CLIO Unser wissenschaftliches Interesse gilt der Frage nach Handlungsspielräumen in Zeiten des Nationals

Unser wissenschaftliches Interesse gilt der Frage nach Handlungsspielräumen in Zeiten des Nationalsozialismus. CLIO trägt mit all seinen Aktivitäten dazu bei, Menschen sichtbar zu machen, die

sich gegen den Nationalsozialismus gestellt haben
den "anderen Weg" gegangen sind
für ihre Überzeugung eingestanden sind
an Österreich geglaubt haben, als es keines mehr gab
Menschen blieben, in einer unmenschlichen Zeit

Steirer und Steirerinnen im Spanischen Bürgerkrieg VortragHeimo Halbrainer (Historiker)Mittwoch, 27. Mai 2026, 18.00 Uhr...
21/05/2026

Steirer und Steirerinnen im Spanischen Bürgerkrieg
Vortrag

Heimo Halbrainer (Historiker)

Mittwoch, 27. Mai 2026, 18.00 Uhr
Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Wenige Wochen nachdem spanische Generäle Mitte Juli 1936 gegen die demokratisch gewählte Regierung einen Putschversuch unternommen hatten, machten sich im August 1936 sechs Fohnsdorfer und vier Grazer auf den Weg nach Spanien, um den republikanischen Truppen beizustehen. Ihnen folgten in den kommenden Monaten über 160 weitere Steirer und auch zwei Steirerinnen, die auf unterschiedlichen Wegen nach Spanien gelangten. Sie kämpften bis 1939 in Spanien an vielen Frontabschnitten gegen einen Faschismus, der ihre Heimat bereits zweimal – zunächst 1934 der Austrofaschismus und 1938 der Nationalsozialismus – überschwemmt hatte.
Zahlreiche Steirer sind in Spanien gefallen, andere wiederum kämpften in der Folge als Partisanen gegen den Nationalsozialismus in anderen Ländern weiter. Die meisten kamen allerdings in französische Internierungslager und von dort 1941 in die Konzentrationslager Buchenwald, Sachsenhausen und Dachau.

Eine Veranstaltung vom CLIO und dem Museum für Geschichte im Rahmen der Ausstellung CAMARADAS

AUSSTELLUNG
Camaradas – Österreicherinnen und Österreicher im Spanischen Bürgerkrieg 1936 – 1939

Laufzeit der Ausstellung:
17. April – 12. Juli 2026
Mittwoch bis Sonntag, 10–18 Uhr

Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Anlässlich des 50. Todestags des aus Graz stammenden und nach der Machtübernahme der N***s 1938 zunächst in die Schweiz ...
19/05/2026

Anlässlich des 50. Todestags des aus Graz stammenden und nach der Machtübernahme der N***s 1938 zunächst in die Schweiz und 1940 nach Brasilien geflohenen Axl Leskoschek veranstaltete die Exilbibliothek und CLIO im Literaturhaus in Wien eine Buchpräsentation mit Heimo Halbrainer und eine Lesung, wobei die Schauspielerin Michou Friesz aus den von Leskoschek 1941 im Exil geschaffenen Bildermärchen vorlas.
Zudem gab Veronika Zwerger, Leiterin der Österreichischen Exilbibliothek, Einblicke in die Sammlung Leskoschek, darunter Briefe, Holz-Druckstöcke, Bücher, Drucke, Plakatentwürfe, Ex Libris u. v. m.
Hadwig Kraeutler - herzlichen Dank für die Fotos

Goldy Matthèy und Marie Langer – Zwei Frauen im Spanischen BürgerkriegBuchvorstellungUlrike Schmitzer (Filmemacherin und...
13/05/2026

Goldy Matthèy und Marie Langer – Zwei Frauen im Spanischen Bürgerkrieg

Buchvorstellung

Ulrike Schmitzer (Filmemacherin und Autorin, Wien)
Johannes Reichmayr (Psychoanalytiker und Wissenschaftshistoriker, Wien) und Ute Sonnleitner (Historikerin, Graz)

