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CLIO Unser wissenschaftliches Interesse gilt der Frage nach Handlungsspielräumen in Zeiten des Nationals

Unser wissenschaftliches Interesse gilt der Frage nach Handlungsspielräumen in Zeiten des Nationalsozialismus. CLIO trägt mit all seinen Aktivitäten dazu bei, Menschen sichtbar zu machen, die

sich gegen den Nationalsozialismus gestellt haben
den "anderen Weg" gegangen sind
für ihre Überzeugung eingestanden sind
an Österreich geglaubt haben, als es keines mehr gab
Menschen blieben, in einer unmenschlichen Zeit

Wie der Grazer Maler Walter Langhammer die indische Avantgarde in Bombay beeinflusste.Vortrag und Buchvorstellung von Ma...
08/10/2026

Wie der Grazer Maler Walter Langhammer die indische Avantgarde in Bombay beeinflusste.

Vortrag und Buchvorstellung von Margit Franz (Historikerin)

Donnerstag, 15. Oktober 2026, 18.00 Uhr
Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

In der indischen Kunstgeschichte gilt der Grazer Maler Walter Langhammer (1905–1977) als Mentor, Lehrer und Bindeglied für die erste Generation der modernen indischen Avantgardekünstler. So schrieb etwa der bekannte indische Kurator und Kulturjournalist Ranjit Hoskote: „Walter Langhammer was a key figure in the history of post-colonial Indian art, an influential connoisseur and patron who was also an artist.”
Heute hängen seine Bilder in der Tata Foundation, dem ehemaligen Prince of Wales Museum, der Jehangir Art Gallery in Mumbai oder im National Gandhi Museum in Delhi. In Österreich bzw. in seiner Geburtsstadt Graz ist er hingegen weitgehend unbekannt.

Walter Langhammer wurde am 19. April 1905 in Graz geboren. Nach der Schulzeit übersiedelte er 1923 zum Studium an die Akademie der bildenden Künste nach Wien. Dort etablierte er sich bald im Roten Wien als Grafiker, insbesondere nach der Heirat mit der Tochter des sozialdemokratischen und jüdischen Bezirksvorstehers des ersten Wiener Gemeindebezirkes Otto Urbach. Daneben verfolgte er die Malerei und seine „kleine Leidenschaft“, die Karikatur. Ab 1927 im Brotberuf als Gymnasiallehrer tätig, betrieb er nach der Ausschaltung der Demokratie 1933/34 mit seiner Frau Käthe und seinem Schwiegervater illegale Zirkel zu Kunst und Sozialismus. 1938 musste er mit seiner jüdischen Frau Wien verlassen und es gelang ihnen die Flucht nach Bombay, damals Britisch-Indien, wo er später Art Director der Times of India wurde. Für die größte englischsprachige Zeitung des Subkontinents zeichnete er auch Anti-Hitler-Karikaturen.
Gemeinsam mit seiner Frau und einem Kunstzirkel rund um die von ihm mibegründete Jehangir Art Gallery förderte er junge indische, avantgardistische Künstler, zu denen die mittlerweile weltberühmten indischen Malern Souza, Husain und Raza gehörten.
Er selbst wurde mit Porträts der High Society Bombays berühmt und mit post-impressionistischen Landschafts- und Kulturstudien wegweisend für viele junge KünstlerInnen. Der indische Kunsthistoriker Ratan Parimoo bezeichnete ihn als „the man who brought Kokoschka to India“.

Eine Ausstellung im Museum für Geschichte und ein Buch geben nun erstmals Einblicke zu seiner Tätigkeit in Österreich bis 1938 und stellen den Künstler und den Kunstförderer Walter Langhammer einer breiteren Öffentlichkeit vor.

NEUERSCHEINUNG
Margit Franz: Walter Langhammer: Graz – Indien. 92 Seiten mit zahlreichen Abb. (ISBN: 978-3-903425-38-5). CLIO: Graz 2026, Euro 15,00

Mit der Göttin vermähltIndische TransgendervariantenLesung und Buchpräsentationvon und mit Traude Pillai-Vetschera (Kult...
02/10/2026

Mit der Göttin vermählt
Indische Transgendervarianten

Lesung und Buchpräsentation
von und mit Traude Pillai-Vetschera (Kulturanthropologin, Universität Wien)

09.10.2026, 18:00 Uhr, Museum für Geschichte, Prunkraum, Sackstraße 16, 8010 Graz
Teilnahme kostenlos!
Anmeldung unter 0316/8017-9810, [email protected]

Hijras und Jogatas sind geschlechterdiverse und Transgender-Gemeinschaften in Indien, unterscheiden sich jedoch stark in ihren spirituellen Traditionen, ihrem sozialen Status und ihren rituellen Praktiken. Die Ethnologin, Kultur- und Sozialanthropologin Traude Pillai-Vetschera begann dazu ihre Forschungen vor fast 50 Jahren und stellt nun ihr Buch „Mit der Göttin vermählt“ vor – eine berührende Erzählung über Identität, Selbstfindung und kulturelle Vielfalt in Indien. Dabei steht im ersten Teil des Buches die Geschichte Sunils im Mittelpunkt, der nach einer schwierigen Kindheit erkennt, dass seine Identität und seine Lebensvorstellungen sich grundlegend von jenen seiner männlichen Altersgenossen unterscheiden. Die Begegnungen mit den Hijras und den Jogatas prägten seinen weiteren Lebensweg. Im zweiten Teil widmet sich die Autorin den beiden Transgendergruppen, wobei immer wieder ihre zahlreichen Feldforschungserfahrungen in Indien einfließen.

