12/10/2024
Einer der seltenen Fälle, wo der Kran tatsächlich alternativlos sein dürfte.
Die Amerikaner hätten hier wohl ihren geliebten Tripod mit Umlenkrolle eingesetzt.
Vorteil: Im Gegensatz zum Kran spürt die Zugmannschaft, wenn das Tier noch feststeckt, und man kann noch nach einer verletzungsfreien Alternativ-Strategie suchen (Erweiterung des Lochs oä.).
Nachteile: Beschränkter Hubraum innerhalb des Tripods und das Loch muß erst verschlossen werden, bevor das Tier wieder abgesetzt werden kann; beides nicht ungefährlich.
Dank Sedierung/Beruhigung des Tiers durch Futtergabe, Ausschalten der Sondersignale und Fernbleiben der nicht unmittelbar beteiligten Mannschaft, und vor allem auch durch das Geschick des Kranführers konnte der kritische Moment, wo das Tier wieder festen Boden unter den Hufen spürt, gut bewältigt werden.
Mittel der Wahl wäre hier eine Hebeschiene mit Fernauslösung gewesen, mit der auch das Hebezeug vom Tier abfällt.
Das von uns verwendete Hebegeschirr hätte hier wohl nicht so ohne weiteres unter dem festliegenden Tier hindurch angebracht werden können.
Bleibt noch das Problem, daß vor allem unruhige Tiere wegen der Kopflastigkeit nach vorn aus dem Hebezeug kippen.
Hierfür gäbe es die sog. "Becker-Schlinge", die etwas breiter, innen gepolstert und außen mit zusätzlichen Ösen für Brust- und Hinterteil-Sicherungsgurte versehen ist (sie fällt dann aber mit der Fernauslösung nicht unbedingt gleich ab).
Positiv-Punkte gibt es für die Anwesenheit der Tierärztin und die Kopfsicherung.
Abzüge für die fehlenden Fädelhilfen und für die -üblichen 😉- zwei Personen ohne Schutzausrüstung in den Kicking Zonen (RH).