NATURSCHUTZBUND Steiermark

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NATURSCHUTZBUND Steiermark | naturschutzbund | Steiermark - seit 1958 Anwalt der Natur Die Landesgruppe Steiermark (Naturschutzbund Stmk.) hat ihren Sitz in Graz. und der Politik zusammen.

Der Naturschutzbund (NSB) Österreich ist eine Nichtregierungsorganisation mit circa 80.000 Mitgliedern in ganz Österreich, die in neun Landesgruppen organisiert ist. Als älteste Naturschutzorganisation Österreichs, feierte er 2013 sein hundertjähriges Jubiläum und engagiert sich für den Schutz und die Erhaltung der Natur. Ein primäres Ziel der Landesgruppe Stmk. ist es, schützenswerte Grundstücke anzukaufen und das Management zum Schutz der Biodiversität zu entwickeln und umzusetzen. Diese Flächen werden so vor ihrer Umwandlung in ökologisch wertloses Wirtschafts- oder Bauland bewahrt bzw. wird durch den Kauf von Teilflächen versucht, der Fragmentierung großer, schützenswerter Naturflächen durch beispielsweise den Ausbau von Verkehrswegen Einhalt zu gebieten. Dies ist manchmal notwendig, weil Landesgesetze nicht immer mit EU-Gesetzen konform sind. Zudem beherbergen die aufgekauften Flächen oft EU-geschützte, z.T. vom Aussterben bedrohte Tiere (Europäischer Biber, Europäische Sumpfschildkröte, Eisvogel, Blauracke, Wachtelkönig, Gelb- und Rotbauchunke, etc.) und Pflanzen (Osterluzei, Lungenenzian, Schneidried, Oranges Steppen-Aschenkraut, Hummelragwurz, etc.). Der NSB klagt gegen Naturschutzverstöße, macht auf Mängel und Probleme im Zusammenhang mit Natur- und Umweltschutz aufmerksam und arbeitet dabei mit anderen NGOs (Rettet die Mur, Berg und Naturwacht, Alpenverein, Klimabündnis Steiermark, Grüne Akademie Steiermark, Verein gegen Tierfabriken, Aktiver Tierschutz Steiermark, WWF, etc.) Zunehmend koordiniert und organisiert der NSB Stmk. landesweite Themen- und Aktionstage (Conservation Camp 2014, 2015), engagiert sich in der Umweltbildung und unterstützt vielfältige externe Veranstaltungen, z.B. Artenschutztag im Tierpark Herberstein, Hörfelder Moorfest, Naturerlebnistage Lannach, Grünes Band Europa. Darüber hinaus veröffentlicht der NSB Stmk. regelmäßig naturschutzrelevante Artikel in Tageszeitungen und Fachzeitschriften und gibt Themenbücher über z.B. die Moore in der Steiermark, Grünes Band Österreichs, Schwarze Sulm, etc. heraus.

KINDERBUCHPRÄSENTATIONDer Wald – unser grünes ZuhauseAutorin: Sara Fernández, Illustratorin: Sonia Roig, Übersetzerin: H...
01/10/2026

KINDERBUCHPRÄSENTATION

Der Wald – unser grünes Zuhause

Autorin: Sara Fernández, Illustratorin: Sonia Roig, Übersetzerin: Helga Lion

Der Rezensent liebt Bücher – anders könnte er die literarischen Schätze auch nicht mit so viel Begeisterung und Freude besprechen! Ganz besonders haben es ihm die Kinderbücher angetan: Sie fördern die sprachliche und kognitive Entwicklung, sie bringen die emotionale und soziale Kompetenz ins Schwingen; Kreativität und Vorstellungskraft werden angeregt – und nicht zuletzt schafft das gemeinsame Vorlesen eine Atmosphäre von Nähe, Sicherheit und Geborgenheit. Vor allem Kindersachbücher erweitern den Horizont über die Welt. Kids – und auch der Rezensent! – verstehen dadurch komplexe Zusammenhänge viel leichter. „Der Wald – unser grünes Zuhause“ macht mit einer ordentlichen Portion Staunen das Wissen lebendig und die Natur begreifbar. Danke dafür!

