16/06/2026
Rückblick | Was bleibt, ist Raum – Ein Tag für Adolf Krischanitz | 12.06.26.
Ein inspirierender Nachmittag im Zeichen der Architektur, des Dialogs und der Erinnerung: Gemeinsam haben wir den 80. Geburtstag von Adolf Krischanitz gefeiert und sein Werk aus unterschiedlichen Perspektiven neu entdeckt.
Den Auftakt bildeten die Begrüßungsworte von Heidrun Schlögl (ORTE Architekturnetzwerk NÖ), auf deren Initiative dieser besondere Projekttag zu Ehren von Adolf Krischanitz entstanden ist, sowie von Florian Steininger, Direktor der Kunsthalle Krems, und Hermann Dikowitsch, Leiter der Abteilung Kunst & Kultur im Amt der NÖ Landesregierung. In seinem Vortrag spannte Franz Denk, Architekt und ORTE-Vorstandsmitglied, einen facettenreichen Bogen durch das Schaffen von Adolf Krischanitz – von Kunstraum, Wohn- und Stadtraum über Werk- und Lernraum bis hin zu Interieurs sowie Sitz- und Liegemöbeln.
Bei den anschließenden Führungen vermittelte Florian Steininger spannende Einblicke in die von Krischanitz gestalteten Räume der Kunsthalle Krems. Helmut Neundlinger führte durch das Archiv der Zeitgenossen und die von Krischanitz entwickelte architektonische Gesamtgestaltung des Gebäudes am Campus der Donau-Universität Krems. Zudem bot die von Brigitta Potz kuratierte Ausstellung die Möglichkeit, weitere Facetten seines Wirkens kennenzulernen.
Den Abschluss bildeten die Premiere des Films „The Dreams of an Architectivist“ von Miljana Niković und ein Gespräch mit der Regisseurin sowie den ehemaligen Mitarbeiter des Ateliers Krischanitz, den Architekt Anna Wickenhauser und Ulrich Huhs, moderiert von Franz Denk. „Wichtig ist, was letztlich bleibt“ – dieses von Anna Wickenhauser zitierte Statement von Adolf Krischanitz begleitete den Tag wie ein Leitmotiv und brachte die Atmosphäre der Veranstaltung auf den Punkt.
Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden, Vortragenden, Gäste und Partnerinstitutionen. In dieser Form wäre die Veranstaltung ohne die enge Zusammenarbeit von ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich, dem Archiv der Zeitgenossen an der Universität für Weiterbildung Krems, dem Kino im Kesselhaus und der Kunsthalle Krems nicht möglich gewesen.
Besonderer Dank gilt auch den Institutionen der Krischanitz Vorlass-Gemeinschaft – dem Az W Architekturzentrum Wien, dem MAK - Museum of Applied Arts und dem gta-Archiv der ETH Zürich –, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, das Werk und Denken von Adolf Krischanitz für kommende Generationen zugänglich zu machen.
📷 Foto: © Anna Gaidai