Eine Veranstaltung von CLIO, dem Museum für Geschichte und RosaLila PantherInnen

Bild: Buchcover, Traude Pillai-Vetschera, Mit der Göttin vermählt, 2026
Kment Verlag

Eröffnung der Ausstellung im Museum für Geschichte in Graz über den "vergessenen" Grazer Maler Walter Langhammer, der 19...
01/10/2026

Eröffnung der Ausstellung im Museum für Geschichte in Graz über den "vergessenen" Grazer Maler Walter Langhammer, der 1938 fliehen musste und nach Indien emigrierte und für die indische Moderne wichtig war.

Historischer Rundgang mit Joachim HainzlAn der Stiftingtalstraße Rundgang Das erst 1938 eingemeindete stadtnahe Stifting...
01/10/2026

Historischer Rundgang mit Joachim Hainzl

An der Stiftingtalstraße
Rundgang

Das erst 1938 eingemeindete stadtnahe Stiftingtal hatte einst mit seinen Ausflugsgasthäusern eine wichtige Erholungsfunktion für die StädterInnen. Ausgehend vom Riesplatz führt unser Weg vorbei an ehemaligen Gaststätten (Zum schwarzen Hund) oder der Disco (Die Grotte), ehemaligen Mühlen und Geschäften bis zur Jugendsiedlung Stifting.

Joachim Hainzl (Sozialhistoriker)

Samstag, 3. Oktober 2026, 11.00 Uhr
Treffpunkt: Riesplatz (Post), 8010 Graz

NEUERSCHEINUNG:
Joachim Hainzl: Stifting, Ries und Ragnitz einst und jetzt. Geb. 256 Seiten mit zahlr. Abb.
ISBN: 978-3-903425-37-8, CLIO: Graz 2026
Euro 29,00

Bestellung unter [email protected] oder in ihrer Buchhandlung

AUSSTELLUNG - ERÖFFNUNG Walter Langhammer: Ein „vergessener“ Grazer Maler, der die Moderne nach Indien brachte In der in...
30/09/2026

AUSSTELLUNG - ERÖFFNUNG

Walter Langhammer: Ein „vergessener“ Grazer Maler, der die Moderne nach Indien brachte

In der indischen Kunstgeschichte gilt der Grazer Maler Walter Langhammer (1905–1977) als Mentor, Lehrer und Bindeglied für die erste Generation der modernen indischen Avantgardekünstler. So schrieb etwa der bekannte indische Kurator und Kulturjournalist Ranjit Hoskote: „Walter Langhammer was a key figure in the history of post-colonial Indian art, an influential connoisseur and patron who was also an artist.”
Heute hängen seine Bilder in der Tata Foundation, dem ehemaligen Prince of Wales Museum, der Jehangir Art Gallery in Mumbai oder im National Gandhi Museum in Delhi. In Österreich bzw. in seiner Geburtsstadt Graz ist er hingegen weitgehend unbekannt.
70 Jahre nach seinem Tod gibt es nun vom 1. Oktober 2026 bis 6. Jänner 2027 im Museum für Geschichte eine von CLIO kuratierte Ausstellung sowie eine erste Monografie zu Walter Langhammer.

Walter Langhammer wurde am 19. April 1905 in Graz geboren. Nach der Schulzeit übersiedelte er 1923 zum Studium an die Akademie der bildenden Künste nach Wien. Dort etablierte er sich bald im Roten Wien als Grafiker, insbesondere nach der Heirat mit der Tochter des sozialdemokratischen und jüdischen Bezirksvorstehers des ersten Wiener Gemeindebezirkes Otto Urbach. Daneben verfolgte er die Malerei und seine „kleine Leidenschaft“, die Karikatur. Ab 1927 im Brotberuf als Gymnasiallehrer tätig, betrieb er nach der Ausschaltung der Demokratie 1933/34 mit seiner Frau Käthe und seinem Schwiegervater illegale Zirkel zu Kunst und Sozialismus. 1938 musste er mit seiner jüdischen Frau Wien verlassen und es gelang ihnen die Flucht nach Bombay, damals Britisch-Indien, wo er später Art Director der Times of India wurde. Für die größte englischsprachige Zeitung des Subkontinents zeichnete er auch Anti-Hitler-Karikaturen.
Gemeinsam mit seiner Frau Käthe, den Exilanten Emanuel Schlesinger und Rudolf von Leyden und einflussreichen Kunstkennern aus Bombay bildete er einen Kunstzirkel, der junge indische, avantgardistische Künstler, zu denen die mittlerweile weltberühmten indischen Maler Souza, Husain und Raza gehörten, förderte. In Folge dessen kam es 1952 zur Gründung der Jehangir Art Gallery in Bombay.
Er selbst wurde mit Porträts der High Society Bombays berühmt und mit post-impressionistischen Landschafts- und Kulturstudien wegweisend für viele junge KünstlerInnen. Der indische Kunsthistoriker Ratan Parimoo bezeichnete ihn als „the man who brought Kokoschka to India“.

Die Ausstellung und das Buch geben nun erstmals Einblicke zu seiner Tätigkeit in Österreich bis 1938 und stellen den Künstler und den Kunstförderer Walter Langhammer einer breiteren Öffentlichkeit vor. Gleichzeitig werden im Buch und der Ausstellung auch Fotos der unterschiedlichen indischen Lebenswelten gezeigt, die Käthe und Walter Langhammer auf ihren Reisen durch Indien in den 1940er und 1950er Jahren einzufangen versucht haben.