Von den Wäldern der Welt über die verschiedenen Baumarten, von den Blättern bis hin zu den Wurzeln, vom Nutzen und vom Brauchen – fundiert, präzise und auf den Punkt gebracht werden die Kernfakten über den Wald vermittelt. Dabei führt die Hauptfigur Silvia – witzig gezeichnet mit langen roten Haaren – die Naturforscherinnen und -forscher erklärend durch die Seiten und lädt sie zum Entdecken, Experimentieren und Aufspüren ein.

Sara Fernández und Sonia Roig war es dabei sowohl wichtig, in Bild und Text die Funktionsweise und natürlichen Kreisläufe aus wissenschaftlicher und ökologischer Sicht griffig darzulegen, als auch die menschliche Beziehung zum Wald über die Zeiten bis heute darzustellen. Dabei lassen sie „ungemütliche“ Aspekte wie Klimawandel und schrumpfende Biodiversität und die Verantwortung des Menschen nicht aus. Damit appellieren sie direkt an das Verantwortungsbewusstsein der Jugend. Neben Flora und Fauna werden auch Phänomene wie Waldfeuer oder das riesige unterirdische Kommunikations- und Ressourcen-Netzwerk „World Wide Web“ behandelt. Die Fülle an Informationen wird leicht verständlich präsentiert – eine wunderbare Schatzkiste!

Jedes Kapitel wird durch eine ruhige, kunstvoll gestaltete Doppelseite eingeleitet. Dieser Wechsel zwischen Information und atmosphärischen Bildern sorgt dafür, dass junge Leserinnen und Leser nicht überfordert werden. Zusätzlich bietet das Buch im vorderen und hinteren Einband praktische Übersichten zur Bestimmung von Blättern. Da die Autorinnen selbst als Forstingenieurinnen tätig sind, ist Fachkompetenz aus erster Hand garantiert. Die Illustrationen bilden die Funktionsweise des Ökosystems Wald sowie natürliche Kreisläufe realitätsgetreu ab. Bildlich werden die Wälder der Erde über spezifische Baumarten bis hinunter zu den einzelnen Blättern und tiefen Wurzeln aufgerollt. Neben der Schönheit der Natur veranschaulichen die Grafiken auch das historische Verhältnis des Menschen zum Wald.

Der Rezensent schätzt besonders die gelungene Kombination aus detailreichen Illustrationen und großer thematischer Breite, die Kinder sowie Erwachsene gleichermaßen zum Nachdenken und Diskutieren anregt. Kompakt und liebevoll, wichtig und wesentlich, spannend und vielfältig, altersadäquat und lebendig, verständlich und übersichtlich – grandios!

Rezensiert von Gerhard Einsiedler, September 2026
Tyrolia-Verlag, August 2026
100 Seiten, durchgehend farbig illustriert
Hardcover, 26,5 x 21 cm
ISBN: 978-3-7022-4354-8
25 Euro (A und D); 38,90 CHF (CH)
Altersempfehlung: ab 9 Jahren

Viele weitere Rezensionen und Buchvorstellungen gibt es auf der Webseite unseres Projektpartners Natur.Werk.Stadt unter https://naturwerkstadt.at/was.../bildung/buchbesprechungen/ (Bücher für Erwachsene) und https://naturwerkstadt.at/was-wir-tun/kinder/kinderbuecher/ (Kinderbücher).

BUCHVORSTELLUNGGlühwürmchen. Geheimnisvolle Leuchtwesen der NachtAutor: Stefan IneichenDer Rezensent kann sich noch erin...
29/09/2026

BUCHVORSTELLUNG

Glühwürmchen. Geheimnisvolle Leuchtwesen der Nacht

Autor: Stefan Ineichen

Der Rezensent kann sich noch erinnern. In jungen Jahren – und das ist schon sehr lange her! – fiel ihm das Staunen ganz leicht. Auch wenn er sie nicht allzu oft sehen konnte – er war noch in kindlichem Alter, – verfiel er in grenzenlose Begeisterung. Später dann, in lauen Sommernächten, waren sie romantische Begleiter: Glühwürmchen. Nun überfallen den Rezensenten schöne, aber auch wehmütige Erinnerungen. „Schuld“ daran ist ein neues Buch, das im Haupt Verlag erschienen ist: „Glühwürmchen. Geheimnisvolle Leuchtwesen der Nacht“, verfasst von dem Schweizer Biologen und Schriftsteller Stefan Ineichen.

