18/10/2026
Sprache macht einen Unterschied 🐺🦅
Fleischfressende Tierarten sind keine „Räuber“. Sie sind Beutegreifer bzw. bei Vö**ln Greifvögel – sie jagen oder fressen Aas, um sich und ihre Jungen zu ernähren.
Der Begriff „Raubtier“ stammt aus einer Zeit, in der fleischfressende Tiere als „Räuber“ betrachtet und verfolgt wurden. Doch Tiere begehen keine Straftat: Sie nehmen ihre Beute nicht „widerrechtlich“ weg, sondern erfüllen eine wichtige Funktion im Ökosystem.
Beutegreifer tragen dazu bei, kranke und verletzte Tiere aus Populationen zu selektieren und verhindern dadurch oft langes Leiden. Sie jagen nicht aus Spaß, sondern aus Überlebensnotwendigkeit.
Deshalb sollten wir auch sprachlich umdenken und „Beutegreifer“ statt „Raubtier“ und „Greifvogel“ statt „Raubvogel“ verwenden. Denn Sprache prägt, wie wir Natur und Tiere wahrnehmen. 🌿
📷 Christoph Käs