11/06/2026
Zum Start der Fußball-WM und anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit am 12. Juni fordern der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) und sein entwicklungspolitischer Verein solidar Austria: Fair Play muss überall gelten. Wer im Stadion Respekt, Regeln und Verantwortung einfordert, muss auch bei Fußbällen, Trikots, Sportartikeln und anderen Produkten globaler Lieferketten genau hinsehen. Weltweit sind laut aktuellen Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) und UNICEF noch immer rund 140 Millionen Kinder von betroffen, über 50 Millionen von ihnen unter gefährlichen Bedingungen.
Obwohl die Zahl der arbeitenden Kinder seit 2000 deutlich gesunken ist, hat die Weltgemeinschaft ihr Ziel verfehlt, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden. Um das UN-Nachhaltigkeitsziel 8.7 wenigstens bis 2030 zu erreichen, müssten die Fortschritte elfmal schneller erreicht werden als bisher. Gerade deshalb braucht es verbindliche politische Schritte statt wohlklingender Bekenntnisse.
„Fair Play ist im Fußball selbstverständlich – es muss endlich auch in globalen Lieferketten gelten. Kinderarbeit verschwindet nicht durch Appelle, sondern dann, wenn Erwachsene von ihrer Arbeit leben können, stark sind und durchgesetzt werden. Wer Kinderarbeit bekämpfen will, muss existenzsichernde Löhne, soziale Absicherung und gute Arbeit für die Eltern sichern“, betont Isabelle Ourny, Internationale Sekretärin im ÖGB, während einer Medienaktion in der Gewerkschaftszentrale am Donnerstag.
Mehr dazu: https://solidar.global/2026/06/11/rote-karte-gegen-kinderarbeit-fair-play-muss-auch-in-globalen-lieferketten-gelten