Eröffnung: Donnerstag, 1. Oktober 2026, 19.00 Uhr
Kuratorin: Margit Franz

Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Laufzeit der Ausstellung:
2. Oktober 2026 – 6. Jänner 2027
Mittwoch bis Sonntag, 10–18 Uhr

Kuratorinführungen:
Freitag, 9. Oktober 2026, 16.00 Uhr
Freitag, 6. November 2026, 16.00 Uhr
Freitag, 4. Dezember 2026, 16.00 Uhr


NEUERSCHEINUNG
Margit Franz: Walter Langhammer: Graz – Indien. 92 Seiten mit zahlreichen Abb. (ISBN: 978-3-903425-38-5). CLIO: Graz 2026, Euro 15,00

Walter Langhammer: Graz – Indien Ausstellungseröffnung Donnerstag, 1. Oktober 2026, 19.00 UhrKuratorin: Margit FranzMuse...
23/09/2026

Walter Langhammer: Graz – Indien
Ausstellungseröffnung

Donnerstag, 1. Oktober 2026, 19.00 Uhr
Kuratorin: Margit Franz

Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Geboren und aufgewachsen in Graz, politisch sozialisiert im Roten Wien studierte Walter Langhammer (1905–1977) an der Akademie der bildenden Künste in Wien Malerei sowie Kunsterziehung und konnte kleine Erfolge mit farbintensiven Porträts, Landschaftsgemälden, Stillleben und Karikaturen feiern.
Im September 1938 floh er mit seiner jüdischen Frau Käthe Urbach nach Indien, wo er als Art Director der Times of India arbeitete und einer der angesehensten Maler Bombays wurde. Hier war er auch an der Errichtung der Jehangir Art Gallery beteiligt und unterhielt mit seiner Frau und Freunden einen wichtigen Kunstzirkel, der junge, mittellose, experimentierfreudige, avantgardistische indische Künstler förderte. Die bekanntesten unter ihnen bildeten die Progressives Artists ´ Group mit den mittlerweile weltberühmten Malern Souza, Hussain und Raza.

Die Ausstellung zeigt u.a. eine bisher unbekannte Seite von Walter Langhammer – den Fotografen. Zusammen mit seiner Frau Käthe bereiste er zwischen 1946 und 1956 ganz Indien und dokumentierte das Kaleidoskop des neuen, jungen Indiens.

Eine Veranstaltung von CLIO und dem Museum für Geschichte

Laufzeit der Ausstellung:
2. Oktober 2026 – 6. Jänner 2027
Mittwoch bis Sonntag, 10–18 Uhr

Kuratorinführungen:
Freitag, 9. Oktober 2026, 16.00 Uhr
Freitag, 6. November 2026, 16.00 Uhr
Freitag, 4. Dezember 2026, 16.00 Uhr

NEUERSCHEINUNG
Margit Franz:
Walter Langhammer: Graz – Indien.
Brosch. 92 Seiten mit zahlreichen Abb. (ISBN: 978-3-903425-38-5).
CLIO: Graz 2026, Euro 15,00

Bestellung unter [email protected] oder in ihrer Buchhandlung

Historische Rundgänge mit Joachim HainzlAn der Ragnitzstraße Am Beginn des Ragnitztals befand sich viele Jahrzehnte lang...
16/09/2026

Historische Rundgänge mit Joachim Hainzl

An der Ragnitzstraße
Am Beginn des Ragnitztals befand sich viele Jahrzehnte lang das Gemeindeamt von Kainbach, zu dem der heutige Bezirk Ries bis 1938 gehörte. Angefangen vom Rieswirt und dem Gemischtwarenladen Steiner waren an der Ragnitzstraße zahlreiche Gasthäuser und Geschäfte angesiedelt. Der Rundgang führt uns entlang der Straße vorbei an der Behelfsheimsiedlung und dem Ragnitzbad bis zum Berliner Ring, wobei es unterwegs u.a. Informationen zur Idee der Argenot-Siedlung oder zur Gründung der Pfarre Graz-Ragnitz gibt.

Joachim Hainzl (Sozialhistoriker)
Samstag, 26. September 2026, 11.00 Uhr
Treffpunkt: Ragnitzstraße 1, 8010 Graz
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An der Stiftingtalstraße

Das erst 1938 eingemeindete stadtnahe Stiftingtal hatte einst mit seinen Ausflugsgasthäusern eine wichtige Erholungsfunktion für die StädterInnen. Ausgehend vom Riesplatz führt unser Weg vorbei an ehemaligen Gaststätten (Zum schwarzen Hund) oder der Disco (Die Grotte), ehemaligen Mühlen und Geschäften bis zur Jugendsiedlung Stifting.

Joachim Hainzl (Sozialhistoriker)

Samstag, 3. Oktober 2026, 11.00 Uhr
Treffpunkt: Riesplatz (Post), 8010 Graz

NEUERSCHEINUNG:
Joachim Hainzl: Stifting, Ries und Ragnitz einst und jetzt. Geb. 256 Seiten mit zahlr. Abb.
ISBN: 978-3-903425-37-8, CLIO: Graz 2026
Euro 29,00

Bestellung unter [email protected] oder in ihrer Buchhandlung

CLIO Programm September bis Jänner 2027Nachdem wir uns in den letzten Jahren immer wieder in Veranstaltungsreihen, Sympo...
10/09/2026