Mittwoch, 20. Mai 2026, 18.00 Uhr
Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Unter den über 1.400 Freiwilligen aus Österreich auf der Seite der Spanischen Republik befanden sich auch 34 Frauen, die vor allem – aber nicht nur – im Sanitätsdienst der Internationalen Brigaden tätig waren. Mehrere von ihnen haben ihre Erinnerungen niedergeschrieben.
In zwei aktuellen Büchern über die aus Graz stammende Goldy Matthèy bzw. von der aus Wien stammenden Marie Langer werden die Wege dieser beiden Spanienkämpferinnen nachgezeichnet. Die beiden Frauen aus wohlhabenden Familien emanzipierten sich in den 1930er-Jahren von ihren Wurzeln, engagierten sich innerhalb der politischen Linken früh gegen Diktatur und Faschismus in Österreich und ab 1936/37 in Spanien.

In beiden Büchern wird neben deren Sozialisation und ihrem politischen Engagement nicht nur im Spanischen Bürgerkrieg, sondern auch danach auch auf ihre Tätigkeit als Psychoanalytikerinnen in Westafrika bzw. Lateinamerika eingegangen.

Eine Veranstaltung vom CLIO und dem Museum für Geschichte im Rahmen der Ausstellung CAMARADAS

Axl Leskoschek – Zum 50. Todestag Buchpräsentation und LesungMontag, 18. Mai 2026, 19.00 UhrLiteraturhaus Wien, Seidenga...
13/05/2026

Axl Leskoschek – Zum 50. Todestag
Buchpräsentation und Lesung

Montag, 18. Mai 2026, 19.00 Uhr
Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, 1070 Wien (Veranstaltungseingang: Zieglergasse 26A)

Heute gilt der während des Nationalsozialismus nach Brasilien geflohene Künstler Axl Leskoschek (Graz 1889 – Wien 1976) als eine Schlüsselfigur der österreichischen Moderne und als einer der prägendsten Künstler, die den Dialog zwischen österreichischer und brasilianischer Kultur im 20. Jahrhundert mitgestalteten. Anlässlich seines 50. Todestages gibt der Historiker Heimo Halbrainer die bislang unpublizierten Bilderbücher Die Orange Amarante und Der verirrte Donnerhund im Clio Verlag heraus. Frühe Fassungen der Märchen finden sich im Teilnachlass Axl Leskoschek, der 2025 als Schenkung des Sammlers Herbert Weingand und von Erich Fitzbauer, Rechtsnachfolger Leskoscheks, an die Österreichische Exilbibliothek kam.

Heimo Halbrainer hält einen bebilderten Vortrag zu Leben und Werk Axl Leskoscheks. Veronika Zwerger, Leiterin der Österreichischen Exilbibliothek, gibt Einblicke in die Sammlung Leskoschek, darunter Briefe, Holz-Druckstöcke, Bücher, Drucke, Plakatentwürfe, Ex Libris u. v. m. Die Schauspielerin Michou Friesz liest das Märchen Die Orange Amarante.

Axl Leskoschek, 1889 als Albert von Leskoschek geboren, war schwer verwundet aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt und beschloss, seine „alte“ Welt hinter sich zu lassen. Aus dem Juristen Albert wurde der Künstler Axl, der 1919 bzw. 1923 zu den Mitbegründern der Künstlervereinigung Freiland bzw. der Sezession Graz gehörte. Der in Wien zum Grafiker ausgebildete Leskoschek illustrierte in den 1920er Jahren zahlreiche Romane und Kinderbücher. Er betätigte sich in der Zwischenkriegszeit aber auch politisch in der Sozialdemokratischen bzw. Kommunistischen Partei, was ihm nach der Ausschaltung der Demokratie 1934 Zuchthaus und Anhaltelager einbrachte. Nach der Machtübernahme der N***s floh er zunächst in die Schweiz und später weiter nach Brasilien, wo er für seine Illustrationen berühmt wurde und eine Professur erhielt. 1948 kehrte er nach Österreich zurück und war wie schon vor 1938 als Illustrator und Kulturredakteur tätig.

