigentliche Problem nicht genau dort?

In der Gesellschaft. Im System. In der Politik.

❗️Denn hinter vielen dieser Angriffe, Abwertungen und Missachtungen steckt etwas, das neurodivergente Menschen ihr ganzes Leben begleitet:

struktureller und gesellschaftlicher Ableismus.

Adresse

Niederrußbach
3702

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 18:00
Dienstag 09:00 - 18:00
Mittwoch 09:00 - 18:00
Donnerstag 09:00 - 18:00
Freitag 09:00 - 18:00
Samstag 09:00 - 13:00

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