CLIO Programm September bis Jänner 2027

Nachdem wir uns in den letzten Jahren immer wieder in Veranstaltungsreihen, Symposien, Ausstellungen und Publikationen mit verschiedenen Gedenkjahren der jüngeren Zeit beschäftigt haben, wollen wir uns im Herbst mit einem kaum bekannten Aspekt unserer Kultur- und Zeitgeschichte beschäftigen – mit dem Kulturtransfer zwischen Graz und Indien.
Indien ist heute das Land mit den meisten EinwohnerInnen und somit eine wirtschaftliche und auch politische Großmacht. In den verstärkten Blick der Europäer geriet es erst, nachdem durch die Eröffnung des Suez-Kanales 1869 der Seeweg zwischen Indien und Europa um rund 7.000 Kilometer verkürzt wurde. Dadurch kam es in der Folge zwischen Indien und Zentraleuropa zu einem vermehrten wirtschaftlichen Austausch aber auch zu einem Kultur-, Wissens- und Technologiertransfer. Dabei entstanden auch viele weitreichende persönliche und kulturelle Beziehungen – auch zur Steiermark. Drei Personen aus Graz, die im 20. Jahrhundert nach Indien gingen, stehen im Mittelpunkt unseres Herbstprogramms: der Maler Walter Langhammer (1905–1977), die Schriftstellerin Franziska Standenath (1883–1971) und die Familie des Tischlermeisters Alfred Wachsler (1905–1973). Zu diesen Personen und den Beziehungen zu Indien gibt es im Herbst eine Ausstellung, Bücher, Lesungen und Vorträge.
Erinnern wollen wir uns im Herbst aber auch an andere Ereignisse. So geben wir das Gedenkbuch über alle im Jahr 1938 als Jüdinnen und Juden verfolgten Lehrenden und Studierenden der Universität Graz heraus. Zudem gibt es wie immer auch Rundgänge, Vorträge und Lesungen.

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SEPTEMBER

An der Ragnitzstraße

Am Beginn des Ragnitztals befand sich viele Jahrzehnte lang das Gemeindeamt von Kainbach, zu dem der heutige Bezirk Ries bis 1938 gehörte. Angefangen vom Rieswirt und dem Gemischtwarenladen Steiner waren an der Ragnitzstraße zahlreiche Gasthäuser und Geschäfte angesiedelt. Der Rundgang führt uns entlang der Straße vorbei an der Behelfsheimsiedlung und dem Ragnitzbad bis zum Berliner Ring, wobei es unterwegs u.a. Informationen zur Idee der Argenot-Siedlung oder zur Gründung der Pfarre Graz-Ragnitz gibt.

Joachim Hainzl (Sozialhistoriker)
Samstag, 26. September 2026, 11.00 Uhr
Treffpunkt: Ragnitzstraße 1, 8010 Graz

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OKTOBER

Walter Langhammer: Graz – Indien
Ausstellungseröffnung

Geboren und aufgewachsen in Graz, politisch sozialisiert im Roten Wien studierte Walter Langhammer (1905–1977) an der Akademie der bildenden Künste in Wien Malerei sowie Kunsterziehung und konnte kleine Erfolge mit farbintensiven Porträts, Landschaftsgemälden, Stillleben und Karikaturen feiern. Im September 1938 floh er mit seiner jüdischen Frau Käthe Urbach nach Indien, wo er als Art Director der Times of India arbeitete und einer der angesehensten Maler Bombays wurde. Hier war er auch an der Errichtung der Jehangir Art Gallery beteiligt und unterhielt mit seiner Frau und Freunden einen wichtigen Kunstzirkel, der junge, mittellose, experimentierfreudige, avantgardistische indische Künstler förderte. Die bekanntesten unter ihnen bildeten die Progressives Artists ´ Group mit den mittlerweile weltberühmten Malern Souza, Hussain und Raza.

Die Ausstellung zeigt eine bisher unbekannte Seite von Walter Langhammer – den Fotografen. Zusammen mit seiner Frau Käthe bereiste er zwischen 1946 und 1956 ganz Indien und dokumentierte das Kaleidoskop des neuen, jungen Indiens.

Eröffnung: Donnerstag, 1. Oktober 2026, 19.00 Uhr
Kuratorin: Margit Franz

Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO und dem Museum für Geschichte

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An der Stiftingtalstraße
Das erst 1938 eingemeindete stadtnahe Stiftingtal hatte einst mit seinen Ausflugsgasthäusern eine wichtige Erholungsfunktion für die StädterInnen. Ausgehend vom Riesplatz führt unser Weg vorbei an ehemaligen Gaststätten (Zum schwarzen Hund) oder der Disco (Die Grotte), ehemaligen Mühlen und Geschäften bis zur Jugendsiedlung Stifting.

Joachim Hainzl (Sozialhistoriker)

Samstag, 3. Oktober 2026, 11.00 Uhr
Treffpunkt: Riesplatz (Post), 8010 Graz

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Walter Langhammer: Graz – Indien
Kuratorinführung mit Margit Franz (Historikerin)

Der in Graz geborene und hier aufgewachsene Maler Walter Langhammer (1905–1977) musste im Herbst 1938 mit seiner jüdischen Frau Käthe Urbach fliehen und ging nach Indien, wo er als Art Director der Times of India arbeitete und einer der angesehensten Maler Bombays wurde. Hier war er auch an der Errichtung der Jehangir Art Gallery beteiligt und unterhielt mit seiner Frau und Freunden einen wichtigen Kunstzirkel, der junge, mittellose, experimentierfreudige, avantgardistische indische Künstler förderte. Die bekanntesten unter ihnen bildeten die Progressives Artists ´ Group mit den mittlerweile weltberühmten Malern Souza, Hussain und Raza.
Die Ausstellung zeigt eine bisher unbekannte Seite von Walter Langhammer – den Fotografen. Zusammen mit seiner Frau Käthe bereiste er zwischen 1946 und 1956 ganz Indien und dokumentierte das Kaleidoskop des neuen, jungen Indiens.

Freitag, 9. Oktober 2026, 16.00 Uhr
Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO und dem Museum für Geschichte
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Mit der Göttin vermählt – Indische Transgendervarianten
Lesung und Buchpräsentation

Hijras und Jogatas sind geschlechterdiverse und Transgender-Gemeinschaften in Indien, unterscheiden sich jedoch stark in ihren spirituellen Traditionen, ihrem sozialen Status und ihren rituellen Praktiken. Die Ethnologin, Kultur- und Sozialanthropologin Traude Pillai-Vetschera begann dazu ihre Forschungen vor fast 50 Jahren und stellt nun ihr Buch „Mit der Göttin vermählt“ vor – eine berührende Erzählung über Identität, Selbstfindung und kulturelle Vielfalt in Indien. Dabei steht im ersten Teil des Buches die Geschichte Sunils im Mittelpunkt, der nach einer schwierigen Kindheit erkennt, dass seine Identität und seine Lebensvorstellungen sich grundlegend von jenen seiner männlichen Altersgenossen unterscheiden. Die Begegnungen mit den Hijras und den Jogatas prägten seinen weiteren Lebensweg. Im zweiten Teil widmet sich die Autorin den beiden Transgendergruppen, wobei immer wieder ihre zahlreichen Feldforschungserfahrungen in Indien einfließen.

