19/07/2026
Franz Groschan, Präsident des KOBV Österreich – Der Behindertenverband, hat heute im Ö1-Mittagsjournal mit Redakteurin Eva Haslinger über die geplanten Bundesmittel für Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen gesprochen. 🎙️ Sie sollen laut Doppelbudget 2027/28 bis 2028 um 18 Prozent sinken, wie wir vor ein paar Tagen berichtet haben: https://www.kobv.at/bundesmittel-fuer-menschen-mit-behinderungen-gehen-bis-2028-deutlich-zurueck/
„Ich gehe davon aus, dass 70.000 bis 100.000 Menschen betroffen sind“, sagt Groschan. Er befürchtet, dass die Kürzungen vor allem am Arbeitsmarkt, etwa bei Beratungsprojekten zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen, um in den Arbeitsprozess zu kommen bzw. in diesem zu bleiben, zu spüren sein werden.
Dem KOBV Österreich – Der Behindertenverband ist bewusst, dass aktuell in vielen Bereichen gespart werden muss, „aber das darf nicht bei den Schwächsten, bei Menschen mit Behinderungen, passieren“, betont der Präsident. Groschan kritisiert auch einmal mehr das System der Ausgleichstaxe, das dringend zu überarbeiten ist.
Nachgehört werden kann das Interview, das ausschnittsweise auch auf Ö3 und Radio Wien ausgestrahlt worden ist, hier: 👉 https://oe1.orf.at/player/20260718/838400/1784370919300 (ab 12:35 Uhr)
Wir bedanken uns bei Ö1 herzlich für das Gespräch und die Möglichkeit, auf das wichtige Thema der Budgetkürzungen zulasten von Menschen mit Behinderungen in der breiten Öffentlichkeit aufmerksam zu machen.
📷 ©: Screenshot von oe1.orf.at