Eine Veranstaltung der Österreichischen Exilbibliothek in Kooperation mit CLIO

NEUERSCHEINUNG:
Axl Leskoschek: Zwei Märchen. Die Orange Amarante. Der verirrte Donnerhund. Aus dem Portugiesischen von Michaela Wolf. Hg. u. mit einem Nachwort von Heimo Halbrainer.
Geb. 80 Seiten (ISBN 978-3-903425-36-1). CLIO: Graz 2026
Euro 20,00

Bestellung unter [email protected] oder in ihrer Buchhandlung

Anlässlich des Gedenktags gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, der an die Befrei...
08/05/2026

Anlässlich des Gedenktags gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, der an die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 5. Mai erinnert, haben CLIO, der Verein Zukunft braucht Erinnerung, das Literaturhaus Graz, das Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz und die Grüne Akademie eine Gedenkveranstaltung durchgeführt.
Gerald Lamprecht hielt die Gedenkrede, Elena Strubakis hat aus dem Buch von Iakovos Kambanellis "Die Befreiung kam im Mai" gelesen und Olga Kessaris & Ensemble spielten die "Mauthausen Cantata" von Kambanellis mit der Musik von Mikis Theodorakis.

Am Dienstag, 12. Mai, 18 Uhr,  spricht und liest Erich Hackl im Rahmen der Ausstellung "Camaradas –  Österreicherinnen u...
07/05/2026

Am Dienstag, 12. Mai, 18 Uhr, spricht und liest Erich Hackl im Rahmen der Ausstellung "Camaradas – Österreicherinnen und Österreicher im Spanischen Bürgerkrieg 1936 – 1939" in Graz.

ERICH HACKL: An den Zufall glauben.
Warum es trotz der Niederlage Freude macht, sich mit dem Spanischen Bürgerkrieg zu beschäftigen

Vortrag und Lesung

Dienstag, 12. Mai 2026, 18.00 Uhr
Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Trotz der vielen Jahre, die seither vergangen sind, ist die Geschichte des Spanienkriegs als identitätsstiftende Tradition der europäischen Linken immer noch präsent. Dass diese Feststellung auch auf Österreich zutrifft, verdankt sich in einem erheblichen Ausmaß dem ehemaligen Spanienkämpfer Hans Landauer (1921–2014), der das Ergebnis seiner jahrelangen Forschungen im Lexikon der österreichischen Spanienkämpfer zusammengefasst hat, bei dem ihm Erich Hackl zur Hand gegangen ist. Hackl selbst hat sich in Büchern wie Die Hochzeit von Auschwitz, Entwurf einer Liebe auf den ersten Blick oder Im Leben mehr Glück, aber auch in kürzeren Reportagen und in Gedenkreden mit den durch den Spanischen Bürgerkrieg und seine Folgen entstandenen Querverbindungen zwischen Spanien und Österreich – den republikanischen Spaniern, die in das KZ Mauthausen deportiert wurden, und den österreichischen Freiwilligen, die an ihrer Seite gegen den Faschismus gekämpft hatten – beschäftigt. Er wird anhand mehrerer Einzelfälle über seine und Landauers Spurensuche berichten, die damit verbundenen Glücksfälle oder Misserfolge zur Sprache bringen und zwei kurze Texte lesen, in denen sich die unerlässlichen Tugenden des Widerstands in Spanien, Österreich und anderswo bündeln: Zusammenhalt, Solidarität, Erbarmen.

Eine Veranstaltung vom CLIO und dem Museum für Geschichte im Rahmen der Ausstellung CAMARADAS

Mauthausen-Cantata: Die Freiheit kam im Mai in Graz GedenkveranstaltungGedenkrede: Gerald LamprechtLesung: Elena Strubak...
30/04/2026

Mauthausen-Cantata: Die Freiheit kam im Mai in Graz

Gedenkveranstaltung

Gedenkrede: Gerald Lamprecht
Lesung: Elena Strubakis liest aus dem Buch von Iakovos Kambanellis.
Konzert: Mauthausen Cantata (T: I. Kambanellis; M: M. Theodorakis)
Olga Kessaris & Ensemble

Donnerstag, 7. Mai 2026, 19.00 Uhr
Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30, 8010 Graz

