19/06/2017
"Opfer leiden anders
Wer aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe beleidigt werde, leide anders als ein Betroffener "normaler" Beleidigung, sagt Patrick Hart von der IG Soziologie-Forschung. Wer Hasskriminalität erfahre, sei häufiger von Depression und posttraumatischer Belastungsstörung betroffen und unterliege einem höheren Suizidrisiko.
Das unterscheide die Hassrede, also die Beleidigung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten von Diskriminierung betroffenen Gruppe – Flüchtlinge, Homosexuelle, Muslime –, von anderen Beleidigungen, sagt Hart. Während eine Beleidigung nur auf individuelle Merkmale der Person abzielt, greift die Hassrede auf Vorurteile gegenüber einer Gruppe zurück. Das mache es den Opfern viel schwerer, sich vom Angriff zu distanzieren, sagt Hart.
- derstandard.at/2000059143377/Hetze-unter-Schuelern-bleibt-oft-unbemerkt"
Lehrer nehmen Hasskriminalität und Mobbing oft nicht wahr, weil sie abseits des Unterrichts und im Internet passieren