Das Werk bietet eine liebevoll gestaltete, großzügig illustrierte Natur- und Kulturgeschichte der Leuchtkäfer. Der Autor beleuchtet sowohl die biologischen Hintergründe (wie die Biolumineszenz oder die Gefährdung durch Lichtverschmutzung) als auch die mythologische und geschichtliche Symbolik der Tiere von der Antike bis nach Japan. Glühwürmchen verkörpern den Zauber der Natur auf einzigartige Weise. Entführt uns der Lichtertanz der paarungsbereiten Leuchtkäfer während der Mittsommerzeit in eine Märchenwelt, so wird das Aufleuchten der giftigen und unappetitlich schmeckenden Glühwürmchenlarven von vielen Fressfeinden als Warnung verstanden. Durch die zunehmende Lichtverschmutzung und den Verlust ihrer Lebensräume geraten diese faszinierenden Tiere jedoch vielerorts in Bedrängnis. Der Autor liefert konkrete Ansätze, wie man den Lebensraum der bedrohten Tiere in Wäldern und im Siedlungsraum aktiv fördern kann.

Glühwürmchen lösen seit langer Zeit vielfältige Assoziationen aus: Ihr Erscheinen wies schon in der Antike darauf hin, dass es Zeit war für die Saat der Hirse oder den Schnitt der Wiesen. In der von Industrie und Verstädterung geprägten Zeit um 1900 galten sie als Verkörperung einer romantischen Natur und als nächtliche Begleiter verliebter Pärchen. Für den italienischen Schriftsteller und Filmemacher Pier Paolo Pasolini stellte das „Verschwinden der Glühwürmchen“ in seinem berühmten Zeitungsartikel vom Februar 1975 tatsächlich eine tiefgreifende gesellschaftliche, kulturelle und anthropologische Katastrophe dar. Die realen Insekten starben zwar an der Umweltverschmutzung, doch für Pasolini waren sie das zentrale Symbol für den Untergang der traditionellen, bäuerlichen Welt. Und in Japan steht das Aufblinken der Leuchtkäfer in der Dämmerung seit Jahrhunderten als Zeichen für die Flüchtigkeit und Vergänglichkeit des Lebens.

Meist sind es die geflügelten Männchen, die im Flug leuchten oder blinken, um auf sich aufmerksam zu machen. Die flugunfähigen Weibchen sitzen im Gras und antworten mit einem Leuchtsignal. Das Licht signalisiert Fressfeinden (wie Vö**ln oder Spinnen) auch: „Ich schmecke bitter und bin giftig!“ Während die erwachsenen Käfer oft gar keine Nahrung mehr zu sich nehmen und nach der Paarung sterben, sind ihre Larven extrem gefräßige Jäger. Sie haben es besonders auf Schnecken abgesehen, die sie mit einem Giftbiss betäuben und anschließend verflüssigen, um sie auszusaugen.

Sachkundig und zugleich poetisch erzählt; mit vielen wunderschönen Geschichten, die die Begeisterung für Glühwürmchen beim Rezensenten ins Unermessliche steigern.

Rezensiert von Gerhard Einsiedler, September 2026

Haupt Verlag, September 2026
160 Seiten, 20 Farbabbildungen
Hardcover, 14 x 21cm
ISBN: 978-3-258-08466-4
25,70 Euro (A); 20 Euro (D); 25 CHF (CH)

Viele weitere Rezensionen und Buchvorstellungen gibt es auf der Webseite unseres Projektpartners Natur.Werk.Stadt unter https://naturwerkstadt.at/was.../bildung/buchbesprechungen/ (Bücher für Erwachsene) und https://naturwerkstadt.at/was-wir-tun/kinder/kinderbuecher/ (Kinderbücher).

BUCHVORSTELLUNGAus der Feder eines ParadiesvogelsAutorin und Illustratorin: Judith ScharingerDer Rezensent liebt Fabeln,...
26/09/2026

BUCHVORSTELLUNG

Aus der Feder eines Paradiesvogels

Autorin und Illustratorin: Judith Scharinger

Der Rezensent liebt Fabeln, in denen Tiere den Menschen den Spiegel eindringlich vorhalten. Sie verpacken tiefgründige menschliche Wahrheiten und moralische Lehren. Er mag Parabeln: Im Studium der Germanistik beeindruckte ihn die Ringparabel in Gotthold Ephraim Lessings Drama „Nathan der Weise“. Märchen und Gedichte kann er immer lesen – vor allem dann, wenn seine Stimmung im Keller ist. Und da stößt seine Aufmerksamkeit auf ein Buch des Verlags Bibliothek der Provinz: „Aus der Feder eines Paradiesvogels“ von Judith Scharinger – eine Sammlung aus Fabeln, Märchen, Parabeln und Gedichten. Bestellt, gelesen und nun rezensiert – einfach schön!

