NATURSCHUTZBUND Steiermark

NATURSCHUTZBUND Steiermark | naturschutzbund | Steiermark - seit 1958 Anwalt der Natur Die Landesgruppe Steiermark (Naturschutzbund Stmk.) hat ihren Sitz in Graz. und der Politik zusammen.

Der Naturschutzbund (NSB) Österreich ist eine Nichtregierungsorganisation mit circa 80.000 Mitgliedern in ganz Österreich, die in neun Landesgruppen organisiert ist. Als älteste Naturschutzorganisation Österreichs, feierte er 2013 sein hundertjähriges Jubiläum und engagiert sich für den Schutz und die Erhaltung der Natur. Ein primäres Ziel der Landesgruppe Stmk. ist es, schützenswerte Grundstücke

anzukaufen und das Management zum Schutz der Biodiversität zu entwickeln und umzusetzen. Diese Flächen werden so vor ihrer Umwandlung in ökologisch wertloses Wirtschafts- oder Bauland bewahrt bzw. wird durch den Kauf von Teilflächen versucht, der Fragmentierung großer, schützenswerter Naturflächen durch beispielsweise den Ausbau von Verkehrswegen Einhalt zu gebieten. Dies ist manchmal notwendig, weil Landesgesetze nicht immer mit EU-Gesetzen konform sind. Zudem beherbergen die aufgekauften Flächen oft EU-geschützte, z.T. vom Aussterben bedrohte Tiere (Europäischer Biber, Europäische Sumpfschildkröte, Eisvogel, Blauracke, Wachtelkönig, Gelb- und Rotbauchunke, etc.) und Pflanzen (Osterluzei, Lungenenzian, Schneidried, Oranges Steppen-Aschenkraut, Hummelragwurz, etc.). Der NSB klagt gegen Naturschutzverstöße, macht auf Mängel und Probleme im Zusammenhang mit Natur- und Umweltschutz aufmerksam und arbeitet dabei mit anderen NGOs (Rettet die Mur, Berg und Naturwacht, Alpenverein, Klimabündnis Steiermark, Grüne Akademie Steiermark, Verein gegen Tierfabriken, Aktiver Tierschutz Steiermark, WWF, etc.) Zunehmend koordiniert und organisiert der NSB Stmk. landesweite Themen- und Aktionstage (Conservation Camp 2014, 2015), engagiert sich in der Umweltbildung und unterstützt vielfältige externe Veranstaltungen, z.B. Artenschutztag im Tierpark Herberstein, Hörfelder Moorfest, Naturerlebnistage Lannach, Grünes Band Europa. Darüber hinaus veröffentlicht der NSB Stmk. regelmäßig naturschutzrelevante Artikel in Tageszeitungen und Fachzeitschriften und gibt Themenbücher über z.B. die Moore in der Steiermark, Grünes Band Österreichs, Schwarze Sulm, etc. heraus.

04/09/2026

🐍 Die Äskulapnatter – elegant, faszinierend und schützenswert!

Schon einmal eine Äskulapnatter entdeckt?

Die Äskulapnatter ist unsere größte heimische Schlange und kann über 1,5 Meter lang werden. Mit ihrem schlanken Körper und den glatten, glänzenden Schuppen ist sie eine beeindruckende Erscheinung unserer heimischen Natur. 🌿

keine Sorge: Die Äskulapnatter ist ungiftig und für Menschen meist ungefährlich. Wird sie bedrängt, kann sie sich allerdings verteidigen – deshalb gilt: Abstand halten und die Schlange in Ruhe lassen. 💚

Als hervorragende Kletterin ist sie nicht nur am Boden unterwegs, sondern erklimmt auch Sträucher und Bäume. Auf ihrem Speiseplan stehen vor allem kleine Säugetiere, Vögel und deren Eier.

🌳 Doch die Äskulapnatter braucht unseren Schutz: Strukturreiche Lebensräume mit Hecken, Gebüschen, Totholz, Steinhaufen und sonnigen Plätzen sind für sie besonders wertvoll. Auch geeignete Eiablageplätze spielen eine wichtige Rolle. Dafür nutzt sie gerne warme, feuchte Bereiche mit verrottendem Pflanzenmaterial – zum Beispiel Laub- oder Komposthaufen.

