23/04/2026
📅 23. April 1813 – Heute vor 213 Jahren wurde Frédéric Antoine Ozanam, einer der Gründer der Vinzenzgemeinschaft, in Mailand als Sohn französischer Eltern geboren.
Schon sein Elternhaus war vom Gedanken der Nächstenliebe geprägt: Sein Vater war als Armenarzt bekannt und behandelte ein Drittel seiner Patienten kostenlos, auch seine Mutter engagierte sich zeit ihres Lebens für Menschen in Not.
1815 zog die Familie nach Lyon. Nach persönlichen Glaubenszweifeln und beeindruckt von den sozialen Folgen der industriellen Entwicklung übersiedelte Frédéric 1831 nach Paris. Dort studierte er zunächst Jura und promovierte 1836 zum Doktor der Rechte, 1839 folgte die Promotion zum Doktor der Philosophie. Nach einer kurzen Professur für Handelsrecht in Lyon wurde er 1844 ordentlicher Professor für auswärtige Literatur an der renommierten Sorbonne.
Für Frédéric Ozanam war Glaube ohne gelebte Nächstenliebe nicht denkbar. Inspiriert von Vinzenz von Paul, den er als Patron wählte, gründete er 1833 gemeinsam mit Gleichgesinnten die erste Caritas-Konferenz. Aus dieser Initiative entstanden die Vinzenzgemeinschaften, wie wir sie bis heute kennen.
Sein Credo, das bis heute nichts an Aktualität verloren hat: „Keine Gesellschaft kann Elend als Schicksal akzeptieren, ohne dass sie in ihrer Ehre getroffen wird. Baut daher Gesellschaften auf, in denen es mehr Brüderlichkeit gibt und die Geringsten und die Ärmsten in ihrer Menschenwürde anerkannt werden."
Frédéric Ozanam starb am 8. September 1853 in Marseille – im Alter von nur 40 Jahren. 1997 wurde er in Paris von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen 🕯️