Ein buntes und vielseitiges Kaleidoskop aus Fabeltieren, Märchenfiguren, sprechenden Steinen und Himmelskörpern wird zum Leben erweckt. Die Metapher des Paradiesvogels gefällt dem Rezensenten, weil „Feder“ ein doppelsinniges Wortspiel aus der Vogelfeder und der Schreibfeder ist. In den Texten wird spürbar, was es mit dem „Paradiesvogel“ auf sich hat: Die Geschichten entspringen der bunten Feder dieses Vogels. Sie bringen Leichtigkeit und Vielfalt in schwierige Lebensthemen. Der Paradiesvogel symbolisiert dabei den Weg, um durch eigene Kraft, Mitgefühl und veränderte Perspektiven seelischen Schmerz zu lindern und das Leben wieder in die Hand zu nehmen. Der Paradiesvogel blickt quasi „hinter die Fassade“ des Alltags und hilft, die eigene innere Widerstandskraft zu aktivieren – er steht symbolisch für die kreative, sensible und heilende Kraft, die tiefgründige menschliche Erfahrungen widerspiegelt und Wege zur Überwindung von innerer Bedrängnis aufzeigt. Die Sprache ist einfühlsam und klar. Die Illustrationen unterstreichen die fantasievolle und metaphorische Reise der Seele durch die Welt der Fabelwesen.

Textauszüge gefällig? „Du bist so fröhlich und dein Gesang erhellt die Welt“, sprach der Bär zur Lerche, „willst du vielleicht mit mir in die Welt hinausziehen, um jenen zu helfen, die noch nicht wissen, wie sie ihr Leiden lindern können?“ (aus „Die Lerche und der Bär“). / „Aus all ihren Erfahrungen lernte die Ameise, bedingungsloses Mitgefühl für andere Lebewesen und für sich zu entwickeln. Auf diese Weise ging sie in die Geschichte ein: als Ameise, die half, die Welt zu erleuchten“ (aus „Die Rosenblüte und die Ameise“). / An einem sonnigen Tag begegnete der Wanderer einer Ringelblumentaube mit hellem Gefieder. „Wanderer, ich grüße dich. Wohin des Weges?“ „Ich weiß es nicht so genau“, antwortete er. „Hast du die Orientierung verloren?“, fragte ihn die Taube. „Nein, ich suche nur etwas“, erwiderte der Wanderer. „Was suchst du?“, fragte die Taube weiter. „Ich suche vieles.“ „Hast du denn vieles verloren?“, wollte die Taube nun wissen. „Nein, ich habe nichts verloren, aber ich vermisse einiges in meinem Leben“, offenbarte der Wanderer (aus „Der Ruf der Vögel“).

Was den Rezensenten beeindruckt: Die Geschichten zeigen auf sanfte Weise, dass in jedem von uns die Kraft und Wege stecken, um das eigene Wohlbefinden zu stärken und Schmerz zu lindern. Sie sind deswegen auch zutiefst politisch. „Wer nicht hinsehen will, belügt sich. Wer nicht erkennen will, betrügt sich“, heißt es in einem der Gedichte der Autorin.

Rezensiert von Gerhard Einsiedler, September 2026

Verlag Bibliothek der Provinz, Juli 2026
176 Seiten, zahlreiche, zum größten Teil farbige Abbildungen
Softcover, Klappenbroschur, 19 x 14,5 cm
ISBN: 978-3-99126-335-7
22 Euro (A und D); 25,90 CHF (CH)

Viele weitere Rezensionen und Buchvorstellungen gibt es auf der Webseite unseres Projektpartners Natur.Werk.Stadt unter https://naturwerkstadt.at/was.../bildung/buchbesprechungen/ (Bücher für Erwachsene) und https://naturwerkstadt.at/was-wir-tun/kinder/kinderbuecher/ (Kinderbücher).

