Marie Jahoda - Otto Bauer Institut

Marie Jahoda - Otto Bauer Institut Wir glauben an eine fortschrittliche Welt und verbinden dafür Politik mit Wissenschaft und umgekehrt.

Dialog von Wissenschaft und Politik
Das Marie Jahoda – Otto Bauer Institut agiert als Bindeglied zwischen praktischer Politik und wissenschaftlicher Forschung. Die enge Verknüpfung und die wechselseitige Bereicherung der beiden Tätigkeitsfelder ist die zentrale Aufgabe.

Heute vor 145 Jahren, am 5. September 1881, wurde Otto Bauer in Wien geboren. Als Politiker, Publizist und einer der bed...
05/09/2026

Heute vor 145 Jahren, am 5. September 1881, wurde Otto Bauer in Wien geboren. Als Politiker, Publizist und einer der bedeutendsten Theoretiker des Austromarxismus prägte er die österreichische Sozialdemokratie und die politische Auseinandersetzung der Ersten Republik.

Schon früh beschäftigte sich Bauer mit der Frage, wie gesellschaftliche Verhältnisse verändert und politische, soziale und wirtschaftliche Demokratie miteinander verbunden werden können. Mit Werken wie "Die Nationalitätenfrage und die Sozialdemokratie" und "Die österreichische Revolution", als Mitbegründer der Zeitschrift "Der Kampf" sowie als Mitgestalter des Linzer Programms von 1926 verband er politische Theorie mit praktischer Arbeit. Auch der politischen Bildung widmete er sich intensiv unter anderem als Lehrer an der Arbeiterhochschule.

Nach den Februarkämpfen 1934 musste Bauer Österreich verlassen. Im Exil setzte er seine politische und publizistische Arbeit fort, bevor er 1938 in Paris starb. Sein Leben war geprägt von großen politischen Hoffnungen, historischen Umbrüchen, Erfolgen und Niederlagen, sowie von der beständigen Suche nach einem demokratischen Weg zu einer gerechteren Gesellschaft.

An seinem Geburtstag erinnern wir an Otto Bauer und laden dazu ein, sich mit seinem Leben, seinem Denken auseinanderzusetzen. Mehr über Otto Bauer auf der Website des JBI: https://jbi.or.at/

Menschen mit Migrationsgeschichte sind ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft. In politischen Parteien sind ...
02/09/2026

Menschen mit Migrationsgeschichte sind ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft. In politischen Parteien sind sie jedoch deutlich unterrepräsentiert. Dabei entscheiden Parteien maßgeblich darüber, welche Interessen gehört werden, wer für politische Ämter kandidiert und welche gesellschaftlichen Erfahrungen in politische Entscheidungen einfließen.

In der neuen Ausgabe der JBI Perspektiven zeigt Benjamin Höhne, warum mehr (post-)migrantische Repräsentation nicht nur eine Frage politischer Teilhabe ist, sondern auch Parteien selbst stärken kann.

Wie können Parteien ihre Strukturen öffnen. Welches Potenzial liegt in mehr Vielfalt für unsere Demokratie?

Jetzt die neue JBI Perspektive lesen: https://jbi.or.at/migration-und-parteien/

Wie kann man Radikalisierung in Videospielen vorbeugen? Unter anderem damit beschäftigt sich Dr. Linda Schlegel in den P...
30/08/2026

Wie kann man Radikalisierung in Videospielen vorbeugen? Unter anderem damit beschäftigt sich Dr. Linda Schlegel in den Perspektiven. Die vollständige Perspektive gibt es auf unserer Website!

20/08/2026

Käthe Leichter war vieles und sie wäre noch mehr geworden, hätten die Nationalsozialisten sie nicht ermordet

08/08/2026

Hast du schon von diesen 5 Methoden gehört mit denen Extremist:innen in Videospielen ihre gefährliche Propaganda verbreiten und teils sogar neue Leute rekrutieren? Die Methoden sind dabei vielfältiger, als man zunächst vermuten würde!

1. Nutzung gamingnaher Plattformen:
Steam, Roblox, Discord, Twitch, Kick oder DLive dienen nicht nur dem Spielen. Extremistische Akteur:innen nutzen sie zur Vernetzung, für Propaganda, Rekrutierung, Spenden und koordinierte Online-Aktionen. Teilweise wurden dort sogar Anschläge gestreamt. Besonders problematisch ist Propaganda auf Roblox: Fast 60 Prozent der Nutzer:innen sind jünger als 16 Jahre, rund 20 Prozent sogar unter neun.