🌳 Eine große Gefahr ist der Verlust und die Zerteilung ihrer Lebensräume durch Straßen und Bebauung. Dadurch werden wichtige Lebensräume voneinander getrennt und die Tiere können sich schlechter zwischen ihnen bewegen.

☀️ Von Frühjahr bis Herbst kann man mit etwas Glück eine Äskulapnatter beobachten. Im Winter zieht sie sich in geschützte Verstecke zurück.

👉 Unser Tipp bei einer Begegnung: Nicht verfolgen, nicht anfassen und ausreichend Abstand halten. Beobachtet die Schlange lieber aus sicherer Entfernung – und freut euch über diesen besonderen Naturfund!

Die Äskulapnatter ist besonders geschützt und ein faszinierender Teil unserer heimischen Artenvielfalt. 🐍💚

Gemeinsam schützen wir ihre Lebensräume – und damit die Äskulapnatter!

🐝 Wildbienen – und wie man sie fördern kann! 🌼Wusstest du, dass es in Österreich eine beeindruckende Vielfalt an Wildbie...
02/09/2026

🐝 Wildbienen – und wie man sie fördern kann! 🌼

Wusstest du, dass es in Österreich eine beeindruckende Vielfalt an Wildbienen gibt – und viele davon bedroht sind? 🌿

Bei unserem Vortrag erfahrt ihr von Johannes Gepp (Naturschutzbund) und Karim Strohriegl (Museum Joanneum), warum Wildbienen so wichtig sind und was wir alle zu ihrem Schutz beitragen können.

📅 24. September 2026
🕖 19:00 Uhr
📍 Pfarrsaal Liebenau St. Paul

Kommt vorbei, lernt die faszinierende Welt der Wildbienen kennen und holt euch praktische Tipps für ihren Schutz! 🐝💚

01/09/2026

🦟🕷️ Ein beeindruckender Moment aus der Welt der Krabbeltiere!

Habt ihr schon einmal beobachtet, wie eine Hornisse die Beute einer Spinne oder eines anderen Tieres abnimmt? 👀

Im Video ist zu sehen, wie die Hornisse die von der Wespenspinne erbeutete Beute direkt aus dem Netz holt. Ein faszinierender Moment, der zeigt, wie aufmerksam und geschickt diese Tiere bei der Nahrungssuche sind.

Hornissen sind aktive und geschickte Jäger. Sie erbeuten ihre Nahrung selbst, nutzen aber ebenso Gelegenheiten wie diese.

Besonders spannend: Hier treffen zwei faszinierende Jäger aufeinander. 🕷️ Die Wespenspinne hat ihre Beute gesichert – doch die Hornisse entdeckt sie und macht sie kurzerhand zu ihrer eigenen Mahlzeit.

Die Natur steckt voller solcher überraschenden Begegnungen. Man muss nur genau hinschauen, um sie zu entdecken. 🌿🔍

BUCHPRÄSENTATIONWildtiere am Haus. So gelingt das MiteinanderAutor:innen: Michael Stocker, Sebastian Meyer, Iris Scholl,...
31/08/2026

BUCHPRÄSENTATION

Wildtiere am Haus. So gelingt das Miteinander

Autor:innen: Michael Stocker, Sebastian Meyer, Iris Scholl, Illustratorin: Karin Bauer
Hausfreunde oder Störenfriede – Wildtiere sind immer in unserer Nähe. Welche Wildtiere nutzen Gebäude als Teil ihres Lebensraums? Und welche Maßnahmen können zur Erhaltung und zur Förderung dieser Arten bzw. zum friedlichen Zusammenleben beitragen? Das erfahrene Autor:innenteam – Michael Stocker ist Landschaftsplaner und Zoologe, Sebastian Meyer ist Biologe in einem Planungsbüro in Zürich, Iris Scholl ist Ethologin, engagiert sich seit 1995 selbstständig für Gebäudebrüter und ist Verfasserin der Broschüre „Nistplätze für Mauer und Alpensegler: Informationen rund um Baufragen“ – liefert in diesem Buch wissenschaftlich fundiertes Fachwissen mit konkreten Tipps für die Praxis. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie durch simple Maßnahmen bei Neubauten, Sanierungen oder im Alltag Konflikte minimiert werden können.