Traude Pillai-Vetschera (Kulturanthropologin, Universität Wien)

Freitag, 9. Oktober 2026, 18.00 Uhr
Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO, dem Museum für Geschichte und RosaLila PantherInnen
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„Wenn Worte zu Waffen werden“ - Sprache als politisches Instrument für Aufrüstung und Militarisierung
Vortrag und Diskussion

Die Europäische Union hat sich entschieden. Aufrüstung und Militarisierung, um kriegstüchtig zu werden und im Wettkampf um die weltweite Neuaufteilung von Macht und Ressourcen mitmischen zu können. Die österreichische Bundesregierung hat sich entschieden. Stärkung der Kriegsfähigkeit durch Aufwertung und Aufrüstung des Militärs statt Sicherheit durch sozialen Frieden und Stärkung unserer Demokratie und Neutralität.
Wer aufrüsten will, muss dafür zuerst die Köpfe der Menschen gewinnen, und dabei spielt Sprache als „Werkzeug“ für Medien und Politik eine wesentliche Rolle. Durch gezielten Einsatz bestimmter Begriffe, Verharmlosungen oder den Hinweis auf Unvermeidbares wird Aufrüstung in der Gesellschaft als alternativlos dargestellt, ja als „Friedenssicherung“ bezeichnet.
Waffen werden als „Schutzschirme“ vermarktet und diplomatische Alternativen als „Schwäche“ hingestellt. Friedensengagierte Menschen und PazifistInnen werden lächerlich gemacht, als Naivlinge und „realitätsferne Träumer“ abgetan oder als Feiglinge und Drückeberger diskreditiert.

Ruth Wodak (Sprachwissenschaftlerin, Wien/Lancaster)

Montag, 12. Oktober 2026, 18.00 Uhr
Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30

Eine Veranstaltung von GIFFUN in Kooperation mit CLIO und anderen

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Wie der Grazer Maler Walter Langhammer die indische Avantgarde in Bombay beeinflusste.
Vortrag und Buchvorstellung

Walter Langhammer wurde am 19. April 1905 in Graz geboren. Nach der Schulzeit übersiedelte er 1923 zum Studium an die Akademie der bildenden Künste nach Wien. Dort etablierte er sich im Roten Wien als Grafiker, insbesondere nach der Heirat mit der Tochter des sozialdemokratischen und jüdischen Bezirksvorstehers des ersten Wiener Gemeindebezirkes Otto Urbach. Daneben verfolgte er die Malerei und seine „kleine Leidenschaft“, die Karikatur. Ab 1927 im Brotberuf als Gymnasiallehrer tätig, betrieb er nach der Ausschaltung der Demokratie 1933/34 mit seiner Frau Käthe und seinem Schwiegervater illegale Zirkel zu Kunst und Sozialismus. 1938 gelang ihm zusammen mit seiner jüdischen Frau die Flucht nach Bombay, damals Britisch-Indien, wo er später Art Director der Times of India, der größten englischsprachigen Zeitung des Subkontinents, wurde. In dieser privilegierten Position versuchte er junge indische, avantgardistische Künstler, die sich teilweise als Plakatmaler oder Autowäscher verdingten, durch seine Netzwerke zu fördern und ihnen Räume zur Reflexion und Präsentation zu schaffen. Er selbst wurde mit Porträts der High Society Bombays berühmt und mit post-impressionistischen Landschafts- und Kulturstudien wegweisend für viele junge KünstlerInnen. Der indische Kunsthistoriker Ratan Parimoo bezeichnete ihn als „the man who brought Kokoschka to India“.

Margit Franz (Historikerin)

Donnerstag, 15. Oktober 2026, 18.00 Uhr
Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO und dem Museum für Geschichte

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NS-Institutionen und Orte des Widerstands im Bezirk Geidorf
Rundgang

Unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im März 1938 wurden in Graz all jene Institutionen des NS-Regimes geschaffen, die in Deutschland seit 1933 die gesamte Gesellschaft durchdrangen und für die Verfolgung der politischen GegnerInnen und der jüdischen Bevölkerung verantwortlich zeichneten. Viele dieser NS-Ämter und Behörden hatten prominente Adressen in der Grazer Innenstadt, viele aber auch im dritten Gemeindebezirk, in Geidorf. Sichtbare Spuren dazu gibt es heute keine mehr, die ehemalige NS-Präsenz ist heute unsichtbar. Seit einigen Jahren erinnert man sich jedoch an einzelne Menschen aus dem Bezirk, die dem Regime Widerstand leisteten bzw. vom NS-Regime ermordet wurden, mit Stolpersteinen.
Die wenigen sichtbaren, vielfach aber unsichtbaren Orte wollen wir mit unserem Rundgang in Erinnerung rufen.

Heimo Halbrainer (Historiker) und Claudia Beiser (Grätzelinitiative Margaretenbad)

Freitag, 16. Oktober 2026, 16.00 Uhr
Treffpunkt: Landessportzentrum Steiermark, Jahngasse 3, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO und Grätzelinitiative Margaretenbad

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Auf den Spuren von Grazer NS-Opfern
Rundgang

Das Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz und CLIO haben mit MEMOR ein digitales Denkmal aller Grazer Opfer der NS-Unrechtsherrschaft geschaffen. Auf www.ns-opfer-graz.at sind alle NS-Opfer in einer digitalen Stadtkarte an ihrem letzten freiwilligen Wohnort verortet. Deren Biografien werden dort mit weiterführenden Dokumenten erzählt.
Der Rundgang besucht letzte freiwillige Wohnorte von Grazer NS-Opfern in der Innenstadt und stellt ihre Biographien vor.