2. Entwicklung von Propaganda-Spielen:
Extremistische Gruppen entwickeln seit Jahrzehnten eigene Videospiele. Rechtsextreme Propaganda-Games gibt es seit den 1980er-Jahren, islamistische seit den frühen 2000ern. Beispiele sind Spiele der Identitären Bewegung oder der Hisbollah. Solche Titel sollen Ideologie spielerisch vermitteln, Aufmerksamkeit erzeugen und insbesondere junge Zielgruppen emotional ansprechen und für die eigene Weltanschauung gewinnen.

3. Instrumentalisierung kommerzieller Online-Spiele:
Auch gewöhnliche Games werden für extremistische Inhalte missbraucht. Über Chats, Profilnamen und Bilder wird Propaganda verbreitet. In Spielwelten entstehen extremistische Symbole oder nachgebaute Konzentrationslager. Mods verändern harmlose Spiele so, dass etwa SS- oder Hamas-Uniformen und antisemitische Feindbilder auftauchen. Videos solcher Mods werden häufig über TikTok und andere soziale Netzwerke verbreitet.

4. Verwendung von Gaming-Bezügen:
Extremistische Propaganda greift häufig Sprache und Bilder aus der Gaming-Kultur auf. Dazu gehören bekannte Spieletitel, Begriffe wie „Mission“ oder „Level“, Memes und Szenen aus Shootern. So sollen Botschaften vertrauter, moderner und attraktiver wirken. Der sogenannte Islamische Staat nutzte etwa Aufnahmen aus Games und stellte reale Gewalt als eine Art „echtes Call of Duty“ dar.

5. Gamifizierung:
Gamifizierung überträgt Spielmechaniken auf (in diesem Fall) extremistische Online-Räume. Punkte, Level, Missionen und Ranglisten sollen Beteiligung belohnen und Konkurrenz erzeugen. In manchen Foren werden Attentäter nach der Zahl ihrer Opfer gerankt. Anderswo erhalten nur besonders aktive Mitglieder Zugang zu geschlossenen Bereichen. So werden Status, Zugehörigkeit und Gewalt spielerisch miteinander verknüpft und normalisiert.

Seit den 1980er-Jahren produzieren rechtsextreme, dschihadistische und andere gewaltorientierte Akteur:innen eigene Spie...
28/07/2026

Seit den 1980er-Jahren produzieren rechtsextreme, dschihadistische und andere gewaltorientierte Akteur:innen eigene Spiele oder verändern bekannte Titel durch Mods. Eine Studie des Global Network on Extremism and Technology zeichnet diese Entwicklung anhand von 155 Spielen aus den Jahren 1982 bis 2024 nach.

In der Studie aufgenommen wurden Titel, deren Inhalte oder Produzent:innen Gewalt zur Durchsetzung politischer, religiöser oder ideologischer Ziele unterstützen. Erfasst wurden auch Spiele, die bestimmte Bevölkerungsgruppen entmenschlichen, Gewalt gegen sie verherrlichen oder terroristische Organisationen positiv darstellen. Die Datenbank ist jedoch nicht vollständig. Untersucht wurden nur öffentlich zugängliche Quellen, überwiegend auf Englisch.

Jedes Spiel wurde einer Top-Level-Kategorie zugeordnet: 101 Titel gelten als rechtsextrem, 24 als dschihadistisch, 29 als sonstige Formen von Extremismus oder gezieltem Hass und einer als linksextrem. Die drei häufigsten Unterkategorien sind: Weiße Vorherschaft (41), Rassistisch (35), Neo-Nazi (32). Am unteren Ende finden sich Christlich theokratisch, Anarchistisch, Nationalistisch mit jeweils einem Spiel.

Extremistische Spiele dienen vor allem der Propaganda. Sie übersetzen Feindbilder in Figuren, Missionen und Belohnungssysteme. Dadurch wird Ideologie nicht nur betrachtet, sondern aktiv gespielt. Gleichzeitig können Gewalt normalisiert, Gemeinschaftsgefühl erzeugt, neue Zielgruppen erreicht und Nutzer:innen zu weiteren Propagandainhalten geführt werden. Manche Spiele dienen außerdem der Selbstdarstellung oder Finanzierung extremistischer Akteure.