Unter die Lupe genommen werden Vögel (etwa Mauersegler, die in kleinsten Nischen unter Dachvorsprüngen leben; Schwalben, die ihre Nester an Außenwänden (z. B. Mehlschwalben) oder in Ställen bauen; Spatzen & Amseln, die sich in Nischen an Fassaden aufhalten oder in Hecken direkt am Haus brüten, oder Falken, die oft höher gelegene Simse nutzen. Bei den Säugtieren sind es Fledermäuse, die als spaltenbewohnende Arten enge Zwischenräume in der Fassade oder hinter Verkleidungen bevorzugen, oder Steinmarder, die gerne Schutz und Wärme auf Dachböden finden, was ohne Vorkehrungen zu Lärm- oder Sachschäden führen kann. Außerdem sind es nützliche Insekten & Spinnentiere, auf die im Buch ein Blick geworfen wird: Wildbienen, die sich in Ritzen im Mauerwerk oder in spezielle Nisthilfen am Haus tummeln. Oder Spinnen, die häufig im Keller oder in Fensternischen leben und lästige Insekten fernhalten.

Was kann getan werden? Gefahrenquellen sichern: Decken Sie offene Wassertonnen ab oder legen Sie Ausstiegshilfen hinein. Sichern Sie Kellerabgänge und Lichtschächte mit feinen Gittern, damit kleine Tiere wie Igel oder Amphibien nicht hineinfallen. Nisthilfen und Quartiere anbieten: Bringen Sie artgerechte Nistkästen für Vögel (wie Mauersegler oder Schwalben) oder Spaltenquartiere für Fledermäuse an, idealerweise geschützt vor direkter Mittagssonne und Katzen. Wildtierfreundliches (Um-)Bauen: Berücksichtigen Sie bei Fassadensanierungen oder Wärmedämmungen bestehende Einflugspflöcke oder Nistplätze und integrieren Sie spezielle Versteckmöglichkeiten direkt in die Architektur. Zugänge verwehren statt vertreiben: Verschließen Sie unerwünschte Schlupflöcher zum Dachboden (etwa für Steinmarder) erst dann, wenn sich sicher kein Tier mehr im Gebäude befindet. Naturnahe Gartenpflege: Lassen Sie Ecken im Garten verwildern und setzen Sie bei der Rasen- oder Heckenpflege vorsichtiges Werkzeug ein, um versteckte Tiere nicht zu verletzen.

Das Buch richtet sich gleichermaßen an Behörden, Architektinnen und Architekten, Bauherren sowie an interessierte Laien mit etwas Vorwissen. Es verbindet die Ansprüche der Tierökologie perfekt mit modernem Bauwesen – mit Potenzial, sich als Standardwerk für ökologisches Bauen zu etablieren. Der Rezensent empfindet die Tipps so gut und teilweise so simpel, dass man sofort Lust bekommt, sie am eigenen Gebäude umzusetzen – praxisnah, fundiert, konkret, achtsam und naturfriedlich; ein dringend notwendiges Werk für den Artenschutz im Siedlungsraum.

Rezensiert von Gerhard Einsiedler, August 2026

Haupt Verlag, Mai 2026
192 Seiten, 350 Farbfotos, 25 Schwarz-Weiß-Illustrationen
Softcover mit Klappen, 15,5 x 22,5 cm
ISBN: 978-3-25808-458-9
30,80 Euro (A); 29,90 Euro (D); 30 CHF (CH)

Viele weitere Rezensionen und Buchvorstellungen gibt es auf der Webseite unseres Projektpartners Natur.Werk.Stadt unter https://naturwerkstadt.at/was.../bildung/buchbesprechungen/ (Bücher für Erwachsene) und https://naturwerkstadt.at/was-wir-tun/kinder/kinderbuecher/ (Kinderbücher).

27/08/2026

🕷️ Wenn die Wespenspinne ihre Beute einwickelt …

Ein faszinierender Moment direkt aus der Natur! 😮 Die Wespenspinne hat ihre Beute überwältigt und beginnt sofort damit, sie mit ihrer Spinnenseide einzuwickeln.

Was auf den ersten Blick brutal wirkt, ist ein perfekt abgestimmter Teil ihres Jagdverhaltens. Mit schnellen Bewegungen wird die Beute fixiert. Später kann die Spinne ihre Beute in Ruhe verspeisen.

Mit ihrem stabilen Spinnenfaden kann sie auch Beute überwältigen, die größer ist als sie selbst.

