04/09/2026
In Graz wurde eine 24 Jahre alte Frau* durch einen mutmaßlichen Femizid getötet. Wir sind zutiefst betroffen, einen weiteren Femizid in Österreich dokumentieren zu müssen.
Der Tatverdächtige soll aus ihrem familiären Umfeld stammen, was einen wesentlichen Punkt von geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Mädchen* und Frauen* widerspiegelt:
Gewalt gegen Frauen* passiert in den häufigsten Fällen nicht durch Fremde. Sie passiert fast immer dort, wo Vertrauen, Nähe und Abhängigkeit bestehen – durch Partner, Ex-Partner oder andere nahestehende Personen. Gewalt kann sich in unterschiedlichen Formen zeigen und beginnt lange vor der tödlichen Eskalation.
Femizide sind keine tragischen Einzelfälle. Sie sind die extremste Form geschlechtsspezifischer Gewalt.
Wir müssen Gewalt gegen Frauen* ernst nehmen, Warnsignale erkennen und Betroffene unterstützen – bevor aus Gewalt tödliche Gewalt wird. Wir müssen das Sprechen über Gewalt an Mädchen* und Frauen* enttabuisieren, damit Betroffene ohne Scham bestehende Hilfs- und Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen können.
Jede ist eine zu viel!
StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt wird vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz finanziert und vom Verein Equaliz in Villach und Klagenfurt umgesetzt.