Heimo Halbrainer und Gerald Lamprecht (Historiker)

Mittwoch, 21. Oktober 2026, 17:00 Uhr
Treffpunkt: Schloßbergplatz, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO, dem Centrum für Jüdische Studien und ERINNERN:AT

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Franziska Standenath – Gandhis Botschafterin aus Graz
Vortrag

“I am glad that the interest in India is deepening and that you are helpful in promoting a clear understanding of the movement for which I stand. Therefore, there is no doubt that you are in your proper place there”, schrieb Mahatma Gandhi am 24. August 1937 an Franziska Standenath (1883–1971). Sie hatte 1925 als Anhängerin Gandhis begonnen, ihm Briefe zu schreiben. Gandhi nahm die Korrespondenz auf und vertiefte die Beziehung, indem er indische Weggefährten nach Graz schickte. Er lud Franziska Standenath und ihren Mann schließlich 1928 ein, auf seine Kosten ein paar Monate mit ihm im Sabarmati-Ashram in Ahmedabad (Indien) zu verbringen. Nach ihrer Rückkehr nach Graz begann sie Vorträge zu Indien und Gandhi zu halten, schrieb Zeitungsartikel und publizierte 1931 das Buch: Indiens Freiheitskampf 1930. Vier Monate Gast Mahatma Gandhis. Gefängnisbriefe des Mahatma aus der Zeit vom 31. Juli bis 6. November 1930. Durch ihre Kommunikationsarbeit bildete sich ein kleiner Gandhi Zirkel in Graz. Vor allem aber übersetzte sie Gandhische Ideen und Vorstellungen für ein breites deutschsprachiges Publikum, auch lange über seinen Tod hinaus.

Margit Franz (Historikerin)

Donnerstag, 22. Oktober 2026, 18.00 Uhr
Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO und dem Museum für Geschichte

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NOVEMBER

Melitta Urbancic – Schwarzwälder Tagebuch und andere Texte
Lesung und Buchpräsentation

Die Dichterin, Philosophin, Bildhauerin, Schauspielerin, Übersetzerin und Imkerin Melitta Urbancic wurde 1902 als Melitta Grünbaum geboren. Sie studierte Anglistik, Germanistik und Philosophie in Wien sowie in Heidelberg, außerdem Schauspiel bei Max Reinhardt. 1930 heiratete sie den Komponisten und Dirigenten Victor Urbantschitsch (später Urbancic). 1933 musste die Familie von Mainz nach Österreich flüchten, da Melitta Urbancic jüdischer Herkunft war und sich für die Friedensbewegung engagiert hatte. Sie lebten mit ihren vier Kindern in Graz, wo Victor Urbancic am Konservatorium eine führende Position innehatte. Von Graz aus emigrierte die Familie 1938 weiter nach Reykjavík (Island). Zu Lebzeiten veröffentlichte Melitta Urbancic nur einzelne Gedichte und Artikel. Im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft erschienen mehrere Bände. Ihr Nachlass wird im Deutschen Literaturarchiv Marbach aufbewahrt.

Sibyl Urbancic (Tochter Melitta Urbancics) und Astrid Nischkauer (Herausgeberin) lesen aus dem Werk von Melitta Urbancic

Donnerstag, 5. November 2026, 19.00 Uhr
Steiermärkische Landesbibliothek, Kalchberggasse 2, 8010 Graz

Eine Kooperationsveranstaltung von Kulturvermittlung Steiermark, Steiermärkische Landesbibliothek, CLIO und Theodor Kramer Gesellschaft
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Walter Langhammer: Graz – Indien
Kuratorinführung mit Margit Franz (Historikerin)

Der in Graz geborene und hier aufgewachsene Maler Walter Langhammer (1905–1977) musste im Herbst 1938 mit seiner jüdischen Frau Käthe Urbach fliehen und ging nach Indien, wo er als Art Director der Times of India arbeitete und einer der angesehensten Maler Bombays wurde. Hier war er auch an der Errichtung der Jehangir Art Gallery beteiligt und unterhielt mit seiner Frau und Freunden einen wichtigen Kunstzirkel, der junge, mittellose, experimentierfreudige, avantgardistische indische Künstler förderte. Die bekanntesten unter ihnen bildeten die Progressives Artists ´ Group mit den mittlerweile weltberühmten Malern Souza, Hussain und Raza.
Die Ausstellung zeigt eine bisher unbekannte Seite von Walter Langhammer – den Fotografen. Zusammen mit seiner Frau Käthe bereiste er zwischen 1946 und 1956 ganz Indien und dokumentierte das Kaleidoskop des neuen, jungen Indiens.

Freitag, 6. November 2026, 16.00 Uhr
Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO und dem Museum für Geschichte

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Österreichische Juden und ihr indischer Fluchthelfer
Buchvorstellung

„Lass mich dir ein Geheimnis verraten. Dein Großvater hat vielen jüdischen Familien geholfen, vor den N***s zu fliehen.” Dieser Satz sowie vergilbte Fotos in Familienalben, die das Familienoberhaupt Kundanlal und seine Familie umringt von westlichen Menschen zu Beginn des Zweiten Weltkrieges zeigen, waren der Ausgangspunkt für Vinay Gupta, sich auf die historische Spurensuche nach seinem Großvater zu machen.
Er verwebt in seinem Buch die Erinnerungen an seinen Großvater mit den Fluchtgeschichten von Grazer und Wiener Juden und Jüdinnen und bringt damit die bislang unbekannten Fluchtgeschichten der Familien Alfred Wachsler, Alfred Schafranek, Siegfried Schafranek, Dr. Fritz Weiss, Hans Losch und Dr. Siegmund Thomas Retter zu Tage. Ergänzt wird seine Familienrecherche mit weiterführenden biografischen Skizzen der genannten Personen durch Margit Franz.

