Marie Jahoda - Otto Bauer Institut

Marie Jahoda - Otto Bauer Institut Wir glauben an eine fortschrittliche Welt und verbinden dafür Politik mit Wissenschaft und umgekehrt.

Dialog von Wissenschaft und Politik
Das Marie Jahoda – Otto Bauer Institut agiert als Bindeglied zwischen praktischer Politik und wissenschaftlicher Forschung. Die enge Verknüpfung und die wechselseitige Bereicherung der beiden Tätigkeitsfelder ist die zentrale Aufgabe.

Ohne zu wissen warum wurde Josef Finster 1938 von der Kriminalpolizei verhaftet und nach Dachau deportiert. Wenig später...
31/05/2026

Ohne zu wissen warum wurde Josef Finster 1938 von der Kriminalpolizei verhaftet und nach Dachau deportiert. Wenig später starb er im KZ Flossenbürg.

Nach jahrelangen Nachforschungen in Archiven erzählt Waltraud Kannonier-Finster in „Josef Finster. Eine Recherche.“ die Geschichte ihres Großonkels der vom NS-Regime als „Berufsverbrecher“ in „Vorbeugungshaft“ genommen wurde und im KZ starb.

Am Freitag den 19.06. liest Marie Hofstätter um 19:30 Uhr in der Tribüne Linz aus dem Buch. Musikalische Begleitung gibt es von Toni Burger.

Karten gibt es auf tribuene-linz.at/ein-opfer-muss-nicht-perfekt-sein und weitere Informationen zum Buch auf kurdirektion.at/josef-finster

24/05/2026

Kaum Wachstum in der Wirtschaft, dafür bei der Arbeitslosigkeit: Zeit für eine Jobgarantie?

Österreich ist in einer schwierigen Lage: schwache Konjunktur, hohe Arbeitslosigkeit, Budgetkrise. Ende April 2026 waren beim AMS rund 398.000 Menschen arbeitslos oder in Schulung vorgemerkt. Das sind 8,5% mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Erholung verhalten.

Die naheliegende politische Reaktion ist meist: sparen, kürzen, den Druck auf Arbeitslose erhöhen. Doch aus Sicht des Arbeitsmarkts und der Makroökonomie greift diese Antwort zu kurz. Denn Arbeitslosigkeit ist nicht nur ein individuelles Problem, sondern auch ein gesamtwirtschaftliches. Sie senkt Einkommen, Kaufkraft und dadurch auch Steuereinnahmen. Sie erhöht Sozialausgaben und führt langfristig zum Verlust von Qualifikationen. Gerade in einer Phase schwacher Nachfrage kann zusätzliche Arbeitslosigkeit die Konjunktur weiter bremsen.

Eine Jobgarantie setzt hier anders an: Der Staat würde als Arbeitgeber letzter Instanz auftreten und gemeinnützige, gesellschaftlich notwendige Arbeit finanzieren. Zum Beispiel in Gemeinden, sozialer Infrastruktur, Pflegeunterstützung, Bildung, Klimaanpassung oder Nachbarschaftsarbeit.

Das ist auch budgetpolitisch relevant. Eine Jobgarantie kostet zwar, erzeugt aber auch einen Gegenwert. Ein Teil der Mittel, die heute in passive Arbeitslosigkeit fließen, würde in Beschäftigung, Einkommen, Qualifikation und öffentliche Leistungen umgeleitet. Gleichzeitig entstehen Rückflüsse über höhere Nachfrage und damit einhergehende Gewinne bei Unternehmen und Steuereinnahmen.

Angesichts von KI und Automatisierung wird diese Frage noch dringlicher. Wenn technologische Umbrüche bestimmte Tätigkeiten verdrängen oder entwerten, braucht es Institutionen, die soziale Sicherheit und Teilhabe nicht allein vom privaten Arbeitsmarkt abhängig machen.

Eine Jobgarantie wäre daher trotz Budgetkrise kein Luxus. Sie wäre Instrument, um Arbeitslosigkeit, soziale Folgekosten und wirtschaftliche Stagnation gleichzeitig zu adressieren.

