01/07/2026
Einfach nur traurig und skandalös!
Liebe Männer, wir müssen reden.
Wieder einmal.
Innerhalb weniger Wochen wurden in Österreich Frauen erschossen, bedroht, geschlagen, gewürgt, mit Messern und einer Hacke attackiert, schwer verletzt und getötet.
In Linz-Urfahr wurden eine Frau und ihre Tochter erschossen.
In der Steiermark wurde eine Frau mit einer illegalen Waffe getötet.
In Kottingbrunn wurde eine 27-jährige Frau erschossen.
In Taufkirchen an der Pram wurde eine Lehrerin in einer Schulbibliothek getötet.
In Wien musste eine Frau per stillem Notruf Hilfe holen, nachdem sie geschlagen und mit dem Umbringen bedroht wurde.
In Wien-Liesing wurde eine Frau trotz einstweiliger Verfügung schwer verletzt.
In Wien-Mariahilf wurde eine 70-jährige Frau ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden.
In Kärnten wurde eine Frau von ihrem Ex-Partner mit einer Hacke attackiert, während ihr neuer Partner getötet wurde.
Und trotzdem lesen wir wieder dieselben Worte:
Beziehungsdrama.
Familientragödie.
Eifersucht.
Einzelfall.
Aber das sind keine Einzelfälle.
Das ist Gewalt gegen Frauen.
Die Täter kommen aus unterschiedlichen sozialen, kulturellen und religiösen Schichten. Was sie eint, ist patriarchales Besitzdenken. Ein gewaltvolles Männerbild. Die Vorstellung, Frauen kontrollieren zu können.
Wenn Frauen sich trennen und ihr Umfeld Angst haben muss, was der Ex danach macht, dann ist das kein privates Problem.
Es ist ein gesellschaftliches Problem.
Genau deshalb ist der Nationale Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen und Mädchen so wichtig. Gewalt gegen Frauen kann nicht nebenbei bekämpft werden. Es braucht klare Maßnahmen, mehr Prävention, Gewaltschutz, konsequente Täterarbeit und ein System, das Frauen ernst nimmt, bevor es zu spät ist.
Und es reicht absolut nicht, nur zu sagen:
„Ich bin nicht so einer.“
Wann werdet ihr Allies?
Wann widersprecht ihr euren Freunden?
Wann sprecht ihr Männer an, wenn sie Frauen abwerten, kontrollieren oder bedrohen?
Wann hört ihr auf, wegzuschauen?
Wann wird dieses Problem endlich als das behandelt, was es ist: ein massives gesellschaftliches Problem und keine Erzählung, die man bequem auf Migration abschieben kann?
Wann hört ihr Frauen endlich zu?
Wenn du selbst Hilfe brauchst oder jemanden kennst, der Hilfe braucht:
Frauenhelpline: 0800 222 555
Polizei Notruf: 133 oder 112
SMS Polizei: 0800 133 133
Männerberatung: 01 603 28 28
Helpchat: haltdergewalt.at