🎥 Im Video könnt ihr diesen faszinierenden Vorgang hautnah beobachten.

Kennt ihr die Wespenspinne schon? 🕷️

KINDERBUCHVORSTELLUNGDingsbumsAutorin und Illustratorin: Marianna Coppo, Übersetzerin: Tanja RaichEin ungewöhnliches Kin...
26/08/2026

KINDERBUCHVORSTELLUNG

Dingsbums

Autorin und Illustratorin: Marianna Coppo, Übersetzerin: Tanja Raich

Ein ungewöhnliches Kinderbuch, das der Rezensent da in seinen Händen hält – es macht neugierig: Die visuelle und haptische Gestaltung bricht gezielt mit klassischen Mustern: Das Cover hat ein wolkenförmiges Loch, aus dem die Arme und Beine eines kleinen Dingsbums herausschauen. In leuchtendem, knalligem Orange, das als zusätzliche Druckfarbe verwendet wurde und das ganze Buch durchdringt, blickt das Dingsbums den Rezensenten an – frech und selbstbewusst.

Was es damit auf sich hat, will der Rezensent wissen und macht sich ans Lesen: Am Anfang war das Universum ein „riiiiesengroßes“ Ding. Dann, plötzlich, explodierte es in unendlich viele kleine Dinge; große Dinge, kleine Dinge und ziemlich schwierige Dinge: Tiere, Pflanzen, Gegenstände und sogar mathematische Formeln (noch immer läuft dem Rezensenten bei Mathematik der kalte Schauer über den Rücken). Jedes Ding war an seinem Platz. Naja, fast – bis auf ein kleines seltsames Dingsbums. Es war weder kuschelig noch gruselig genug. Es war nicht rund genug. Es war nicht süß genug. Und schon gar nicht schick genug. Das Dingsbums passte in keine Schublade und niemand wusste, wofür es eigentlich gut sein soll. Die einen reagierten ratlos („kein Plan“), die anderen zeigten Mitleid („armes Ding“); und dann gab es die, die sich lustig machten über das Dingsbums („haha!“) – auf einer Seite ist ein großes oranges Fragezeichen mit seinem kleinen Gesichtchen zu sehen.

Dann erfährt die anfangs traurige Geschichte eine herzerwärmende Wende: „He du da!“, sagt ein Kind freundlich-neugierig, als es dieses orangefarbene wolkenförmige Wesen am Rande einer Sandkiste sieht. Und bei ihm verwandelt sich „Dingsbums“ in alles Mögliche. Erst durch dieses Du als Freund findet es zum eigenen Ich. Es begreift: Wenn man nicht nur das eine ist, kann man alles sein! Ja, das Dingsbums ist mehr ist als eine einzige Sache – es hat so viele Facetten. Und das eröffnet eine Unzahl an Möglichkeiten und Chancen für sein Leben.

Zusätzlich zur berührenden Geschichte ist der Rezensent von der optischen Gestaltung mit Sonderfarbe Quietsch-Orange, viel Weißraum im Hintergrund und Beige-Grau- sowie Anthrazit-Tönen begeistert: Die reduzierte, aber wirkungsvolle Darstellung lässt Kindern viel Raum für die eigene Fantasie. Ein herrlich bemerkenswertes Buch über das Anderssein und das Ich-Werden durch Freundschaft. Es katapultierte sich übrigens schon im August 2026 auf Platz 1 der ORF KIDS-Bestenliste: Eine hochkarätige Jury aus unabhängigen Literaturkritikerinnen und -kritikern sowie Buchhändlerinnen und -händlern kürt jeden Monat eine Liste von jeweils fünf empfehlenswerten Kinderbuch-Novitäten. Exzellente Wahl!

Autorin und Illustratorin Marianna Coppo lebt und arbeitet in Rom, wo sie Kinderbücher schreibt und illustriert. Genau wie ihre Figur Dingsbums ist auch sie auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt – obwohl sie ihn vielleicht schon zwischen Bleistiften und Papier gefunden hat. Und wie geht es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser? Eine zugegebenermaßen sehr private Frage, die auch der Rezensent nicht öffentlich beantwortet. Aber ganz für sich darüber nachzudenken, lohnt sich allemal, oder?