Historisch begann das Phänomen in den 1980er- und 1990er-Jahren mit einfachen rassistischen Spielen, die über Disketten und extremistische Netzwerke verbreitet wurden. Später kamen Mods hinzu, die bekannte Spiele mit Propaganda, Symbolen und neuen Feindbildern versahen.

In den 2000er-Jahren produzierten rechtsextreme und dschihadistische Gruppen zunehmend eigene Spiele. Seit den 2010er-Jahren verlagert sich die Verbreitung stärker auf Mods, Onlinearchive, Telegram und Plattformen wie Steam. Seit 2020 steigt die Zahl der erfassten Titel deutlich. Neuere Spiele nutzen häufig Memes, Retro-Grafik und Ironie, um ihre Botschaften als Unterhaltung oder Provokation erscheinen zu lassen.

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Dieses Posting basiert auf der Studie “30 Years of Trends in Terrorist and Extremist Games” von Emily Thompson und Galen Lamphere-Englund welche von GNET (Global Network on Extremism & Technology) herausgegeben wurde, sowie der Ausgabe der JBI Perspektiven “Extremistische Einflussnahme in digitalen Gaming-Räumen“ von Dr. Linda Schlegel. Die Ausgabe der Perspektiven gibt es zu lesen auf: https://jbi.or.at/gaming-extremismus/

Heute gedenken wir der 77 Menschen, die am 22. Juli 2011 bei den Terroranschlägen in Oslo und auf der norwegischen Insel...
22/07/2026

Heute gedenken wir der 77 Menschen, die am 22. Juli 2011 bei den Terroranschlägen in Oslo und auf der norwegischen Insel Utøya ihr Leben verloren. Unsere Gedanken sind bei ihren Familien, Freunden und allen Überlebenden. 🕯️

Im Regierungsviertel von Oslo tötete Anders Behring Breivik mit einer Autobombe acht Menschen. Wenig später griff der rechtsextreme Attentäter das sozialistische Sommercamp der norwegischen AUF auf Utøya an. Dort ermordete er 69 Menschen. Die meisten von ihnen waren Jugendliche und junge Erwachsene. Viele weitere wurden verletzt und traumatisiert.

Zuvor hatte der Täter ein 1.500-seitiges Manifest veröffentlicht, in dem er das Verbrechen mit seiner faschistischen Ideologie begründete. Jahre später berief sich auch der rechtsextreme Attentäter von Christchurch auf diesen Text und sah Breivik’s Anschlag als Inspiration.

Utøya war kein Einzelfall. Das Erinnern an das Massaker mahnt uns, Hass und Menschenfeindlichkeit nicht gleichgültig gegenüberzustehen und gemeinsam für ein respektvolles und friedliches Miteinander einzutreten.

Extremismus spielt im Gaming oft mit. Dr. Linda Schlegel analysiert in der neusten Ausgabe der Perspektiven, wie und wel...
21/07/2026

Extremismus spielt im Gaming oft mit. Dr. Linda Schlegel analysiert in der neusten Ausgabe der Perspektiven, wie und welche extremistischen Botschaften dort verbreitet werden und welchen Einfluss sie haben.

Jetzt lesen 📖
jbi.or.at/gaming-extremismus/

Am 11. Juli 1995 nahmen bosnisch-serbische Truppen Srebrenica ein. In den darauffolgenden Tagen wurden mehr als 8.000 bo...
11/07/2026

Am 11. Juli 1995 nahmen bosnisch-serbische Truppen Srebrenica ein. In den darauffolgenden Tagen wurden mehr als 8.000 bosniakische Männer und Jungen systematisch ermordet. Zehntausende Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben.

Um die Verbrechen zu verschleiern, wurden viele Leichen später aus Massengräbern geborgen, zerstückelt und an anderen Orten erneut verscharrt. Deshalb konnten zahlreiche Opfer erst Jahrzehnte später identifiziert werden. Viele Menschen gelten bis heute als vermisst.

Der Völkermord von Srebrenica gilt als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Er geschah vor den Augen der internationalen Gemeinschaft und steht auch für deren Versagen, die Menschen in der ausgewiesenen Schutzzone zu schützen.

Am 11. Juli gedenken wir der Ermordeten, der Überlebenden und ihrer Angehörigen. Srebrenica mahnt uns auch nicht zu schweigen, wenn Menschenrechte und Völkerrecht verletzt werden.

Adresse

Landstraße 36
Linz
4020

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