BUCHVORSTELLUNGWo die wilden Pflanzen wohnenAutor: Ewald Weber, Illustratorin: Rita MühlbauerDie Welt der Pflanzen ist v...
25/09/2026

BUCHVORSTELLUNG

Wo die wilden Pflanzen wohnen

Autor: Ewald Weber, Illustratorin: Rita Mühlbauer

Die Welt der Pflanzen ist voller Wunder: In 28 unterhaltsamen und kurzweiligen Essays porträtiert der Biologe Ewald Weber die oft übersehene, faszinierende Welt der heimischen Wildpflanzen – einjährige, mehrjährige, Sträucher, Bäume und Kletterpflanzen – direkt vor unserer Haustür. Er zeigt, dass diese Pflanzen wahre Alleskönner sind, die mit verblüffenden Strategien und Talenten aufwarten – spannende „Geschichten über Kratzdistel, Besenginster & Co.“ (so der Untertitel).

Einjährige Wildpflanzen etwa treten oft nur für wenige Monate in Erscheinung, hinterlassen jedoch tiefgreifende Spuren in unserem Ökosystem. Die Pflanzen durchlaufen ihren gesamten Lebenszyklus – von der Keimung des Samens über das Wachstum und die Blüte bis hin zur Samenreife – in einer einzigen Vegetationsperiode. Sobald die Samen reif sind, stirbt die Pflanze ab. Sämtliches Gewebe von der Wurzel bis zur Stängelspitze vertrocknet. Da ihnen keine zweite Chance im nächsten Jahr bleibt, stecken sie ihre Energie in eine opulente Blüte und die Produktion neuer Samen. Als Beispiel nennt Weber das Acker-Stiefmütterchen, dessen Samen über 400 Jahre im Boden überdauern und auf den richtigen Moment zum Keimen warten können. Ein weiteres Wunder der Natur ist die Acker-Kratzdistel: Ihre Wurzeln können sich nämlich bis zu sieben Meter tief in den Boden graben.

Jeder der 28 Essays ist voll von aufschlussreichen Naturgeschichten – porträtiert werden: die Kornblume („Blaue Flocken Im Feld“); der Klatsch-Mohn („Die Rote aus dem Süden“); das Acker-Stiefmütterchen („Ein unscheinbares Veilchen“); das Drüsige Springkraut („Die Pflanze aus dem Land der höchsten Berge); die Wilde Möhre („Das violette Schaf in der Mitte“); die Acker-Kratzdistel („Unsterblich und unentbehrlich“); der Wiesen-Löwenzahn („Butter-, Kuh und Pusteblume“); der Gewöhnliche Natternkopf („Die Staude mit Borsten und Flecken“); die Große Brennnessel („Ungeliebt – und wertvoll“); das Gewöhnliche Leinkraut („Von Betrügern heimgesucht“); die Rote Lichtnelke („Die Blume mit gestielten Tellern“); die Herbstzeitlose („Zarte Farben im kalten Nebel“); der Gewöhnliche Haselstrauch („Unauffällig am Waldrand“); der Schwarze Holunder („Der Hollerstrauch“); das Europäische Pfaffenhütchen („Schrille Früchte, exotische Familie“); der Schwarzdorn („Bei Schmetterlinge und Vö**ln beliebt“); der Gewöhnliche Besenginster („Platzende Blüten, knallende Früchte“); die Besenheide („Die Heide in Rosa“); die Gewöhnliche Fichte („Der Baum, der aus der Kälte kam“); die Wald-Kiefer („Ein Baum mit vielen Gesichtern“); der Berg-Ahorn („Der geflügelte Baum“); die Hänge-Birke („Ein Opportunist“); die Stiel-Eiche („Standfest und uralt“); die Rot-Buche („Europas wichtigster Laubbaum“); der Gewöhnliche Efeu („Die dickste Liane das Landes“); der Gewöhnliche Hopfen („Die bekannteste aller Schlingpflanzen“); die Gewöhnliche Zaunwinde („Weiße Trichter am Schilf“); die Gewöhnliche Waldrebe („Eine dehnbare Rebe“). Das alles stimmungsvoll illustriert (Zeichnungen und Aquarelle) von Rita Mühlbauer – rundum gelungen!