Rezensiert von Gerhard Einsiedler, August 2026

Leykam Buchverlag, Juli 2026
40 Seiten, durchgehend farbig illustriert
Hardcover mit Stanzung und Sonderfarbe, 20 x 28 cm
ISBN: 978-3-7011-8400-2
20,50 Euro (A); 22 Euro (D); 31,90 CHF (CH)
Altersempfehlung: ab 3 Jahren

Viele weitere Rezensionen und Buchvorstellungen gibt es auf der Webseite unseres Projektpartners Natur.Werk.Stadt unter https://naturwerkstadt.at/was.../bildung/buchbesprechungen/ (Bücher für Erwachsene) und https://naturwerkstadt.at/was-wir-tun/kinder/kinderbuecher/ (Kinderbücher).

KINDERBUCHPRÄSENTATIONSchau mal, was da wächstAutorin: Annette HolländerTrotz seines Namens liebt der Rezensent soziale ...
24/08/2026

KINDERBUCHPRÄSENTATION

Schau mal, was da wächst

Autorin: Annette Holländer

Trotz seines Namens liebt der Rezensent soziale Interaktionen und das gemeinsame Tun – alleine zu essen, ist ihm ein Gräuel; Kommunikation fast ausschließlich über Selbstgespräche zu führen, hält er für äußerst bedenklich; Sonnenauf- oder -Sonnenuntergänge ohne Begleitung zu erleben, ist nicht einmal das halbe Vergnügen. Neugierig stöbert er daher im Netz nach Büchern, die ihn ansprechen, weil sie das Miteinander fokussieren. Es gibt erfreulicherweise viele Verlage, bei denen er fündig wird – etwa beim oekom verlag in München. Was ihm da ins Auge gesprungen ist: ein Kinderbuch, das nachhaltiges Gärtnern gemeinsam mit Kindern verspricht.

Das Eingangskapitel „Natur verstehen“ vermittelt die biologischen und ökologischen Grundlagen, die für den Gartenanbau wichtig sind: Den Kindern wird vermittelt, warum fruchtbarer Boden wichtig ist und welche Lebewesen darin wohnen. Kindgerecht wird der Unterschied zwischen Wetter und Klima erklärt. Außerdem wird gezeigt, wie sich Pflanzen vermehren und wie man selbst Samen sammelt. Zusätzlich zum theoretischen Wissen werden Praxis-Projekte geboten: etwa Anleitungen für den Bau einer eigenen Wurmkiste, die nährstoffreichen, organischen Dünger garantiert, den spezielle Kompostwürmer durch das Fressen und Verdauen von Bio- und Küchenabfällen herstellen. Er ist geruchlos, ideal für den Balkon oder die Wohnung geeignet und wandelt Abfälle schnell in wertvollen Humus um. Schon einmal die unterschiedlichen Klimagebiete des eigenen Gartens erforscht? Zusätzlich sind im ersten Kapitel viele weitere praktische Anregungen vorhanden.

In Kapitel 2 „Kinderleicht gärtnern“ erhalten die Jüngsten konkretes Wissen und Handwerkszeug für den biologischen Anbau im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Wie bringt man Samen zum Keimen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Aussaat, welche Werkzeuge und Hilfsmittel werden benötigt und wie pflegt man die Pflänzchen richtig für einen satten Ertrag? Haben die Kinder vielleicht Lust, ein eigenes Minigewächshaus zu bauen oder selbst Brennnesseljauche anzusetzen?
In den drei „Dein Naschgarten“-Kapiteln zu Gemüse, Kräuter und Beeren geht es dann ganz konkret um einzelne Pflanzensorten und Anleitungen zu deren Anbau. Die Auswahl beschränkt sich auf klassische Sorten, die viele Kindern gern mögen und die in unseren Breiten gut gedeihen. Und was dem Rezensenten besonders gut gefällt: „Schau mal, was da wächst“ glänzt mit zahlreichen Kurzporträts heimischer Gartentiere und Nützlinge, mit extra Wissensboxen sowie mit Rezept- und Verarbeitungsanregungen. Ja, üppige Gemüseernte ist so sicher wie das Amen im Gebet – Naschen inklusive! Und auch das erfreut den Rezensenten: Er ist eine totale Naschkatze!

