12/03/2026
Am 12. März 1938 marschierten deutsche Truppen in Österreich ein. Der sogenannte „Anschluss“ markierte den Beginn einer beispiellosen Welle von Antisemitismus, Gewalt und Terror gegen Jüdinnen und Juden. Noch am selben Tag begannen öffentliche Demütigungen, Plünderungen und Misshandlungen, bei denen jüdische Menschen gezwungen wurden, Straßen zu schruben und von Nachbarn verspottet wurden. Beim Novemberpogrom 1938 wurden in Österreich mindestens 27 Juden ermordet, Synagogen zerstört und Tausende verhaftet. Insgesamt wurden während der NS Zeit etwa 66.000 österreichische Jüdinnen und Juden deportiert und ermordet.
Auch das Konzentrationslager Mauthausen, kurz nach dem Anschluss errichtet, wurde zu einem zentralen Ort des nationalsozialistischen Terrors. Rund 205.000 Menschen wurden dorthin deportiert, mehr als 100.000 von ihnen überlebten die Haft nicht. Die Verfolgung eskalierte weiter, und bereits wenige Jahre nach dem Anschluss begannen die Deportationen von Juden aus Österreich in Ghettos und Vernichtungslager in Polen und der besetzten Sowjetunion.
Erst 1945, mit der Befreiung durch sowjetische sowie amerikanische und britische Streitkräfte, endete die nationalsozialistische Herrschaft. Der 12. März 1938 erinnert uns daran, wohin Hass, Antisemitismus und Gleichgültigkeit führen können und wie wichtig es ist, die Erinnerung wachzuhalten und Verantwortung zu übernehmen.