Igelstation Nüziders

Igelstation Nüziders Wir kümmern uns ehrenamtlich und liebevoll um jeden Igel, der uns übergeben wird, ganz egal ob gesund

19/02/2026
19/02/2026
11/01/2026

❄️🦔 Muss ein Igel jetzt im Januar wirklich noch Winterschlaf halten?
Ja. Unbedingt. Und zwar richtig.

Diese Fragen hören wir gerade sehr oft:
👉 „Es ist doch schon Mitte Januar – lohnt sich Winterschlaf überhaupt noch?“
👉 „Kann der Igel nicht einfach bei mir drinnen schlafen?“
👉 „Geht Winterschlaf nicht auch im Keller oder in der Garage?“

Die klare Antwort lautet: Der Igel MUSS Winterschlaf halten – egal zu welchem Zeitpunkt.
Das kann auch noch im März sein.

💤 Warum Winterschlaf für Igel lebenswichtig ist

Der Winterschlaf ist keine Pause, sondern ein lebensnotwendiger biologischer Prozess.

Der Igel fährt Stoffwechsel, Herzschlag und Atmung stark herunter

Organe regenerieren sich

Das Immunsystem stabilisiert sich

Hormone werden so reguliert, dass der Igel im Frühling fit, fruchtbar und überlebensfähig ist

👉 Ohne echten Tiefschlaf ist der Igel im kommenden Jahr geschwächt, anfälliger für Krankheiten und Parasiten. Viele Igel überleben das nächste Jahr dann nicht.

⏰ „Aber es ist doch schon Januar …“

Das spielt keine Rolle.

Auch ein spät gefundener Igel muss noch in den Winterschlaf

Selbst wenige Wochen Tiefschlaf sind besser als gar keiner

Ein „Durchhalten ohne Schlaf“ ist für Igel keine Option

👉 Kein Winterschlaf = kein gesunder Frühling

🌗 Tageslicht ist notwendig

Igel brauchen natürliches Tageslicht, damit ihr Tag-Nacht-Rhythmus (innere Uhr) funktioniert.
Dieser Rhythmus steuert:

wann der Körper herunterfährt

wann Tiefschlaf möglich ist

wann kurze Aufwachphasen sinnvoll sind

👉 Ohne Tageslicht kommt es häufig nicht zum echten Tiefschlaf, sondern zu unruhigem Dösen mit hohem Energieverbrauch.

🌡️ Außentemperatur ist entscheidend

Der Winterschlaf wird durch die Außentemperatur ausgelöst und stabil gehalten.
Der Körper des Igels passt sich langsam der Kälte an – nur so entsteht echter Tiefschlaf.

👉 Zu warme Orte verhindern den Tiefschlaf.

🚫 Warum Wohnung tabu ist

Zu warm

Zu viele Geräusche
➡️ Der Igel fällt nicht in Tiefschlaf, wacht ständig auf, verbraucht Energie und baut Fettreserven ab.

⚠️ Keller & Garage – nur im Notfall

Keller oder Garage sind keine Idealorte.
Sie kommen nur im Notfall infrage und nur dann, wenn:

die Temperatur fast identisch zur Außentemperatur ist

es ruhig und ungestört ist

keine Wärmequellen vorhanden sind

kein ständiger Menschenverkehr stattfindet

➡️ Schon kleine Temperaturschwankungen können den Igel immer wieder aufwecken.

⚠️ Wichtig zu wissen

🦔 Igel, die jetzt noch draußen gefunden werden, sind fast immer in Not
(z. B. Nest zerstört, krank, untergewichtig oder unterkühlt).

👉 Diese Igel brauchen fachkundige Hilfe, damit sie noch sicher in den Winterschlaf kommen können.

📌 Merksatz

Ein Igel braucht Winterschlaf – nicht Komfort.
Nicht Wärme – sondern Kälte.
Nicht Nähe – sondern Ruhe.

Bei Unsicherheit: immer eine Igelhilfe kontaktieren.
Bitte keine Experimente – sie kosten Igel jedes Jahr das Leben. 🦔💚
Via Igelhilfe Wildau

14/10/2025
Diese Nöte kennen wir ebenfalls!We love 🦔❤️
18/09/2025

Diese Nöte kennen wir ebenfalls!
We love 🦔❤️

Time to say goodbye!

Knapp 5000 Igel in 7 Jahren Igelstation – doch heute muss ich euch mitteilen, dass ich meine Arbeit mit sofortiger Wirkung einstelle und die Igelstation Otzing schließe.

Keinesfalls fällt mir diese Entscheidung leicht, jedoch ist dieser Schritt unumgänglich.

Bereits vor einem Jahr ist eines unserer Hauptmitglieder aus privaten Gründen ausgefallen, und ich bin seither alleine verantwortlich für die Station – gleichzeitig schließen andere Pflegestellen rundherum, und die Anruferzahlen sowie Igelnotfälle steigen.

Neben Familie, Vollzeitjob im Krankenhaus und Privatleben ist das schlichtweg auf Dauer nicht machbar.
Täglich investierte ich bis zu fünf Stunden nach der Frühschicht in die Versorgung der Patienten, Erstversorgungen sowie die Reinigung der Boxen und der Station – ein so hoher Arbeitsaufwand, der eine enorme Belastung darstellte und auch den Spaß an der Aufgabe schwinden ließ.