Das Buch eröffnet mit Bastel- und Anbauanleitungen einen praxisnahen Zugang zum Gärtnern und nutzt eine einfache Sprache auf Augenhöhe – ein eindrucksvoller Ratgeber, mit dem die ganze Familie viel lernen und jede Menge Spaß haben wird; lehrreich, anschaulich und nachhaltig. Annette Holländer ist ausgebildete Naturpädagogin und Samengärtnerin. Ihr über viele Jahre angeeignetes und erprobtes Wissen teilen sie und Hans Sondermeier auf ihrer Website: garten-des-lebens.de mit.

Rezensiert von Gerhard Einsiedler, August 2026

Viele weitere Rezensionen und Buchvorstellungen gibt es auf der Webseite unseres Projektpartners Natur.Werk.Stadt unter https://naturwerkstadt.at/was.../bildung/buchbesprechungen/ (Bücher für Erwachsene) und https://naturwerkstadt.at/was-wir-tun/kinder/kinderbuecher/ (Kinderbücher).

🌿 Gummistiefel an und ab ins Moor! Unsere Doku „Steirische Moore – Zeugen der Eiszeit“ wird wiederholt! Wer sie bisher v...
21/08/2026

🌿 Gummistiefel an und ab ins Moor!

Unsere Doku „Steirische Moore – Zeugen der Eiszeit“ wird wiederholt! Wer sie bisher verpasst hat oder noch einmal in diese faszinierende Welt eintauchen möchte, hat gleich drei Gelegenheiten dazu.

Begleitet von Herrn Prof. Gepp (Naturschutzbund Steiermark) hat sich das Team von Posch TV tief in die Moore der Steiermark gewagt – auf der Suche nach Zwergmäusen, Spinnen und anderen erstaunlichen Bewohnern. 🕷️🐭

„Steirische Moore – Zeugen der Eiszeit“ zeigt eine geheimnisvolle Welt vor unserer Haustür – und warum diese einzigartigen Lebensräume dringend geschützt werden müssen. Denn rund 90 Prozent der Moore sind bereits verschwunden.

Also: Lust auf faszinierende Natur, mystische Moorlandschaften und ein kleines Abenteuer mit dem Posch TV-Team? ORF 2 einschalten! 🌿👣

📺 Die Wiederholungstermine auf ORF 2:

• Sonntag, 23. August, 16:30 Uhr
• Montag, 24. August, 05:40 Uhr
• Montag, 24. August, 12:05 Uhr

Eine Produktion von Posch TV, in Koproduktion mit ORF Steiermark und 3sat.

In Zusammenarbeit mit: Naturschutzbund Steiermark, Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, Land Steiermark (Abteilung 13 − Umwelt und Raumordnung, Referat Naturschutz), Biodiversitätsfonds, EU Next Generation, Bundesministerium für Klimaschutz. Unterstützt von: Region Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen und Tourismusregion Gesäuse. Gefördert von: Cinestyria

BUCHPRÄSENTATIONDie Lösung der Honigbiene für das Varroa-ProblemAutor: Steve Riley, Übersetzer: Simon EggerSteve Riley i...
20/08/2026

BUCHPRÄSENTATION

Die Lösung der Honigbiene für das Varroa-Problem

Autor: Steve Riley, Übersetzer: Simon Egger

Steve Riley ist ein höchst motivierter, aber letztlich „ganz normaler“ Hobbyimker. Mit Beherztheit und einem klaren Ziel vor Augen ist es ihm gelungen, allein auf Grundlage sorgfältiger Befallsbeobachtung und gezielter Vermehrung seiner gesündesten Völker seinem Verein „Westerham Beekeepers“ innerhalb weniger Jahre resistente Bienen auszulesen. Die medikamentenfreie Imkerei ist inzwischen in weiten Teilen seiner Heimat Wales verbreitet. In seinem kürzlich in deutscher Übersetzung erschienenen Buch beschreibt er anschaulich und präzise die gesammelten Erfahrungen. Voller praktischer Tipps und zugleich mit engagierter Leidenschaft sowie gespickt mit Forschungsergebnissen nimmt er die Leser:innen mit auf eine spannende Reise.