Neben den biologischen Fakten vermittelt das Buch ökologische Zusammenhänge. Die Essays beleuchten intensiv die Bedeutung der Wildpflanzen für die Tier- und Insektenwelt – ein eindrucksvolles Plädoyer für den Naturschutz und den Erhalt lokaler Lebensräume.

Rezensiert von Gerhard Einsiedler, September 2026

oekom verlag, Februar 2022
256 Seiten, mit 28 Schwarz-Weiß-Zeichnungen und farbigen Aquarellen
Hardcover, 20,6 x 13,4 cm
ISBN: 978-3-96238-343-5
22,70 Euro (A); 22 Euro (D); 35,90 CHF (CH)

Viele weitere Rezensionen und Buchvorstellungen gibt es auf der Webseite unseres Projektpartners Natur.Werk.Stadt unter https://naturwerkstadt.at/was.../bildung/buchbesprechungen/ (Bücher für Erwachsene) und https://naturwerkstadt.at/was-wir-tun/kinder/kinderbuecher/ (Kinderbücher).

KINDERBUCHVORSTELLUNGSchon besetzt!Autorin: Annette Wachinger, Illustratorin: Maria MargruberEin kleines braun-orangefar...
24/09/2026

KINDERBUCHVORSTELLUNG

Schon besetzt!

Autorin: Annette Wachinger, Illustratorin: Maria Margruber

Ein kleines braun-orangefarbiges Huhn ist die Protagonistin dieser herzerwärmenden Geschichte; es steht vor einer außergewöhnlichen Premiere: das allererste Ei – eine ganz besondere Sache! Herzklopfen und Aufregung. Wo ist bloß der beste Platz zum Legen? Eifrig macht es sich auf die Suche und findet auch passende Orte. Jedes Mal aber hört sie: „Schon besetzt!“. Freundlich, aber bestimmt, machen Schnecke, Marienkäfer, Ente und Frosch klar, dass in Erde, Strauch und Wasser schon ihre Eier liegen. „Willst du sie mal sehen?“ So wird aus der Suche ein Erkundungsgang – wie unterschiedlich können Eier aussehen und auf welch verschiedenen Plätzen werden sie gelegt? Zum Schluss wird das Huhn schließlich fündig und legt „1, 2, 3“ sein erstes Ei.

Annette Wachinger bringt in ihr erstes eigenes Pappbilderbuch ihre umfangreiche Erfahrung rund um die Literatur für die Allerkleinsten ein, verpackt erstes Sachwissen gekonnt in eine emotionale, spannende Geschichte, liefert ausreichend Ideen für Sprachanlässe und Wortschatz und ermöglicht nicht zuletzt Mithilfe dreier Klappen entdeckendes Lesen. Auch für Maria Margruber – sie heißt eigentlich Nóra Szücs – ist das Buch eine Premiere. 2023 mit dem Romulus-Candea-Preis (ein österreichischer Wettbewerb für Kinderbuchillustrationen von designaustria) ausgezeichnet, beweist sie hier ihr künstlerisches Talent, bringt ausdrucksstarke, sympathisch-liebevolle Tierfiguren aufs Papier und hat bei feiner Kunstfertigkeit gleichzeitig eine klare Bildsprache. Wahrlich eine Bereicherung für den österreichischen Pappbilderbuchmarkt!

Pappbilderbücher sind die perfekten Begleiter für die ersten Lebensjahre, da ihre dicken, robusten Seiten aus stabiler Pappe extrem widerstandsfähig gegen Knicken, Reißen und Kauen sind. Sie fördern – und das findet der Rezensent unglaublich wertvoll – spielerisch die Sprachentwicklung, die Motorik und die visuelle Wahrnehmung von Babys und Kleinkindern. Kinder lernen, dass ganz unterschiedliche Tiere Eier legen (z. B. Schnecken im Moos, Marienkäfer auf Blättern oder Frösche im Wasser). Sie erfahren, wie verschieden die Brutplätze und das Aussehen der Eier sein können (biologisches Grundwissen, MINT). Der sich wiederholende Schlüsselsatz „Schon besetzt!“ schult das Sprachgefühl. Kinder verstehen schnell die Bedeutung von Besitz, Grenzen und Privatsphäre im Alltag (Sprach- und Begriffsentwicklung). Die Tiere weisen das Huhn zwar ab, sie tun dies aber „freundlich, aber bestimmt“ (soziale Kompetenz). Das entzückende Buch vermittelt, wie man eigene Grenzen höflich kommuniziert und dass ein „Nein“ oder „Besetzt“ völlig okay ist. Zudem zeigen die Tiere ihre Nester her („Willst du sie mal sehen?“), was Offenheit und Teilen von Wissen fördert. Durch die integrierten Gucklöcher und Klappen, die sich nach oben, unten und rechts öffnen lassen und so die Brut und Eier der Tiere offenbaren, schulen die Kinder beim Entdecken ihre Motorik und das räumliche Denken (Feinmotorik und Raumverständnis). Das Huhn gibt nicht auf, obwohl es oft abgewiesen wird. Am Ende findet es eine passende Lösung – das lehrt Ausdauer und Zuversicht (Resilienz und Geduld).