Vinay Gupta (Autor) und Margit Franz (Historikerin)

Montag, 9. November 2026, 18.00 Uhr
Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO und dem Museum für Geschichte

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Ein biografisches Gedenkbuch der 1938 verfolgten Jüdinnen und Juden der Universität Graz
Buchpräsentation

Mit dem „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland im März 1938 wurden die jüdischen Lehrenden und Studierenden der Karl-Franzens-Universität Graz entlassen, verfolgt, vom Hochschulbesuch ausgeschlossen und vertrieben. Das Gedenkbuch erinnert an jene 49 Studierenden und vier Lehrenden, die von den Nationalsozialisten als Jüdinnen und Juden vertrieben wurden und es erzählt ihre Geschichten von Ausgrenzung und Verfolgung, von NS-Terror und Krieg, von Flucht und schwierigem Neubeginn, aber auch von Widerstand gegen das NS-Regime und von oft bemerkenswerten Karrieren ehemaliger Studierender.

Begrüßung: Rektor Dr. Peter Riedler
Marco Jandl und Gerald Lamprecht (Historiker)

Mittwoch, 11. November 2026, 18.00 Uhr
Meerscheinschlössl der Universität Graz, Mozartgasse 3, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO, dem Centrum für Jüdische Studien und ERINNERN:AT
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Widerstand, Verfolgung und Erinnerung in der Oststeiermark
Buchpräsentationen

Die Oststeiermark wurde in den letzten Wochen vor der Befreiung vom NS-Regime 1945 zum Schauplatz von Kämpfen zwischen der Wehrmacht und der anrückenden Roten Armee. Im „Schatten des Krieges“ kam es in dieser Zeit zu zahlreichen sogenannten Endphaseverbrechen in der Region, denen jüdisch-ungarische Zwangsarbeiter, Deserteure, politischen GegnerInnen und widerständige Personen zum Opfern fielen.
Im Buch NS-Herrschaft, Verfolgung und Widerstand in der Oststeiermark 1938–1945 werden diese Ereignisse, aber auch der Widerstand und die Verfolgung in den sieben Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft in der Oststeiermark erstmals gesammelt dargestellt und vergessene Orte des NS-Terrors ins Bewusstsein gerufen.

Buchpräsentation und Diskussion mit den Herausgebern Heimo Halbrainer, Marco Jandl und Thomas Stoppacher sowie den Autoren der einzelnen Beiträge

Freitag, 13. November 2026, 19.30 Uhr
Pfarrzentrum Gleisdorf, Franz Bloder Gasse 3, 8200 Gleisdorf

Eine Veranstaltung von Zukunft braucht Erinnerung Gleisdorf und CLIO
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Zulm – Ein Indien-Roman
Lesung und Gespräch

Zulm ist ein opulenter und an Phantasie überbordender Indien-Roman, der den Ich-Erzähler von Wien ausgehend kreuz und quer durch den Subkontinent führt. Die Suche nach Bildern eines österreichischen Malers, der ein Zeitgenosse Kokoschkas war und 1938 mit seiner jüdischen Frau von Wien nach Delhi fliehen musste, entpuppt sich als ein dubioser Auftrag: Er treibt den Erzähler, zwischen Europa und Indien hin- und herjagend, immer tiefer in die eigene Biographie und in die Geschichte Indiens. Der Roman vermischt in verzweigten Erzählebenen und spannenden Handlungssträngen Fiktion mit historischen Ereignissen und verlässt dabei mit überraschenden Wendungen die erwartbaren Pfade. Starke Bilder und Dialoge treiben die Handlung voran. Virtuos verknüpft er Reise- und Abenteuerroman mit einer Krimihandlung, die mehr Rätsel aufgibt als löst, mit den Abenteuern im Kopf.

Wilhelm Hengstler (Autor) im Gespräch mit Margit Franz (Historikerin)

Donnerstag, 19. November 2026, 18.00 Uhr
Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO und dem Museum für Geschichte

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Weltkulturerbe Graz – Geschichte. Arbeiten. Leben in historischen Innenhöfen
Buchvorstellung

Die Innenhöfe der Grazer Altstadt mit ihren historischen Gebäuden sind wesentliche Bausteine der seit 1999 zum Weltkulturerbe ernannten Grazer Altstadt. Sie sind daher auch vielfach Inhalt von Stadtführungen und touristischer Vermarktung. In dem Buch werden nun ausgewählte und zumeist zugängliche Innenhöfe baukünstlerisch erforscht und fotografisch dokumentiert sowie die sozial-wirtschaftlichen Biotope dieser Innenhöfe mit ihren BewohnerInnen und NutzerInnen der letzten 200 Jahre vorgestellt. Gerade die vielfältigen Nutzungsgeschichten der Höfe und umgebenden Gebäude, die straßenseitigen Geschäfte, die HandwerkerInnen in den Hinterhöfen und Obergeschossen machten und machen die Geschichte und Entwicklung der Innenstadt aus. Sie sind Zeugnis der früheren wirtschaftlichen und sozialen Intensität und Kraft der Innenstadt.