Die drei biologischen Abwehrstrategien der Bienen: Gezieltes Ausräumen (VSH): Die Abkürzung steht für Varroa-Sensitive Hygiene. Die Bienen riechen infizierte Brut unter dem Zelldeckel, öffnen diese und entsorgen die befallene Bienenpuppe mitsamt der Milbe. Das „Recapping“-Verhalten: Ammenbienen öffnen die Wachsdeckel von Brutzellen zur Kontrolle und verschließen sie wieder. Diese kurze Störung unterbricht den empfindlichen Vermehrungszyklus der Varroamilbe massiv und senkt deren Fortpflanzungserfolg drastisch. Grooming (Putzverhalten): Die Bienen beißen sich die Parasiten gegenseitig vom Körper. Sie verletzen die Milben dabei so schwer, dass diese sterben oder vom Volk herabfallen.

Damit die Bienen diese Abwehrkräfte voll entfalten können, bedarf es laut dem Konzept bestimmter Rahmenbedingungen. Keine chemischen Keulen: Der ständige Einsatz aggressiver Säuren verhindert, dass Völker eine natürliche Selektion und Widerstandskraft entwickeln. Natürlicher Wabenbau: Die Rückkehr zu kleineren, natürlichen Brutzellen (4,9 mm statt künstlich vergrößerter 5,4 mm) stärkt das Immunsystem der Brut und erschwert den Milben die Vermehrung. Lokale Anpassung: Es wird auf die Vermehrung regional starker, schwarmbereiter und robuster Königinnen gesetzt, statt anfällige Hochleistungsrassen zuzukaufen. Das Fachbuch erklärt, wie Bienen durch evolutionäre Selbsthilfe behandlungsfrei überleben, sofern Imker:innen dieses Verhalten systematisch fördern und auf aggressive chemische Behandlungen verzichten.

Wärmste Empfehlung – vor allem für jene, die an einer naturnahen Haltung interessiert sind! Es garantiert in jedem Fall ein packendes Lesevergnügen. Vor allem aber zeigt es, dass Varroaresistenz eine ganz natürliche Anpassung ist, die sich einstellt, wenn konsequent die dargestellten einfachen Spielregeln eingehalten werden. Ein ungemein praktischer Leitfaden, ein wegweisendes Lehrbuch und eine Ermutigung für potenzielle Nachahmer: innen zur Selbsthilfe zugleich.

Dem Rezensenten ist nicht entgangen, dass es dazu Kritikpunkte gibt, die sich auf die praktische Umsetzung und die biologischen Kosten fokussieren. Zudem bestehen methodische und wissenschaftliche Zweifel. Der Rezensent möchte es zumindest erwähnen – er ist aber absoluter Laie und kann dazu nicht Stellung beziehen. Etwas aber beeindruckt ihn am Buch: Es entspringt der Praxis und schöpft aus tatsächlichen Erfahrungen – evidenzbasiert und zukunftsweisend.

Rezensiert von Gerhard Einsiedler, August 2026

Haupt Verlag, Mai 2026
128 Seiten, 40 Fotos, 30 Grafiken und 2 Tabellen
Softcover, 22,3 x 16 cm
ISBN: 978-3-258-08475-6
30,80 Euro (A); 29,90 Euro (D); 31,90 CHF (CH)

Viele weitere Rezensionen und Buchvorstellungen gibt es auf der Webseite unseres Projektpartners Natur.Werk.Stadt unter https://naturwerkstadt.at/was.../bildung/buchbesprechungen/ (Bücher für Erwachsene) und https://naturwerkstadt.at/was-wir-tun/kinder/kinderbuecher/ (Kinderbücher).

KINDERBUCHPRÄSENTATIONab 3 JahrenPiu Piu – Einmal Südpol und zurückAutorinnen und Illustratorinnen: Buchkollektiv dame &...
18/08/2026