Ein großartiger und vielfältiger Lerneffekt in so einem kleinen Buch! – der Rezensent ist beeindruckt.

Rezensiert von Gerhard Einsiedler, September 2026

Tyrolia-Verlag, April 2026
16 Seiten, durchgehend farbig illustriert
Hardcover, Pappbilderbuch 16 x 16 cm
ISBN: 978-3-7022-4349-4
12,95 Euro (A und D); 19,90 CHF (CH)
Altersempfehlung: ab 2 Jahren

Viele weitere Rezensionen und Buchvorstellungen gibt es auf der Webseite unseres Projektpartners Natur.Werk.Stadt unter https://naturwerkstadt.at/was.../bildung/buchbesprechungen/ (Bücher für Erwachsene) und https://naturwerkstadt.at/was-wir-tun/kinder/kinderbuecher/ (Kinderbücher).

🌿 Schon entdeckt, was im Teichpark Lannach alles lebt? 🐸Im und rund um den Teich gibt es weit mehr zu entdecken, als man...
23/09/2026

🌿 Schon entdeckt, was im Teichpark Lannach alles lebt? 🐸

Im und rund um den Teich gibt es weit mehr zu entdecken, als man auf den ersten Blick vermutet: kleine Tiere, besondere Pflanzen, Pilze und viele andere faszinierende Lebewesen. 🔎

Wir würden uns freuen, wenn ihr eure Entdeckungen im Teichpark auf iNaturalist teilt und damit gemeinsam mit anderen dazu beitragt, die Artenvielfalt im Teichpark Lannach sichtbar zu machen. 🌱🐸

Für den Teichpark Lannach gibt es dafür eine eigene Gruppe!

📸 Also: Augen offen halten, fotografieren und eure Entdeckungen mit der Community teilen.

👉 Jetzt die Gruppe auf iNaturalist entdecken:
https://www.inaturalist.org/projects/teichpark-lannach

18/09/2026

🌿 Was lebt eigentlich im Teichpark Lannach? 🐸

Ob Frösche, Käfer, Pflanzen, Pilze oder andere größere und kleinere Bewohner, im Teichpark Lannach gibt es jede Menge zu entdecken!

Du hast im Teichpark etwas Spannendes entdeckt? Dann teile deine Beobachtung auf iNaturalist und werde Teil der Gruppe. 📸

👉 Auf iNaturalist gibt es jetzt eine eigene Gruppe für den Teichpark Lannach. Dort können Naturbeobachtungen aus dem Gebiet gesammelt, geteilt und bestimmt werden.

👉 https://www.inaturalist.org/projects/teichpark-lannach

🪲 Asiatische ReiswanzeDie asiatische Reiswanze ist in Österreich ein Neozoon, ist hier also ursprünglich nicht heimisch....
17/09/2026

🪲 Asiatische Reiswanze

Die asiatische Reiswanze ist in Österreich ein Neozoon, ist hier also ursprünglich nicht heimisch. Sie gelangt unter anderem durch den Transport von Früchten in neue Gebiete und breitet sich aufgrund der Folgen der Klimakrise immer weiter aus.

🌱 Für die Landwirtschaft kann die Wanze zum Problem werden, da sie sich von vielen unterschiedlichen Pflanzen ernährt, darunter Hülsenfrüchte oder Obst- und Gemüsepflanzen. Mit ihrem Saugrüssel sticht sie in Blätter, Samen, Früchte und hinterlässt dabei Schäden. Es kommt zu Fleckenbildung, Deformationen und die Früchte können vorzeitig faulen.