Richard Resch (Raumplaner)

Dienstag, 24. November 2026, 18.00 Uhr
Graz Museum, Sackstraße 18, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO und Graz Museum

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Vertrieben, vergessen, wiederentdeckt – der nach Indien emigrierte Architekt Hans Glas
Buchvorstellung und Gespräch

Der jüdische Architekt Hans Glas (1892–1969) setzte in der Zwischenkriegszeit einige Bauten in Wien um, ehe er 1938 nach Indien fliehen musste. Glas hatte Kontakte mit dem ehemaligen Bürgermeister von Kalkutta, der in den frühen 1930er Jahren die Gemeindebauten des Roten Wien besucht hatte. In Westbengalen plante Glas das Hindusthan Building und das Chittaranjan Cancer Hospital im Zentrum Kalkuttas sowie Wohnhaussiedlungen im Vorort Alipore.
Die Historikerin Margit Franz hat Hans Glas und sein Wirken in Indien im Zuge ihrer Arbeiten über das deutschsprachige Exil in Britisch-Indien wiederentdeckt. Der Architekt Maximilian Eisenköck hat Glas‘ Hauptwerk, die Villa Rezek (Wilbrandtgasse 37, 1180 Wien) – 1933/34 von Glas für das jüdische Ärzteehepaar Anna und Philipp Rezek errichtet – von 2020 bis 2024 unter Wahrung größtmöglicher Originalsubstanz restauriert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Eine zweisprachige Publikation erzählt die Geschichte des Hauses, ihrer Auftraggeber und des Architekten Hans Glas.

Maximilian Eisenköck (Architekt) und Margit Franz (Historikerin) im Gespräch mit Antje Senarclens de Grancy (Architekturhistorikerin)

Donnerstag, 26. November 2026, 18.00 Uhr
Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO, Museum für Geschichte, Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften der TU Graz, Haus der Architektur Graz

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DEZEMBER

Widerstand, Verfolgung und Erinnerung in der Oststeiermark
Buchpräsentationen

Die Oststeiermark wurde in den letzten Wochen vor der Befreiung vom NS-Regime 1945 zum Schauplatz von Kämpfen zwischen der Wehrmacht und der anrückenden Roten Armee. Im „Schatten des Krieges“ kam es in dieser Zeit zu zahlreichen sogenannten Endphaseverbrechen in der Region, denen jüdisch-ungarische Zwangsarbeiter, Deserteure, politischen GegnerInnen und widerständige Personen zum Opfern fielen.
Im Buch NS-Herrschaft, Verfolgung und Widerstand in der Oststeiermark 1938–1945 werden diese Ereignisse, aber auch der Widerstand und die Verfolgung in den sieben Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft in der Oststeiermark erstmals gesammelt dargestellt und vergessene Orte des NS-Terrors ins Bewusstsein gerufen.

Buchpräsentation und Diskussion mit den Herausgebern Heimo Halbrainer, Marco Jandl und Thomas Stoppacher sowie den Autoren der einzelnen Beiträge

Donnerstag, 3. Dezember 2026, 18.00 Uhr
Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO und Museum für Geschichte

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Walter Langhammer: Graz – Indien
Kuratorinführung mit Margit Franz (Historikerin)

Der in Graz geborene und hier aufgewachsene Maler Walter Langhammer (1905–1977) musste im Herbst 1938 mit seiner jüdischen Frau Käthe Urbach fliehen und ging nach Indien, wo er als Art Director der Times of India arbeitete und einer der angesehensten Maler Bombays wurde. Hier war er auch an der Errichtung der Jehangir Art Gallery beteiligt und unterhielt mit seiner Frau und Freunden einen wichtigen Kunstzirkel, der junge, mittellose, experimentierfreudige, avantgardistische indische Künstler förderte. Die bekanntesten unter ihnen bildeten die Progressives Artists ´ Group mit den mittlerweile weltberühmten Malern Souza, Hussain und Raza.
Die Ausstellung zeigt eine bisher unbekannte Seite von Walter Langhammer – den Fotografen. Zusammen mit seiner Frau Käthe bereiste er zwischen 1946 und 1956 ganz Indien und dokumentierte das Kaleidoskop des neuen, jungen Indiens.

Freitag, 4. Dezember 2026, 16.00 Uhr
Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO und dem Museum für Geschichte

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JÄNNER 2027

Von welchen Helden reden wir?
Buchvorstellung und Diskussion

Anlässlich der 80. Wiederkehr des 1945 zu Ende gegangenen Zweiten Weltkriegs machten sich Maryam Mohammadi und Joachim Hainzl auf zu 48 Orten in der ganzen Steiermark, 11 Grazer Bezirken und sogar ins slowenische Gornja Radgona. Sie suchten Kriegerdenkmäler, Gedenkstätten, Mahnmale und Siegeszeichen auf, errichtet im Gedenken an einstige Bewohner, welche im Ersten und Zweiten Weltkrieg getötet oder vermisst wurden. Manchmal gedenken sie auch Opfern des Nationalsozialismus. Durch künstlerische Interventionen setzten Mohammadi und Hainzl diese Gedenkorte in Beziehung mit persönlichen Zitaten aus Feldpostbriefen von im Zweiten Weltkrieg gefallenen österreichischen Wehrmachtssoldaten, aus deren Briefen keinerlei Wunsch nach Heldentum spricht, sondern vielmehr jener nach Frieden und einem glücklichen Alltagsleben. Das Buch stellt zudem Fragen, die zum Nachdenken anregen und betroffen machen: wie betreffen uns diese Kriegsereignisse, was haben diese Denkmäler mit unseren Idealen zu tun und wofür lohnt es sich heute zu kämpfen?

Joachim Hainzl (Sozialhistoriker) und Maryam Mohammadi (Künstlerin) im Gespräch mit Heimo Halbrainer (Historiker)

Mittwoch, 20. Jänner 2027, 18.00 Uhr
Graz Museum, Sackstraße 18, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von Xenos in Kooperation mit CLIO und dem Graz Museum

Adresse

Elisabethinergasse 20 A
Graz
8020

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