Ein ebenso großes und psychisch sehr belastendes Thema ist die immer weiter steigende, teils endlose Erwartungshaltung vieler Finder:
Man solle doch 24 Stunden erreichbar sein – sieben Tage die Woche, immer sofort die perfekte Lösung parat haben, am besten mit Abholservice.

Antwortet man nicht direkt mit der perfekten Lösung, werden Finder unverschämt, unfreundlich – nicht selten wird gedroht oder man sogar beschimpft.

Tagelang wird man mit Nachrichten bombardiert – man solle doch einen Igel abholen: „Man hat sich das Ehrenamt schließlich ausgesucht“ – für die 200 km Fahrstrecke sei man ja schließlich bereit, fünf Euro zu spenden.

An der Haustüre sagt man mir: „Ach, da kann ich ja den falschen Namen und die falsche Adresse angeben, dann muss ich die Igel nicht mehr abholen“ – und diskutiert, weil man nicht bereit ist, trotz voller Belegung der Igelstation, selbst zu päppeln.
Auf der eigenen Facebook-Seite stellt man sich aber als großer Igelretter dar. Die Arbeit kann ja jemand anderes machen.

Zu vereinbarten Abholterminen erscheint man entweder gar nicht oder eine Stunde zu spät – auf die Frage, wo man bleibt, bekommt man die Antwort: „Ich schau halt nicht ständig auf die Uhr.“ Ob ich Termine habe oder warte, ist dabei völlig egal.

Finder sind nicht einmal bereit, den verletzten Igel für ein paar Stunden ins Haus zu holen. Wenn er dann voll mit Fliegeneiern ist und es Stunden dauert, diese abzusammeln, hat man ihn längst bei der Station abgegeben.

Man entwirft Flyer, die auf die Gefahren im Garten hinweisen, und spricht mit den Menschen – und in der nächsten Saison fährt man täglich an demselben Haus vorbei, und wieder hängen die Vogelnetze bis zum Boden. Verfängt sich ein Igel, kann man den ja bequem in der Igelstation abgeben – kümmern können sich dann die anderen.

Auch der Hinweis, auf unsere Homepage zu schauen, wird in 9 von 10 Fällen ignoriert – man kann ja alle Fragen einzeln per WhatsApp stellen, ist ja viel einfacher.
Den ganzen Tag verbringen Menschen mit dem Surfen im Internet – aber zwei Minuten, um sich auf der Website zu informieren, sind offenbar zu viel.

Statt das Igelkind von der Straße zu retten, sucht man zuerst nach einer Lösung. Als man sie dann gefunden hatte, war das Igelkind bereits überfahren.

Man meldet sich Sonntagmittag wegen Igelkindern mit Madenbefall, die man schon tagelang beobachtet – als man dann eine Lösung anbietet, melden sich die Finder einfach nicht mehr und lassen die Pflegestelle umsonst warten.
Als man die Finder damit konfrontiert, heißt es, wir seien unfreundlich und man würde uns auf keinen Fall weiterempfehlen.

Das sind nur ein paar Beispiele der letzten Zeit.

Man kann es in aller Deutlichkeit sagen: Diesen Ärger hat man bei 80 % der Anrufe.

In der Hochsaison haben wir bis zu 50 Anrufe am Tag – die absolut nicht wertschätzende und unverschämte Art mancher Menschen ist enttäuschend, macht oft traurig, sprachlos und wütend.

Nun steht der Herbst vor der Tür, und auch in diesem Jahr würden wir wieder diese vielen Anfragen bekommen – und auch in diesem Jahr möchten 9 von 10 Findern nicht selbst päppeln. Und auch hierfür hätten wir wieder keine Lösung.

Ich habe keine Energie mehr, stundenlang an der Haustür zu diskutieren, weil die Finder selbst nicht päppeln wollen – die Igel wegen voller Besetzung nicht aufnehmen zu können, mit dem Wissen, dass der Finder ihn nicht richtig versorgen wird oder er im nächsten Graben landet.

Wir alle haben nur eine begrenzte Lebenszeit und sollten diese mit schönen Momenten verbringen – mit der Familie und mit Hobbys, die Spaß machen.

Natürlich denken wir an die vielen Igel, denen wir geholfen und ein zweites Leben ermöglicht haben.
In den sieben Jahren haben wir natürlich auch viele tolle Menschen kennengelernt – Finder, die vollen Einsatz gezeigt haben, Päppler und Auswilderungsstellen, die uns tatkräftig unterstützt haben, sowie Menschen, Vereine und Firmen, die uns mit Geld- und Sachleistungen geholfen haben.

Ein besonderer Dank geht auch an unseren Betreuungstierarzt mit Team, die immer für uns da waren – und an das Veterinäramt Deggendorf.

Unsere Internetseite werden wir weiterhin mit Igel-Content füllen.

Meine Entscheidung steht fest, die Behörden wurden bereits informiert.

Eure Sibille

15/08/2025

A Driffield hedgehog rescue is at breaking point, caring for more than 50 animals struggling in the heat - here's how you can help. Read more: https://bbc.in/4lqIpy5

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Fraßenweg 4
Nüziders
6714

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