Kambanellis zählt zu den bekanntesten Bühnen- und Filmautoren Griechenlands. Seine Popularität gründet sich ebenso auf die oft gespielten und gesungenen Vertonungen seiner Gedichte, besonders auf die weltweit bekannte Mauthausen Cantata, die von Mikis Theodorakis vertont wurde. Kambanellis war Häftling im Konzentrationslager Mauthausen.
In seinem Buch Die Freiheit kam im Mai schildert er die Zeit der Gefangenschaft, den Tag der Befreiung, den 5. Mai 1945, das Leben im Lager in den folgenden Monaten und die Kontakte mit der Bevölkerung in den nahen Dörfern und Bauernhöfen, das Leben des Aufbruchs in die Freiheit, die ersten Schritte in eine neue Epoche.

Anlässlich des Gedenktags gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, der an die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 5. Mai erinnert, gibt es eine Gedenkveranstaltung, in deren Zentrum die beiden Texte von Iakovos Kambanellis stehen.

Eine Veranstaltung von Zukunft braucht Erinnerung, Literaturhaus Graz, CLIO, Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz, Grüne Akademie und ERINNERN:AT

MEMOR – Digitales Gedenkbuch und Denkmal der Grazer NS-OpferPräsentation des digitalen GedenkbuchsBegrüßung: Sibylle Die...
29/04/2026

MEMOR – Digitales Gedenkbuch und Denkmal der Grazer NS-Opfer
Präsentation des digitalen Gedenkbuchs

Begrüßung: Sibylle Dienesch, Graz Museum
Grußworte: Bürgermeisterin Elke Kahr
Vorstellung: Heimo Halbrainer, Gerald Lamprecht, Heribert Macher-Kroisenbrunner, Paul Ulrich

Mittwoch, 6. Mai 2026, 18.00 Uhr
Graz Museum, Sackstraße 18, 8010 Graz

Der österreichische Gedenkstättenpädagoge Peter Gstettner hat in seinem Beitrag mit dem Titel Jedes Opfer hat einen Namen gemeint, dass das „Erzählen von Einzelschicksalen neben dem historischen Verstehen von Zusammenhängen, deshalb so wichtig ist, weil es die einzige Form ist, die den Respekt vor dem Einzelschicksal ausdrückt, die das Mitgefühl und die Identifikation mit dem einzelnen Opfer wecken und bewahren kann. Diese Identifikation mit dem individuellen Schicksal ist deshalb so wichtig, weil der Mangel an Identifikation und die Verweigerung von Mitgefühl zu den entscheidenden Ursachen gehören, die für das damals weit verbreitete Desinteresse an den Untaten der N***s, für das gleichgültige Zuschauen, für das massenhafte Mitläufertum verantwortlich waren.“

Das Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz und CLIO haben ein digitales Denkmal aller Grazer Opfer der NS-Unrechtsherrschaft geschaffen und geben ihnen so ihre Geschichte wieder zurück, die ihnen von den Nationalsozialisten genommen worden war. Auf www.ns-opfer-graz.at sind alle NS-Opfer in einer digitalen Stadtkarte an ihrem letzten freiwilligen Wohnort verortet. Deren Biografien werden dort mit weiterführenden Dokumenten erzählt.

Eine Veranstaltung des Centrums für Jüdische Studien der Universität Graz, CLIO, ERINNERN:AT und Graz Museum

Volles Haus bei der Präsentation des Buches "Stifting, Ries und Ragnitz einst und jetzt" im Haus der Begegnung in der Ra...
23/04/2026

Volles Haus bei der Präsentation des Buches "Stifting, Ries und Ragnitz einst und jetzt" im Haus der Begegnung in der Ragnitz.

Heute stellen wir das Buch "Stifting, Ries und Ragnitz einst und jetzt" vor.In der Kleinen Zeitung gibt's einen Bericht ...
23/04/2026

Heute stellen wir das Buch "Stifting, Ries und Ragnitz einst und jetzt" vor.
In der Kleinen Zeitung gibt's einen Bericht dazu. Danke Andrea Rieger!

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Graz
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