KINDERBUCHPRÄSENTATION
ab 3 Jahren

Piu Piu – Einmal Südpol und zurück

Autorinnen und Illustratorinnen: Buchkollektiv dame & dusa

Ein ungewöhnliches und bezauberndes Kinderbuch mit vielen Besonderheiten, wie der begeisterte Rezensent meint. Seine Empfehlung: absolut lesenswert!
„Piu Piu“ ahmt das Fiepen, Piepsen oder Rufen von Küstenvögeln oder Küken nach – deswegen der Titel: Eine kleine Küstenseeschwalbe macht sich gemeinsam mit ihrem Schwarm auf den Weg vom hohen Norden bis zum Südpol. Dies ist die längste Flugstrecke, die ein Lebewesen auf der Erde zurücklegt (hin und zurück ca. 90.000 Kilometer). Auf ihrer Route überquert sie Meere und Kontinente. Dabei begegnet die Schwalbe vielen Tiere in ihren natürlichen Lebensräumen – einem Polarfuchs, einem Gecko, einem Mistkäfer, einem Pfeilgiftfrosch, einem Brüllaffen und verschiedenen Pinguinen. Die Erzählung ist in leicht zugänglichen, harmonischen Reimen verfasst („Wir sausen, brausen übers Meer, fliegen der Sonne hinterher...“) – herzerwärmend und ideal zum Vorlesen. Neben der fiktiven Geschichte der Küstenseeschwalbe gibt es einen separaten Sachbuch-Teil, der Kindern biologisches Hintergrundwissen über das Tier und dessen Begegnungen auf dem Weg zum Südpol vermittelt. Der Rezensent schätzt diesen pädagogischen Mehrwert sehr.

Da das Kollektiv „dame & dusa“ aus drei Grafikerinnen und zwei Architektinnen (Annegret Haider, Andrea Hesse, Dagmar Krause, Anna Krumpholz und Hanna Pohlmeyer-Abert) besteht, liegt ein besonderer, gestalterischer Fokus auf dem hochwertigen Layout: Die Illustrationen basieren maßgeblich auf klassischen, haptischen Techniken wie Scherenschnitt und filigranen Papiercollagen (Papercut). So fließt eine sehr präzise, durchdachte und moderne Typografie in das Kinderbuch ein. Das Ergebnis ist ein kunstvolles, handgemachtes Bilderbuch, das sich durch seine klaren Formen, die spürbare Papier-Struktur und ein harmonisches Gesamtlayout von rein digital erstellten Büchern abhebt. Das Werk ist als aufwendiges Leporello bzw. Faltbuch konzipiert – fünf Frauen, fünf Handschriften, eine gemeinsame Liebe zum Buch. Informationen unter https://dameunddusa.at/ueber-dame-und-dusa/.

Wie für den Verlag Bibliothek der Provinz üblich, wurde das Buch nicht als billiges Massenprodukt, sondern als fadengeheftetes, stabiles Hardcover in kleiner, feiner Auflage produziert. Publiziert wird, was der „Bibliothek der Provinz“ gefällt und fehlt. Sitz des Verlages ist das obere Waldviertel, die so genannte „Provinz“, die gerade durch die Distanz zum institutionalisierten Buchbetrieb der Großstädte als Ideengeber und Konzeptentwickler fungiert. Neben der Produktion von Büchern liegt ein wesentliches Anliegen des Verlages darin, seine Autor:innen und Leser:innen zusammenzubringen und damit zum fruchtbaren Austausch anzuregen. Dazu dienen Buchmessen, Lesungen und vor allem das groß angelegte jährliche „Poetenfest“ auf der Burg Raabs an der Thaya. Der Verlag wurde 1989 von Richard Pils gegründet und zeichnet sich durch anspruchsvolle, abseits des Mainstreams gestaltete Publikationen aus. Das hat der innovative Verlag – wieder einmal – mit diesem Buch bewiesen: liebevoll, fröhlich, farbenfroh, fesselnd, kindgerecht und lehrreich. Details zum Verlag unter https://www.bibliothekderprovinz.at/verlag/.

Rezensiert von Gerhard Einsiedler, August 2026

Verlag Bibliothek der Provinz, Juni 2026
56 Seiten, durchgehend farbig illustriert
Fadengeheftetes Hardcover, 24 x 24 cm
ISBN: 978-3-99126-413-2
22 Euro (A und D); 24,90 CHF (CH)
Altersempfehlung: ab 3 Jahren

Viele weitere Rezensionen und Buchvorstellungen gibt es auf der Webseite unseres Projektpartners Natur.Werk.Stadt unter https://naturwerkstadt.at/was.../bildung/buchbesprechungen/ (Bücher für Erwachsene) und https://naturwerkstadt.at/was-wir-tun/kinder/kinderbuecher/ (Kinderbücher).

Adresse

Herdergasse 3
Graz
8010

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 15:00
Dienstag 09:00 - 15:00
Mittwoch 09:00 - 15:00
Donnerstag 09:00 - 15:00
Freitag 09:00 - 13:00

Telefon

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