Hier ist der vierte und vorerst letzte Teil aus unserer Chronik der Frauenrechte, denn die Inhalte für einen 5. Teil wer...
17/05/2026

Hier ist der vierte und vorerst letzte Teil aus unserer Chronik der Frauenrechte, denn die Inhalte für einen 5. Teil werden gerade erst erkämpft! ♀️⚧️✊

Gestern Abend durften wir im Wissensturm Oliver Rathkolb zum Gespräch begrüßen. Im Mittelpunkt stand sein Buch Ökonomie ...
12/05/2026

Gestern Abend durften wir im Wissensturm Oliver Rathkolb zum Gespräch begrüßen. Im Mittelpunkt stand sein Buch Ökonomie der Angst und die Frage, wie gesellschaftliche Verunsicherung, ökonomische Macht und politische Radikalisierung historisch zusammenhängen und bis heute wirken.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom JBI, Renner Institut Oberösterreich und BSA OÖ - Bund Sozialdemokratischer AkademikerInnen Oberösterreich organisiert und Gabriele Koller-Sandhacker hat moderiert.

Vor 81 Jahren erreichte am 5. Mai 1945 ein Spähtrupp der US-Armee die Konzentrationslager Mauthausen und Gusen. Zu diese...
05/05/2026

Vor 81 Jahren erreichte am 5. Mai 1945 ein Spähtrupp der US-Armee die Konzentrationslager Mauthausen und Gusen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die SS-Wachmannschaften das Lager bereits weitgehend verlassen, während zehntausende geschwächte und schwer kranke Gefangene zurückblieben. Am 6. Mai wurden rund 40.000 Menschen endgültig befreit.

Seit 1997 wurde der 5. Mai in Österreich zum Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus erklärt. An diesem gedenken wir der Opfer und erinnern an die Verantwortung, die Geschichte wachzuhalten und Faschismus, Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit entgegenzutreten.

Mehr Informationen zur Befreiung:


mauthausen-memorial.org
https://www.erinnern.at/gedaechtnisorte-gedenkstaetten/gedenktage/5-mai

Die dritte Welle des Feminismus - ein Auszug aus unser Chronik der Frauenrechte. Bald geht's weiter mit der vierten Well...
03/05/2026

Die dritte Welle des Feminismus - ein Auszug aus unser Chronik der Frauenrechte. Bald geht's weiter mit der vierten Welle! 🌊

Am heutigen Tag erinnern wir an Marie Jahoda (1907–2001) die vor 25 Jahren verstorben ist. Sie war eine Sozialforscherin...
28/04/2026

Am heutigen Tag erinnern wir an Marie Jahoda (1907–2001) die vor 25 Jahren verstorben ist. Sie war eine Sozialforscherin die aufgrund ihrer politischen Aktivitäten im Austrofaschismus inhaftiert wurde und ins Exil nach Großbritannien gehen musste.

Marie Jahoda war führend beteiligt an der wegweisenden Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ mit der sie sichtbar machte, wie Arbeitslosigkeit nicht nur Einkommen, sondern Alltag, Zeitgefühl, Selbstwert und gesellschaftliche Teilhabe verändert. Ihr wissenschaftliches Werk blieb stets eng mit politischem Engagement verbunden: Jahoda forschte lebensnah, stellte soziale Fragen ins Zentrum und verband Analyse mit dem Anspruch, demokratische und solidarische Gesellschaften zu stärken.

Mehr über ihr Leben, ihre Forschung und ihre Bedeutung:
https://jbi.or.at/marie-jahoda/

Weiter geht's mit dem 2. Teil der Chronik der Frauenrechte und der 2. Welle des Feminismus. Wie es wohl weiter geht? Fol...
25/04/2026

Weiter geht's mit dem 2. Teil der Chronik der Frauenrechte und der 2. Welle des Feminismus. Wie es wohl weiter geht? Folge rein!

20/04/2026
Heute vor 81 Jahren wurde Richard Bernaschek von den Nationalsozialisten ermordet.Als Parteisekretär der Sozialdemokrati...
18/04/2026

Heute vor 81 Jahren wurde Richard Bernaschek von den Nationalsozialisten ermordet.
Als Parteisekretär der Sozialdemokratie in Oberösterreich und führender Kopf im Republikanischen Schutzbund stand er zeitlebens für Gerechtigkeit, Solidarität und demokratische Werte ein.

Selbst nach dem Verbot der Partei blieb er aktiv im Widerstand und bezahlte dafür mit seinem Leben. Sein Mut und seine Konsequenz sind uns bleibende Erinnerung und Mahnung zugleich.

Wir gedenken Richard Bernaschek in Dankbarkeit und Respekt.
Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg.

Adresse

Landstraße 36
Linz
4020

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