🕷️ Natürliche Gegenspieler der asiatischen Reiswanze sind zum Beispiel Schlupfwespen, Raubwanzen, Marienkäfer, Spinnen und Vögel.

🥚 Das Weibchen legt 60 bis 130 Eier auf der Blattunterseite ab. Wenn die Larven geschlüpft sind, durchlaufen sie 5 Larvenstadien, in denen sie immer wieder unterschiedlich gefärbt sind. Auch die Jungtiere saugen an Früchten und Blättern.

👀 Umso wichtiger ist es, ihre Ausbreitung und ihr Vorkommen im Auge zu behalten und besonders im eigenen Garten Gegenmaßnahmen zu ergreifen, z. B. Absammeln.

15/09/2026

🐝🌿 Schon einmal von der Efeu-Seidenbiene gehört?

Ihren Namen verdankt die Efeu-Seidenbiene gleich zwei Besonderheiten: ihrer Vorliebe für Efeu als Hauptpollenquelle und der Art wie sie ihre Brutzellen baut.

Da der Efeu erst ab September blüht, ist sie erst spät im Jahr unterwegs. 🍃

Die Efeu-Seidenbiene lebt solitär, das bedeutet jedes Weibchen baut ihr eigenes Nest und versorgt ihre Larven selbst. Sie bauen ihre Nester unterirdisch bspw. in Sand, Lehm oder Humuserde.
Dabei können sich an geeigneten Stellen beeindruckend große Kolonien mit mehreren hundert bis mehreren tausend Nester bilden. Das Weibchen kleidet ihre Brutzellen mit einem Sekret aus, das an Seide erinnert. 🐝

Manchmal findet man die Nester in Sandkästen oder auf Spielplätzen. Aber keine Sorge, solange man die Bienen nicht stört, sind sie harmlos. Ein friedliches Miteinander ist also problemlos möglich.

04/09/2026

🐍 Die Äskulapnatter – elegant, faszinierend und schützenswert!

Schon einmal eine Äskulapnatter entdeckt?

Die Äskulapnatter ist unsere größte heimische Schlange und kann über 1,5 Meter lang werden. Mit ihrem schlanken Körper und den glatten, glänzenden Schuppen ist sie eine beeindruckende Erscheinung unserer heimischen Natur. 🌿

keine Sorge: Die Äskulapnatter ist ungiftig und für Menschen meist ungefährlich. Wird sie bedrängt, kann sie sich allerdings verteidigen – deshalb gilt: Abstand halten und die Schlange in Ruhe lassen. 💚

Als hervorragende Kletterin ist sie nicht nur am Boden unterwegs, sondern erklimmt auch Sträucher und Bäume. Auf ihrem Speiseplan stehen vor allem kleine Säugetiere, Vögel und deren Eier.

🌳 Doch die Äskulapnatter braucht unseren Schutz: Strukturreiche Lebensräume mit Hecken, Gebüschen, Totholz, Steinhaufen und sonnigen Plätzen sind für sie besonders wertvoll. Auch geeignete Eiablageplätze spielen eine wichtige Rolle. Dafür nutzt sie gerne warme, feuchte Bereiche mit verrottendem Pflanzenmaterial – zum Beispiel Laub- oder Komposthaufen.

🌳 Eine große Gefahr ist der Verlust und die Zerteilung ihrer Lebensräume durch Straßen und Bebauung. Dadurch werden wichtige Lebensräume voneinander getrennt und die Tiere können sich schlechter zwischen ihnen bewegen.

☀️ Von Frühjahr bis Herbst kann man mit etwas Glück eine Äskulapnatter beobachten. Im Winter zieht sie sich in geschützte Verstecke zurück.

👉 Unser Tipp bei einer Begegnung: Nicht verfolgen, nicht anfassen und ausreichend Abstand halten. Beobachtet die Schlange lieber aus sicherer Entfernung – und freut euch über diesen besonderen Naturfund!

Die Äskulapnatter ist besonders geschützt und ein faszinierender Teil unserer heimischen Artenvielfalt. 🐍💚

Gemeinsam schützen wir ihre Lebensräume – und damit die Äskulapnatter!

Adresse

Herdergasse 3
Graz
8010

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 15:00
Dienstag 09:00 - 15:00
Mittwoch 09:00 - 15:00
Donnerstag 09:00 - 15:00
Freitag 09:00 - 13:00

Telefon

+433163223770

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